Beitrags-Archiv für die Kategory 'Kornkreise 2009'

Kornkreisreise 2009 nach England (Teil II)

Montag, 3. August 2009 0:13

In einem Internet-Cafe in Marlborough sehen wir uns die neuesten Kornkreise an und beschließen, am Martinsell Hill das missglückte sechsarmige Juliaset zu inspizieren (siehe Bild 1 und weitere Bilder unter cropcircleconnector
(Abb. 1)
Man könnte die Formation auch als Krake bezeichnen. Die Formation liegt abseits vom Durchgangsverkehr und von Ortschaften, ist aber von einem Seitenweg aus gut sichtbar. Schon von weitem beeindruckt uns die ernorme Größe des Piktogramms.

(Abb. 2) In einer Regenpause marschieren wir in das Feld und - sind enttäuscht. Die Formation ist von Menschen gemacht, wie wir übereinstimmend nach kurzer Zeit feststellen. Es ist nicht allein der unverzeihliche Fehler, den Mittelpunkt des Gebildes zu dicht am Rand angesetzt zu haben, sondern es gibt noch weitere Indizien. Die krakenförmigen Arme bestehen aus einer Reihe aneinander gereihter Kreise, für die zur Bestimmung der Mittelpunkte Konstruktionshilfslinien gezogen wurden. Diese bestehen aus etwa 30 cm breiten Bogensegmenten, die zu Beginn ins Korn getrampelt wurden und die Mittelpunkte der Kreise oder Perlen, wie man auch sagen könnte, markieren sollen. Die Spuren dieser Hilfslinien unterhalb der später umgelegten Halme sind deutlich sichtbar, wenn man die obere Schicht ein bisschen anhebt. Als die unbekannten Macher merkten, dass der Feldrand die Kreise abschneiden würde, fingen sie an zu schummeln: Sie versetzten die Mittelpunkte der Kreise einfach ein Stück nach innen neben die Konstruktionshilfslinie. Das Luftbild zeigt, dass die Schummelei nichts genutzt hat, das fehlende Stück war einfach zu groß. Es gibt weitere Indizien: Die Halme sind unmittelbar über der Erde geknickt, was auf brachiale menschliche Gewalt hindeutet.
(Abb. 3)
Die Knicke sind nicht durch die Besucher entstanden, denn sie sind auch in den entlegenen Enden zu entdecken, und wir sind nur einen Tag nach Entstehung hingefahren. Und schließlich berichten Personen, die für “ätherische Energien” empfänglich sind, dass die Formation “energetisch leer” und nichts zu spüren ist - für Skeptiker des Paranormalen ist dieser Hinweis nicht relevant, er soll dennoch nicht unerwähnt bleiben, da ich an der Existenz dieser “ätherischen Energien” aufgrund eigener Erfahrungen keinen Zweifel habe.
Beim Herausgehen frage ich mich, was die Aktion mit diesem Kornkreis gebracht hat: für den Farmer viel zerstörtes Getreide, für die Macher eine um die Ohren geschlagene Nacht und wenig Anerkennung.

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Hessen - der 11. deutsche Kornkreis

Samstag, 1. August 2009 16:40

26. Juli 2009 - Gertenbach, Hübenthal/Hessen
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berlepsch1.jpgLuftbilder - Copyright: H. Hubert
Eine kleine kreisrunde Yin/Yang-Formation im gleichen Tal unterhalb von Burg Berlepsch, wo vor 2 Jahren schon einmal ein Kornkreis gefunden wurde. Um die Formation äußerlich zu begrenzen wurde ein Kreisbogen zusätzlich halbseitig auf den Kreis gebracht. Entdeckt wurde die Formation aus der Luft von Frau H. Hubert und dem Piloten Herrn O. Pilger.
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Bild - Copyright: A. Wahl, FGK
Am 31. Juli 2009 waren mehrere FGK-Mitglieder vor Ort, um den neuen Kornkreis in Augenschein zu nehmen. Die beste Sicht auf die Formation hat man von der Straße aus, die die beiden Ortsteile Gertenbach und Hübenthal verbindet.
kornkreis01web.jpgAm 3. Juli 2007 wurde damals im gleichen Feld vom S. Forbert, Redaktion HNA Witzenhausen, entdeckt. Die damals vorgefundene 6-teilige Blumenformation, die einem drehenden Rad ähnelte, hatte laut seinen Angaben einen Durchmesser von 44 Meter und entsprach einer Fläche von 1520 qm.
Luftbild - Copyright: S. Forbert/HNA

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Niedersachsen - der 10. deutsche Kornkreis

Samstag, 1. August 2009 16:39

23. Juli 2009 - Meensen/Niedersachsen
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meensen2.jpgLuftbilder - Copyright H. Hubert
Am 23. Juli 2009 wurde eine neue Kornkreisformation in einem Weizenfeld bei Meensen entdeckt. Bei einem Rundflug mit dem Piloten O. Pilger fotografierte Frau H. Hubert den neuen Kornkreis am 27. Juli 2009 bei Meensen. Wiederum handelt es sich bei der neuen Formation um ein Blumenmuster. Es ist 6-teilig mit einem umgebenden Aussenrand. Ähnliche Muster fand man in diesem wie auch in den letzten Jahren im südniedersächsischen Raum.

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Niedersachsen - der 9. deutsche Kornkreis

Samstag, 1. August 2009 16:37

19. Juli 2009 - Burg Plesse, Eddigehausen/Niedersachsen
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Luftbilder - Copyright: Stefan Rampfel - goeflug.de

2_kornkreis_plesse_rampfel.JPGAm 19. Juli 2009 wurde in der Nähe der K1 zwischen Eddigehausen und Reyershausen eine neue Kornkreisformation in einem Weizenfeld entdeckt. Die blütenartige Formation liegt unterhalb der Burg Plesse. Erneut wurde ein Kornkreis im Raum Göttingen entdeckt, 7 km vom Stadtzentrum entfernt, diesmal nördlich der Stadt mit Blickrichtung in Nörten-Hardenberg. Auch hier kam die 8-er-Symetrie zur Anwendung, die schon bei allerlei Kornkreisen der letzten Jahren im Raum Göttingen vorgefunden wurde.
Am 21. Juli war eine FGK-Gruppe vor Ort, um sich den Kornkreis näher anzuschauen.

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Bodenaufnahmen - Copyright: Martin Harms, FGK
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Blumenmuster über Blumenmuster! Wer im Sommer einmal ein solches in einem Getreidefeld sehen möchte, sollte in den Raum Göttingen fahren! So möchte man meinen. Andere Kornkreise wie z.B. die Doppelspirale bilden da schon eher die Ausnahme. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist ein erheblicher Teil der südniedersächsischen Kornkreise in den letzten Jahren von Menschen angelegt worden. Das ist aber im Mutterland der Kornkreise in England nicht anders als in Süd-Niedersachsen. Nur in England sind die Kornkreise variantenreicher. Davon konnte sich eine Gruppe der FGK in England gerade selbst überzeugen.

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Alle Bodenaufnahmen Copyright: Martin Harms FGK
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Von Burg Plesse aus gesehen - Copyright: Martin Harms, FGK

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Berlin - der 8. deutsche Kornkreis

Samstag, 1. August 2009 16:21

19. Juli 2009 - Berlin-Mahlsdorf/Berlin
Am 19. Juli 2009 wurde in einem Gerstenfeld bei Berlin-Mahlsdorf eine neue Kornkreisformation entdeckt. Sie besteht aus einem Zentralkreis mit 3 Außenringen. Auf diesen sind linear 4 Kreise in verschiedenen Größen angeordnet, von i9nnen nach außen kleiner werdend. Der kleinste Kreise auf dem Außenring ist von einem Ring umgeben. Die Formation erinnert an die vielen Satellitenformationen, die vor allem in England zu finden waren. Nach einem erstem Eindruck vor Ort dürfte die Formation schon einige Tage/Wochen alt sein, bevor sie dann am 19. Juli entdeckt wurde.
Weitere Informationen oder Luftbilder liegen uns zur Zeit noch nicht vor.

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Mecklenburg - der 7. deutsche Kornkreis

Samstag, 1. August 2009 15:54

17. Juli 2009 - Kaltenhof, Insel Poel/Mecklenburg-Vorpommern
Am 17. Juli 2009 wurde in einem Weizenfeld bei Kaltenhof auf der Ostseeinsel Poel, nahe Wismar, in Mecklenburg-Vorpommern eine weitere Kornkreisformation entdeckt. Die Formation besteht aus einem Kreis mit breitem Außenring. Im Kreis stehen sich zwei halbrunde Getreideflächen versetzt gegenüber. Weitere Informationen und Luftbilder zum Kornkreis liegen uns zur Zeit noch nicht vor.

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Niedersachsen - der 6. deutsche Kornkreis

Samstag, 1. August 2009 15:52

16. Juli 2009 - Wolbrechtshausen, Lütgenrode/Niedersachsen
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Luftbilder - Copyright: Stefan Rampfel - goeflug.de
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Eine große und komplexe Formation wurde am 16. Juli von dem Gleitschirmflieger und Luftbildfotografen Lutz Fielder in einem Feld westlich von Nörten-Hardenberg, zwischen Lütgenrode und Wolbrechtshausen, entdeckt. Im Gebiet nördlich von Göttingen wurden bereits in den letzten Jahren einige Kornkreise gefunden. Eine FGK-Gruppe besichtigte die Formation am 21. Juli und nahm sie näher in Augenschein.

img_0181a.jpgimg_0192a.jpgimg_0196a.jpgimg_0201a.jpgdsci0155a.jpgimg_0203a.jpg
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Die gesamte Formation ist auf die 8-er-Symetrie aufgebaut. Sie setzt sich aus 8 Kreisen zusammen, die zusammen einen Kreis bilden, sich dabei überschneiden, stehendes und liegendes Getreide aus Halbkreisen entstehen lassen und in der Mitte ein stehendes 8-Eck mit Rundungen zum Mittelpunkt erzeugen.
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Das komplexe Muster erinnert in Aufbau und Konstruktion an die Kornkreise der letzten Jahr in Süd-Niedersachsen, wo bei vielen Formationen menschliches Einwirken festzustellen war.

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Alle Bodenaufnahmen - Copyright: Martin Harms, FGK

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luetgerode3.jpgluetgerode.jpgAm 27. Juli überflog der Pilot O. Pilger mit Frau H. Hubert die komplexe Formation. In den 11 Tagen nach der Entdeckung des Kornkreises waren bereits einige Trampelpfade durch das Getreide zu entdecken. Luftbilder - Copyright: Frau H. Hubert

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Niedersachsen - der 5. deutsche Kornkreis

Samstag, 1. August 2009 9:20

12. Juli 2009 - Esebeck, Barterode/Niedersachsen
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Im Westen, vor den Toren der niedersächsischen Stadt Göttingen, wurde am 12. Juli 2009 der 5. deutsche Kornkreis 2009 entdeckt. Er liegt südlich der K 37 zwischen den Ortschaften Esebeck und Barterode in einem Weizenfeld.

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Luftbilder - Copyright: Stefan Rampfel - goeflug.de

Bei der interessanten Formation handelt es sich um eine große Doppelspirale. Jede Spirale hat 7 Windungen. In den Zentren entstanden dadurch kleine Kreise mit einem stehenden Zentrum. Außerhalb, mittig zur Spirale angeordnet, befinden sich zwei kleinere Kreise.
Ähnliche Spiralen bzw. Doppelspiralen gab es bereits einige in den Getreidefeldern. Eine der schönsten wurde am 5. Juni 2004 bei Fort Nelson, nahe Portsdown Hill, Hampshire/England entdeckt. (Fotos: Lucy Pringle)
spirale.GIFVor 11 Jahren, am 2. Juli 1998, entdeckte man eine Doppelspirale in einem Roggenfeld in Ehlen, Zierenberg/Hessen. Diese wurde damals allerdings nachweislich von Menschen angelegt. Wolfgang Schöppe (FGK) war u.a. damals mit vielen anderen Kornkreisinteressierten in der Spirale. Mit seinem Modellflugzeug gelang ihm damals diese schöneLuftaufnahme.
Am frühen Morgen des 13. Juli war Martin Harms am Feld zwischen Esebeck und Barterode und nutzte die ersten Sonnenstrahlen und den Frühnebel über den Feldern zu einigen schönen Bodenaufnahmen, die das feingliedrige Muster der Doppelspirale nicht nur an Hand der Luftbilder, sondern auch bei den Bodenaufnahmen oder von der Polestange aus gut wiedergeben.

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Bodenaufnahmen - Copyright: Martin Harms - FGK
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Luftbilder - Copyright: H. Hubert

Auch 14 Tage später, am 26. Juli 2009, stellte sich die Doppelspirale bei Barterode noch sehr ansehnlich dar.
In den zurückliegenden Jahren wurden in der Region zwischen Göttingen, Duderstadt und Hann. Münden immer wieder zahlreiche Kornkreise entdeckt, die meisten allerdings in einem Blumenmuster-Design. Bei vielen Kornkreisen konnte menschliches Einwirken festgestellt werden, was aber im Mutterland der Kornkreise in England nicht wesentlich anders ist. Das bestätigte sich unlängst gerade beim Besuch einiger der aktuellen Kornkreisformationen in Wiltshire und Oxfordshire.

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Bayern - der 4. deutsche Kornkreis

Freitag, 31. Juli 2009 15:30

5. Juli 2009 - Pfaffenhofen/Oberbayern
Thomas Steringer aus Pfaffenhofen an der Ilm entdeckte am 5. Juli 2009 eine Formation aus zwei verschieden großen Kreisen und Pfaden, darunter ein “F” in einem Weizenfeld, die mit einander verbunden sind. Die Formation erinnert an die kleinen Kornkreispiktogramme mit Hanteln und Wetterfähnchen der frühen 70iger und 80iger Jahre. Die schlechten Wetterbedingungen in Oberbayern liessen bisher keine weiteren Begutachtungen zu. Weitere Informationen und Luftaufnahmen des Kornkreises liegen bisher nicht vor.

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Kornkreisreise 2009 nach England (Teil I)

Freitag, 31. Juli 2009 1:44

Nach zwei Jahren Pause hat DEGUFO-Mitglied und Chefredakteur des DEGUFORUM, Herr Peter Hattwig zusammen mit einer größeren Gruppe aus dem deutschsprachigen Raum erneut eine Reise ins Kornkreisgebiet von Wiltshire im Süden Englands unternommen. Genauso wie vor zwei Jahren wollen wir auch diesmal wieder seinen Bericht in mehreren Teilen auf unserer Seite veröffentlichen. Hier sein 1. Bericht:
In den folgenden Tagen möchte ich Ihnen einige Einrücke wiedergeben und Sie motivieren - wenn Sie noch nicht dort gewesen sind - auch mal eine Kornkreisreise zu unternehmen. Es sind nicht nur die Figuren im Weizen oder Raps, die faszinieren, sondern auch die Landschaft und die beschaulichen traditionsreichen Städte haben ihren Reiz und sind einen Besuch wert. Es empfiehlt sich jedoch, Regenkleidung mitzunehmen - leider!
Informationen, was sich in Sachen Kornkreise getan hat, erhalten wir im “Barge Inn” in der kleinen Ortschaft Alton Barnes, jenem legendären Treffpunkt der Kornkreisfans der früheren Jahre. In der näheren Umgebung des Ortes sind allein acht Formationen entstanden, die man von den umgebenden Hügeln erblicken kann. In den folgenden Tagen haben wir den Pub als Treffpunkt gewählt.
Der “Basket” ist einer der ersten Kornkreise, die ich ausgesucht habe. (Aufnahmen unter www.cropcircleconnector.com).

(Abb. 1)
Auf dem Luftbild (Bild 1) zeichnet er sich durch eine geflochtene Struktur aus, aber als ich ihn von der Straße aus sehe, erinnerte er mich mehr an einen runden gewebten Teppich mit groben Maschen als an einen Korb.

(Abb. 2)
Und als ich nun hineingehe, wandelt sich das Bild noch einmal, denn auf einmal werde ich an ein Schachbrett erinnert, das mithilfe eines Computerprogramms zu einem Kreis deformiert wurde.

(Abb. 3)
Aufgrund der Luftbilder, die ich zuerst im Internet gesehen habe, war ich zunächst sicher, dass der Kornkreis nicht von Menschen angelegt worden sein kann. Vor Ort entstehen Zweifel, denn Kornkreis-Spezialist Frank Peters erläutert, in welcher Reihenfolge man vorgehen müsste, um ihn anzulegen. Theoretisch hört sich das einfach an, in der Praxis hätte ich aber meine Zweifel, denn die Kreisform würde während des Flechtvorgangs höchste Anforderungen an die hypothetischen Kornkreismacher stellen. Die Linien verlaufen nicht parallel wie im Schachbrett, sondern sind - wie schon gesagt - zu einem Kreis deformiert.
Die Analyse der Halme hilft auch nicht weiter. Sie sind nicht gebogen und haben auch keine deformierten oder geplatzten Wachstumsknoten, wie ich das noch vor zwei Jahren gesehen habe. Interessanterweise sind sie nicht am Austritt aus dem Boden, sondern etwa 8 cm oberhalb des Erdbodens geknickt (Bild 4). Diese Tatsache sehe ich als Indiz an, dass der Kreis nicht von Menschen angelegt wurde.

(Abb. 4)
Ich zücke die Kamera und schieße ein erstes Bild, aber der Bildausschnitt ist nicht gut getroffen, deshalb versuche ich, sofort ein zweites Bild hinterher zu machen. Bevor ich dazu komme, fährt die Kamera das Objektiv ein und beendet ihren Dienst. Die Akkus sind leer, ratzekahl leer, obwohl sie die ganze Nacht an der Steckdose gehangen haben und frisch geladen in die Kamera gesteckt wurden. Ich erinnere mich an die Kamera-Ausfälle von vor zwei Jahren, als ich insgesamt vier Mal das Erlebnis hatte, dass die Akkus sich kurz nach Betreten eines Kornkreises entladen haben. Die Erfahrung hat mich gelehrt, Ersatzakkus mitzunehmen. Die weiteren Fotos gelingen, ohne dass es zu einer weiteren Entladung kommt.
Ich marschiere durch die zwei “Henkel”. Sie enden beide genau in einer Treckerspur. Hhmm, überlege ich, wäre ich Kornkreismacher, dann hätte ich diesen Trick auch angewendet, denn das Legen der letzten Halme am Ende eines Korridors ist immer etwas problematisch. Am Ende des Rundgangs ist mein Eindruck gespalten. Von Menschen gemacht, ja oder nein? Für beide Annahmen gibt es Argumente.
Teilnehmer unserer Gruppe, die vor mir angekommen waren, berichten von einem interessanten Erlebnis. Ein Hubschrauber sei zwischen den Hügeln aufgetaucht, habe kurz über den Köpfen der Besucher gestanden, habe gewendet und sei dann zu einer anderen keinen Kilometer entfernten Formationen geflogen, von da aus zur dritten und vierten, so als ob er etwas suchen würde. Ein zweiter Hubschrauber folgte unmittelbar danach und machte auch die Runde. So ging es weiter, insgesamt erschienen fünf Hubschrauber und flogen die Kornkreise der Umgebung ab. Der Vorgang wäre nicht weiter bemerkenswert, denn die Hubschrauber der britischen Armee gehören zu den täglichen Begleitern der Kornkreisforscher, wenn nicht gleichzeitig ein Gruppenmitglied, das geomantische Messungen im Kreis vornahm, gerufen hätte “Ich messe Ufo-Frequenzen.”
Selbstverständlich ist es reine Spekulation, wenn wir als Beobachter annehmen, dass die Hubschrauber ein im Radar sichtbares Objekt verfolgt haben könnten. Bei der Diskussion stellt sich die Frage: Die britische Regierung hat angeblich ihre Ufo-Akten frei gegeben. Sind es wirklich alle Akten? Sind darin auch die im Zusammenhang mit den Kornkreisen aufgetretenen Merkwürdigkeiten enthalten? Ich erinnere mich an ein von der holländischen Kornkreis-Forscherin Jannette Ossebaard berichtetes Erlebnis, als während der Nacht eine rote Kugel vor einem Hubschrauber aufgetaucht sei. Sollten die frei gegebenen Ufo-Akten also eine Auswahl bilden? Nach meinen Erfahrungen würde ich diese Frage bejahen!

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Initiative zur Rettung des “Barge Inn”

Donnerstag, 9. Juli 2009 8:00

barge-inn.jpgSeit Wochen ist das “Barge Inn”, Treffpunkt aller Croppies in England geschlossen.
Die Vorbesitzer June und Adrian haben den Stammtreffpunkt aller Croppies, das “Barge Inn” in Honeystreet gleich hinter Alton Barnes, zum Verkauf angeboten, weil sie sich zur Ruhe setzen wollen.
Im Ort wurde jetzt ein Social Trust gebildet, mit Polly Carson und vielen anderen, der von der Gemeinde unterstützt wird. Sie möchten den Pub übernehmen und mehr daraus machen, als er bisher war, ihn ausbauen, die Camping-Einrichtung erweitern und auch B&B anbieten. Sie wollen den Nabel der Kornkreisszene mit dieser wunderbaren Atmosphäre am Kenneth & Avon Kanal nicht nur erhalten, sondern auch vertiefen, um gleichzeitig auch zu verhindern, dass er z. B. an eine ausschließlich kommerzielle Restaurantkette verkauft wird.
So bietet der Trust Beteiligungen (mind. 20 Britische Pfund pro Anteil) an. Jedermann kann sich dort einbringen und beteiligen, um das Objekt zu erhalten.
Sollte das Projekt, was wir nicht hoffen wollen, letztendlich doch scheitern, bekommt man sein Geld garantiert zurück.
Ausführliche Informationen findet man beim Barge Inn Community Project
Das Forum Grenzwissenschaften und Kornkreise wird sich an dieser Maßnahme beteiligen und ruft die Kornkreisfreunde in aller Welt auf, sich ebenfalls in dieses Projekt persönlich einzubringen.

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Schlechte Bedingungen für neue Kornkreise

Samstag, 4. Juli 2009 10:14

ernte.jpgGetreide-Ernte in Deutschlands Norden.
In den letzten Tagen wurden an vielen Orten in Norddeutschland die ersten Mähdrescher in den Getreidefeldern gesichtet. Der Erntetermin liegt einige Wochen früher als in den letzten Jahren. Die Wintergerste ist auf Grund der trockenen letzten Wochen in Deutschlands Norden stellenweise schon so weit, dass sie hier und da geerntet werden kann. In Süddeutschland hingegen dürfte sich der Erntebeginn wegen der anhaltenden Feuchtigkeit und vereinzelter Überschwemmungen eher noch um einige Wochen verzögern.

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