Beitrags-Archiv für die Kategory 'Naturphänomene'

6. Januar, die Nacht der Wunder: Perath

Donnerstag, 4. Januar 2018 12:53

Kerzen

Den Abschluss der Rauhnächte bildet ein ganz besonderes Ereignis, darum werde ich dieses Datum gesondert heraus stellen. Es handelt sich um die sogenannte Perath-Nacht, die Nacht der Wunder, die vom 5. auf den 6. Januar geschieht. Sie trägt auch den Namen Perchten-Nacht.

In christlichen Zeiten wurde dieses Datum dann in Epiphania, auf deutsch „Erscheinung“, oder den Tag der heiligen drei Könige, umgetauft.
Ebenso interessant ist die Bezeichnung der heiligen drei Bethen, die im Zusammenhang mit Frau Holle, bzw. der dreifaltigen Göttin (weiße, rote und schwarze Göttin) stehen: Katharina, Margarethe und Barbara. Wenn Du hier auf den jeweils ersten Buchstaben des Vornamens achtest, fällt Dir da etwas auf?
K+M+B“ und schon kann man einen Bogen zu den heiligen drei Königen ziehen. Das Schutzsymbol, was an diesem Tag von Sternsingern über die Tür geschrieben wird, ist eine Formel zum Segen und Schutz für das betreffende Haus und dessen Bewohner.
Das Symbol, dass die Sternsinger am 6.1. über die Haustür der Christen zeichnen, ist durch das Kreuz-Symbol ein Symbol des Todes. Wenn man allerdings zwischen 20 K M B 18 (bzw. aktuelle Jahreszahl) jeweils einen Stern setzt, und zwar mittig daneben, und nicht wie üblich hoch gesetzt, entsteht eine große Schutz-Energie. Perath bedeutet sinngemäss „leuchtend, strahlend, schön“, das Licht kommt nun zurück, und verscheucht die langen Nächte und die Dunkelheit. Eine andere Übersetzung bedeutet hingegen: die Verborgene. Es ist aber demnach wichtig, dass das Kreuz von oben nach unten, dann von links nach rechts, und von links oben nach rechts unten und von rechts oben nach links unten gezogen wird, wie beim Reiki. Man kann dieses Symbol selbst draußen an der Haustür anbringen, evtl., wenn es stimmig ist, mit einer Räucherung, einem Gebet oder Dingen, die man sonst praktiziert, um einen großen Schutz aufzubauen.
Früher, als die Menschen in diesen Gegenden noch vorrangig an die Göttinnen und Götter, in diesem Fall an Frau Holle, glaubten, auch Frau Percht, Perath oder Holla genannt, wurden im sogenannten Percht-Feuer die Zettel aus den Sperrzeiten verbrannt (siehe hierzu den Bericht zu den Rauhnächten vom 24.12.2017 im FGK Forum).
An diesem Abend blieb außerdem der 13. und letzte Wunschzettel übrig, um ihn nicht aus den Augen zu verlieren, empfiehlt es sich, ihn in ein Glas neben das Bett zu stellen, um jeden Tag wieder zu sehen, welchen Wunsch man sich selbst verwirklichen darf.
In dieser Nacht solltest Du ganz besonders auf Deine Träume achten, da man von dieser Nacht sagt, dass sich die Träume erfüllen. Hoffen wir also auf schöne, positive Träume.
Es gibt auch heute noch Menschen, die in den Rauhnächten „weiße Speisen“ nach draußen stellen, wie z.B. Milchreis, Mehl oder Milch mit etwas Brot und Honig, für Frau Percht und ihr Gefolge und die Tiere. Hier streiten sich die Gemüter, ob das gut ist oder nicht, da viele Tiere keine Kuhmilch vertragen. Auch hier hat also der Vegetarismus und Veganismus Einzug gehalten… In früheren Zeiten „opferte“ man diese Speisen zum Dank, und mit der Bitte für ein gutes, kommendes Jahr. In der Perath-Nacht wird die sogenannte Perchtmilch getrunken, von der man sich verspricht, dass sie Segen und Fruchtbarkeit für das kommende Jahr bringt. Die Fruchtbarkeit bezieht sich nicht nur auf die bevorstehenden Schwangerschaften, sondern hatte in erster Linie mit den Ernteerträgen, dem „richtigen“ Wetter und allem, was dazu gehört, zu tun.
Am Perchtentag treffen sich in ursprünglichen Gegenden gern 12 Frauen, um über das sogenannte Perchtenfeuer zu springen, um Wunscherfüllung, Kraft und Segen für das kommende Jahr zu erhalten. Man sagt, wenn eine dreizehnte Frau wahrgenommen wird, so ist Frau Percht persönlich anwesend. Jede dieser Frauen hat an dem Tag eine Frage dabei, für die sie sich durch das „Feuerorakel“ eine Antwort von Frau Percht erhofft. Die Frauen stehen hierfür um das Feuer und halten ihre eigenen Gedanken und Wünsche zurück, jede konzentriert sich auf die Frage dieser einzelnen Frau und achtete auf die Zeichen und Antworten des Feuers, was sich durch Funken sprühen, knistern, knacken, erkennen von Gesichtern, Tieren, Wesenheiten usw. bemerkbar machen kann.

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17.11.2017 – UFO-Studiengruppe Hannover

Freitag, 3. November 2017 8:00

ufo-studiengruppe_hannover.jpgVeranstaltung der
UFO-Studiengruppe Hannover
(38 Jahre – 1979-2017)

Treffpunkt ist das Stadtteilzentrum Lister Turm, Walderseestr. 100, 30177 Hannover. Die Treffen finden an jedem 3. Freitag im Monat von 19.00 – 22.00 Uhr statt, Einlaß: 18.45 Uhr. Gäste sind herzlich willkommen! Räume: siehe Hinweistafel im Eingangsbereich/STZ-Mitarbeiter. Vorträge im Kleinen Saal/Raum 27, 2. Etage (ohne Fahrstuhl), Restauration: Taverne Odysseus.


Freitag, 17. November 2017, 19.00 Uhr
„Wunderberg Untersberg“

Referent: Conrad E. Terburg (Autor) – Unkostenbeitag: 5,- Euro


Bereits seit 1956 existiert die UFO-Studiengruppe Hannover, die seit 1979 von Ruth Bäger geleitet wird. Sie erteilt auch gerne weitere Auskünfte unter Telefon 0511-319657 (AB).

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21.10.2017 – AGR-Veranstaltung

Samstag, 14. Oktober 2017 8:00

AGR-LogoArbeitskreis für GEOBIOLOGIE Rheinland e.V. (AGR)
09.30 bis ca. 17.30 Uhr – 53937 Schleiden-Gemünd / Eifel – Kurhaus – Seminarraum: Kleiner Kursaal

Neue Dimensionen erleben – Ein praktisches Seminar zur Bewusstseinserweiterung. Ziel des Tagesseminars ist es, die unsichtbaren Zäune bzw. von außen festgelegte Grenzen zu erkennen und zu erleben, in denen wir uns täglich bewegen, um dann anschließend zu lernen, wie jeder seinen „Kasten“ aufbrechen kann, um quasi grenzenlose persönliche Freiheit zu erleben.
Die Teilnehmer werden dabei in praktischen Übungen an ihre scheinbar physischen und psychischen Grenzen geführt. Es wird gezeigt, wie wir alle durch unterschiedlichste Arten von Manipulation und dem Erzeugen von Ängsten klein gehalten werden, um „System gerecht“ zu funktionieren, und selbst nicht schöpferisch tätig werden sollen. Selbstverständlich sollen sich die Teilnehmer nicht nur mit den negativen Dingen konfrontiert werden, sondern anhand von praktischen Übungen gezeigt bekommen, wie man sein Bewusstsein erweitern kann, um seine Ängste zu überwinden und sein Leben selbst aktiv und frei gestalten kann.
Es werden an diesem Tage vielfältige Themen behandelt, Stichworte hierzu sind: Unser Verstand und optische Täuschungen – Mind-Control – Manipulation durch die Medien – feinstoffliche Welten – Paranormales – PSI-Kräfte – Aura sehen – Fernwahrnehnung – Astralreisen – Hintergründe der Sexualität – Schamanismus – unsere Gesundheit und die Kraft der Gedanken und Symbole – etc.
Bereits seit früher Kindheit standen und stehen dem Referenten verschiedene spirituelle Meister, grob- wie feinstofflich, als Ausbilder zur Seite. So konnte er sich mit einem breiten Spektrum an Möglichkeiten beschäftigen, was sich in der Vielzahl der erlernten Berufe, Ausbildungen und Tätigkeiten widerspiegelt.

::Referent – Thorsten Schmitt, Schwalmtal / Hessen, Tätigkeiten im alternativen Gesundheitsbereich, Buchautor, Verleger, Journalist, Interims-Geschäftsführer eines TV-Senders, Internet- und Video-Journalist, u.a.m. Viele interessante Informationen finden Sie unter www.extremnews.com

Für unsere Gäste/Nichtmitglieder: Tagesbeitrag: 20 € – Fragen, Anmeldungen, Informationen zum Seminartag bei Heinz Josef Rademacher unter 02161 / 581021 oder rademacher-mg@gmx.de

::AGR-Webseite – www.geobiologie-rheinland.de
::Der Weg nach Schleiden-Gemünd/Eifel – Landkarte


Wir wünschen dem Arbeitskreis viel Erfolg bei der Veranstaltung!
Forum für Grenzwissenschaften und Kornkreise (FGK),
stellvertretend Frank Peters und Ed Vos

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Mouches volantes im alten Europa (8)

Dienstag, 15. August 2017 8:00

Teil 3: Die Kelten von Floco Tausin

8) Druiden als Schamanen, Ekstatiker und Seher

So hätten einige der Druiden neben Philosophen, Lehrern und Barden auch Schamanen, Ekstatiker und Seher sein können. Sie glaubten an die unzerstörbare Seele und deren Existenz auch außerhalb des Körpers. Sie verehrten die Vögel, hielten sie für Begleiter mancher Gottheiten und deuteten ihren Flug (Rankin 1996; Berresford Ellis 1995). Mythen und Geschichten berichten von ihren Gestaltwandlungen und von den Visionen und Reisen durch Höhlen, über Seen oder über das Meer in die Anderswelt (Monaghan 2004; Ford 1974). Walisische Geschichten berichten von Awenyddion, einer druidischen Praxis, die Besessenheit, Trance und Wahrsagerei durch Träume beinhaltete (Harvey/Wallis 2007). Und auch die Abenteuer des verrückten und in den Wäldern hausenden Zauberers Merlin oder Myrddin könnte ein Überbleibsel schamanischer Praktiken sein (Benes 1961). Keltische Druiden haben schließlich auch bewusstseinsverändernde und entoptische Erscheinungen verstärkende Pflanzen gekannt und eingesetzt, so Cannabis sativa, das Schwarze Bilsenkraut als „Kraut des Sonnengottes Bel[enus]“ und vermutlich auch Pilze mit psychoaktiven Inhaltsstoffen oder „Elfenpilze“ (Rätsch 1998). All dies spricht dafür, dass in der keltisch-druidischen Kultur die Wahrnehmung, Deutung und Darstellung entoptischer Erscheinungen wie der Leuchtstruktur wahrscheinlich ist. Greifbar wird sie, wie vorgeschlagen wurde, im abstrakten Kunststil, in den Motiven von Schlangen, Schlangeneiern und Köpfen sowie in Kunst- und Ritualgegenständen wie dem Kessel oder Votiv-Rädern.

::Der AutorFloco Tausin


::Inhaltsverzeichnis

::Teil 1 – Einleitung
::Teil 2 – Die Kultur der Kelten
::Teil 3 – Gestirne, Götter, Schlangeneier
::Teil 4 – Kurvenlinien und Schlangen
::Teil 5 – Keltische Köpfe
::Teil 6 – Kessel, Räder und Sonnenwagen (1)
::Teil 7 – Kessel, Räder und Sonnenwagen (2)
::Teil 8 – Druiden als Schamanen, Ekstatiker und Seher


::Literatur

Rankin, David (1996): Celts and the Classical World. London/New York: Routledge
Berresford Ellis, Peter (1995): The Druids. Michigan: William B. Eerdmans Publishing Company
Monaghan, Patricia (2004): The Encyclopedia of Celtic Mythology and Folklore. New York: Facts On File, Inc.
Ford, P. K. (1974): The poetry of Llywarch Hen: introduction, text and translation. Berkeley: University of California Press
Harvey, Graham; Wallis, Robert J. (2007): Historical Dictionary of Shamanism (Historical dictionaries of Religions, Philosophies, and Movements, 77). Lanha u.a.: The Scarecrow Press, Inc.
Benes, Brigit (1961): „Spuren von Schamanismus in der Sage ‚Buile Suibhne‘“. Zeitschrift für celtische Philologie 28, Nr. 1: 309-334
Rätsch, Christian (1998): Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen. AT Verlag

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Mouches volantes im alten Europa (7)

Sonntag, 13. August 2017 8:00

Teil 3: Die Kelten von Floco Tausin

7) Kessel, Räder und Sonnenwagen (2)

Dass dieser Prozess nicht nur symbolisch, sondern auch durch gelebte Bewusstseinstransformation stattgefunden haben könnte, legt die Darstellung von Cernunnos auf dem Kessel von Gundestrup nahe. Sein Sitz erinnert an die yogische Sitzhaltung, die Hörner an das Motiv der schamanischen Gestaltwandlung (Aldhouse-Green 2004), das Bild insgesamt an den sitzenden „Asketen“ mit Hörner-Krone auf einem Siegel der Industal-Zivilisation, der von manchen wiederum mit dem indischen Gott Shiva identifiziert wird (Tausin 2012b). Dabei hält Cernunnos einen Halsring und eine Schlange – Symbole, die auch auf die Leuchtkugeln und Leuchtfäden verweisen. Es ist möglich, dass die keltischen Druiden diese yogisch-schamanische Energietransformation kannten. In irischen Texten wird der Druide auch „Mag Ruith“ genannt, der „Diener des Rades“. Doch was ist dieses Rad? Manche glauben, es sei wiederum eine Anspielung auf das Schlangenei oder auf die Schutzamulette und Zierscheiben. Andere sehen darin ein Himmelsphänomen, da der Druide in manchen Geschichten mit dem Roth Ramach, einem „fliegenden Rad“, durch die Lüfte fliegt. Somit sei der Druide ein Sonnenwesen, denn für die Kelten war das Rad nicht nur ein Symbol für den Himmels- und Donnergott Taranis oder anderer Gottheiten (vgl. Bild), sondern auch für die Sonne und den Sonnenwagen – eine alte Vorstellung vieler indoeuropäischer Völker (Green 2004; Rankin 1996; MacCulloch 1911). Alle diese Symbole könnten auf das Himmels-, Licht- und Andersweltphänomen der Leuchtkugeln hindeuten.

7- VotivraederVotiv-Räder (sog. Rouelles), die vermutlich auf den Kult von Taranis hinweisen. Für Kelten war Rad auch Symbol für Sonne, als Grabbeigaben könnten sie den Pfad in die Anderswelt beleuchtet haben (Berresford Ellis 2003). Sie wurden zu tausenden bei Heiligtümern im belgischen Gallien gefunden, ca. 50 v. bis 50 n. Chr. Quelle: wikimedia.org (13.8.16)

8 - SonnenwagenSonnenwagen von Trundholm, oft als Ausdruck eines prähistorischen Sonnenkultes interpretiert, sowie als Kalender. Sonnenwagen von Trundholm, Symbole auf der Bronze- und der Goldseite der Scheibe.
Sonnenwagen von Trundholm, Dänemark, 18.-14. Jh. v. Chr. Quelle: wikipedia.org (24.7.16), und stretchingtheboundaries.blogspot (24.7.16)

::Der AutorFloco Tausin


::Inhaltsverzeichnis

::Teil 1 – Einleitung
::Teil 2 – Die Kultur der Kelten
::Teil 3 – Gestirne, Götter, Schlangeneier
::Teil 4 – Kurvenlinien und Schlangen
::Teil 5 – Keltische Köpfe
::Teil 6 – Kessel, Räder und Sonnenwagen (1)
::Teil 7 – Kessel, Räder und Sonnenwagen (2)
::Teil 8 – Druiden als Schamanen, Ekstatiker und Seher


::Literatur

Die Bilder stammen aus Bilddatenbanken im Internet, aus wissenschaftlichen Publikationen oder aus meiner eigenen Sammlung (FT). Sie unterstehen entweder einer Creative Commons-Lizenz, fallen aufgrund der Verjährung nicht mehr unter das Copyright oder werden im Sinne des Zitatrechts aus wissenschaftlichen Publikationen verwendet. Bei den Bildern aus meiner Sammlung besitze ich das Copyright bzw. habe die freundliche Genehmigung des Künstlers eingeholt.

Aldhouse-Green, Miranda (2004): An Archaeology of Images. Iconology and Cosmology in Iron Age and Roman Europe. New York: Routledge
Tausin, Floco (2012b): „Mouches volantes-Strukturen in der Industal-Kultur“. Ganzheitlich Sehen 1. www.mouches-volantes (3.9.16)
Green, Miranda (2004): Symbol & Image in Celtic Religious Art (1. Aufl. 1989). London/New York: Routledge
Rankin, David (1996): Celts and the Classical World. London/New York: Routledge
MacCulloch, John Arnott (1911): The Religion of the Ancient Celts. Edinburgh: T. & T. Clark
Berresford Ellis, Peter (2003): A Brief History of the Celts. London: Robinson

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Mouches volantes im alten Europa (6)

Freitag, 11. August 2017 8:00

Teil 3: Die Kelten von Floco Tausin

6) Kessel, Räder und Sonnenwagen (1)

Überall in der keltischen Welt wurden Kessel hochgeschätzt und als Grabbeigaben und Kultgegenstände verwendet. Um den Kessel ranken sich zahlreiche keltische Mythen. Oft sind die Kessel andersweltlichen Ursprungs und haben magische Eigenschaften: Der Kessel, den der Gott Dagda aus seiner Andersweltstadt nach Irland mitbrachte, hatte keinen Boden und wurde niemals leer. Der legendäre König Artus und seine Ritter der Tafelrunde suchten in der Anderswelt nach dem magischen Kessel der Fülle – später wurde der Kessel durch den heiligen Gral ersetzt. Andere Kessel waren begehrt, weil sie Tote wieder zum Leben erweckten, grosse Reichtümer enthielten oder Allwissenheit verliehen. Es kann vermutet werden, dass der Kessel nicht nur in den späteren Mythen, sondern auch im frühen Keltentum als Symbol der Fülle, Weisheit und Wiedergeburt galt. Offensichtlich hatte er für die Kelten eine ähnliche rituelle Funktion wie die Feuerstellen und Altäre für die Minoer und Mykener in Griechenland (vgl. Tausin 2017): nämlich die Kontaktaufnahme und Kommunikation mit der Anderswelt. Sowohl durch die runden Feueraltäre wie auch durch den Kessel wird eine Gabe oder Zutat in eine Kern-Umkreis-Struktur hineingegeben, umgewandelt und an andersweltliche Wesen gesendet. Von diesen Wesen erhält der Opfernde oder Zauberer eine Antwort in der Form einer überirdischen Gegengabe. Der Kessel als andersweltliche und transformatorische Kern-Umkreis-Struktur lässt sich damit nicht nur als Abbild der Leuchtkugel begreifen, sondern auch als Metapher für den energetischen Prozesses der Umwandlung von Materie in Bewusstseinslicht (vgl. Tausin 2006b).

6 - Silberkessel
Der Silberkessel von Gundestrup, Dänemark, 3.-1. Jh. v. Chr. und drei ausgewählte innere Platten mit Szenen aus der keltischen Mythologie: Rechts oben: eine Gottheit mit Geweih, Halsring und widderköpfiger Schlange, umgeben von Tieren. Der Gehörnte wird meistens als Cernunnos identifiziert, der Herr der Tiere. Rechts Mitte: eine weibliche Gottheit, umgeben von Tieren sowie zwei Rädern oder Rosetten. Rechts unten: ein bärtiger Gott, umgeben von Tieren sowie einer weiteren Figur, die ein halbes Rad hält. Der Bärtige gilt als keltischer Donner- oder Himmelsgott Taranis. Quellen: www.pinterest.com (23.8.16); www.native-science.net (23.8.16)

::Der AutorFloco Tausin


::Inhaltsverzeichnis

::Teil 1 – Einleitung
::Teil 2 – Die Kultur der Kelten
::Teil 3 – Gestirne, Götter, Schlangeneier
::Teil 4 – Kurvenlinien und Schlangen
::Teil 5 – Keltische Köpfe
::Teil 6 – Kessel, Räder und Sonnenwagen (1)
::Teil 7 – Kessel, Räder und Sonnenwagen (2)
::Teil 8 – Druiden als Schamanen, Ekstatiker und Seher


::Literatur

Die Bilder stammen aus Bilddatenbanken im Internet, aus wissenschaftlichen Publikationen oder aus meiner eigenen Sammlung (FT). Sie unterstehen entweder einer Creative Commons-Lizenz, fallen aufgrund der Verjährung nicht mehr unter das Copyright oder werden im Sinne des Zitatrechts aus wissenschaftlichen Publikationen verwendet. Bei den Bildern aus meiner Sammlung besitze ich das Copyright bzw. habe die freundliche Genehmigung des Künstlers eingeholt.

Tausin, Floco (2017): „Mouches volantes im alten Europa. Teil 2: Die frühen griechischen Hochkulturen“. Ganzheitlich Sehen 1. www.mouches-volantes (2.9.16)
Tausin, Floco (2006b): „Mouches volantes. Bewegliche Kuglen und Fäden aus der Sicht eines Sehers“. Q’Phase. Realität … Anders! 4

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Mouches volantes im alten Europa (5)

Mittwoch, 9. August 2017 8:00

Teil 3: Die Kelten von Floco Tausin

5) Keltische Köpfe

Der menschliche Kopf hatte für die Kelten eine starke symbolische Bedeutung. Als Gefäß für die Seele und die Persönlichkeit des Menschen war er der wichtigste Teil des Körpers. Die Köpfe von Feinden und Freunden wurden nach dem Ableben vom Körper getrennt und bei Eingängen von Zitadellen und Heiligtümern zur Schau gestellt. Die Kelten opferten abgetrennte Köpfe auch den Göttern, indem sie sie bei Quellen und Brunnen niederlegten. Die Köpfe besonders mächtiger Feinde wurden einbalsamiert und aufbewahrt. In manchen Mythen waren die Köpfe verstorbener Helden Teil von dieser wie der nächsten Welt und konnten selbst nach ihrer Trennung vom Rumpf noch sprechen, singen und weissagen (Monaghan 2004).
Punktkopfmenschen
Wesen mit punktierten Kreisen als Kopf. Im Bild: Szene auf einer dekorierten Bronzeliege des Hallstatt-Fürstengrabes in Hochdorf, Deutschland, 6. Jh. v. Chr.; stilisierte Figuren auf diversen keltischen Gefässen aus Sopron, Ungarn. Hallstatt-Kultur, ca. 7. Jh. v. Chr. Quellen: Aldhouse-Green 2004; Harding 2007.

Die Darstellung von Köpfen im keltischen Kunsthandwerk reicht von stilisierten und gegenüber dem Körper stark vergrößerten und betonten Köpfen, bis hin zu vollkommen abstrakten Formen wie dem punktierten Kreis. Da die Abstraktion in der Kunst vermutlich bewusst genutzt wurde, um das Übernatürliche und Übermenschliche darzustellen (vgl. Green 2004), sind die hier gezeigten Figuren womöglich Göttinnen, Ahnen oder andere Andersweltwesen. Aus visionär-schamanischer Sicht könnten menschliche Figuren mit punktiertem Kreis als Kopf den wissenden Seher oder auch die Identität von Mensch und Leuchtkugel bedeuten. Einen Hinweis darauf gibt das ältere Motiv der konzentrischen Kreisform mit Zugang, welches in der europäischen Jungsteinzeit und Bronzezeit auf zahlreiche Felsen graviert wurde.
Punktkopfmenschen_Felsbild
Menschliche Figuren mit konzentrischem Kreis als Kopf: Steinzeitliche und bronzezeitliche Felsbilder in der Interpretation des Prähistorikers und Begründers der Erforschung von Felsbildern Henri Breuil (1877-1961). Quelle: Breuil 1934.

Nach der Deutung mancher Forscher handelt es sich hier um die Darstellung eines Menschen. Gleichzeitig ähnelt sie dem Grundriss vieler damaliger Megalithbauwerke, deren Kern-Umkreis-Zugangsstruktur das Eingehen eines Sehers in die letzte Kugel der Leuchtstruktur symbolisiert haben könnten (vgl. Tausin 2016). Womöglich wurde diese Figur, wie auch ihre Symbolik, durch die Jahrtausende überliefert und lebte nicht nur in den keltischen Figuren mit punktiertem Kreis als Kopf fort, sondern auch in der römischen und christlichen Darstellung von Menschen oder Göttern mit Nimbus bzw. Heiligenschein.

::Der AutorFloco Tausin


::Inhaltsverzeichnis

::Teil 1 – Einleitung
::Teil 2 – Die Kultur der Kelten
::Teil 3 – Gestirne, Götter, Schlangeneier
::Teil 4 – Kurvenlinien und Schlangen
::Teil 5 – Keltische Köpfe
::Teil 6 – Kessel, Räder und Sonnenwagen (1)
::Teil 7 – Kessel, Räder und Sonnenwagen (2)
::Teil 8 – Druiden als Schamanen, Ekstatiker und Seher


::Literatur

Die Bilder stammen aus Bilddatenbanken im Internet, aus wissenschaftlichen Publikationen oder aus meiner eigenen Sammlung (FT). Sie unterstehen entweder einer Creative Commons-Lizenz, fallen aufgrund der Verjährung nicht mehr unter das Copyright oder werden im Sinne des Zitatrechts aus wissenschaftlichen Publikationen verwendet. Bei den Bildern aus meiner Sammlung besitze ich das Copyright bzw. habe die freundliche Genehmigung des Künstlers eingeholt.

Monaghan, Patricia (2004): The Encyclopedia of Celtic Mythology and Folklore. New York: Facts On File, Inc.
Aldhouse-Green, Miranda (2004): An Archaeology of Images. Iconology and Cosmology in Iron Age and Roman Europe. New York: Routledge
Harding, Dennis W. (2007): The Archaeology of Celtic Art. Oxon/New York: Routledge
Green, Miranda (2004): Symbol & Image in Celtic Religious Art (1. Aufl. 1989). London/New York: Routledge
Breuil, Henri (1934): „Presidential address“. Proceedings of the Prehistoric Society of East Anglia 7: 289-322
Tausin, Floco (2016): „Mouches volantes im alten Europa. Teil 1: Die Leuchstruktur als Grundlage megalithischer Bauwerke“. Ganzheitlich Sehen 1. www.mouches-volantes (2.9.16)

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Mouches volantes im alten Europa (4)

Montag, 7. August 2017 8:00

Teil 3: Die Kelten von Floco Tausin

4) Kurvenlinien und Schlangen

Wie die punktierten Kreise, könnten auch die häufigen Spiral- und S-Muster in der keltischen Kunst eine visionär-entoptische Grundlage haben. Kurvenlinien und Spiralen gehören zu den verbreiteten Motiven der visionären schamanischen Kunst und wurden in diesem Zusammenhang beispielsweise für Gravuren der megalithischen Ganggräber in Irland geltend gemacht (Dronfield 1995). Möglicherweise haben sich die entsprechenden Motive der keltischen Kunst in Westeuropa aus solchen früheren Motiven entwickelt.
Schild und Schwert

Punktierte oder konzentrische Kreise sind oft in kurvilineare Ornamente eingefügt, basierend auf S-, Leier- und Spiralmotiven. So etwa auf Schilden und Schwertern, die keltischen Kriegern ins Grab gegeben oder als Votivgaben in Gewässern versenkt wurden, sowie auf Halsringen, Brustplatten oder Zierscheiben, die nicht nur Zierde waren, sondern auch Schutz vor Geistern bieten sollten.Von links: Keltische Gold- und Bronze-Scheibe aus Auvers-sur-Oise, Frankreich, ca. 4. Jh. v. Chr.; Mittelteil des Schildbuckels des Battersea-Schilds aus der Themse, England, 4.-1. Jh. v. Chr.; gravierte Schwertscheiden aus Irland, 2./1. Jh. v. Chr. Quellen: wikimedia.org (18.8.16); wikimedia.org (23.8.16); Harding 2007.

Aus dem schamanisch-visionären Kontext ist außerdem die enge Verbindung der entoptischen Linien und Spiralen mit der Schlange bekannt (vgl. Tausin 2015). Dies könnte auch bei den Kelten eine Rolle gespielt haben. Von all den Tieren, die durch die Spiral-, S- und Knoten-Muster in stilisierter Weise dargestellt wurden, ist die Schlange das einfachste und nahe liegendste. Als keltisches Symbol für die Unterwelt und den Tod, für Wasser, Wellenbewegung, Fruchtbarkeit, Heilung und Erneuerung; als Begleiterin von Fruchtbarkeits-, Heil- oder Muttergöttinnen wie etwa Sirona, die Göttin der Heilung; sowie als Hüterin des Lebensbaumes und der Brücke zwischen der Unterwelt, der Menschenwelt und der Himmelswelt ist die Schlange wiederum mit mehreren schamanischen Themen assoziiert (vgl. Green 1992). So ist denkbar, dass die S- und Spiral-Motive in der keltischen Kunst direkt oder über das Symbol der Schlange vom Sehen der Leuchtfäden oder „Schlangenlinien“ in der Leuchtstruktur zeugen.

::Der AutorFloco Tausin


::Inhaltsverzeichnis

::Teil 1 – Einleitung
::Teil 2 – Die Kultur der Kelten
::Teil 3 – Gestirne, Götter, Schlangeneier
::Teil 4 – Kurvenlinien und Schlangen
::Teil 5 – Keltische Köpfe
::Teil 6 – Kessel, Räder und Sonnenwagen (1)
::Teil 7 – Kessel, Räder und Sonnenwagen (2)
::Teil 8 – Druiden als Schamanen, Ekstatiker und Seher


::Literatur

Die Bilder stammen aus Bilddatenbanken im Internet, aus wissenschaftlichen Publikationen oder aus meiner eigenen Sammlung (FT). Sie unterstehen entweder einer Creative Commons-Lizenz, fallen aufgrund der Verjährung nicht mehr unter das Copyright oder werden im Sinne des Zitatrechts aus wissenschaftlichen Publikationen verwendet. Bei den Bildern aus meiner Sammlung besitze ich das Copyright bzw. habe die freundliche Genehmigung des Künstlers eingeholt.

Dronfield, J. (1995): „Subjective Vision and the Source of Irish Megalithic Art“. Antiquity 69: 539-549
Harding, Dennis W. (2007): The Archaeology of Celtic Art. Oxon/New York: Routledge
Tausin, Floco (2015): „Leuchtende Essenz – Mouches volantes in der alten mesoamerikanischen Kunst“. Ganzheitlich Sehen 1. mouches-volantes.com (2.9.16)
Green, Miranda (1992): Animals in Celtic Life and Myth. London: Routledge

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Mouches volantes im alten Europa (3)

Samstag, 5. August 2017 8:00

Teil 3: Die Kelten von Floco Tausin

3) Gestirne, Götter, Schlangeneier

Die keltische Kunst zeichnet sich durch einen abstrakten Stil aus, der geometrische Figuren mit Flechtwerk und Knotenmustern verknüpft und teils zu menschen- oder tierähnlichen Gestalten formt (vgl. Davis 2000). Hier sind punktierte oder konzentrische Kreise häufig vorkommende Formen – manchmal vereinzelt, oft aber durch Linien verbunden oder in weiteren Kreisen oder auf Kreuzen zu Gruppen gefasst. In aufwändigeren fortlaufenden Knoten- und Flechtenmustern lassen sie sich als innerster Teil von Spiralumdrehungen erkennen.
2 - Kelt. Kunst und Muenzen
Keltische Kunst und Münzen

Beispiele konzentrischer oder gepunkteter Kreise auf keltischen Kunstgegenständen und Münzen. Von links oben nach rechts unten: Verzierung auf einem Goldgürtel aus einem keltischen Grab in Hallstatt, Österreich, 4.-8. Jh. v. Chr.; Glas-Augen-Perle aus Wiggonholt, Sussex, England, 1. Jh. v. bis 1. Jh. n. Chr.; Augen-Perlen aus Oberfranken, Bayern, Deutschland, ca. 5. Jh. v. Chr.; Vorder- und Rückseite einer keltischen Münze aus dem Rheinland, Deutschland, 50-25 v. Chr. Quellen: lessingimages.com (26.7.16); Smith n/a; numisbids.com (18.8.16).
In der Deutung der keltischen Kunst werden punktierte oder konzentrische Kreise meistens als Sonne oder Sonnenscheibe verstanden. Diese astronomische Deutung wird oft auf punktierte Kreise in der Kunst prähistorischer Kulturen und antiker Zivilisationen angewandt. Doch für diese Zeitepochen lässt sich die Astronomie kaum von kosmologischen und mythologischen Aspekten trennen: Gestirne werden von den Menschen mit bestimmten Gottheiten oder kosmischen Kräften gleichgesetzt, die wiederum in vielfältiger Beziehung mit Naturerscheinungen oder Ereignissen stehen (vgl. z.B. Tausin 2015, 2014, 2011a, 2011b). Wie alle prähistorischen Völker waren die Kelten genaue Beobachter des Himmels und nutzten die Erkenntnisse für Unternehmungen und Vorhersagen. Die keltischen punktierten Kreise könnten also grundsätzlich auch andere Himmelskörper als die Sonne repräsentieren.Auch die Sonnen-, Mond- und Himmelsgötter wie Lugus (Lugh, Lleu), Belenus, Arianrhod, Grannus oder Brigit könnten in ihrer abstrakten Form durch eine Sonnen- oder Sternenscheibe ausgedrückt worden sein (Berresford Ellis 2003; Rankin 1996; Davies 1809).
Eine andere Möglichkeit ist, dass die keltischen punktierten Kreise so genannte Schlangeneier oder Schlangensteine darstellen. Als Schlangenei galten den Kelten Glaskugeln, Glasscheiben oder gelochte glasige Steine, die auf natürliche Weise entstanden sind. Keltische Mythen aus Irland und England zeigen, dass Glas für die Kelten ein besonderes Material gewesen sein musste: Als ein schwer erreichbarer und schwer zu erobernder Ort voller magischer Schätze gilt ein Turm oder eine Festung aus Glas. Doch der walisische Begriff caer wydyr – die „gläserne Umschliessung“ oder „Glasfestung“ – ist auch eine der Bezeichnungen für die Anderswelt (vgl. Davies 1809). Vielleicht wegen dieser Qualität wurden die Schlangeneier von den Druiden hoch geschätzt und für Wahrsagerei, Erfolg in weltlichen Angelegenheiten und Heilung benutzt. Es hiess, sie würden entstehen, wenn Schlangen sich umschlingen und eine Flüssigkeit absondern, die sich zur Kugel formt und verfestigt. Diese Kugel werde durch die Bewegungen der Schlangen in die Luft geschleudert. Derjenige, der ein Schlangenei suchte, musste es in der Luft mit einem Tuch einfangen.
Sowohl in der einen wie der anderen Deutung werden die keltischen punktierten Kreise nicht nur mit Licht oder lichtdurchlässigem Material, mit dem Himmel, mit Himmelskörpern oder der Bewegung durch die Luft, sondern auch mit mythischen und andersweltlichen Aspekten assoziiert. Sie könnten damit einen entoptisch-visionären und schamanischen Ursprung haben und auf das Sehen der doppelmembranigen Kugeln der Leuchtstruktur zurückgehen.

::Der AutorFloco Tausin


::Inhaltsverzeichnis

::Teil 1 – Einleitung
::Teil 2 – Die Kultur der Kelten
::Teil 3 – Gestirne, Götter, Schlangeneier
::Teil 4 – Kurvenlinien und Schlangen
::Teil 5 – Keltische Köpfe
::Teil 6 – Kessel, Räder und Sonnenwagen (1)
::Teil 7 – Kessel, Räder und Sonnenwagen (2)
::Teil 8 – Druiden als Schamanen, Ekstatiker und Seher


::Literatur

Die Bilder stammen aus Bilddatenbanken im Internet, aus wissenschaftlichen Publikationen oder aus meiner eigenen Sammlung (FT). Sie unterstehen entweder einer Creative Commons-Lizenz, fallen aufgrund der Verjährung nicht mehr unter das Copyright oder werden im Sinne des Zitatrechts aus wissenschaftlichen Publikationen verwendet. Bei den Bildern aus meiner Sammlung besitze ich das Copyright bzw. habe die freundliche Genehmigung des Künstlers eingeholt.

Davis, Courtney (2000): Celtic and Old Norse Designs. Mineola: Dover Publications
Tausin, Floco (2015): „Leuchtende Essenz – Mouches volantes in der alten mesoamerikanischen Kunst“. Ganzheitlich Sehen 1. mouches-volantes.com (2.9.16)
Tausin, Floco (2014): „Mouches-volantes-Strukturen in Nordamerika. Teil 2: Sonnenscheiben und Medizinräder (Kalifornien, Südwesten, Grosse Prärie, Südosten)“. Ganzheitlich Sehen 2. mouches-volantes.com (2.9.16)
Tausin, Floco (2011a): „Schamasch, Ischtar und Igigi. Mouches-volantes-Strukturen im antiken Mesopotamien“. Virtuelles Magazin 2000 60. archiv.vm2000.net (1.9.16)
Tausin, Floco (2011b): „Im Auge des Re. Mouches volantes Strukturen in der Symbolik des antiken Ägyptens“. Virtuelles Magazin 2000 58. vm2000.net (14.2.11)
Berresford Ellis, Peter (2003): A Brief History of the Celts. London: Robinson
Rankin, David (1996): Celts and the Classical World. London/New York: Routledge
Davies, Edward (1809): The Mythology and Rites of the British Druids. London: J. Booth

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Mouches Volantes im alten Europa (2)

Donnerstag, 3. August 2017 8:00

Teil 3: Die Kelten von Floco Tausin

2) Die Kultur der Kelten

Nachdem um 1200 v. Chr. die spätbronzezeitlichen Zivilisationen in Griechenland, Anatolien, Zypern, Syrien, Mesopotamien und Ägypten durch ungeklärte Ereignisse kollabiert oder erheblich geschwächt wurden (Martin 2000; Popham 1994),begann im 1. Jahrtausend v. Chr. eine neue Ära. Als die Europäer begannen, Eisen in großen Mengen zu verarbeiten, als die Texte von Homer und Herodot die Zeit der Geschichtsschreibung und der Schriftlichkeit einläuteten, als sich Griechen und Phönizier, später Römer und Karthager um die Vorherrschaft im Mittelmeer stritten (Cunliffe 1994; Harding 1994), da blühte in Mitteleuropa die Kultur und Kunst der Kelten.
Die Kelten waren vermutlich eines der indoeuropäischen Völker, welche ab dem 4. Jahrtausend v. Chr. aus Zentralasien nicht nur nach Anatolien, in den Nahen Osten und nach Südasien wanderten, sondern auch nach Europa (Gimbutas 1994). Ihre europäische Heimat war das Gebiet um die Flüsse Rhein, Donau und Rhone in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz.Rasch verbreiteten sich die Kelten aber in ganz Europa. Keltische Stämme wohnten und herrschten von England bis Italien und von Spanien bis in die Türkei. Ihre Spuren lassen sich selbst in Syrien, Israel, Ägypten und Karthago nachweisen. Obwohl die keltischen Gesellschaften sehr divers waren, teilten sie eine ähnliche Grundsprache, soziale Organisation, Kunst und Religion.Von den Kelten existieren nur wenige schriftliche Zeugnisse. Unser Wissen über ihre Kultur und Religion gründet auf griechischen und römischen Quellen sowie auf archäologischen Funden. Erst ab dem 8. Jahrhundert, und unter dem Einfluss des Christentums, wurden in Irland und England die bis dahin mündlich überlieferten Mythen und Geschichten der Kelten aufgeschrieben und teilweise zu einem keltischen Christentum verbunden. Aus archäologischen Quellen über die Hallstatt- und Latène-Kulturen (9.-1. Jh. v. Chr.) ist bekannt, dass die Kelten ihre Wirtschaft als eines der ersten Völker Europas um Eisenwaren zentrierten, zweirädrige Streitwagen und Strassen bauten, geschickte Landwirte waren, Bewässerungssysteme und Kanalisationen entwickelten, Münzen herstellten, ihr eigenes Kalendersystem einrichteten und wohl aus religiösen Gründen Gebrauchsgegenstände, Waffen, Schmuck, Münzen sowie die Köpfe von besiegten Gegnern in Flüssen, Seen, Weihern, und Sümpfen versenkten.Sie nutzten die älteren megalithischen Erdwerke für kultische Zwecke, bauten aber auch neue Erdwerke.Die keltischen Gesellschaften waren unterteilt in „Kasten“: Bauern und Handwerker produzierten Lebensmittel und Gebrauchswaren. Der Kriegeradel stellte den König, wobei die keltischen Könige wiederum einen Großkönig wählten. Die Druiden schließlich waren die geistige Elite. Sie übernahmen diverse Aufgaben als Richter, Anwälte, Heiler, Barden, Priester, Wahrsager und Bewahrer der mündlichen Tradition (Berresford Ellis 2003; Rankin 1996).

::Der AutorFloco Tausin


::Inhaltsverzeichnis

::Teil 1 – Einleitung
::Teil 2 – Die Kultur der Kelten
::Teil 3 – Gestirne, Götter, Schlangeneier
::Teil 4 – Kurvenlinien und Schlangen
::Teil 5 – Keltische Köpfe
::Teil 6 – Kessel, Räder und Sonnenwagen (1)
::Teil 7 – Kessel, Räder und Sonnenwagen (2)
::Teil 8 – Druiden als Schamanen, Ekstatiker und Seher


::Literatur

Martin, Thomas R. (2000): Ancient Greece. From Prehistoric to Hellenistic Times. New Haven/London: Yale Nota Bene
Popham, Mervyn (1994): „The Collapse of Aegean Civilization at the End of the Late Bronze Age“. The Oxford Illustrated Prehistory of Europe, hrsg. v. Barry Cunliffe. Oxford/New York: Oxford University Press: 277-303
Cunliffe, Barry (1994): „Iron Age Societies in Western Europe andBeyond, 800-140 BC“. The Oxford Illustrated Prehistory of Europe, hrsg. v. Barry Cunliffe. Oxford/New York: Oxford University Press: 336-372
Harding, Anthony (1994): „Reformation in Barbarian Europe, 1300-600 BC“. The Oxford Illustrated Prehistory of Europe, hrsg. v. Barry Cunliffe. Oxford/New York: Oxford University Press: 304-335
Gimbutas, Marija (1994): Das Ende Alteuropas: der Einfall von Steppennomaden aus Südrussland und die Indogermanisierung Mitteleuropas (Innsbrucker Beiträge zur Kulturwissenschaft, Sonderheft 90). Innsbruck: Institut für Sprachwissenschaft der Universität Innsbruck
Berresford Ellis, Peter (2003): A Brief History of the Celts. London: Robinson
Rankin, David (1996): Celts and the Classical World. London/New York: Routledge

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Mouches volantes im alten Europa (1)

Dienstag, 1. August 2017 8:00

Teil 3: Die Kelten von Floco Tausin

1) Einleitung
Mouches volantes – Glaskörpertrübung oder Bewusstseinslicht? Der Blick auf die Kunst früherer Kulturen lässt vermuten, dass Mouches volantes für eine Vielzahl von Menschen eine spirituelle Bedeutung hatten. In diesem Artikel werden Mouches-volantes-Motive im prähistorischen Europa vorgestellt. Teil 3 thematisiert die Kultur der Kelten.

Alle haben sie, fast alle sehen sie, und fast niemand schaut hin: die vereinzelten, transparenten und beweglichen Punkte und Fäden im Blickfeld, in der Augenheilkunde „Mouches volantes“ genannt und als Glaskörpertrübung erklärt. Dieser Artikel basiert auf der Erfahrung, dass diese Punkte und Fäden – die „Leuchtstruktur Mouches volantes“ (Tausin 2012a) – keine Trübung, sondern eine leuchtende Struktur und Ausdruck unseres Bewusstseinszustandes sind. Diese Einsicht kam zu mir durch meinen Lehrer Nestor (Tausin 2010a, 2008, 2006b). In meiner weiteren Forschung fand ich zahlreiche Hinweise darauf, dass die Kugeln und Fäden der Leuchtstruktur – zusammen mit anderen entoptischen Erscheinungen – bereits von früheren Menschen vieler Kulturen wahrgenommen wurden. Die Vermutung ist, dass frühe Ekstatiker oder Schamanen sie während Praktiken der rituellen Bewusstseinsveränderung gesehen, mythisch oder spirituell gedeutet, künstlerisch ausgedrückt und damit an spätere Generationen vermittelt haben (z.B. Tausin 2013, 2011a, 2011b, 2010b, 2006a). Dieser Artikel unterstützt diese Sicht, indem er Punkt-und-Faden-Strukturen in einigen der frühen Kulturen Europas präsentiert. Teil 3 beschäftigt sich mit der Kultur der Kelten.
1 - Karte-keltengebietKelten

Karte des Keltengebiets.

Quelle:
www.hist-chron.com/Zillmer
(18.7.17).

links:
vergrößerter
Kartenausschnitt

::Der AutorFloco Tausin


::Inhaltsverzeichnis

::Teil 1 – Einleitung
::Teil 2 – Die Kultur der Kelten
::Teil 3 – Gestirne, Götter, Schlangeneier
::Teil 4 – Kurvenlinien und Schlangen
::Teil 5 – Keltische Köpfe
::Teil 6 – Kessel, Räder und Sonnenwagen (1)
::Teil 7 – Kessel, Räder und Sonnenwagen (2)
::Teil 8 – Druiden als Schamanen, Ekstatiker und Seher


::Literatur

Die Bilder stammen aus Bilddatenbanken im Internet, aus wissenschaftlichen Publikationen oder aus meiner eigenen Sammlung (FT). Sie unterstehen entweder einer Creative Commons-Lizenz, fallen aufgrund der Verjährung nicht mehr unter das Copyright oder werden im Sinne des Zitatrechts aus wissenschaftlichen Publikationen verwendet. Bei den Bildern aus meiner Sammlung besitze ich das Copyright bzw. habe die freundliche Genehmigung des Künstlers eingeholt.

Tausin, Floco (2012a): Mouches volantes (MV) und andere subjektive visuelle Phänomene. visuelle-subjektive-phaenomene (30.9.14)
Tausin, Floco. (2010a). Mouches Volantes. Die Leuchtstruktur des Bewusstseins. Bern: Leuchtstruktur Verlag
Tausin, Floco (2008): „Mouches volantes – Glaskörpertrübung oder Nervensystem? Fliegende Mücken als wahrnehmbarer Aspekt des visuellen Nervensystems“. Ganzheitlich Sehen. mouches-volantes/newsdezember2008 (18.7.17)
Tausin, Floco (2006b): „Mouches volantes. Bewegliche Kuglen und Fäden aus der Sicht eines Sehers“. Q’Phase. Realität … Anders! 4
Tausin, Floco (2013): „Mouches-volantes-Strukturen in Nordamerika. Teil 1: Bewusstseinsaugen und Weltenportale (Eskimo, Nordwestküsten-Indianer“. Virtuelles Magazin 2000 67. teil1-bewusstseinsaugenundweltenportale. (2.9.16)
Tausin, Floco (2011a): „Schamasch, Ischtar und Igigi. Mouches-volantes-Strukturen im antiken Mesopotamien“. Virtuelles Magazin 2000 60. FlocoTausin/Schamasch-Ischtar-und-Igigi (1.9.16)
Tausin, Floco (2011b): „Im Auge des Re. Mouches volantes Strukturen in der Symbolik des antiken Ägyptens“. Virtuelles Magazin 2000 58. vm2000.net (14.2.11)
Tausin, Floco (2010b): „Lichter in der Anderswelt. Mouches volantes in der darstellenden Kunst moderner Schamanen“. Galaxiengesundheitsrat. Schamanismus/forum/topics/lichter-in-der-anderswelt (13.12.10)
Tausin, Floco (2006a): „Mouches volantes und Trance. Ein unierselles Phänomen bei erweiterten Bewusstseinszuständen früher und heute“. Jenseits des Irdischen 3

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Orbs, Lichtphänomene, Sphären

Samstag, 22. Juli 2017 8:00

1_Klauser
Die Bilder entstanden bei (oft mit starkem Wind verbundenen) Wetterumbrüchen in der Nähe des Starnberger Sees in Oberbayern: kurz nach Anbruch von Starkregen am 12.6.2017. Es ist so, dass ich kurz vor Anbruch des Regens einen unwiderstehlichen Drang verspüre, nach draußen zu gehen um das Geschehen hautnah zu erleben.
2_Klauser
In solchen Momenten fühle ich mich den Zwischenwelten, oder wie immer man die „andere Seite“ unserer 3-D Holographie/sprich „Realität“ auch immer nennen mag, sehr nahe, so, wie es auch für die sog.“ Portaltage“ beschrieben wird.
3_Klauser
Was ich fühle? Es ist als öffnen diese andere Welten für mich für ein paar Augenblicke ihr Türchen durch welche ich ehrfürchtig hindurchzuspähen die Erlaubnis erhalte und so quasi einem großen orchestralen Ereignis beiwohnen darf. Es sind dabei immer schöne Impulse, die ich erhalte.
4_Klauser
Es ist feierlich, wie in einer großen Kathedrale wo Licht durch die farbigen Fenster fällt… Mir ist bekannt, dass mache Menschen sagen, die fragmentierten Orbs trügen eine ambivalente/ungute Energie in sich. Doch das kann ich -zumindest was mich betrifft- nicht bestätigen.
5_Klauser
Alle Fotos ©D. Klauser 2017

::Literatur zu den OrbsOrbs en andere lichtfenomenen – Multidimensionale bewustzijnsvormen von Ed Vos. Das Buch ist 2008 auf holländisch und 2010 auch auf deutsch erschienen, aber immer noch aktuell wie am 1. Erscheinungstag.

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