Beitrags-Archiv für die Kategory 'Kramer'

SMNC – Bericht von einer Tagung (7/7)

Donnerstag, 30. November 2017 17:14

Scientific Medical Network Conference, BEYOND THE BRAIN
28.-29. 10. 2017, Regent´s Park University, London

Zur Einführung: Das Scientific Medical Network (SMN) ist eine internationale Vereinigung von Wissenschaftlern, die sich einem spirituellen Grundkonzept verpflichtet fühlen. Sie bemühen sich, dieses in den Wissenschaftsgeist unserer Zeit einfliessen zu lassen. Das SMN wurde vor rund 45 Jahren gegründet, als die in jenen Tagen übliche, alles auf die Materie reduzierende Wissenschaftsauffassung durch erste Erlebnissen mit LSD und Tiefenmeditation aufgebrochen wurde. In ihren Anfangsjahren war das SMN sozusagen eine Geheimgesellschaft, denn damals in den 1970er Jahren durfte kein Wissenschaftler the S word (Spirituality) in den Mund nehmen, ohne um seinen Ruf zu fürchten.

Dr. Penny Sartori, Pflegerin

Nach 21 Jahren Dienst in der Notaufnahme hat Sartori alle Varianten des Sterbens miterlebt, darunter auch das NTE-Phänomen. Sie konnte feststellen, dass ein NTE nicht nur, wie ursprünglich bei seiner Entdeckung beobachtet, beim Herzstillstand auftritt, sondern auch schon bei schwerer Traumatisierung und sogar lebenserschütternden psychischen Schocks. Über ihre Bekanntschaft mit dem Präsidenten des Scientific Medical Network, Dr. Peter Fenwick, der als Arzt und Psychiater die psychischen Erscheinungen des Sterbens erforscht, wurde sie dazu eingeladen, über ihre Erfahrungen eine Doktorarbeit zu schreiben.

Mittlerweile gäbe es eine Liste von 15 anerkannten NTE-Merkmalen, an denen sich der klinische Diagnostiker orientieren kann. Das sei deswegen wichtig, damit der betreffende Patient nicht in die gleiche Schublade geschoben w1rd wie ein Halluzinierender oder ein Psychotiker, denn dann würde er völlig falsch behandelt werden.

Sartori betont, das ein NTE wegen seiner unspezifischen Auslöser und häufig nicht erkannten Begleiterscheinungen in vielen Fällen im Verborgenen bleibt was zu dramatischer Lebensverschlechterung führen könne. So etwa käme es nach einem NTE häufig zur Ehekrisen bis hin zur Scheidung, we1l der eine Ehepartner die geistige Wandlung des anderen nicht nachvollziehen kann. Das Hauptmerkmal dieser Wandlung sei d1e Ste1gerung von Liebe und Mitgefühl. So etwa könnte ein vormaliger Fleischesser zum Vegetarier werden, oder er aus Achtung für die Pflanze die Hecke nicht mehr schneiden, oder sein gesamtes Monatseinkommen einer sozialen Hilfsorganisation spenden, oder sich bei anstehenden Zukunftsentscheidungen „Hilfe von oben“ holen, statt „normal“ nachzudenken. Familienmitglieder und Freunde können das verständlicherweise nur schwer begreifen.

Welche Wandlungskraft in einem NTE stecken kann, erlebte Sartori im folgenden Fall: eine Frau, Australierin, erl1tt einen schweren Unfall, be1 dem ihre beiden Beine praktisch funktionsunfähig wurden. Die Ärzte rieten zur Amputation, es gäbe keine andere Hilfe. Die Patientin lehnte ab – weil sie während des Unfalls über ihrem Körper schwebend in Kontakt mit einem Wesen geriet und dessen Stimme hörte. Es sei ihr freigestellt, so hörte sie, ob sie oben bleiben oder wieder hinunter gehen wollte, doch sie möge gewarnt sein: sie würde wieder gehen zu lernen haben und es würde nicht leicht für sie werden. Die Patientin entschied sich für eine Rückkehr in ihren Körper. Sie erwachte in der Notaufnahme und erkannte ihre um das Krankenbett herum gescharte Familie nicht Sie musste alles neu erlernen, auch das Gehen – denn wundersamer Weise heilten ihre Beine aus. Sie wurde zur Langstreckengeherin; sie gewann Medaillen. Dies steigerte sich bis dahin, das sie die 650 Meilen von Sydney nach Melbourne in acht Tagen ohne Schlaf (!) durchmarschierte. Gefragt, wie sie das geschafft habe, antwortete sie: Ich habe mich auf „die Stimme“ eingestellt, die Stimme, die mir sagt: Du hast die Kraft.

Laut Corcoran ist die Kehrseite der Medaille, dass es zumindest in den USA mittlerweile zum guten Ton gehört, ein NT gehabt zu haben. Jeder Schauspieler, der etwas auf sich hält, erwähnt neuestens ganz nebenher „sein NT“. Wie ich in London selbst sah, finden sich in den entsprechenden esoterischen Szenemagazinen Anzeigen von Life Coaches, die ihre Glaubwürdigkeit mit Verweis auf „ich hatte zwei NTE“ unter Beweis zu stellen suchen.

David Lorimer, Program Director des Scientific Medical Nework

ln seiner Abschlussrede sagte Lorimer die verbindlichen Worte: There is a universal mind, and we are the expressions of it. Which leads us over to an ethical interconnectedness. Doch ließ auch er offen, wessen mind das wohl sein mag.
(David ist übrigens Verfasser der beiden Rezensionen zu Unbounded!, Bd. 1 und 2. der Übersetzung des MindWalking-Buchs ins Englische: nachzulesen bei Amazon.com oder Amazon.co.uk unter Book Reviews.

Copyright bei Rolf-Ulrich Kramer / rolf-ulrich.kramer@mindwalking.de


::Inhaltsverzeichnis

::Teil 1 – Dr. Rupert Sheldrake, Biologe
::Teil 2 – Prof. Dr. Chris Roe, Parapsychologie
::Teil 3 – Dr. Cassandra Vieten, Psychologie
::Teil 4 – Prof. Dr. Dean Radin, Chief Scientist (Forschungsleiter)
::Teil 5 – Prof. Dr. Stuart Hameroff, Anästhesiologe
::Teil 6 – Dr. Diane Corcoran, Medizin
::Teil 7 – Dr. Penny Sartori, Pflegerin

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SMNC – Bericht von einer Tagung (6/7)

Dienstag, 28. November 2017 19:51

Scientific Medical Network Conference, BEYOND THE BRAIN
28.-29. 10. 2017, Regent´s Park University, London

Zur Einführung: Das Scientific Medical Network (SMN) ist eine internationale Vereinigung von Wissenschaftlern, die sich einem spirituellen Grundkonzept verpflichtet fühlen. Sie bemühen sich, dieses in den Wissenschaftsgeist unserer Zeit einfliessen zu lassen. Das SMN wurde vor rund 45 Jahren gegründet, als die in jenen Tagen übliche, alles auf die Materie reduzierende Wissenschaftsauffassung durch erste Erlebnissen mit LSD und Tiefenmeditation aufgebrochen wurde. In ihren Anfangsjahren war das SMN sozusagen eine Geheimgesellschaft, denn damals in den 1970er Jahren durfte kein Wissenschaftler the S word (Spirituality) in den Mund nehmen, ohne um seinen Ruf zu fürchten.

Dr. Diane Corcoran, Medizin, President Emeritus of The International Association for Near-Death Studies

In ihrer 25-jährigen Dienstzeit als medizinische Betreuerin während des Vietnam-Kriegs wie auch des Irak-Kriegs erlebte Corcoran die damals noch völlig unbekannten Nahtod-Phänomene aus nächster Nähe und musste auch zusehen, welche bedauerlichen Folgen aus einer falschen Behandlung erwachsen. Man bedenke, Raymond Moody schrieb sein bahnbrechendes Werk zum Thema Nahtod. Life after Life, erst 1976, also Jahre nach Vietnam, und selbst nach Erscheinen dieses Buches und einer ganzen Reihe weiterer Bücher zu diesem Thema ist das Phänomen Nahtod bis zum heutigen Tage noch nicht in den Köpfen der medizinischen Pflegedienste des Militärs angekommen. Der Nahtod hat noch kein allgemein akzeptiertes klinisches Profil gewonnen, so dass viele Ärzte und Psychiater die Sache als Halluzination oder Psychose abtun und medikamentös oder sogar mit Elektroschocks behandeln – selbstverständlich zum größten Schaden der Patienten.

Wie groß die Anzahl der falsch behandelten oder unbehandelten Kriegsveteranen ist, lässt sich daran ermessen, dass nach letzten Untersuchungen 48 % der Kriegsverletzten eine Nahtoderfahrung (NTE) machen. Viele begehen Selbstmord, weil sie mit der Kombination von Trauma plus Nahtoderlebnis nicht zurecht kommen. Keiner hört ihnen zu, keiner glaubt ihnen.

In einem Video mit Interviews von verständnisvoll behandelten Veteranen wurde deutlich, was für ein mächtiges Erlebnis diese Kombination von Trauma und NTE darstellt. Lediglich traumatisierte Kriegsverletzte haben die zu erwartende PTBS (posttraumatische Belastungsstörung), d. h. Angst und Panik bei dem Gedanken an die Front. Solche mit einem NTE hingegen verarbeiten ihr Erlebnis mit Hilfe einer „höheren Kraft“, bleiben häufig bei der Armee und haben keine Angst vor dem Sterben. Sie haben etwas erlebt, dass ihnen die Gewissheit einer anderen Dimension von Existenz gab: sie wissen mit Sicherheit, dass sie Begegnungen mit Wesen und Kräften auf einer spirituellen Ebene hatten.

Oieses Erlebnis bewirkt in vielen Fällen erstaunliche körperliche und seelische Heilung, jedoch nur, wenn es dem Verletzten gelingt, diese spirituelle Kraftquelle zu akzeptieren und in sein Weltbild zu integrieren. Nicht jeder bringt dies ohne weiteres fertig, denn es ist einfach zu viel auf einmal. Seinen Körper zerschossen zu bekommen ist entsetzlich, ihn als „ausgestiegenes“ Geistwesen aus 10 m Höhe unten im Dreck liegen zu sehen, verwunderlich – dann aber noch heilende, tröstende, erhebende Lichtgestalten zu spüren, die Mut und Kraft spenden, das ist unbegreiflich.

Kommt der Verletzte wieder zu sich, so gibt es niemanden, mit dem man diese Erfahrung teilen könnte. Falls er sich überhaupt traut! Soldaten sprechen über solche Dinge nicht, das ist beim Militär nicht üblich; zudem besteht die wenig erfreuliche Aussicht, dass man von einem Psychiater Dienstunfähigkeit quittiert bekommen könnte, wenn man doch eigentlich bei der Armee bleiben möchte.

Die Kombination von Trauma, NTE und Verheimlichung führt zu einer solchen Belastung, dass in USA 24 Kriegsveteranen pro Tag (!) Selbstmord begehen. Demgegenüber ist das Heilungspotenzial nach Verarbeiten und Integrieren eines NTE riesig zu nennen; Corcoran berichtete von regelrechten, medizinisch nicht erklärbaren Wunderheilungen.

Auffällig war, dass die interviewten Veteranen im Video über ihre Verletzungen in ruhiger, gefasster Weise sprachen, bei der Beschreibung ihrer spirituellen Begegnung hingegen bekamen sie feuchte Augen oder brachen gar in Tränen aus, in Tränen der Sehnsucht und der Traurigkeit wegen des Verlustes einer ihnen ungeheuer wertvollen Beziehung „nach oben“. I lost my home, wie einer von ihnen sagte.

Ich teilte Corcoran meine Vermutung mit, die feuchten Augen könnten auf Unverarbeitetes verweisen, und sie stimmte zu. Das könne man auch nicht verstehen, fügte sie hinzu, denn das sei eine andere Dimension. Den Erlebenden sei sie real, nicht jedoch dem Zuhörer. Auf meine Frage, wie sie denn die verwundeten Männer behandele, erfuhr ich, dass dies über gelegentliche stundenlange Telefongespräche geschähe, die bei Bedarf von ehrenamtlichen Helfern wie ihr ohne Bezahlung geführt würden. Soweit ich verstanden habe, gibt es hier keine bereits etablierte Behandlungsmethode. Corcoran und ich kamen überein, zu diesem Thema per E-Mail in Kontakt zu bleiben.

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::Inhaltsverzeichnis

::Teil 1 – Dr. Rupert Sheldrake, Biologe
::Teil 2 – Prof. Dr. Chris Roe, Parapsychologie
::Teil 3 – Dr. Cassandra Vieten, Psychologie
::Teil 4 – Prof. Dr. Dean Radin, Chief Scientist (Forschungsleiter)
::Teil 5 – Prof. Dr. Stuart Hameroff, Anästhesiologe
::Teil 6 – Dr. Diane Corcoran, Medizin
::Teil 7 – Dr. Penny Sartori, Pflegerin

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SMNC – Bericht von einer Tagung (5/7)

Montag, 27. November 2017 9:00

Scientific Medical Network Conference, BEYOND THE BRAIN
28.-29. 10. 2017, Regent´s Park University, London

Zur Einführung: Das Scientific Medical Network (SMN) ist eine internationale Vereinigung von Wissenschaftlern, die sich einem spirituellen Grundkonzept verpflichtet fühlen. Sie bemühen sich, dieses in den Wissenschaftsgeist unserer Zeit einfliessen zu lassen. Das SMN wurde vor rund 45 Jahren gegründet, als die in jenen Tagen übliche, alles auf die Materie reduzierende Wissenschaftsauffassung durch erste Erlebnissen mit LSD und Tiefenmeditation aufgebrochen wurde. In ihren Anfangsjahren war das SMN sozusagen eine Geheimgesellschaft, denn damals in den 1970er Jahren durfte kein Wissenschaftler the S word (Spirituality) in den Mund nehmen, ohne um seinen Ruf zu fürchten.

Prof. Dr. Stuart Hameroff, Anästhesiologe, University of Arizona

Trotz des vielversprechenden Titels seines Vortrags, „Is Consciousness Guiding The Universe?“ verblieb die Präsentation Hameroffs in dem oben bereits angedeuteten Rahmen: es gibt ein Bewusstsein, das in quantenphysikalischer Form irgendwie einfach da ist und sich uns mitteilt. Die Erkenntnis, wie dies geschieht, ist der jahrzehntelangen Forschung Hameroffs zu verdanken. Er hat bewiesen – und mit elektronenmikroskopischen Aufnahmen veranschaulicht -, dass es in Organismen sogenannte microtubuli gibt, durch welche das Bewusstsein in Form physikalischer Energiequanten in den Organismus hinein rieselt.

Der Begnff microtubuli leitet sich ab von lat. tubus, Rohr, bzw. tubulus, Röhrchen. Die Übersetzung für microtubuli wäre somit „Kleinströhrchen“. Im menschlichen Organismus sind solche microtubuli in der Gehirnrinde zu finden, doch gibt es sie auch bei den Pantoffeltierchen. Diese verfügen als bloße Einzeller über kein Gehirn; ihr ganzer Körper besteht aus einer einzigen Zelle. Trotzdem schwimmen sie in der sie umgebenden Flüssigkeit zielorientiert umher, weichen Feinden aus, wählen die für sie angenehme Umgebungstemperatur und suchen Fortpflanzungspartner. Zur Erklärung dieses intelligenten Verhaltens hat Hameroff nachgewiesen, dass die den Zellleib umgebenden Härchen der Pantoffeltierchen nicht nur als Fortbewegungsmittel (Paddel), sondern auch als Antenne dienen. Diese Hunderte von Antennenhärchen sind nichts anderes als microtubuli, durch welche consciousness in den Einzeller hineinsickert.

ln seiner Rede koppelte Hameroff wiederholt die Begriffe consciousness, „physikalische Energiequanten“ und „Universum“. Aus dem physikalischen Universum sickerten diese Quanten durch die microtubuli ins menschliche Gehirn. Auf dieses sein Grundmodell sprach ich Hameroff in der Pause über eine Tasse Tee hinweg an: Das Vorhandensein von consciousness sei an das physikalische Universum gebunden – hätte ich das richtig verstanden? Was bedeuten würde, dass es ohne physikalisches Universum kein consciousness geben könnte, richtig? Dem stimmte er ohne Zögern zu.

Hinzugefügt sei, dass ich Hameroff die gleiche Frage schon einmal öffentlich im Forum gestellt hatte, und zwar 1995 bei der ersten Beyond the Brain Conference, als ich erstmalig von seiner Forschung hörte. Seine Antwort war damals die gleiche wie jetzt: consciousness ohne Gehirn, frei schwebendes Bewusstsein im Nichts, das gäbe es nicht, das sei undenkbar- und in der Tat ist das Nichts, die völlige, absolute Leere, in der Physik undenkbar.

Im Anschluss an Hameroffs Rede sprach der vormalige Vorsitzende des SMN, Prof. Bernard Carr, Physiker. lobende Worte, meldete aber auch zarte Kritik da hingehend an, dass er als Physiker die Ausführungen eines Nicht-Physikers – Hameroff ist Mediziner – nicht in allen Punkten gut heißen könne. So sei das
quantenphysikalische Modell hinsichtlich der Frage nach der Natur des Bewusstseins beileibe nicht der Weisheit letzter Schluss; es sei bestenfalls die gegenwärtig weitreichendste Form der Erklärung für diese zentrale Menschheitsfrage.

Carr bekennt sich offen zum Buddhismus und ist – als Physiker! – Vorsitzender des britischen Center for Consciousness Studies, in dem sich führende Wissenschaftler aus aller Welt begegnen. Als wir nebeneinander vor der Kaffeemaschine standen, fragte ich ihn, ob es nicht zur Entwicklung eines adäquaten theoretischen Modells jenseits der Quantenphysik nützlich sei, wenn die entsprechenden Theoretiker einer spirituelle Erfahrung teilhaftig würden, die ihnen eine abschließende Antwort zum Thema Bewusstsein bescherte. Aus dieser Gewissheit heraus könnten sie anschließend auf wissenschaftlicher Ebene Wetterklärungsmodelle basteln und pragmatisch anwenden. Carr meinte dazu, da sei er ganz dafür, doch glaube er nicht, dass es ihm in diesem Leben noch beschieden sei, eine Erleuchtung zu erlangen, da könne er sich Mühe geben, wie er wolle, und zudem werde das Thema Erleuchtung von unterschiedlichen buddhistischen Schulen dermaßen unterschiedlich behandelt, dass man sich letztlich nicht auskennt. Da würde er eben weiterhin als theoretischer Physiker denken.

Zu Hameroffs Vortrag sei noch eine spannende Beobachtung nachgetragen, die er im Zusammenhang mit der Nahtod-Forschung erwähnte: Normalerweise zeige ein EEG nach erfolgtem Herzstillstand eine Null-Linie (flat line), jedoch ließe sich häufig beobachten, dass sie nach (!) eingetretenem Hirnversagen wieder nach oben schösse und für ungefähr 10 Sekunden auf dem Niveau höchster bewusster Wachheit verbliebe. Danach fiele sie wieder auf Null ab. Hameroff sieht dann einen Beweis für die Beeinflussung des Gehirns von außen zu einem Zeitpunkt, wo es zwar tot ist, aber physiologisch noch aufnahmefähig genug für eine solche Beeinflussung. Anders ausgedrückt, das Bewusstsein fährt fort, in das Gehirn einzusickern – und zwar auf höchster Stufe! -, auch nachdem der Körper tot ist (Auch hier wird die Frage nicht gestellt, welche bzw. wessen Absicht hier wohl am Einwirken sei.)

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::Teil 1 – Dr. Rupert Sheldrake, Biologe
::Teil 2 – Prof. Dr. Chris Roe, Parapsychologie
::Teil 3 – Dr. Cassandra Vieten, Psychologie
::Teil 4 – Prof. Dr. Dean Radin, Chief Scientist (Forschungsleiter)
::Teil 5 – Prof. Dr. Stuart Hameroff, Anästhesiologe
::Teil 6 – Dr. Diane Corcoran, Medizin
::Teil 7 – Dr. Penny Sartori, Pflegerin

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SMNC – Bericht von einer Tagung (4/7)

Sonntag, 26. November 2017 9:00

Scientific Medical Network Conference, BEYOND THE BRAIN
28.-29. 10. 2017, Regent´s Park University, London

Zur Einführung: Das Scientific Medical Network (SMN) ist eine internationale Vereinigung von Wissenschaftlern, die sich einem spirituellen Grundkonzept verpflichtet fühlen. Sie bemühen sich, dieses in den Wissenschaftsgeist unserer Zeit einfliessen zu lassen. Das SMN wurde vor rund 45 Jahren gegründet, als die in jenen Tagen übliche, alles auf die Materie reduzierende Wissenschaftsauffassung durch erste Erlebnissen mit LSD und Tiefenmeditation aufgebrochen wurde. In ihren Anfangsjahren war das SMN sozusagen eine Geheimgesellschaft, denn damals in den 1970er Jahren durfte kein Wissenschaftler the S word (Spirituality) in den Mund nehmen, ohne um seinen Ruf zu fürchten.

Prof. Dr. Dean Radin, Chief Scientist (Forschungsleiter) am IONS, früher an der Princeton University und der University of Edinburgh

Von Princeton und dem IONS bekommt man Wundersames zu hören: da beeinflussen Menschen, insbesonders Meditierende, durch schiere Gedankenkraft die Bahn von Photonen oder die Bewegung von Metallkugeln. Je mehr Radin in diese Richtung forschte, so erzählte er, desto größer wurde sein Interesse an der Erforschung sagenhafter alter Künste wie etwa der Magie oder der Psychokinese, doch ließe er sich dabei als guter Empiriker nicht auf Spekulationen ein, sondern suchte mithilfe experimenteller Settings das zu beweisen und zu belegen, was sich in diesem Rahmen nun einmal beweisen und belegt lässt.

Die akademische Berechtigung – sozusagen den Freibrief – für seine Forschungsrichtung erhält Radin durch die immer breiter werdende Akzeptanz der Quantenphysik, mithilfe welcher Erscheinungen erklärbar werden, die man früher als Aberglaube zur Seite geschoben hätte. Mit der Quantenphysik ginge einher die Rückkehr zu einem ganzheitlichen Verständnis von Wissenschaft, wie es in der Newtons Tagen bestand, jedoch in den nachfolgenden Wissenschaftlergenerationen verloren ging: die Astrologie wurde zur Astronomie, die Alchemie zur Chemie, die Geistheilung zur Psychiatrie und die Heilkunst zur Gerätemedizin.

Nach neuester Erkenntnis käme unser Bewusstsein (consciousness} nicht aus dem Gehirn, wie bislang behauptet; schließlich sei es trotz allen Bemühens weder gelungen, im Gehirn einen Wahrnehmungseindruck der Außenwelt aufzuspüren, noch ein Vorstellungs- oder Erinnerungsbild. Viel eher sei das Gehirn als Durchlass-Instanz für das Bewusstsein zu betrachten, vergleichbar mit einer SatellitenschüsseL.

Dieses consciousness gibt es einfach irgendwie; es ist hier und dort und überall gleichzeitig und teilt sich uns mit. Radin vermittelte die Vorstellung, als handele es sich dabei um so etwas wie eine aus physikalischen Energiequanten bestehende Wolke, dem sogenannten Quantenelektronenfeld, die überall und nirgends schwebt. Der Inhalt dieser Wolke filtert sich durch das Gehirn und erreicht uns auf diese Weise. Vergleichsweise ist das wie mit der Luft und der Lunge: die allgegenwärtige Luft enthält Sauerstoff: dieser gerät über einen osmotischen Prozess in die Blutbahn.

Die offensichtliche Frage, wer es denn sei, der von diesem consciousness beglückt wird, und wer es ist, der es mit seinen Inhalten versehen hat, wurde in Radin’s Ausführungen nicht gestellt. Der simple Satz „ich bin bewusst“, I am conscious, findet in dem hier vorgestellten theoretischen Modell keine Erklärung.

Wer ist „ich“? Was ist consciousness, was mind? Keiner der Vortragenden definierte diese Begriffe.

Ähnlich wie Dr. Vieten befürwortet auch Radin mit größtem Nachdruck die AI-Forschung. Seiner Auffassung nach sollte es möglich sein, einen Roboter so zu programmieren, dass er dieses allgegenwärtigen consciousness teilhaftig wird, in welchem Moment er ohne jede weitere Programmierung zu höchsten psychischen Leistungen und Einsichten fähig wäre: He would turn psychic right away.

Literaturhinweis: Dean Radin. The Conscious Universe; Entangled Minds; Science of Magie.

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SMNC – Bericht von einer Tagung (3/7)

Samstag, 25. November 2017 9:00

Scientific Medical Network Conference, BEYOND THE BRAIN
28.-29. 10. 2017, Regent´s Park University, London

Zur Einführung: Das Scientific Medical Network (SMN) ist eine internationale Vereinigung von Wissenschaftlern, die sich einem spirituellen Grundkonzept verpflichtet fühlen. Sie bemühen sich, dieses in den Wissenschaftsgeist unserer Zeit einfliessen zu lassen. Das SMN wurde vor rund 45 Jahren gegründet, als die in jenen Tagen übliche, alles auf die Materie reduzierende Wissenschaftsauffassung durch erste Erlebnissen mit LSD und Tiefenmeditation aufgebrochen wurde. In ihren Anfangsjahren war das SMN sozusagen eine Geheimgesellschaft, denn damals in den 1970er Jahren durfte kein Wissenschaftler the S word (Spirituality) in den Mund nehmen, ohne um seinen Ruf zu fürchten.

Dr. Cassandra Vieten, Psychologie, Institute of Noetic Sciences (IONS).

Zur Einführung: Das IONS wurde in den achtziger Jahren in Kalifornien von Dr. Edgar Mitchell gegründet, einem der ersten Astronauten, der seinen Fuß auf den Mond setzte. Sein Raumfahrterlebnis bewirkte bei ihm eine gewaltige geistige Erweiterung, und er beschloss, den Rest seines Lebens der diesbezüglichen Forschung zu widmen. Der Begriff Noetic Sciences im Name seines Instituts ließe sich übersetzen als „Bewusstseinswissenschaft“ (von gr. nous, der Geist).

Bei der ersten Beyond the Brain Conference, 1995 an der Universität Cambridge, bot ich Mitchell an, mithilfe von MindWalking mehr über die Impulse herauszufinden, derer er als Astronaut teilhaftig geworden war, doch leider bestritt er rundweg eine solche Möglichkeit. Er wisse um die Begrenztheit von therapeutischen Gesprächen. Es gelang mir nicht, ihm zu vermitteln. dass wir bei MindWalking eine ganz andere Gesprächsform benutzen.

Nun zu Dr. Vieten’s Vortrag: Sie konzentrierte sich in ihrer Präsentation auf die klinische Anwendung von künstlicher Intelligenz (AI, artificial intelligence) und virtueller Realität (VR) in Form von VR-Brillen. Beides wird im IONS intensiv erforscht.

Es wurde ein Film von einem Schwerstbehinderten gezeigt, der zwar denkfähig, jedoch – abgesehen von wenigen Worten – nicht der Sprache mächtig war. Man setzte ihm eine VR-Brille auf; er bekam Unterwasserszenen und Eindrücke von fernen Ländern gezeigt. Die Eindrücke waren so mächtig, dass sich der junge Mann vor Begeisterung kaum zu halten wusste; er wand sich im Rollstuhl und stieß gurgelnde Laute aus. Offenbar bewirkt eine VR-Brille weit mehr als ein gewöhnlicher Fernsehbildschirm. Die ebenfalls im Film zu sehende Therapeutin zeigte sich beglückt von der viel versprechenden Aussicht auf die consciousness expansion für solche Patienten.

Im Hinblick auf VR sei da jedoch noch weit mehr im Programm, verkündete Dr. Vieten. Manchen Menschen se1 es nämlich schier unmöglich, in den gewünschten meditativen Zustand der mindfulness zu geraten, der sich ja – wie mittlerweile wissenschaftlich erwiesen – segensreich auf einige psychische und physiologische Krankheitsbilder auswirke. Da sei VR die Hilfe in der Not. Gerade sei man dabei, Probanden mithilfe von VR-Brillen eine Rückmeldung über ihren Atemvorgang zu geben, indem man das Ein- bzw. Ausatmen an Bildern von sprudelnden Quellen oder aufsteigenden Blubberblasen koppele. Weiterhin arbeite man daran, die Lichterlebnisse im Verlauf eines Nahtod-Erlebnisses mithilfe von 360° rundum-VR zu simulieren.

Von besonderem Interesse bei der Meditationsunterstützung sei die Entwicklung von Robotern. Roboter seien aus unserer modernen Welt nicht mehr weg zu denken, sei es als Fertigungsroboter der Industrie oder automatische Rasenmäher. Chirurgische Operationsroboter seien im Kommen. In einem Video wurde die Unterstützung von Meditation durch Roboter-Einsatz veranschaulicht. Ein Meditationslehrer gab einem Schüler Anleitungen zum Erlangen der inneren Ruhe. Der Schüler war ein junger Mann. der Lehrer ein Roboter in Gestalt einer schlanken, weiblichen Schaufensterpuppe, ausgestattet mit einem sich öffnenden und schließenden Mund, auf- und zuklappenden Augenlidern, einer suggestiv beruhigenden Stimme und einer Gummihaut auf der sich eine begrenzte Mimik abzeichnete.

Beim Geben seiner Meditationsanweisungen („Du fühlst jetzt dein Gesicht, dein Gesicht ist ganz entspannt“), und auch wenn sie gerade mal nichts sagte, tat die Frau Roboter ständig irgendetwas – hob die Augenbrauen, klapperte mit den Lidern, öffnete den Mund leicht und schloss ihn wieder-, um auf diese Weise lebendig zu wirken. Auf mich persönlich wirkte das irritierend; dessen ungeachtet war der Schüler restlos begeistert (siehe das Bild im Tagungsbericht (7/7). Die Roboterdame sieht aus wie die Zwillingsschwester, der im IONS verwendeten.)

So sehr Dr. Vieten um die gegenwärtig noch existierende Begrenztheit von AI-Robotern weiß, ist sie doch davon überzeugt, dass der Tag nicht fern sei, da es gelingen wir, Liebe und Mitgefühl in einen Roboter zu programmieren. Roboter seien schließlich die idealen Begleiter bei Therapie und Meditation, weil sie nicht nur ungeheuer intelligent seien, sondern außerdem keinerlei emotionale Behinderung durch persönliche traumatische Erlebnisse hätten. Das würde es ihnen leicht machen, auf beliebige zwischenmenschliche Situationen unbefangen zu reagieren.

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::Teil 1 – Dr. Rupert Sheldrake, Biologe
::Teil 2 – Prof. Dr. Chris Roe, Parapsychologie
::Teil 3 – Dr. Cassandra Vieten, Psychologie
::Teil 4 – Prof. Dr. Dean Radin, Chief Scientist (Forschungsleiter)
::Teil 5 – Prof. Dr. Stuart Hameroff, Anästhesiologe
::Teil 6 – Dr. Diane Corcoran, Medizin
::Teil 7 – Dr. Penny Sartori, Pflegerin

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SMNC – Bericht von einer Tagung (2/7)

Freitag, 24. November 2017 17:30

Scientific Medical Network Conference, BEYOND THE BRAIN
28.-29. 10. 2017, Regent´s Park University, London

Zur Einführung: Das Scientific Medical Network (SMN) ist eine internationale Vereinigung von Wissenschaftlern, die sich einem spirituellen Grundkonzept verpflichtet fühlen. Sie bemühen sich, dieses in den Wissenschaftsgeist unserer Zeit einfliessen zu lassen. Das SMN wurde vor rund 45 Jahren gegründet, als die in jenen Tagen übliche, alles auf die Materie reduzierende Wissenschaftsauffassung durch erste Erlebnissen mit LSD und Tiefenmeditation aufgebrochen wurde. In ihren Anfangsjahren war das SMN sozusagen eine Geheimgesellschaft, denn damals in den 1970er Jahren durfte kein Wissenschaftler the S word (Spirituality) in den Mund nehmen, ohne um seinen Ruf zu fürchten.

Prof. Dr. Chris Roe, Parapsychologie, University of Northampton

Roe befasst sich mit Parapsychologie, paranormalen Erlebnissen wie Psychokmese und außersinnlicher Wahrnehmung, Bewusstsein, Spiritualität und Gesundheit, all dies in Abgleichung mit den Neurowissenschaften. Wichtig sei, die Expenmente so zu gestalten, dass sich die zu untersuchenden Phänomene tatsächlich zeigen können, statt die Versuchspersonen über situationsfremde settings befangen zu machen, die Phänomene damit abzuwürgen und anschließend zu erklären, das sei alles Unsinn.

Roe’s erfrischender Vortrag wirkt, als werde hier keine akademische Fremdelei mehr getrieben wie früher einmal, sondern als sei echtes Interesse gegeben. Zwar ist der klare wissenschaftliche Beleg einer Hypothese nach wie vor von größter Bedeutung, nur hat sich die Bereitschaft zur Öffnung für das, was früher ein „Spuk“ genannt worden wäre, bedeutend erweitert.

Interessant im Zusammenhang mit MindWalking war ein von ihm vorgestelltes Experiment zur Präkognition (Vorauswissen). Die Probanden schauten auf einen leeren Computerbildschirm. Dann wählte der Computer nach einem Zufallsmuster Bilder aus. Anschließend wurde das Bild gezeigt. Mit überzufälliger Häufigkeit hatten die Probanden das Bild vorausgeahnt. Sie waren mit zwei Fingerelektroden an ein GSR angeschlossen (Galvanic Skin Response meter). Es zeigten sich bereits Ausschläge am GSR, noch bevor der Computer das Bild überhaupt gewählt hatte.

ln der Pause sprach ich Roe darauf an und sagte ihm, auch bei MindWalking hätten es die Sitzungsleiter mit Vorauswissen und Vorahnung zu tun, und auch bei uns zeige sich der Ausschlag am mindwalker (auch er ein GSR) immer früher als das Bild, oft Stunden früher. Das fand Roe interessant und lud mich ein, im Gespräch zu bleiben. Was mich verblüffte, denn weil ich kein Akademiker bin (d.h. weder Doktor noch Professor), wäre das früher ein glattes Ausschlusskriterium gewesen. Indessen versicherte mir Roe, er greife gerne auf gut dokumentierte Erfahrungen zurück, egal wer sie gemacht habe. Wir werden also im Gespräch bleiben.

In einem Pausengespräch mit einem Neurologen erfuhr ich, dass die oben beschriebene Erscheinung des Vorauswissens von Liebhabern der Quantenphysik nicht als Präkognition, sondern als retro causation interpretiert wird, d. h. als Rückwirkung der Zukunft auf die Gegenwart. Dies deswegen, weil nach Auffassung der Quantenphysik die Zeit als sowohl vorwärts wie auch rückwärts laufend betrachtet wird. Im American Institute of Physics, AIP, sei hierzu ein Aufsehen erregendes Experiment gemacht worden (AIP Proceedings Number 1841). 30 Probanden zeichneten auf einem Blatt Papier das Bild auf, von dem sie erahnten, dass es drei Tage später auf Seite 3 eines Boulevardblattes gebracht werden würde (die für populäre Sensationsbilder reservierte Seite). Es ergaben sich überzufällige Treffer.

Ich fragte meinen von der retro causation faszinierten Gesprächspartner, wer oder was es denn wohl gewesen sein mochte, der dieses Bild in die Zukunft hinein projiziert habe. wann und auf welche Weise, damit man es sowohl schon jetzt erkennen könne, wie auch, dass es auf die Zeitungsredakteure mit entsprechender Macht wirken würde, um in der Zeitung gedruckt zu werden. Meine diesbezügliche Frage blieb in der Luft hängen. Das vermochte er nicht zu beantworten.

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::Teil 4 – Prof. Dr. Dean Radin, Chief Scientist (Forschungsleiter)
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SMNC – Bericht von einer Tagung (1/7)

Donnerstag, 23. November 2017 18:15

Scientific Medical Network Conference, BEYOND THE BRAIN
28.-29. 10. 2017, Regent´s Park University, London

Zur Einführung: Das Scientific Medical Network (SMN) ist eine internationale Vereinigung von Wissenschaftlern, die sich einem spirituellen Grundkonzept verpflichtet fühlen. Sie bemühen sich, dieses in den Wissenschaftsgeist unserer Zeit einfliessen zu lassen. Das SMN wurde vor rund 45 Jahren gegründet, als die in jenen Tagen übliche, alles auf die Materie reduzierende Wissenschaftsauffassung durch erste Erlebnissen mit LSD und Tiefenmeditation aufgebrochen wurde. In ihren Anfangsjahren war das SMN sozusagen eine Geheimgesellschaft, denn damals in den 1970er Jahren durfte kein Wissenschaftler the S word (Spirituality) in den Mund nehmen, ohne um seinen Ruf zu fürchten.

Dr. Rupert Sheldrake, Biologe

Sheldrake fordert, man solle da forschen, wo die Leute ihre alltäglichen Erlebnisse haben und diese experimentell begründen, statt in weltfernen Bereichen Theorien und Modelle aufzustellen, diese mit kaum wiederholbaren Experimenten zu belegen und schließlich den Menschen ihr reales Erleben abzusprechen. So etwa werde von aller Welt mit Selbstverständlichkeit akzeptiert, dass es um den Magneten herum ein Magnetfeld gibt, genauso wie um die Erde und um unser Handy herum, sobald man jedoch sage, der Geist (mind) sei nicht im Gehirn, sondern ein Feld um das Gehirn herum, stieße man auf Widerstand. Dabei ließen sich unsere alltäglichen sinnlichen und übersinnlichen Wahrnehmungen nur damit erklären, dass wir uns geistig irgendwohin erstrecken, und zwar mit Hilfe von attention (Aufmerksamkeit) und intention (Absicht). Beide Begriffe leiten sich ab von lat. tendere, hinstreben oder sich hin erstrecken. Hieraus erklärt sich Sheldrake’s Kernbegriff extended mind, d.h. der mind ist nicht im Kopf, sondern er erstreckt sich nach außen. Schließlich sagt jeder: der Baum ist dort drüben, und nicht: der Baum ist ein Hirnbild in meinem Kopf.

Dieses sich letztlich ins Unendliche erstreckende mentale Feld bezeichnet Sheldrake als morphic field. Ein morphic field ist nicht dasselbe wie ein morphogenetic field; letzteres sorgt für die Gestaltgebung (morpho-genese) eines Organismus. Mit dem Begriff morphic field verknüpft sich Sheldrake’s Auffassung mit der Quantenphysik, welche Felder nicht räumlich beschränkt sind und irgendwann einmal ausdünnen wie die elektromagnetischen Felder der klassischen Physik.

Sheldrake fordert eine evidence-based spirituality, eine belegbare Spiritualität. Dazu müsse man Experimente entwerfen, die der tatsächlichen Realität einer parapsychologischen Situation entsprechen, anstatt experimentelle settings von solcher Sterilität und Künstlichkeit vorzugeben, dass sich die zu untersuchenden Erscheinungen beim besten Willen nicht einstellen können. Ein schönes Beispiel dafür gab er mit seiner Versuchsanordnung zur Telefon-Telepathie, wozu er vom Fernsehen eingeladen worden war. Als Versuchspersonen wählte er die miteinander verschwisterten Mitglieder einer in England hoch populären Girl Group der siebziger Jahre, mittlerweile Damen im besten Alter. Nach wie vor verstehen sie sich blendend und wohnen bis zum heutigen Tag nicht allzu weit voneinander entfernt. Im Studio wurde ihnen das Experiment erklärt. Sie erwählten eine der ihren als Anzurufende. Diese Dame fuhr zurück nach Hause in ihre mehrere Kilometer entfernte Wohnung. Die anderen vier blieben im Studio. Sie übernahmen die Rolle der Anruferinnen. Wer dran kam, wurde mit einem Zufallsgenerator bestimmt. So konnte es vorkommen, dass eine Anruferin mehrfach hintereinander dran kam und eine andere vielleicht gar nicht. Aufgabe der zu Hause sitzenden Zielperson war, beim Klingeln zu erspüren. wer die Anruferin am anderen Ende der Leitung sei, und sie mit Namen anzusprechen. Dies gelang in signifikant überzufälligem Ausmaß (entsprechend groß war der Jubel unter den Damen; man sah beide gleichzeitig nebeneinander auf dem Bildschirm).

Kommentar: Zwar spricht Sheldrake von „our mind“, wer aber der Besitzer dieses mind ist und ihn bedient, darüber schweigt er sich aus. Nichtsdestoweniger macht seine Theorie die Beschäftigung von Phänomenen wie etwa der Telepathie möglich. Indem es ins zeitgemäß quantenphysikalische Modell übertragen worden ist, darf man sich ungestraft mit ihr auseinander setzen (allerdings nur, sofern man dabei innerhalb des quantenphysikalischen Modells verbleibt). Literaturhinweis (auch auf Deutsch): Seven Experiments That Could Change The World; Oogs That Know When Their Owners Are Coming Home; The Sense of Being Stared At; The Science Oelusion; Science & Spiritual Practices

Copyright bei Rolf-Ulrich Kramer / rolf-ulrich.kramer@mindwalking.de


::Inhaltsverzeichnis

::Teil 1 – Dr. Rupert Sheldrake, Biologe
::Teil 2 – Prof. Dr. Chris Roe, Parapsychologie
::Teil 3 – Dr. Cassandra Vieten, Psychologie
::Teil 4 – Prof. Dr. Dean Radin, Chief Scientist (Forschungsleiter)
::Teil 5 – Prof. Dr. Stuart Hameroff, Anästhesiologe
::Teil 6 – Dr. Diane Corcoran, Medizin
::Teil 7 – Dr. Penny Sartori, Pflegerin

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Demnächst in Frieden (7/7)

Dienstag, 29. August 2017 8:00

Kramer1
Ein MindWalking-Blick auf die Zukunft
von Dipl.-Psych. Rolf Ulrich Kramer

Wir stehen am Neuanfang – Und die Zukunft?
Wieso der Wandel zum Besseren? Weil es durch jahrtausendelange Anwendung der Faustregel „Bild erkannt, Gefahr gebannt“ zu der oben angedeuteten Veränderung transpersonaler Gewohnheitsmuster auf globaler Ebene kam. Seit Urzeiten wird auf geistigem Sektor quasi „unter dem Radar“ ungeheure Wühlarbeit geleistet. In unzähligen Stunden mystischer Versenkung in Indien, Tibet und Asien, in der christlichen Welt wie auch bei den Sufis des Islam wurde die Müllhalde des kollektiven Weltgedächtnisses verringert, ein positives morphisches Feld aufgebaut, eine Anbindung an heilende Kräfte bewerkstelligt. Der Zugriff eines chinesischen Gröfaz auf Tibet führte zu dem paradoxen Resultat der Verbreitung des Buddhismus auf der ganzen Welt. Der indische Musiker Ravi Shankar inspirierte eine globale Gefolgschaft mit indischer Kultur und Spiritualität. Die transzendentale Meditation des Maharishi Mahesh Yogi regte in der Hektik des westlichen Alltags zur Besinnung an. Bhagvan Rajneesh (Osho) ermutigte seine Anhänger, ihre eigenen Alternativen zu jeglicher von oben diktierten Ordnung zu finden. Und dann eben MindWalking mit seinen individuell ausgerichteten Sitzungen im Stil einer Defensivtelepathie, die auf der Gegenseite für nicht unerheblichen Personalschwund sorgte. (Bis in die achtziger Jahre drängten vorrangig Erinnerungen an die Atlantis-Vernichtung herein. Nach deren Ausdünnung folgten telepathische Kontakte sowohl mit patrouillierenden Grenzwächtern wie auch räuberischen Grauen und Reptiloiden. Seit deren Verschwinden häufen sich Kontakte mit wohlmeinenden Helfern aus befreundeten Welten.)
All das lässt hoffen. Die alte Macht ist nicht mehr. Wir leben in einer Kultur des Teilens, das Mitteilens und des Teilnehmenlassens. Internet und YouTube machen es möglich. Der Versuch einiger Wissenschaftler der sechziger Jahre, den Menschen auf Neuronen und Gene zu reduzieren, wird gegenwärtig abgelöst von quantenphysikalischen Modellen zur psychophysischen Interaktion zwischen lebenden und sogar „toten“ Dingen. Chi und Prana sind zu Haushaltsworten geworden.

Und die Zukunft?
Wir alle wünschen uns eine Heimat, und dieser Planet ist unsere Heimat. Um ihn zu hegen und zu pflegen, brauchen wir keinen Gröfaz. Wir können das ganz prima alleine. Wir werden mit Computern, Elektrizität und Quantenphysik sowie der Entwicklung einer neuen Geistigkeit jenseits der klassischen Religionen eine ähnliche Welt wie ehemals aufbauen, geführt von der Weisheit einer spirituellen Aristokratie. Atlantis in neuem Format, Atlantis mit High tech.
Eine Welt der Selbstbestimmtheit, der Liebe und der Rücksichtnahme, eine Welt des Friedens – wie lange wird es bis dahin dauern? Vielleicht tausend Jahre? Das wäre schon recht flott. Arbeiten wir dran.

::Der AutorDipl.-Psych. Rolf Ulrich Kramer ist am Sonnabend, den 7. Oktober 2017 Referent der FGK-Veranstaltung in Zierenberg. Sein Thema lautet dann „Erinnerungen an Atlantis – Augenzeugen berichten“.


Literatur:
(1) Rupert Sheldrake, The Science Delusion
(2) Mit Dank an Armin Risi, der sich diesen Ausdruck als Titel für eines meiner Bücher ausdachte.
(3) Hans-Joachim Zillmer, Darwins Irrtum, 1998
(4) Hans-Joachim Zillmer, op. cit. / J. F. Blumrich, Kasskara und die sieben Welten (Die Geschichte der Menschheit in der Überlieferung der Hopi-Indianer), 1985. / Immanuel Velikovsky, Welten im Zusammenstoß, 1951. Velikovsky )


::Inhaltsverzeichnis

::Teil 1 – Eine Welt im Aufbruch
::Teil 2 – Uralte Gewohnheiten verlieren ihre Macht
::Teil 3 – Das Akasha-Feld, ein „Internet der Seelen“
::Teil 4 – Die Menschheit löst sich aus einem alten Film
::Teil 5 – Atlantis, ein globales Trauma
::Teil 6 – Archetypen und außerirdische Akteure
::Teil 7 – Wir stehen am Neuanfang – Und die Zukunft?

Thema: FGK, FGK-Blogroll, Infofelder, Kramer, MindWalking, Psychologie, Reinkarnation, Spirituelles | Kommentare (0)

Demnächst in Frieden (6/7)

Sonntag, 27. August 2017 8:00

Kramer1
Ein MindWalking-Blick auf die Zukunft
von Dipl.-Psych. Rolf Ulrich Kramer

Archetypen und außerirdische Akteure
In diesem globalen Trauma verankert sind eine ganze Reihe archetypischer Symbole: der Gröfaz, der Weltuntergang, die Flutwelle (Sintflut), der Vernichtungskrieg, die Atombombe. Deren enorme Kraft zeigt sich in unausgesetzter Dramatisierung bis zum heutigen Tag. Beispielsweise bauten höchstrangige Wissenschaftler eine Atombombe, weil das „sein musste“. Deren Abwurf kostete innerhalb von Sekunden Zehntausenden das Leben, was ebenfalls „sein musste“. Atomkraftwerke „mussten sein“, Atommüll hin oder her. Atombombentests auf Südsee-Atollen und in Wüstengebieten „mussten sein“. Roboter-Armeen, je nach technologischem Fortschritt unterschiedlich gestaltet, „mussten sein“: als römische Soldaten, Samurai, Ritter, Hightech-Soldaten. In den Weltkriegen prallten Armeen von menschlichen Robotern aufeinander, wobei das Aufopfern Zehntausender pro Schlachtentag (sogenanntes „Menschenmaterial“) einfach „sein musste“, ganz klar.
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Alles Irrationale und Irrsinnige, das „einfach sein muss“, ist hundertprozentig eine Dramatisierung. Wozu übrigens auch der Wiederaufbau zählt, denn kaum hatte sich die Erde von ihrer Zerstörung erholt, stampften die Hochkulturen vor rund 5000 Jahren allesamt ihre rein funktional betrachtet eher unpraktischen Tempel, Paläste und Pyramiden aus dem Boden. Sicher, ohne den Technologie-Transfer von außen wäre das nicht gegangen (siehe Däniken), nur, wo kamen die gestalterischen Ideen her? Aus der Erinnerung an Atlantis.
Aus ähnlichen Motiven wurde nach dem Zweiten Weltkrieg der Wiederaufbau von Kirchen und Schlössern vorangetrieben. Man wollte die alte Heimat wieder haben, damals wie heute.
Die Selbstvernichtungstendenz menschlicher Gesellschaften durch Weltherrschaftsanspruch, Völkermord, Atomkrieg und Umweltkatastrophen ließe sich ohne jegliche Verschwörungstheorie als Dramatisierung eines kollektiven Traumas verstehen. Doch sind darüber hinaus auch außerirdische Agitatoren beteiligt. Nicht umsonst haben sich die Gesichter der „Grauen“ (die mit den schwarzen blicklosen Mandelaugen) zu einem Archetyp entwickelt. Dies deswegen, weil Tausende von Entführungen verzeichnet wurden, im Verlauf derer irdischen Frauen von außerirdischen Chirurgen Eier entnommen wurden. Mit dem Zweck, die Fortpflanzungsprobleme der Auftraggeber dieser Kampagne zulösen, nämlich der Reptiloiden (die ungefähr aussehen wie uniformierte Galapagos-Echsen). Auch sie standen eine Zeitlang im Fokus der Dramatisierung, man denke an Spielbergs „Close Encounters“ und „Jurassic Parc“, an entsprechendes Kinderspielzeug, TV-Trickfilmserien und natürlich an die weltweit verbreiteten Drachenkulte.
Dramatisiert wird die Fortpflanzungsproblematik der Reptiloiden in der Fortpflanzungsmedizin für Menschen. Sie führt zur In-Vitrio-Fertilisation, zum Einfrieren von Eiern zwecks Verwendung zu beliebigen Zeitpunkten, zum Austragen von Kindern in Leihmüttern oder gar im Unterleib von schwulen Männern.

::Der AutorDipl.-Psych. Rolf Ulrich Kramer ist am Sonnabend, den 7. Oktober 2017 Referent der FGK-Veranstaltung in Zierenberg. Sein Thema lautet dann „Erinnerungen an Atlantis – Augenzeugen berichten“.


Literatur:
(1) Rupert Sheldrake, The Science Delusion
(2) Mit Dank an Armin Risi, der sich diesen Ausdruck als Titel für eines meiner Bücher ausdachte.
(3) Hans-Joachim Zillmer, Darwins Irrtum, 1998
(4) Hans-Joachim Zillmer, op. cit. / J. F. Blumrich, Kasskara und die sieben Welten (Die Geschichte der Menschheit in der Überlieferung der Hopi-Indianer), 1985. / Immanuel Velikovsky, Welten im Zusammenstoß, 1951. Velikovsky )


::Inhaltsverzeichnis

::Teil 1 – Eine Welt im Aufbruch
::Teil 2 – Uralte Gewohnheiten verlieren ihre Macht
::Teil 3 – Das Akasha-Feld, ein „Internet der Seelen“
::Teil 4 – Die Menschheit löst sich aus einem alten Film
::Teil 5 – Atlantis, ein globales Trauma
::Teil 6 – Archetypen und außerirdische Akteure
::Teil 7 – Wir stehen am Neuanfang – Und die Zukunft?

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Demnächst in Frieden (5/7)

Freitag, 25. August 2017 8:00

Kramer1
Ein MindWalking-Blick auf die Zukunft
von Dipl.-Psych. Rolf Ulrich Kramer

Atlantis, ein globales Trauma
Damit kommen wir zum eigentlichen Anliegen dieses Artikels. Seit Menschengedenken fallen die Völker rund um den Erdball immer wieder auf diesen oder jenen Gröfaz und dessen Welteroberungswahn hinein: Es begann mit den Persern, Griechen, Römern und Hunnen. Ging weiter mit der Ausbreitung des Islam bis nach Indien und Spanien, immer gekontert vom katholischen Herrschaftsanspruch mit seinen Kreuzzügen. Anschließend Columbus und die Seeherrschaft der Spanier, Engländer, Holländer, Portugiesen, Franzosen. Die Kartographierung der Welt und deren Inbesitznahme in Form von Kolonien. Schließlich, nach Zusammenbruch der Kaiserreiche in China und Europa sowie zwei Weltkriegen, die Verdichtung der Macht im Kalten Krieg zwischen nur noch zwei Parteien, Amerika und Russland. Nukleare Aufrüstung. Kuba, die Schweinebucht; der Atomkrieg droht.
Wie kommt es zu solcher Machtakkumulation, die letztlich auf den globalen Suizid abzielt? Sie ist die Dramatisierung eines kollektiven Traumas, die Fortführung uralter Gewohnheitsbilder.
Bei kollektiven Traumatisierungen entstehen Archetypen. Archetypen sind „Urtypen“, d. h. Gestalten aus traumatischen Urerlebnissen. Beispielsweise war für die deutsche Nachkriegsgeneration „der Russe“ ein Archetyp des Schreckens. In vielen Teilen der Welt sind „der Nazi“ und das Hakenkreuz als Archetypen verankert. Erblickt man ein Hakenkreuz, so eröffnet sich einem ein riesiges, zu Emotion und Aktion hindrängendes morphisches Assoziationsfeld.
Die größte kollektive Traumatisierung, die die Menschheit je in ihrer Gesamtheit erlitten hat, ist die Zerstörung von Atlantis. Immer wieder (und nicht nur in MindWalking-Sitzungen) stoßen Menschen auf Erinnerungsbilder aus jener Zeit. Manche sind dem kollektiven Speicher entnommen, andere wurden persönlich erlebt. Inhaltlich ergänzen sie sich.
Vergleichsweise ist das etwa so, als erzählten in 10.000 Jahren wiedergeborene Menschen von ihren Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg. So unterschiedlich die Erinnerungen ausfallen mögen, hätten sie doch eine deutliche Gemeinsamkeit. Einen Psycho-Archäologen der Zukunft würde die zu dem berechtigten Schluss führen, es müsse sich um ein ganz bestimmtes, fest umrissenes Geschehnis aus grauer Vorzeit handeln.
Zusammengefasst ergeben die MindWalking-Sitzungsbefunde folgendes Bild: Atlantis war keine Insel im Atlantik, wie Platon vermeinte, vielmehr war die gesamte Erde ein einziges Atlantis. Die Regierung bestand aus fähigen Weisen und Sehern; Telepathie und weiße Magie nutzte man für medizinische und prophetische Zwecke, Energiebündelung mithilfe von Kristallen sowie Psychokinese für die Bautechnik und den Antrieb von Raumfahrzeugen. Charakteristisch war der Bau von Pyramiden.
Die Zerstörung von Atlantis hatte das Ausmaß einer Erdvernichtungskatastrophe. Außerirdische Kräfte führten aus politischen Motiven eine nukleare Flächenbombardierung großer Gebiete der Erde durch. Es kam zur Vernichtung nahezu allen Lebens, zu kontinentalen Verwerfungen, endlosen Regenfällen, katastrophalen Überschwemmungen, Ascheflug, Verdunkelung und einem nuklearen Winter mit einer Eiszeit im Gefolge (3).
Das blieb im Gedächtnis der Menschheit haften. Die vedischen Schriften des alten Indien sowie die Legenden vieler Kulturen geben davon Kunde (4). Hinsichtlich des Angriffs, des Oberkommandierenden und seiner Flotte kommen Filme wie „Star Wars“ und „Independence Day“ den Erinnerungsberichten aus MindWalking-Sitzungen recht nahe (dies übrigens auch schon vor Erscheinen dieser Filme). Genau auf diesen Anstößen zur Rückerinnerung beruht der bleibende Erfolg von Science-Fiction.

::Der AutorDipl.-Psych. Rolf Ulrich Kramer ist am Sonnabend, den 7. Oktober 2017 Referent der FGK-Veranstaltung in Zierenberg. Sein Thema lautet dann „Erinnerungen an Atlantis – Augenzeugen berichten“.


Literatur:
(1) Rupert Sheldrake, The Science Delusion
(2) Mit Dank an Armin Risi, der sich diesen Ausdruck als Titel für eines meiner Bücher ausdachte.
(3) Hans-Joachim Zillmer, Darwins Irrtum, 1998
(4) Hans-Joachim Zillmer, op. cit. / J. F. Blumrich, Kasskara und die sieben Welten (Die Geschichte der Menschheit in der Überlieferung der Hopi-Indianer), 1985. / Immanuel Velikovsky, Welten im Zusammenstoß, 1951. Velikovsky )


::Inhaltsverzeichnis

::Teil 1 – Eine Welt im Aufbruch
::Teil 2 – Uralte Gewohnheiten verlieren ihre Macht
::Teil 3 – Das Akasha-Feld, ein „Internet der Seelen“
::Teil 4 – Die Menschheit löst sich aus einem alten Film
::Teil 5 – Atlantis, ein globales Trauma
::Teil 6 – Archetypen und außerirdische Akteure
::Teil 7 – Wir stehen am Neuanfang – Und die Zukunft?

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Demnächst in Frieden (4/7)

Mittwoch, 23. August 2017 8:00

Kramer1
Ein MindWalking-Blick auf die Zukunft
von Dipl.-Psych. Rolf Ulrich Kramer

Die Menschheit löst sich aus einem alten Film
Im Weltgedächtnis liegt die Betonung auf Elend und Verlust. Das liegt am psychischen Mechanismus der Verdrängung. Elend und Verlust bleiben länger haften als Freude und Erfolg, ob im individuellen Gedächtnis oder im kollektiven, selbst wenn Jahrmillionen vergangen sind.
Was verdrängt wurde, ist jedoch keineswegs verschwunden. Vielmehr kann es einen „von hinterrücks“ überfallen und sich in irrationalem, unangemessenem Verhalten zeigen. Unbewusst spielt man die Figuren eines alten Films nach. Dies wird als „Dramatisierung“ bezeichnet.
Ein Beispiel: „Gebranntes Kind scheut das Feuer“. Wieso eigentlich? Weil etwas unverarbeitet blieb. Nehmen wir an, dieses Kind habe im Alter von drei Monaten durch ein Stück glühender Grillkohle eine Verbrennung erlitten. Sein traumatisches Erlebnis wurde aus der bewussten Erinnerung verdrängt. Dessen ungeachtet wird dieses Kind noch im Erwachsenenalter beim Anblick von Feuer, Öfen, glühendem Eisen oder Feuerwerk in Panik geraten. Ebenso könnte es einer unerklärlichen Faszination verfallen, historische Feuerwehrhelme sammeln oder sich zur alten persischen Religion der Feueranbeter bekehren. All dies sind Dramatisierungen.
Leider kann es noch schlimmer kommen. Angenommen, ein sadistischer Erwachsener hätte den Säugling absichtlich mit einem Stück glühender Kohle gequält, und zwar nicht nur ein bisschen, sondern bis zur Grenze körperlicher Vernichtung. Er wäre der Sieger, der Säugling das Opfer. Was dazu führen mag, dass das Opfer unbewusst in die Rolle des Täters schlüpft, denn der Täter ist offensichtlich der Stärkere, der Sieger. So möchte das Opfer auch gerne sein. Dementsprechend würde der Säugling, nun als dramatisierender Erwachsener, zu sadistischen Mitteln greifen, um Macht auszuüben (ein aus Gefangenenlagern und Zwangsdiktaturen bekannter Mechanismus).
Eine zutiefst lebensbedrohliche traumatische Prägung kann auch in zukünftigen Leben noch dramatisiert werden. Doch gilt zum Glück auch hier: „Bild erkannt, Gefahr gebannt.“ Unangemessenes Verhalten, selbst wenn in vergangenen Inkarnationen erlernt, verschwindet mit Bewältigung des zugrunde liegenden Traumas. Das gilt für persönliche Traumata genau so wie für kollektive.

::Der AutorDipl.-Psych. Rolf Ulrich Kramer ist am Sonnabend, den 7. Oktober 2017 Referent der FGK-Veranstaltung in Zierenberg. Sein Thema lautet dann „Erinnerungen an Atlantis – Augenzeugen berichten“.


Literatur:
(1) Rupert Sheldrake, The Science Delusion
(2) Mit Dank an Armin Risi, der sich diesen Ausdruck als Titel für eines meiner Bücher ausdachte.
(3) Hans-Joachim Zillmer, Darwins Irrtum, 1998
(4) Hans-Joachim Zillmer, op. cit. / J. F. Blumrich, Kasskara und die sieben Welten (Die Geschichte der Menschheit in der Überlieferung der Hopi-Indianer), 1985. / Immanuel Velikovsky, Welten im Zusammenstoß, 1951. Velikovsky )


::Inhaltsverzeichnis

::Teil 1 – Eine Welt im Aufbruch
::Teil 2 – Uralte Gewohnheiten verlieren ihre Macht
::Teil 3 – Das Akasha-Feld, ein „Internet der Seelen“
::Teil 4 – Die Menschheit löst sich aus einem alten Film
::Teil 5 – Atlantis, ein globales Trauma
::Teil 6 – Archetypen und außerirdische Akteure
::Teil 7 – Wir stehen am Neuanfang – Und die Zukunft?

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Demnächst in Frieden (3/7)

Montag, 21. August 2017 8:00

Kramer1
Ein MindWalking-Blick auf die Zukunft
von Dipl.-Psych. Rolf Ulrich Kramer

Das Akasha-Feld, ein „Internet der Seelen“
Das oben Gesagte führt zu dem Schluss: Wir leben in einem „Internet der Seelen“ (2). Tatsächlich ist unser digitales Internet ein exakter Nachbau des mentalen, insbesondere seit wir unsere Daten nicht mehr lokal, sondern in einer Cloud speichern. Alle Daten in dieser Datenwolke sowie alle Videos auf YouTube, egal wann sie hochgeladen wurden, sind für jeden überall und ständig verfügbar; sie können jederzeit herunter geladen werden. Nicht anders verhält es sich für uns als geistige Wesen im Hinblick auf den transpersonalen kollektiven Datenspeicher. Wir haben potentiell Zugang zu allem, was je erlebt oder gedacht wurde.
Bewusst oder unbewusst stehen wir in Verbindung mit einem „Weltgedächtnis“. Darin ist alles abgelegt, was sich seit Beginn unseres Universums ereignet hat. Dieses Weltgedächtnis, dem „Gedächtnis der Natur“ Sheldrakes, bezeichnete man im alten Indien als Akasha-Chronik. Um nichts Heiliges oder Erhabenes handelt es sich dabei, sondern lediglich um die nüchterne, in mentalenergetischer Form gefasste Dokumentation all dessen, was sich seit Anbeginn der Zeiten zugetragen hat.

::Der AutorDipl.-Psych. Rolf Ulrich Kramer ist am Sonnabend, den 7. Oktober 2017 Referent der FGK-Veranstaltung in Zierenberg. Sein Thema lautet dann „Erinnerungen an Atlantis – Augenzeugen berichten“.


Literatur:
(1) Rupert Sheldrake, The Science Delusion
(2) Mit Dank an Armin Risi, der sich diesen Ausdruck als Titel für eines meiner Bücher ausdachte.
(3) Hans-Joachim Zillmer, Darwins Irrtum, 1998
(4) Hans-Joachim Zillmer, op. cit. / J. F. Blumrich, Kasskara und die sieben Welten (Die Geschichte der Menschheit in der Überlieferung der Hopi-Indianer), 1985. / Immanuel Velikovsky, Welten im Zusammenstoß, 1951. Velikovsky )


::Inhaltsverzeichnis

::Teil 1 – Eine Welt im Aufbruch
::Teil 2 – Uralte Gewohnheiten verlieren ihre Macht
::Teil 3 – Das Akasha-Feld, ein „Internet der Seelen“
::Teil 4 – Die Menschheit löst sich aus einem alten Film
::Teil 5 – Atlantis, ein globales Trauma
::Teil 6 – Archetypen und außerirdische Akteure
::Teil 7 – Wir stehen am Neuanfang – Und die Zukunft?

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