Beitrags-Archiv für die Kategory 'Geometrie'

9.6.2017 – Kornkreis bei Maiden Bradley

Samstag, 10. Juni 2017 23:20

Little Knoll, nahe Maiden Bradley, Wiltshire (Ge)
Der Kornkreis wurde inzwischen vom Bauern abgemäht!


©Matthew Williams 2017

FünfeckZwei übereinander liegende Pentagramme in unterschiedlicher Form, eingerahmt von einem Kreis, bilden den Kornkreis bei Maiden Bradley, gelegen im äußersten Südwesten der Grafschaft Wiltshire und nördlich des kleinen Dorfes Mere (3.000 Einwohner).
Die fünf Sehnen zwischen den benachbarten Punkten bilden ein regelmäßiges Fünfeck (Pentagon) mit Winkeln von jeweils 108°. Die fünf Punkte wurden gleich zweimal benutzt, zum einen als Mittelpunkte von Kreisen, hier für die Halbkreise und zum anderen für die Ecken des Pentagons, dass sich aus zehn einzelnen Randsegmenten zusammensetzt. Der Zentralkreis weist ein weiteres Pentagramm auf in dem eine Art Korbgeflecht mit einem verwirbelten Zentrum angelegt wurde.

CCC_Little_Knoll
©Crop Circle Connector 2017

::LegendeGras (Gr), Gerste (Ge), Mais (Ma), Raps (Ra), Roggen (Ro), Weizen (We), Heide (He), Fälschung (F), LandArt (La), Werbung (W)


::Ausführliche und umfassende Details zu allen Kornkreisen findet man wie in jedem Jahr auf der Webseite des Crop Circle Connector
::Weitere Informationen auf der FGK facebook Seite (mit Anmeldung)
::FGK 2017Die aktuellen Kornkreise der Saison
::FGK 2016Die aktuellen Kornkreise der Saison

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Sandkreise in Pembrokeshire/Wales (2)

Donnerstag, 8. Juni 2017 13:00

7.6.2017 – Tenby, Pembrokeshire – Südwest-Wales
7.6.2017_Tenby_Marc_Treanor
©Marc Treanor 2017

Wieder eine der phantastischen Formationen des Sandkreiskünstlers Marc Treanor an der Südwestküste von Wales. Ohne Frage stellen die Sandkreise in der Saison eine Bereicherung für die Szene dar, die sich neben den Kornkreisen auch für andere geometrische Figuren interessiert. In erster Linie auch dann, wenn es darunter Zeiten gibt, wenn die Farmer nach dem Erscheinen neuer Kornkreise, sie gleich wieder aus dem Feld mähen, bei länger anhaltenden Regenperioden und bei schlichten oder schlecht ausgeführten Kornkreisen, um auch einmal die anzusprechen, die Jahr für Jahr mit ihren Hoaxes nicht nur die Farmer auf die Palme bringen sondern auch die Ästheten, die einen Sinn für die geometrische Ordnung haben.
Für Marc Treanor ist es sicherlich nicht so einfach ständig neue geometrische Figuren zu kreieren und aus dem Hut zu zaubern. Beim neuen Kreuz-Design am Strand von Tenby hatte Marc Treanor Hilfe von Rachel Shiamh und konnte auf das Original Design „Bewusstsein 2017“ von Steve C Richards (The Cosmic Joker) zurückgreifen. Wenn man beide Vorlagen vergleicht, kommt der Sandkreis dem Original schon sehr nahe. Eine super Arbeit bis ins filigrane Detail, wo man vielleicht zuvor gedacht hätte, dass soetwas gar nicht im Sand umgesetzt werden kann und eine Leinwand wesentlich besser geeignet wäre.

Weitere Informationen:
::Marc TreanorWebseite
::Steve C RichardsThe Cosmic Joker
::Pembrokeshirewikipedia
::Tenbywikipedia

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Sandkreise in Pembrokeshire/Wales

Dienstag, 6. Juni 2017 1:09

24.5.2017 – Sandkreisformation in der Bucht von Tenby (walisisch „Dinbych-y-pysgod“) von Marc Treanor. Der Sandkreis ist auf der 5er-Symmetrie aufgebaut, die vor allem bei Wildblumen vorherrschend ist. Das passt also gut zu der natürlichen Umgebung des Strandes. Tenby, der Austragungsort des Sandkreises, ist ein beliebter Badeort in Wales, der im Süden der Grafschaft Pembrokeshire an der Carmarthen Bay liegt.

24.6.2017_Tenby
©Marc Treanor 2017

„Sir Benfro“ wird diese walisische Grafschaft von der gälisch sprechenden Bevölkerung genannt, den Zugereisten und Urlaubern ist der Landesteil eher geläufig unter dem Namen Pembrokeshire. Die südwestlichste walisische Grafschaft ist auf drei Seiten vom Meer umgeben und weist eine Küstenlinie mit einer Länge von insgesamt 273 km auf, die fast komplett zum Pembrokeshire-Coast-Nationalpark gehört. Dieses Gebiet ist mit seinen zahlreichen Buchten, Klippen und sandigen Stränden u.a. das Betätigungsfeld von Marc Treanor.
Er gehört seit vielen Jahren zu den großen Sandkreis/LandArt-Spezialisten der Szene. Schon oft haben Marc Treanor und andere Künstler den circlemakers in den Kornfeldern in den letzten Jahren die Schau gestohlen. Ihre Designs und Muster waren oft einfallsreicher und besser als die ihrer Kollegen in den Kornfeldern. Das mag ja alles sein wird der eine oder andere entgegnen, aber Sand lässt sich nun einmal viel einfacher bearbeiten als das oft sperrige Getreide. Erwidern kann man daraufhin, dass den Sandkreis-Spezialisten regelmäßig die Zeit im Nacken sitzt, denn sie müssen schnell sein, weil ihre Muster oft nur eine kurze Bestandszeit haben. Sie sind fast immer von den Gezeiten abhängig (Ebbe und Flut). Da langt es dann oft nur noch zu einem schnellen Foto von den Felsklippen oder einem Drohnenflug, ehe das Sandkreisdesign wieder vom Meer verschlungen wird.

::Marc TreanorWebseite
::Pembrokeshirewikipedia
::Tenbywikipedia

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5.6.2017 – Malaysisches Dschungelrechteck

Montag, 5. Juni 2017 23:38

Futsal_Malaysia
Facebook/©Harimau_Malaysia

Kornkreisformation … Fehlanzeige!
Bei der Aufnahme handelt es sich um ein magisches Rechteck, eingebettet im malaysischen Dschungel. Zumindest würden die Schüler der SK Logongon/Region Nabawan den Ort so bezeichnen. Es ist ihr Futsal-Platz und der vielleicht weltweit entfernteste Sportplatz. Um ihn von der nahe gelegenen Schule erreichen zu können, müssen sie durch die grünen Hügel wandern, um dorthin zu gelangen. Von der nächsten Stadt liegt er drei Stunden entfernt. Das Bild wurde von einem der Lehrer in Logongon mit einer Drohne aufgenommen. Man kann es sich konkret vorstellen, wenn hier einmal keiner mehr Futsal spielt, dann wird sich der Dschungel sein Areal in kürzester Zeit zurückholen.
::QuellelaRepubblica.it

::Futsalwikipedia
::google mapsSK Logongon, Nabawan, Malaysia

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Mouches volantes im alten Europa

Freitag, 26. Mai 2017 14:00

Teil 2: Die frühen griechischen Hochkulturen
Von Floco Tausin

6. Zusammenfassung

In all den genannten Motiven sticht die Leuchtstruktur als Grundlage hervor. Und alle diese Motive lassen sich auch auf ursprünglich schamanische Thematiken wie die Anderswelt und den Weltenbaum zurückführen. Für die Zeit der griechischen Hochkulturen sind nur wenige Hinweise auf schamanische Praktiken bekannt. Den archäologischen Zeugnissen gemäss hatten die Religionen der Minoer und Mykener eher den Charakter eines auf Fruchtbarkeit und die Muttergottheit ausgerichteten Kults, oder den einer typisch nahöstlichen Praxis mit Kultbildern, Altaren, Opfern, Heiligtümern, Hymnen, Tanz und Göttern (Noegel 2007). Erst später, ab dem 8. Jh. v. Chr., berichten griechische Mythen und andere Schriften von Anhängern des Orpheus, Trophonius, Apollon oder auch Pythagoras, die in ekstatischer Trance ihre Seelen vom Körper trennen und mit den Göttern sprechen, gegen Dämonen kämpfen und Kranke heilen (Ruck 2004; Ogden 2002). Dennoch könnte bereits das bronzezeitliche Griechenland schamanische Elemente aus Zentralasien oder dem Nahen Osten (vgl. Tausin 2011) gekannt oder aus einheimischen neolithischen Praktiken tradiert und weiterentwickelt haben. Die Tholoi und die Bergspitzen und Höhlen mit ihren Schreinen könnten den Rückzug in die Einsamkeit, den Sinnesentzug und damit Andersweltreisen ermöglicht haben. Auch ein Pilzkult ist in diesem Rahmen denkbar, wofür die minoischen Schmuckketten in der Form von Pilzen, die Pilzform des „Schatzhauses des Atreus“ sowie der Name Mykene (von gr. mykes, „Pilz“) sprechen (Rätsch 1998). Die zahlreichen Darstellungen von Säulen und Bäumen in der minoischen Malerei könnten die Weltachse symbolisieren – neben dem Stil der Doppelaxt, dem Zugang zum Labyrinth und dem Oktopuskörper zwei weitere Symbole für die Leuchtstruktur und ihr Zentrum.

::Der AutorFloco Tausin


::Inhaltsverzeichnis

::Teil 1 – Einleitung
::Teil 2 – Hochkulturen in Griechenland ab 3000 v. Chr.
::Teil 3 – Hochkulturen in Griechenland ab 1400 v. Chr.
::Teil 4 – Tholoi, Kernoi und der Herd des Megaron
::Teil 5 – Doppelaxt und Oktopus
::Teil 6 – Zusammenfassung


::Literatur

Noegel, Scott B. (2007): „Greek Religion and the Ancient Near East“. A Companion to Greek Religion, hrsg. v. Daniel Ogden. Malden u.a.: Blackwell Publishing Ltd: 21-38
Ruck, Carl A. P. (2004): „Classical World Shamanism (Ancient Greece and Rome)“. Shamanism – An Encyclopedia of World Beliefs, Practices, and Culture, hrsg. v. Mariko Namba Walter und Eva Jane Neumann Fridman. Santa Barbara et al.: ABC Clio: 478-484
Ogden, Daniel (2002): Magic, Witchcraft, and Ghosts in the Greek and Roman Worlds. A Sourcebook. Oxford / New York: Oxford University Press
Tausin, Floco (2011): „Schamasch, Ischtar und Igigi. Mouchesvolantes-Strukturen im antiken Mesopotamien“. Virtuelles Magazin 2000 60. http://archiv.vm2000.net/60/FlocoTausin/Schamasch-Ischtar-und-Igigi.html (1.9.16)
Rätsch, Christian (1998): Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen. AT Verlag

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Mouches volantes im alten Europa

Dienstag, 23. Mai 2017 7:59

Teil 2: Die frühen griechischen Hochkulturen
Von Floco Tausin

5. Doppelaxt und Oktopus

Labrys_a
Labrys, die kretische Doppelaxt, war vielmehr Kultgegenstand und Symbol als Waffe und Werkzeug. Grosse und kleine Versionen wurden in Gold, Silber, Bronze und Stein hergestellt oder auf Vasen und Wände gemalt. Auf Fresken erscheint die Doppelaxt in Szenen mit Priesterinnen und Göttinnen, die Kulthandlungen ausüben. Im Bild: Bronzedoppelaxt aus dem minoischen Palast von Kato Zakros (rechts) und eine Golddoppelaxt aus der kretischen Arkalochori-Höhle (links), 2. Jahrtausend v. Chr.
Quelle: http://www.salimbeti.com/micenei/weapons4.htm (16.8.16) und https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6555159 (16.8.16).

Die Doppelaxt oder Labrys wurde u.a. als Symbol der Königsherrschaft, der Opferung von Tieren oder auch als Schmetterling und damit als Symbol der Göttin (Gimbutas 1999) interpretiert. Es zeigen sich in ihr aber auch Verbindungen zur Leuchtstruktur. Einerseits sind die kultischen Doppeläxte oft mit Kreis- und Röhrenmustern verziert, die an die Leuchtkugeln und –fäden erinnern. Die Darstellung der Leuchtstruktur könnte auf den Umstand verweisen, dass diese Zeremonialwaffe Teil von rituellen Handlungen mit Bezug auf die leuchtende Anderswelt war. Die Form der Doppelaxt lässt sich zudem als mittlerer Teil einer konzentrischen, durch die runden Klingen angedeuteten Kugel sehen. Die Doppelmembran ergibt sich entweder durch die Verzierung oder durch die häufige Darstellung einer zweiten, inneren Doppelaxt (Labrys als Vierfachaxt). Schliesslich verweist die Doppelaxt durch ihren Namen auf die Idee des Weges in der Leuchtstruktur, welcher in die letzte Kugel führt. Es wurde nämlich auf eine Verbindung zwischen den Begriffen „Labrys“ und „Labyrinth“ hingewiesen, so dass der in den Mythen als Labyrinth bezeichnete Palast von Knossos zum „Ort der Doppelaxt“ wird. Tatsächlich erinnert der Grundriss des Palastes nicht nur an eine Doppelaxt mit ihren zwei Seiten und einem länglichen Mittelteil. Sie erinnert auch an die früheste bekannte Darstellung des kretischen oder klassischen Labyrinths mit einem Zugang in Richtung Zentrum.

Knossos-map-labyrinth_a
Links: Der Grundriss des Palastes von Minos in Knossos. Rechts: Rückseite einer Linear-B-Tontafel aus dem Palast des Nestor in Pylos, ca. 1200 v. Chr.
Quelle:
http://www.odysseyadventures.ca/articles/knossos/00.palacePlan.html (16.8.16) und
https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=471659 (16.8.16)

Häufig wird vermutet, dass der Grundriss des Palastes von Knossos die Quelle für das klassische oder kretische Labyrinth war. Es könnte aber auch umgekehrt sein, wenn wir das Labyrinth als eckige und komplexere Variante eines noch älteren Motivs begreifen. Die Rede ist vom konzentrischen Kreis mit Zugang, der in der jungsteinzeitlichen und bronzezeitlichen Felskunst sowie als Grundriss megalithischer Bauwerke verbreitet ist (Tausin 2016; Bradley 1997). Damit käme sowohl dem Labyrinth, als auch der Doppelaxt eine gleiche oder ähnliche symbolische Bedeutungen zu wie dem konzentrischen Kreis mit Zugang: der Eingang in die Anderswelt, die Rückkehr zum Ursprung, wo Ruhe, Erneuerung und Wiedergeburt erfahren wird.

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Die Malereien auf minoischen und mykenischen Töpferwaren sind eine Mischung aus naturalistischer und abstrakter Kunst. Kurvilineare und abstrakte Muster deuten organischfigurative Formen wie Blumen, Blätter und Tiere an. Oktopus-Motive gehören zu den häufigeren Motiven sowohl auf Keramik, wie auch auf geschnitzten Edelsteinen und Böden von Thronräumen. Oft stilisiert, könnten sie zugleich Symbole oder Metaphern für kosmologische, religiöse oder mythische Ideen oder Geschichten sein. Im Bild: Minoischer Steigbügel-Oktopus-Krug von den Dodekanes (links); und diverse Oktopus-Motive in der mykenischen Keramikmalerei (rechts). Quelle: Popham 1994 und Furumark 1941.

Der Oktopus schliesslich ist ein Tier, das zunächst durch seine charakteristische Gestalt an die Leuchtstruktur erinnert: Die Tentakel mit ihren Reihen von Saugnäpfen sehen wie die mit Punkten gefüllten Leuchtstrukturfäden aus; und mehrere Tentakel oder „Fäden“ sind über den Kopf oder die zentrale „Kugel“ miteinander verbunden. Doch in der Keramikmalerei minoischer und mykenischer Künstler wurden Oktopusse eher stilisiert, denn naturalistisch dargestellt. Dadurch wird der mögliche Bezug auf die Leuchtstruktur verstärkt. So werden etwa die Augen, die sich bei realen Oktopoden durch eine waagrechte Pupille auszeichnen, als gepunktete oder konzentrische Ringe dargestellt. Welche Bedeutung der Oktopus für die Minoer und Mykener hatte, ist unbekannt. Doch die vorgeschlagenen Verbindungen des Oktopus mit dem Meeresgott Poseidon (Edey 1975), dem Sternbild des Krebses (Richer 1994) oder dem Labyrinth (vgl. Ferrebee 2011) gehen von einer tieferen mythisch-kosmologischen Bedeutung des Oktopus für die frühen Hochkulturen Griechenlands aus. Die Darstellung des Oktopus als Weltenträger unterstützt diese Vermutung (siehe rechtes Bild, unten links).

assyrische_WeltenbaeumeÄhnliches gilt für manche stilisierten Darstellungen, die den Oktopus als eine mit Tentakel und Spiralen versehene Herzform zeigen. Diese rufen jenes mesopotamische Ornament in Erinnerung, das als Lebens- oder Weltenbaum beschrieben wird (vgl. Stansbury-O’Donnell 2015; Tausin 2011). Wie das Labyrinth – und damit auch der konzentrische Kreis mit Zugang – ist der Oktopus ein Symbol für die Welt oder den Lebens- oder Weltenbaum: Seine Arme tragen die Geschöpfe der unterschiedlichen Sphären, sein Kopf oder Rumpf ist die Zentralachse, die die Sphären verbindet.

Vorlage oder Nachahmung der stilisierten minoischen und mykenischen Oktopus-Motive? Beispiele assyrischer Weltenbäume, 9.-7. Jh. v. Chr. https://www.pinterest.com/pin/514888169868570647/ (17.8.16)

::Der AutorFloco Tausin


::Inhaltsverzeichnis

::Teil 1 – Einleitung
::Teil 2 – Hochkulturen in Griechenland ab 3000 v. Chr.
::Teil 3 – Hochkulturen in Griechenland ab 1400 v. Chr.
::Teil 4 – Tholoi, Kernoi und der Herd des Megaron
::Teil 5 – Doppelaxt und Oktopus
::Teil 6 – Zusammenfassung


::Literatur

Die Bilder stammen aus Bilddatenbanken im Internet, aus wissenschaftlichen Publikationen oder aus meiner eigenen Sammlung (FT). Sie unterstehen entweder einer Creative Commons-Lizenz, fallen aufgrund der Verjährung nicht mehr unter das Copyright oder werden im Sinne des Zitatrechts aus wissenschaftlichen Publikationen verwendet. Bei den Bildern aus meiner Sammlung besitze ich das Copyright bzw. habe die freundliche Genehmigung des Künstlers eingeholt.

Gimbutas, Marija (1999): The living goddesses. Berkeley: University of California Press
Bradley, Richard (1997): Rock Art and the Prehistory of Atlantic Europe. Signing the Land. London: Routledge
Popham, Mervyn (1994): „The Collapse of Aegean Civilization at the End of the Late Bronze Age“. The Oxford Illustrated Prehistory of Europe, hrsg. v. Barry Cunliffe. Oxford/New York: Oxford University Press: 277-303
Furumark, Arne (1941): The Chronology of Mycenaean Pottery. Stockholm: Kungl. Vitterhets Historie och Antiqvitets Akademien
Edey, Maitland A. (1975): Lost World of the Aegean. Time-Life Books B.V.
Richer, Jean (1994): Sacred Geography of the Ancient Greeks. Astrological Symbolism in Art, Architecture, and Landscape. Albany: State University of New York Press
Ferrebee, Wayne (2011): „The Octopus Motif in Ancient Greek Ceramics“. Ferrebeekeeper, 15.4.2011. https://ferrebeekeeper.wordpress.com/2011/04/15/the-octopusmotif-in-ancient-greek-ceramics/ (1.9.16)
Stansbury-O’Donnell, Mark D. (2015): A History of Greek Art. Chichester: Wiley
Tausin, Floco (2011): „Schamasch, Ischtar und Igigi. Mouchesvolantes-Strukturen im antiken Mesopotamien“. Virtuelles Magazin 2000 60. http://archiv.vm2000.net/60/FlocoTausin/Schamasch-Ischtar-und-Igigi.html (1.9.16)

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Mouches volantes im alten Europa

Samstag, 20. Mai 2017 8:08

Teil 2: Die frühen griechischen Hochkulturen
Von Floco Tausin

4. Tholoi, Kernoi und der Herd des Megaron

Im Folgenden sollen fünf für diese Kulturen typische Strukturen oder Motive vorgestellt werden, die durch die Leuchtstruktur inspiriert sein könnten: die Tholoi, die Kernoi, der Herd des Megaron, die Doppelaxt und der Oktopus.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Minoer wie auch Mykener begruben ihre Toten in runden Grabtürmen (Tholos), die ab dem 3. Jahrtausend v. Chr. gebaut wurden (vgl. McEnroe 2010). Auf Kreta ist keiner der Tholoi gänzlich erhalten. Das Bild zeigt die Grundmauern des Tholos in Kamilari. Quelle: http://www.minoancrete.com/kamilari.htm (14.8.16)

Tholos Treasury of Atreus_a
Traditionellerweise wurden die Mitglieder von Mykener Adelsfamilien in Grabkreisen bestattet, d.h. runden Friedhöfen mit einer kleinen Anzahl von Schachtgräbern. Möglicherweise durch die minoischen Tholoi inspiriert, wurden ab Mitte des 2. Jahrtausends v. Chr. auch auf der Peloponnes königliche Monumentalgräber gebaut (vgl. McEnroe 2010). Im Bild ist das „Schatzhaus des Atreus“ in Mykene, ca. 13. Jh. v. Chr. Ein mit Zyklopensteinen flankierter Weg (Dromos) führt zum Rundbau. Quelle: Adams 2011 und https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=43766 (15.8.16)

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Kalksteinrad in der Nähe des zentralen Hofes des Palastes von Malia auf Kreta. Die Funktion solcher Steinplatten, die häufig in öffentlichen Bereichen und nahe von Eingängen gefunden wurden, ist unbekannt. Man interpretiert sie als Spieltische oder Kultgegenstände. Sie gleichen den Spendengefässen aus ungefähr derselben Zeit, die auf den Kykladen vermutlich für Opfergaben gefunden wurden, und die auch in klassischer Zeit als „Kernos“ bekannt sind. Denkbar ist auch eine Kombination aus Spiel, Ritual und Wahrsagepraxis (vgl. McEnroe 2010). Quelle: http://www.minoancrete.com/malia02.htm (14.8.16)

Megaron Pylos_a
Das Megaron (gr. „grosser Raum“) war das Zentrum der ökonomischen, religiösen, administrativen und politischen Macht. Bei den Mykenern war es ein rechteckiger Raum mit zentraler kreisrunder Feuerstelle, umgeben von vier Säulen. Der runde Feuerstelle hatte vermutlich symbolisch-kultische Bedeutung und war der Ort von Feueropfern. Im Bild: Das Megaron mit rundem Herd im Palast von Nestor in Pylos auf der Peloponnes in der Imagination eines Künstlers (links) und nach der Ausgrabung (rechts). Quelle: Stansbury-O’Donnell 2015.

Diese architektonischen Werke haben nicht nur eine Kern-Umkreis-Struktur, sondern betonen auch die für die Leuchtstruktur und für Ekstasetechniken typischen Themen des Übergangs oder Kontakts mit einer anderen, transzendenten Realität. Die minoischen und mykenischen Grabtürme oder Tholoi lassen sich als Weiterentwicklung der jungsteinzeitlichen und megalithischen Grabkammern und Grabhügel verstehen (Sherratt 1994; Wardle 1994). Wie jene zeichnen sie sich durch einen Zugang zu einem runden, eingegrenzten Zentrum aus. Durch die Bestattung in Tholoi wurden die Toten symbolisch in die Unter- oder Anderswelt bzw. in die letzte Leuchtkugel oder Quelle geleitet. Auch die Lebenden fanden hier im Rahmen diverser Rituale ihre Verbindung zur Anderswelt und zu ihrer eigenen Leuchtkugel.
Auch Altäre und andere Opferstellen sind Orte, wo die Menschen in einen Austausch mit der leuchtenden Realität treten konnten, welche die Alltagswelt durchwebt. Die Menschen megalithischer Kulturen versenkten Gegenstände in Teiche, Moore, Seen und Flüsse, wohl um Beistand von Göttern und Geistern zu erhalten. Die Minoer legten für denselben Zweck Opfergaben in die Fächer der konzentrischen Kernoi, die Mykener verbrannten sie in den runden Feuerstellen im Megaron (vgl. Cosmopoulos 2003; Polignac 1995). Die Gaben wurden durch Feuer oder Verwesung in feinstoffliche Form transformiert und konnten so direkt auf den Kosmos einwirken. Die Opferpraxis widerspiegelt generell die seherisch-schamanische Praxis der Transformation von grobstofflicher zu feinstofflicher Energie, die als Ekstase in das Bild als ein Ganzes gegeben wird. Wo diese Schnittstellen zwischen den Welten die Kern-Umkreis-Struktur von Leuchtkugeln zeigen, kann ein ursprüngliches schamanisches Wissen um die Bedeutung der Leuchtstruktur vermutet werden.

::Der AutorFloco Tausin


::Inhaltsverzeichnis

::Teil 1 – Einleitung
::Teil 2 – Hochkulturen in Griechenland ab 3000 v. Chr.
::Teil 3 – Hochkulturen in Griechenland ab 1400 v. Chr.
::Teil 4 – Tholoi, Kernoi und der Herd des Megaron
::Teil 5 – Doppelaxt und Oktopus
::Teil 6 – Zusammenfassung


::Literatur

Die Bilder stammen aus Bilddatenbanken im Internet, aus wissenschaftlichen Publikationen oder aus meiner eigenen Sammlung (FT). Sie unterstehen entweder einer Creative Commons-Lizenz, fallen aufgrund der Verjährung nicht mehr unter das Copyright oder werden im Sinne des Zitatrechts aus wissenschaftlichen Publikationen verwendet. Bei den Bildern aus meiner Sammlung besitze ich das Copyright bzw. habe die freundliche Genehmigung des Künstlers eingeholt.

McEnroe, John C. (2010): Architecture of Minoan Crete. Construtcting Identity in the Aegean Bronze Age. Austin: University of Texas Press
Adams, Laurie Schneider (2011): A History of Western Art (5. Aufl.). New York: McGraw-Hill
Stansbury-O’Donnell, Mark D. (2015): A History of Greek Art. Chichester: Wiley
Sherratt, Andrew (1994): „The Emergence of Elites: Earlier Bronze Age Europe, 2500-1300 BC“. The Oxford Illustrated Prehistory of Europe, hrsg. v. Barry Cunliffe. Oxford/New York: Oxford University Press: 244-276
Wardle. K. A. (1994): „The Palace Civilizations of Minoan Crete and Mycenaean Greece“. The Oxford Illustrated Prehistory of Europe, hrsg. v. Barry Cunliffe. Oxford/New York: Oxford University Press: 202-243
Cosmopoulos, Michael B. (2003): „Mycenaean religion at Eleusis: the architecture and stratigraphy of Megaron B“. Greek Mysteries. The Archaeology and Ritual of Ancient Greek Secret Cults, hrsg. v. Michael B. Cosmopoulos. London/New York: Routledge: 1-24
Polignac, François de (1995): Cults, Territory, and the Origins of the Greek City-State. Chicago/London: The University of Chicago Press

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Mouches volantes im alten Europa

Mittwoch, 17. Mai 2017 8:09

Teil 2: Die frühen griechischen Hochkulturen
Von Floco Tausin

3. Hochkulturen in Griechenland ab 1400 v. Chr.

Ab 1400 v. Chr. ist ein Rückgang der minoischen Zivilisation zu verzeichnen, der mit dem Aufstieg der kulturell ähnlichen, aber anderssprachigen Mykener ab 1600 v. Chr. verknüpft ist. Die Mykener hatten ihre Zentren im Süden Griechenlands, insbesondere auf der Halbinsel Peloponnes, wo in Mykene, Pylos und anderen Orten prächtige Paläste gebaut wurden. Die mykenische Silbenschrift ist zwar entziffert, doch die überlieferten Dokumente geben einen nur begrenzten Einblick in die Kultur, da es sich um administrative Listen handelt. Archäologische Funde enthüllen, dass die Mykener eine überregionale See- und Wirtschaftsmacht waren und über ein Netzwerk von Ländereien mit Zitadellen als Zentren verfügten, deren Kriegereliten einem Wanax oder König an der Spitze folgten. Die Bedeutung von Krieg und Kampf wird durch die reichen Funde von Bronzerüstungen und Waffen in Fürstengräbern sowie die Befestigungen der Zitadellen durch dicke Steinmauern (Zyklopensteine) deutlich. Nach Homer war Mykene das Heim des legendären Königs Agamemnon, der angeblich die Griechen gegen Troja in den Krieg führte (Cartledge 2009; Martin 2000; Wardle 1994; Sherratt 1994). Um 1200 v. Chr. kollabierte die mykenische Kultur, zeitgleich mit vielen der spätbronzezeitlichen Zivilisationen des östlichen Mittelmeers. Die Gründe für den Niedergang sind umstritten und reichen von Migration, über Naturkatastrophen bis zu Krieg (Martin 2000; Popham 1994). Strukturen aus gepunkteten oder konzentrischen Kreisen und Linien kommen in den ägäischen Hochkulturen oft als Verzierung auf der edlen bemalten Keramik, auf Fresken, Siegel und Schmuck vor, teils auch in der Form von Rosetten und Doppelspiralen. Aber auch Waffen und architektonische Strukturen weisen dieses Muster auf (vgl. Edey 1975).

::Der AutorFloco Tausin


::Inhaltsverzeichnis

::Teil 1 – Einleitung
::Teil 2 – Hochkulturen in Griechenland ab 3000 v. Chr.
::Teil 3 – Hochkulturen in Griechenland ab 1400 v. Chr.
::Teil 4 – Tholoi, Kernoi und der Herd des Megaron
::Teil 5 – Doppelaxt und Oktopus
::Teil 6 – Zusammenfassung


::Literatur

Cartledge, Paul (2009): Ancient Greece. A History in Eleven Cities. Oxford: Oxford University Press
Martin, Thomas R. (2000): Ancient Greece. From Prehistoric to Hellenistic Times. New Haven/London: Yale Nota Bene
Wardle. K. A. (1994): „The Palace Civilizations of Minoan Crete and Mycenaean Greece“. The Oxford Illustrated Prehistory of Europe, hrsg. v. Barry Cunliffe. Oxford/New York: Oxford University Press: 202-243
Sherratt, Andrew (1994): „The Emergence of Elites: Earlier Bronze Age Europe, 2500-1300 BC“. The Oxford Illustrated Prehistory of Europe, hrsg. v. Barry Cunliffe. Oxford/New York: Oxford University Press: 244-276
Popham, Mervyn (1994): „The Collapse of Aegean Civilization at the End of the Late Bronze Age“. The Oxford Illustrated Prehistory of Europe, hrsg. v. Barry Cunliffe. Oxford/New York: Oxford University Press: 277-303
Edey, Maitland A. (1975): Lost World of the Aegean. Time-Life Books B.V.

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Mouches volantes im alten Europa

Montag, 15. Mai 2017 1:01

Teil 2: Die frühen griechischen Hochkulturen
Von Floco Tausin

2. Hochkulturen in Griechenland ab 3000 v. Chr.

Punkte, konzentrische oder gepunktete Kreise, Wellen, Zickzacklinien, Gittermuster und Spiralen gehörten neben naturalistischen Darstellungen zum Repertoire der frühen Kunst in ganz Europa, von der Altsteinzeit bis in die Jungsteinzeit (Von Petzinger 2011; vgl. Mithen 1994). An der Schwelle von Jungsteinzeit und Bronzezeit lassen sie sich nicht nur als Felsbilder sowie als gravierte Verzierungen und Symbole auf megalithischen Bauwerken feststellen (Bradley 1997), sondern die Megalithgräber und –anlagen haben selbst die Kern-Umkreis-Struktur und weitere ähnliche Eigenschaften, die sich bei den Leuchtstruktur-Kugeln beobachten lassen (Tausin 2016). Währenddessen läuteten die zivilisatorischen Impulse aus dem Nahen Osten bereits die Bronzezeit am anderen Ende Europas ein. Ab 3000 v. Chr. entstanden in der Ägäis die ersten Hoch- und Schriftkulturen: die minoische Kultur auf Kreta und die mykenische Kultur auf dem griechischen Festland. Da die kretische Hieroglyphenschrift bisher nicht vollständig entziffert werden konnte, können nur die archäologischen Funde Zeugnis der minoischen Kultur geben. Sie zeichnen das Bild eines friedlichen Volkes, das Handel mit den östlichen Mittelmeerländern trieb, sich dem guten Leben widmete, die Künste schätzte, den Göttern opferte und die Rolle der Frauen in Gesellschaft und Religion betonte. Die Paläste wurden nicht befestigt, es gibt keine Spuren von Kriegen, die in Gräbern gefundenen Waffen dienten zeremoniellen Zwecken. Die Paläste, die ab dem 2. Jahrtausend auf Kreta gebaut wurden, waren tauschwirtschaftliche, politische und religiöse Zentren. Der grösste Palast in Knossos ist eine komplexe labyrinthähnliche Anlage mit Kammern und Speichern für Wertgegenstände, Getreide, Wein und Olivenöl. Hier soll nach dem Dichter Homer (ca. 8. Jh. v. Chr.) der König Minos gelebt haben, dessen Frau sich in einen Stier verliebte. Sie gebar den Minotaurus, ein Mischwesen aus Mann und Stier, das im Labyrinth von Knossos sein Unwesen trieb. Theseus, ein Held aus Athen, tötete den Minotaurus und entkam dem Labyrinth mit Hilfe von Minos‘ Tochter Ariadne.

::Der AutorFloco Tausin


::Inhaltsverzeichnis

::Teil 1 – Einleitung
::Teil 2 – Hochkulturen in Griechenland ab 3000 v. Chr.
::Teil 3 – Hochkulturen in Griechenland ab 1400 v. Chr.
::Teil 4 – Tholoi, Kernoi und der Herd des Megaron
::Teil 5 – Doppelaxt und Oktopus
::Teil 6 – Zusammenfassung


::Literatur

Von Petzinger, Genevieve (2011). Geometric Signs. A new understanding. http://www.bradshawfoundation.com/geometric_signs/geometric_signs.php
Mithen, Steven J. (1994): „The Mesolithic Age“. The Oxford Illustrated Prehistory of Europe, hrsg. v. Barry Cunliffe. Oxford/New York: Oxford University Press: 79-135
Bradley, Richard (1997): Rock Art and the Prehistory of Atlantic Europe. Signing the Land. London: Routledge

Thema: Archäologie, FGK, FGK-Blogroll, Geometrie, Geschichte, Tausin | Kommentare (0)

„Erinnerungen an den Traum des Herzens“

Montag, 27. März 2017 8:45

22.4.2017, 16.30-18.30 Uhr – FGK-Veranstaltung in Zierenberg
Vortrag von Andreas Beutel: „Erinnerungen an den Traum des Herzens“

AndreasBeutelErinnerst Du Dich? An die Zeit, als alles begann? Als wir eins waren und in einer Quelle lebten?
In uns ist das Herz das erste Organ, das sich bildet. Es begleitet und ein Leben lang bedingungslos. Das Herz hat das stärkste Energiefeld aller Organe und kennt keinen Krebs. Es ist der Muskel, der die meiste Arbeit in unserem Leben verrichtet. Gleichzeitig ist es Zentrum unserer Gefühle. In unzählichen Gedichten, Liedern und Geschichten beschrieben, ist es der Sehnsuchtsort, der einen wichtigen Antrieb unseres Lebens darstellt.
Die Wissenschaft entdeckt heute mehr und mehr, wie weise unser Herz eigentlich ist. Es verbindet sich mit allem Leben, kommuniziert und spürt alles. Und es ist Ratgeber und Beobachter unseres Lebens. Diese neuen Erkenntnisse decken sich überraschenderweise mit dem Wissen der alten Hochkulturen. In Ägypten handelte die Schule des Linken Auge des Horus von der Mitte des Menschen.
Während das rechte Auge des Horus viel Wissen über die äußeren Erscheinungen der Heiligen Geometrie vermittelt, geht es in diesem Vortrag um die innere Seite des Wissens. Denn die Frage was dieses Wissen für uns persönlich bedeutet, ist viel wichtiger. Und diese Frage führt zurück zu uns selbst. In unserer Mitte liegt der eigentliche Kern unseres Wesens.
Wir beschäftigen uns intensiver mit den Energiefeldern des Menschen. Mit der eigenen Heilung und unserem Zentrum, dem eigenen Herz.

::Aus dem Inhalt – Berührende Bilder in HD – Kurze Einführung in die Heilige Geometrie – Verschiedene Energiefelder des Menschen – Der Platz des Menschen in der heutigen Zeit – Verbindung mit dem inneren Kind und dem Höheren Selbst – Heilung des Menschen aus dem Herzen – Einfache Atemschritte zum Einheitszustand

::Weitere Informationenpythagoras-institut.de
::FGK-Veranstaltung in ZierenbergDas Programm

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7.7.2016 – Die Plejaden im Kornkreis (4/4)

Dienstag, 31. Januar 2017 8:00

Mystischer Tod bei Rückert und Mahler, die Vertonung eines Gedichts von Friedrich Rückert, ein weiteres Monument dieses Intervallgebildes.
Another monument of this interval formation, musical version of a poem of Friedrich Rückert, (I am lost to the world from Gustav Mahler)
Plejaden_7
Abbildung 7

Das Auf und Ab im zweiten und dritten Takt beginnt bei C und endet beim betonten A in einer vollen Note. Das Spiel umspannt also eine große Sexte C-A, (Frequenzverhältnis 3:5). Der fünfte Takt beginnt mit einer Wiederholung des Intervalls C‘-E, kleine Sexte, (Frequenzverhältnis 5:8).
Der Höhepunkt des Liedes mündet in den Refrain: „und ruh in einem stillen Gebiet“.
The climax of the song ends in the refrain: „and rest in a silent prayer“.

Die Beschreibung des Liedflusses an dieser zentralen Stelle
Plejaden_8
Abbildung 8

„und ruh“, wird in einem Terzaufschwung g-b (kleine Terz, Frequenzverhältnis 5:6) gesungen.
„And rest“, is sung in a third boom g-b (minor third, frequency ratio 5:6).
Nun fällt die Melodie vom b, ab bis zum d, erneut ein kleines Sext Intervall (Frequenzverhältnis 5:8). Von dort schwingt sich die Melodie um eine Oktave nach oben zum d‘, ruht dort, um zum g, um eine Quinte abzufallen.
Now the melody from the b, down to the d, falls again a minor sext interval (frequency ratio 5:8). From there the melody swings up an octave upwards to the d‘, resting there to fall to the g, to a fifth.
Eingebettet ist das Ganze in den g-Molldreiklang (g-b-d‘), dieser nimmt jedoch den Umweg über b-d (kleine Sexte, 5:8), um sich dann mit d-d‘, mit einer Oktave, „himmlisch“ zu vollenden.
The whole is embedded in the G minor triad (g-b-d‘), but it takes the detour via b-d (5:8), then ends with d-d‘, with an octave „celestial“.

Das Emblem der zentralen Stelle in Mahlers Liedkomposition
Plejaden_9
Abbildung 9

Die Intervalle der zentralen Stelle in Mahlers Lied sind in der Grafik in blauer Farbe dargestellt. Sie können aus der rechten Kreisfigur gezogen werden. Anders gesagt, könnte man sie auf einem Monochord einstellen und dabei die Kreisfigur auf der rechten Seite in Abbildung 9 nutzen.
Das Quartintervall (4:5) benötigt die Längen 4 und 5
Das Intervall der kleinen Sexte (5:8) benötigt die Längen 5 und 8
Das Oktavintervall (1:2) benötigt die Längen 1 und 2, in Abbildung 9, die Längen 4 und 8
Das Intervall einer großen Terz (4:5) benötigt die Längen 4 und 5

Zusammenfassung
Dieses wundersame Lied, die Vertonung eines Gedichtes von Friedrich Rückert, kündet von einem inneren, mystischen Tod, der inneres Leben erweckt hat. Die Eckpfeiler dieser mystischen Welt wurden von Mahler im Wesentlichen den Intervallen der großen Sexte (Frequenzverhältnis 3:5), der kleinen Sexte (Frequenzverhältnis 5:8) und einer Oktave (Frequenzverhältnis 1:2), gesetzt, jener Teilung, die auch in den behandelten Kornkreisen gesetzt ist.
This miraculous song, the setting of a poem by Friedrich Rückert, proclaims an inner, mystical death that has awakened inner life. The cornerstones of this mystical world were set by Mahler in the intervals of the major sixth (frequency ratio 3:5), (frequency ratio 5:8) and an octave (frequency ratio 1:2) which is also divided in the treated crop circles.
Plejaden_10
Abbildung 10

Ich bin der Welt abhanden gekommen,
Mit der ich sonst viele Zeit verdorben,
Sie hat so lange nichts von mir vernommen,
Sie mag wohl glauben, ich sei gestorben!

Es ist mir auch gar nichts daran gelegen,
Ob sie mich für gestorben hält,
Ich kann auch gar nichts sagen dagegen,
Denn wirklich bin ich gestorben der Welt.

Ich bin gestorben dem Weltgetümmel,
Und ruh‘ in einem stillen Gebiet!
Ich leb‘ allein in meinem Himmel,
In meinem Lieben, in meinem Lied!

Friedrich Rückert

::Autor – R.U. Müller


Inhaltsverzeichnis
::Teil 1 – Die Plejaden im Kornkreis vom 7. Juli 2016, Holland
::Teil 2 – Die Geometrie des Kornkreises
::Teil 3 – Die Himmelsscheibe von Nebra
::Teil 4 – Die Vertonung eines Gedichtes von Friedrich Rückert

Thema: crop circle, FGK, FGK-Blogroll, Geometrie, Kornkreis, Kornkreise 2016, Müller, R. U., Philosophie | Kommentare (0)

7.7.2016 – Die Plejaden im Kornkreis (3/4)

Sonntag, 29. Januar 2017 8:00

Die Himmelsscheibe von Nebra. The Nebra Skydisk.

Die Himmelsscheibe von Nebra ist eine kreisförmige Bronzeplatte mit Applikationen aus Gold und stellt offenbar astronomische Phänomene und religiöse Symbole dar, ihr Alter wird auf 3.700 – 4.100 Jahre geschätzt. Dieses Artefakt der frühen Bronzezeit Mitteleuropas (Aunjetitzer Kultur) gilt als einer der wichtigsten archäologischen Funde aus dieser Epoche.
::Quelle – wikipedia.org
These are interpreted generally as a sun or full moon, a lunar crescent, and stars (including a cluster interpreted as the Pleiades). … The disk is attributed to a site near Nebra, Saxony-Anhalt, in Germany, and associatively dated to c. 1.600 BC. It has been associated with the Bronze Age Unetice culture.
::See – en.wikipedia.org

Wie die Geometrien der beiden Kornkreise
As the geometries of the two crop circles

– 29. Juni 2016, England – June 29, 2016, England
– 7. Juli 2016, Holland – July 7, 2016, Holland
beruht auch die Himmelsscheibe von Nebra auf der gleichen Konstruktion.
also, Nebra Sky disk is based on the same construction.
Plejaden_5Abbildung 5

Gefunden wurde sie am 4. Juli 1999 von Raubgräbern auf dem Mittelberg in der damaligen Gemeinde Ziegelroda nahe der Stadt Nebra in Sachsen-Anhalt.
::Quelle – wikipedia.org
Darüber hinaus stimmen die Jahrestage überein.
In addition, the anniversaries are the same:
– 4. Juli, 1999, Entdeckung der Himmelsscheibe von Nebra
– July 4, 1999, Discovery of Nebra Sky Disc
– 4. Juli, 2016, Entdeckung des Kornkreises in Holland
– July 4, 2016, Discovery of the crop circle in Holland
Plejaden_6
Abbildung 6

::Autor – R.U. Müller


Inhaltsverzeichnis
::Teil 1 – Die Plejaden im Kornkreis vom 7. Juli 2016, Holland
::Teil 2 – Die Geometrie des Kornkreises
::Teil 3 – Die Himmelsscheibe von Nebra
::Teil 4 – Die Vertonung eines Gedichtes von Friedrich Rückert

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