Beitrags-Archiv für die Kategory 'Geometrie'

Vortragsreihe von Dr. Sam Osmanagic

Samstag, 17. November 2018 12:55

Die aktuelle Vortragsreihe von Dr. Sam Osmanagic im deutschsprachigen Raum endete am 11.11.2018 in Köln. Inhaltlich gab der neue Vortrag ungefähr das wieder, worüber er bereits 2016 auf seiner Tournee berichtete. Die Musik im Hintergrund endet nach etwa 8 Minuten. Der Beitrag ist absolut sehenswert.

Thema: Archäologie, Energien, altern., FGK, Geologie, Geometrie, Hören + Sehen, Infofelder, Peters, Technologie, Veranstaltungen | Kommentare (0)

Die aktuellen Kornkreise der Saison 2018

Donnerstag, 1. November 2018 12:06

November 2018 – Ein Nachtrag von zwei Graskreisen, die im Oktober in Holland und in der Schweiz entdeckt wurden.
Die Getreide- und Maisfelder in Europa sind schon eine Weile abgeerntet. Senf- und Ölfruchtfelder prägen hier und da die Landstriche. Im niederländischen Noord-Brabant entdeckte Robbert van der Broeke in der Nacht vom 15. auf den 16. Oktober an der Palingstraat in Hoeven einen weiteren Graskreis. Ein großer Zentralkreis wird dort von vier kleinen Satellitenkreisen umgeben.
In Niederscherli, im Schweizer Kanton Bern, wurde am 20. Oktober ein ca. 20 m Durchmesser großer Graskreis entdeckt. Ein Ring umrahmt dort sieben versetzt übereinander liegende Kreise.

flagge-england31 Kornkreise in England (davon 18 in der Grafschaft Wiltshire)
(wenn nicht anders erwähnt wurde er in Wiltshire entdeckt)
::Info 8.5. Willoughby Hedge, Mere (Ra/Ü/F) 26.5. Buckland Down, Cerne Abbas Dorset (Ge/La/Ü/F) 2.6. White Way, Baunton Gloucestershire (La/Ü/F) 3.6. Bishop’s Cannings Down, Beckhampton (La/Ü/F) 4.6. Ackling Dyke, Sixpenny Handley Dorset (Ü) 9.6. Hackpen Hill (Ü) 10.6. Keysley Down, Chicklade (Ü) 17.6. Winterbourne Stoke Down, Stonehenge (La/Ü/F) 20.6. Devil´s Den, Clatford (Ü/F) 23.6. Hackpen Hill (2) (La/P/Ü/F) 24.6. Yarnbury Castle, Steeple Langford (La/Ü/F) 30.6. Sutton Hall, Rochford Essex (Ü/F) 1.7. Pancake Plantation, Alton Hampshire (Ü/F) 2.7. Waden Hill, Avebury (Ü/F) 7.7. Martinsell Hill, Wooton Rivers (La/Ü/F) 8.7. Coneybury Hill, Stonehenge (P/Ü/F) – 10.7. Stoke Mandeville Buckinghamshire (P/Ü/F) 10.7. Longwood Warren, Winchester Hampshire (La/Ü/F) 14.7. Winterbourne Bassett, Avebury (La/Ü/F) 14.7. Muncombe Hill, Kingweston Somerset (Ü) 21.7. Clifford’s Hill, Allington (La/Ü/F) 22.7. Sutton Hall (2) Essex (La/Ü/F) 23.7. Gurston Ashes, Fovant (La/Ü/F) 26.7. Chesterton Windmill, Harbury Warwickshire (La/Ü/F) 27.7. Wyke Lane, East Worldham Hampshire (La/Ü/F) 29.7. Hackpen Hill (3) (La/Ü/F) 10.8. Mixon, Etchilhampton (La/Ü/F) 13.8. Monarch’s Way, Fonthill Bishop (La/Ü/F) 14.8. Norridge Wood, Warminster (La/Ü/F) 14.8. Goostrey, Jodrell Bank Observatory Cheshire (P/La) 19.8. Pancake Plantation (2), Alton Hampshire (Ü/F)

holland15 Kornkreise in Holland
(wenn nicht anders erwähnt in der Provinz Noord-Brabant)
::Info 29.4. Hoeven (Gr/Ü/F) 13.5. Bosschenhoofd (Gr/Ü/F) 13.5. Hoeven (Gr/Ü/F) 17.5. Bosschenhoofd (Gr/Ü/F) 7.6. Hoeven (Ü/F) 19.6. Het Bildt Friesland – 8 Kornkreise (La/P/W) 12.7. Zevenbergen (Ü/F) 16.10. Hoeven (Ü/F)

flagge-vereinigte-staaten-von-amerika-usa4 Kornkreise in den USA
::Info 13.7. Lawrence Kansas – 4 Kornkreise (La/P/W)

schweiz3 Kornkreise in der Schweiz
::Info 5.6. Uster Zürich (P/Ü/F) 17.6. Baggwilgraben Bern (Ü/F) 20.10. Niederscherli Bern (Ü/F)

brasilien-flagge 2 Kornkreise in Brasilien
::Info 3.8. – Jesuino Marcondes, Prudentópolis Paraná (We/Ü/F) 14.8. Pirai do Sul, Prudentópolis Paraná (We/Ü/F)

Deutschland2 Kornkreise in Deutschland
::Info 4.5. – Witten/Heven Nordrhein-Westfalen (Ra/P/W) 6.8. Dörnberg Hessen (La/P)

Philippinen 2 Kornkreise auf den Philippinen
::Info 4.8. Nueva Ecija Central Luzon (P/W) 5.8. Nasugbu Batangas (P/W)

tschechien_big2 Kornkreise in Tschechien
::Info 4.7. Mackovice Südmähren (Ü/F) 7.7. Hodkovice nad Mohelkou Liberec (Ü)

Belgium1 Kornkreis in Belgien
::Info 6.7. – Bierbeek Flämisch-Brabant (La/P)

Frankreich1 Kornkreis in Frankreich
::Info 11.6. – Sarraltroff/Goerlingen Moselle (Ü/F)

italien1 Kornkreis in Italien
::Info 17.6. Cascina Geronima Piedmont (La/P)

canada1 Kornkreis in Kanada
::Info 31.7. Quebec Quebec (We)

neuseeland1 Kornkreis in Neuseeland
::Info 11.4. Feilding Manawatu (La/P/Gr)

flagge-russland1 Kornkreis in Russland
::Info 19.6. Sokolovskaya, Gulkevichsky Krasnodar (Ü)

South_Africa 1 Kornkreis in Südafrika
::Info 26.8. Caledon/Overberg Westkap (We/La/P/W)

wales1 Kornkreis in Wales
::Info 13.7. Dyffryn, Cardiff (We/Ü/F/P/W)

::LegendeGras (Gr), Gerste (Ge), Mais (Ma), Raps (Ra), Roggen (Ro), Weizen (We), Heide (He), LandArt (La), Projekt (P), Werbung (W) Naturphänomen (Na) Radiästhetisch von mehreren Personen überprüft (Ü), Menschenwerk – Fälschung (F)

Meldungen über neue Kornkreise bitte an fgk.org(et)web.de


::Ausführliche und umfassende Details zu allen Kornkreisen findet man wie in allen Jahren auf der Webseite des Crop Circle Connector
::Weitere Informationen auf der FGK facebook Seite (mit Anmeldung)
::FGK 2018Die aktuellen Kornkreise der Saison
::FGK 2017Die Kornkreise der Saison
::FGK 2016Die Kornkreise der Saison


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20.10.2018 – „Superflut über Ägypten“

Donnerstag, 18. Oktober 2018 21:15

Vom 19.-21. Oktober findet der FGK HERBST-KONGRESS 2018 im „Kasseler Hof“ in Zierenberg bei Kassel statt.
Gernot_GeiseGernot L. Geise ist einer der Referenten am 20. Oktober. Sein Thema lautet: „Superflut über Ägypten – Die Pyramiden standen unter Wasser!“
Auf dem Gizeh-Plateau, in Abusir und in Saqqara sind Geise eine Reihe von Seltsamkeiten aufgefallen, die so gar nicht mit den offiziell durch die Ägyptologen verbreiteten Aussagen zusammenpassen.
Stammen die Mastabas (Gräber) auf dem Gizeh-Plateau wirklich erst aus einer späteren Zeit nach dem Pyramidenbau? Wieso beherrschten die Erbauer dann immer noch die Technologie, tonnenschwere Steinblöcke nicht nur zu transportieren, sondern auch noch millimetergenau zusammenzusetzen, und zwar exakt so, wie sie aus dem Steinbruch entnommen wurden?
Und was ihm direkt ins Auge fiel: Warum weisen alle Mastabas sowie die Satellitenpyramiden und die Tempel teilweise gravierende Wasserschäden auf, die in der Fachliteratur seltsamerweise nirgends erwähnt werden? Nach weiteren Recherchen stellte es sich heraus, dass diese Wasserschäden auch an Bauten und Pyramiden bis weit in den Süden Ägyptens erkennbar sind! Sie lassen sich kaum mit irgendwelchen Nil-Überschwemmungen erklären, es muss eine gigantische Flutwelle (nicht nur) über Ägypten geschwappt sein!
Pyramiden
Da diese Bauwerke zur Zeit der Superflut bereits gestanden haben müssen, kann diese gar nicht so lange her sein, nur etwa vor rund 1300 Jahren! Darum auch die (in Europa) zu dieser Zeit fundlosen rund 300 Jahre, die sich die Archäologen nicht erklären können. Deshalb verschwanden auch exakt in dieser Zeit die Römer recht plötzlich. Ihre Hinterlassenschaften liegen heute ausnahmslos unter einer meterdicken Erdschicht. Warum wird uns diese Flutkatastrophe verschwiegen? Wie kommt es, dass sie aus dem menschlichen Gedächtnis gelöscht wurde?
Dies sind nur einige der Fragen, die sich der Autor stellt.

::Der Referent – Gernot L. Geise, geboren 1945, war während seines Berufslebens im graphischen Gewerbe tätig. Seit seiner Jugend interessieren ihn die ungelösten Rätsel der Welt. Nachdem er schon eine Reihe von Fachbeiträgen für verschiedene Zeitschriften verfasst hatte, begann er seinen Werdegang als Sachbuchautor 1994 mit dem Buch „Wer waren die Römer?“. Nach mehreren Ägyptenreisen stellte er fest, dass es auch dort Widersprüche und ungelöste Rätsel gibt, die es aufzudecken gilt. Seit 1994 hat er über 30 Sachbücher zu verschiedenen Themen veröffentlicht und hält gelegentlich Vorträge und Seminare. Seine Werke „Superflut über Ägypten – Die Pyramiden standen unter Wasser!“ und „Kein Mann im Mond!“ sind im Michaels Verlag erschienen. Gernot Geise kann über seine Website www.glgeise.de kontaktiert werden.

::Vortrag von Gernot L. Geise – 20. Oktober 2018 von 16:30-18:00 Uhr
::Informationen zum weiteren Programmfgk.org

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Piktogramm für das „EPP“-Projekt

Sonntag, 13. Mai 2018 0:00

KK Meditation Harmonie 3a
/ruten/symbole/KK-meditation ©Horst Grünfelder 12.5.18

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22.4.2018 – Axel Klitzke beim FGK

Sonntag, 22. April 2018 11:30

FGK KONGRESS – Zierenberg, den 22.4.2018
11.30-12.30 Uhr (Teil 1) und 14.00-15.00 Uhr (Teil 2)

Zierenberg 2018.cdr

Mehr zum FGK KONGRESS vom 20.-22.4.2018 in 34289 Zierenberg

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9.6.2017 – Kornkreis bei Maiden Bradley

Samstag, 10. Juni 2017 23:20

Little Knoll, nahe Maiden Bradley, Wiltshire (Ge)
Der Kornkreis wurde inzwischen vom Bauern abgemäht!


©Matthew Williams 2017

FünfeckZwei übereinander liegende Pentagramme in unterschiedlicher Form, eingerahmt von einem Kreis, bilden den Kornkreis bei Maiden Bradley, gelegen im äußersten Südwesten der Grafschaft Wiltshire und nördlich des kleinen Dorfes Mere (3.000 Einwohner).
Die fünf Sehnen zwischen den benachbarten Punkten bilden ein regelmäßiges Fünfeck (Pentagon) mit Winkeln von jeweils 108°. Die fünf Punkte wurden gleich zweimal benutzt, zum einen als Mittelpunkte von Kreisen, hier für die Halbkreise und zum anderen für die Ecken des Pentagons, dass sich aus zehn einzelnen Randsegmenten zusammensetzt. Der Zentralkreis weist ein weiteres Pentagramm auf in dem eine Art Korbgeflecht mit einem verwirbelten Zentrum angelegt wurde.

CCC_Little_Knoll
©Crop Circle Connector 2017

::LegendeGras (Gr), Gerste (Ge), Mais (Ma), Raps (Ra), Roggen (Ro), Weizen (We), Heide (He), Fälschung (F), LandArt (La), Werbung (W)


::Ausführliche und umfassende Details zu allen Kornkreisen findet man wie in jedem Jahr auf der Webseite des Crop Circle Connector
::Weitere Informationen auf der FGK facebook Seite (mit Anmeldung)
::FGK 2017Die aktuellen Kornkreise der Saison
::FGK 2016Die aktuellen Kornkreise der Saison

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Sandkreise in Pembrokeshire/Wales (2)

Donnerstag, 8. Juni 2017 13:00

7.6.2017 – Tenby, Pembrokeshire – Südwest-Wales
7.6.2017_Tenby_Marc_Treanor
©Marc Treanor 2017

Wieder eine der phantastischen Formationen des Sandkreiskünstlers Marc Treanor an der Südwestküste von Wales. Ohne Frage stellen die Sandkreise in der Saison eine Bereicherung für die Szene dar, die sich neben den Kornkreisen auch für andere geometrische Figuren interessiert. In erster Linie auch dann, wenn es darunter Zeiten gibt, wenn die Farmer nach dem Erscheinen neuer Kornkreise, sie gleich wieder aus dem Feld mähen, bei länger anhaltenden Regenperioden und bei schlichten oder schlecht ausgeführten Kornkreisen, um auch einmal die anzusprechen, die Jahr für Jahr mit ihren Hoaxes nicht nur die Farmer auf die Palme bringen sondern auch die Ästheten, die einen Sinn für die geometrische Ordnung haben.
Für Marc Treanor ist es sicherlich nicht so einfach ständig neue geometrische Figuren zu kreieren und aus dem Hut zu zaubern. Beim neuen Kreuz-Design am Strand von Tenby hatte Marc Treanor Hilfe von Rachel Shiamh und konnte auf das Original Design „Bewusstsein 2017“ von Steve C Richards (The Cosmic Joker) zurückgreifen. Wenn man beide Vorlagen vergleicht, kommt der Sandkreis dem Original schon sehr nahe. Eine super Arbeit bis ins filigrane Detail, wo man vielleicht zuvor gedacht hätte, dass soetwas gar nicht im Sand umgesetzt werden kann und eine Leinwand wesentlich besser geeignet wäre.

Weitere Informationen:
::Marc TreanorWebseite
::Steve C RichardsThe Cosmic Joker
::Pembrokeshirewikipedia
::Tenbywikipedia

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Sandkreise in Pembrokeshire/Wales

Dienstag, 6. Juni 2017 1:09

24.5.2017 – Sandkreisformation in der Bucht von Tenby (walisisch „Dinbych-y-pysgod“) von Marc Treanor. Der Sandkreis ist auf der 5er-Symmetrie aufgebaut, die vor allem bei Wildblumen vorherrschend ist. Das passt also gut zu der natürlichen Umgebung des Strandes. Tenby, der Austragungsort des Sandkreises, ist ein beliebter Badeort in Wales, der im Süden der Grafschaft Pembrokeshire an der Carmarthen Bay liegt.

24.6.2017_Tenby
©Marc Treanor 2017

„Sir Benfro“ wird diese walisische Grafschaft von der gälisch sprechenden Bevölkerung genannt, den Zugereisten und Urlaubern ist der Landesteil eher geläufig unter dem Namen Pembrokeshire. Die südwestlichste walisische Grafschaft ist auf drei Seiten vom Meer umgeben und weist eine Küstenlinie mit einer Länge von insgesamt 273 km auf, die fast komplett zum Pembrokeshire-Coast-Nationalpark gehört. Dieses Gebiet ist mit seinen zahlreichen Buchten, Klippen und sandigen Stränden u.a. das Betätigungsfeld von Marc Treanor.
Er gehört seit vielen Jahren zu den großen Sandkreis/LandArt-Spezialisten der Szene. Schon oft haben Marc Treanor und andere Künstler den circlemakers in den Kornfeldern in den letzten Jahren die Schau gestohlen. Ihre Designs und Muster waren oft einfallsreicher und besser als die ihrer Kollegen in den Kornfeldern. Das mag ja alles sein wird der eine oder andere entgegnen, aber Sand lässt sich nun einmal viel einfacher bearbeiten als das oft sperrige Getreide. Erwidern kann man daraufhin, dass den Sandkreis-Spezialisten regelmäßig die Zeit im Nacken sitzt, denn sie müssen schnell sein, weil ihre Muster oft nur eine kurze Bestandszeit haben. Sie sind fast immer von den Gezeiten abhängig (Ebbe und Flut). Da langt es dann oft nur noch zu einem schnellen Foto von den Felsklippen oder einem Drohnenflug, ehe das Sandkreisdesign wieder vom Meer verschlungen wird.

::Marc TreanorWebseite
::Pembrokeshirewikipedia
::Tenbywikipedia

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5.6.2017 – Malaysisches Dschungelrechteck

Montag, 5. Juni 2017 23:38

Futsal_Malaysia
Facebook/©Harimau_Malaysia

Kornkreisformation … Fehlanzeige!
Bei der Aufnahme handelt es sich um ein magisches Rechteck, eingebettet im malaysischen Dschungel. Zumindest würden die Schüler der SK Logongon/Region Nabawan den Ort so bezeichnen. Es ist ihr Futsal-Platz und der vielleicht weltweit entfernteste Sportplatz. Um ihn von der nahe gelegenen Schule erreichen zu können, müssen sie durch die grünen Hügel wandern, um dorthin zu gelangen. Von der nächsten Stadt liegt er drei Stunden entfernt. Das Bild wurde von einem der Lehrer in Logongon mit einer Drohne aufgenommen. Man kann es sich konkret vorstellen, wenn hier einmal keiner mehr Futsal spielt, dann wird sich der Dschungel sein Areal in kürzester Zeit zurückholen.
::QuellelaRepubblica.it

::Futsalwikipedia
::google mapsSK Logongon, Nabawan, Malaysia

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Mouches volantes im alten Europa

Freitag, 26. Mai 2017 14:00

Teil 2: Die frühen griechischen Hochkulturen
Von Floco Tausin

6. Zusammenfassung

In all den genannten Motiven sticht die Leuchtstruktur als Grundlage hervor. Und alle diese Motive lassen sich auch auf ursprünglich schamanische Thematiken wie die Anderswelt und den Weltenbaum zurückführen. Für die Zeit der griechischen Hochkulturen sind nur wenige Hinweise auf schamanische Praktiken bekannt. Den archäologischen Zeugnissen gemäss hatten die Religionen der Minoer und Mykener eher den Charakter eines auf Fruchtbarkeit und die Muttergottheit ausgerichteten Kults, oder den einer typisch nahöstlichen Praxis mit Kultbildern, Altaren, Opfern, Heiligtümern, Hymnen, Tanz und Göttern (Noegel 2007). Erst später, ab dem 8. Jh. v. Chr., berichten griechische Mythen und andere Schriften von Anhängern des Orpheus, Trophonius, Apollon oder auch Pythagoras, die in ekstatischer Trance ihre Seelen vom Körper trennen und mit den Göttern sprechen, gegen Dämonen kämpfen und Kranke heilen (Ruck 2004; Ogden 2002). Dennoch könnte bereits das bronzezeitliche Griechenland schamanische Elemente aus Zentralasien oder dem Nahen Osten (vgl. Tausin 2011) gekannt oder aus einheimischen neolithischen Praktiken tradiert und weiterentwickelt haben. Die Tholoi und die Bergspitzen und Höhlen mit ihren Schreinen könnten den Rückzug in die Einsamkeit, den Sinnesentzug und damit Andersweltreisen ermöglicht haben. Auch ein Pilzkult ist in diesem Rahmen denkbar, wofür die minoischen Schmuckketten in der Form von Pilzen, die Pilzform des „Schatzhauses des Atreus“ sowie der Name Mykene (von gr. mykes, „Pilz“) sprechen (Rätsch 1998). Die zahlreichen Darstellungen von Säulen und Bäumen in der minoischen Malerei könnten die Weltachse symbolisieren – neben dem Stil der Doppelaxt, dem Zugang zum Labyrinth und dem Oktopuskörper zwei weitere Symbole für die Leuchtstruktur und ihr Zentrum.

::Der AutorFloco Tausin


::Inhaltsverzeichnis

::Teil 1 – Einleitung
::Teil 2 – Hochkulturen in Griechenland ab 3000 v. Chr.
::Teil 3 – Hochkulturen in Griechenland ab 1400 v. Chr.
::Teil 4 – Tholoi, Kernoi und der Herd des Megaron
::Teil 5 – Doppelaxt und Oktopus
::Teil 6 – Zusammenfassung


::Literatur

Noegel, Scott B. (2007): „Greek Religion and the Ancient Near East“. A Companion to Greek Religion, hrsg. v. Daniel Ogden. Malden u.a.: Blackwell Publishing Ltd: 21-38
Ruck, Carl A. P. (2004): „Classical World Shamanism (Ancient Greece and Rome)“. Shamanism – An Encyclopedia of World Beliefs, Practices, and Culture, hrsg. v. Mariko Namba Walter und Eva Jane Neumann Fridman. Santa Barbara et al.: ABC Clio: 478-484
Ogden, Daniel (2002): Magic, Witchcraft, and Ghosts in the Greek and Roman Worlds. A Sourcebook. Oxford / New York: Oxford University Press
Tausin, Floco (2011): „Schamasch, Ischtar und Igigi. Mouchesvolantes-Strukturen im antiken Mesopotamien“. Virtuelles Magazin 2000 60. http://archiv.vm2000.net/60/FlocoTausin/Schamasch-Ischtar-und-Igigi.html (1.9.16)
Rätsch, Christian (1998): Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen. AT Verlag

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Mouches volantes im alten Europa

Dienstag, 23. Mai 2017 7:59

Teil 2: Die frühen griechischen Hochkulturen
Von Floco Tausin

5. Doppelaxt und Oktopus

Labrys_a
Labrys, die kretische Doppelaxt, war vielmehr Kultgegenstand und Symbol als Waffe und Werkzeug. Grosse und kleine Versionen wurden in Gold, Silber, Bronze und Stein hergestellt oder auf Vasen und Wände gemalt. Auf Fresken erscheint die Doppelaxt in Szenen mit Priesterinnen und Göttinnen, die Kulthandlungen ausüben. Im Bild: Bronzedoppelaxt aus dem minoischen Palast von Kato Zakros (rechts) und eine Golddoppelaxt aus der kretischen Arkalochori-Höhle (links), 2. Jahrtausend v. Chr.
Quelle: http://www.salimbeti.com/micenei/weapons4.htm (16.8.16) und https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6555159 (16.8.16).

Die Doppelaxt oder Labrys wurde u.a. als Symbol der Königsherrschaft, der Opferung von Tieren oder auch als Schmetterling und damit als Symbol der Göttin (Gimbutas 1999) interpretiert. Es zeigen sich in ihr aber auch Verbindungen zur Leuchtstruktur. Einerseits sind die kultischen Doppeläxte oft mit Kreis- und Röhrenmustern verziert, die an die Leuchtkugeln und –fäden erinnern. Die Darstellung der Leuchtstruktur könnte auf den Umstand verweisen, dass diese Zeremonialwaffe Teil von rituellen Handlungen mit Bezug auf die leuchtende Anderswelt war. Die Form der Doppelaxt lässt sich zudem als mittlerer Teil einer konzentrischen, durch die runden Klingen angedeuteten Kugel sehen. Die Doppelmembran ergibt sich entweder durch die Verzierung oder durch die häufige Darstellung einer zweiten, inneren Doppelaxt (Labrys als Vierfachaxt). Schliesslich verweist die Doppelaxt durch ihren Namen auf die Idee des Weges in der Leuchtstruktur, welcher in die letzte Kugel führt. Es wurde nämlich auf eine Verbindung zwischen den Begriffen „Labrys“ und „Labyrinth“ hingewiesen, so dass der in den Mythen als Labyrinth bezeichnete Palast von Knossos zum „Ort der Doppelaxt“ wird. Tatsächlich erinnert der Grundriss des Palastes nicht nur an eine Doppelaxt mit ihren zwei Seiten und einem länglichen Mittelteil. Sie erinnert auch an die früheste bekannte Darstellung des kretischen oder klassischen Labyrinths mit einem Zugang in Richtung Zentrum.

Knossos-map-labyrinth_a
Links: Der Grundriss des Palastes von Minos in Knossos. Rechts: Rückseite einer Linear-B-Tontafel aus dem Palast des Nestor in Pylos, ca. 1200 v. Chr.
Quelle:
http://www.odysseyadventures.ca/articles/knossos/00.palacePlan.html (16.8.16) und
https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=471659 (16.8.16)

Häufig wird vermutet, dass der Grundriss des Palastes von Knossos die Quelle für das klassische oder kretische Labyrinth war. Es könnte aber auch umgekehrt sein, wenn wir das Labyrinth als eckige und komplexere Variante eines noch älteren Motivs begreifen. Die Rede ist vom konzentrischen Kreis mit Zugang, der in der jungsteinzeitlichen und bronzezeitlichen Felskunst sowie als Grundriss megalithischer Bauwerke verbreitet ist (Tausin 2016; Bradley 1997). Damit käme sowohl dem Labyrinth, als auch der Doppelaxt eine gleiche oder ähnliche symbolische Bedeutungen zu wie dem konzentrischen Kreis mit Zugang: der Eingang in die Anderswelt, die Rückkehr zum Ursprung, wo Ruhe, Erneuerung und Wiedergeburt erfahren wird.

Octopus-motif- creamics_a
Die Malereien auf minoischen und mykenischen Töpferwaren sind eine Mischung aus naturalistischer und abstrakter Kunst. Kurvilineare und abstrakte Muster deuten organischfigurative Formen wie Blumen, Blätter und Tiere an. Oktopus-Motive gehören zu den häufigeren Motiven sowohl auf Keramik, wie auch auf geschnitzten Edelsteinen und Böden von Thronräumen. Oft stilisiert, könnten sie zugleich Symbole oder Metaphern für kosmologische, religiöse oder mythische Ideen oder Geschichten sein. Im Bild: Minoischer Steigbügel-Oktopus-Krug von den Dodekanes (links); und diverse Oktopus-Motive in der mykenischen Keramikmalerei (rechts). Quelle: Popham 1994 und Furumark 1941.

Der Oktopus schliesslich ist ein Tier, das zunächst durch seine charakteristische Gestalt an die Leuchtstruktur erinnert: Die Tentakel mit ihren Reihen von Saugnäpfen sehen wie die mit Punkten gefüllten Leuchtstrukturfäden aus; und mehrere Tentakel oder „Fäden“ sind über den Kopf oder die zentrale „Kugel“ miteinander verbunden. Doch in der Keramikmalerei minoischer und mykenischer Künstler wurden Oktopusse eher stilisiert, denn naturalistisch dargestellt. Dadurch wird der mögliche Bezug auf die Leuchtstruktur verstärkt. So werden etwa die Augen, die sich bei realen Oktopoden durch eine waagrechte Pupille auszeichnen, als gepunktete oder konzentrische Ringe dargestellt. Welche Bedeutung der Oktopus für die Minoer und Mykener hatte, ist unbekannt. Doch die vorgeschlagenen Verbindungen des Oktopus mit dem Meeresgott Poseidon (Edey 1975), dem Sternbild des Krebses (Richer 1994) oder dem Labyrinth (vgl. Ferrebee 2011) gehen von einer tieferen mythisch-kosmologischen Bedeutung des Oktopus für die frühen Hochkulturen Griechenlands aus. Die Darstellung des Oktopus als Weltenträger unterstützt diese Vermutung (siehe rechtes Bild, unten links).

assyrische_WeltenbaeumeÄhnliches gilt für manche stilisierten Darstellungen, die den Oktopus als eine mit Tentakel und Spiralen versehene Herzform zeigen. Diese rufen jenes mesopotamische Ornament in Erinnerung, das als Lebens- oder Weltenbaum beschrieben wird (vgl. Stansbury-O’Donnell 2015; Tausin 2011). Wie das Labyrinth – und damit auch der konzentrische Kreis mit Zugang – ist der Oktopus ein Symbol für die Welt oder den Lebens- oder Weltenbaum: Seine Arme tragen die Geschöpfe der unterschiedlichen Sphären, sein Kopf oder Rumpf ist die Zentralachse, die die Sphären verbindet.

Vorlage oder Nachahmung der stilisierten minoischen und mykenischen Oktopus-Motive? Beispiele assyrischer Weltenbäume, 9.-7. Jh. v. Chr. https://www.pinterest.com/pin/514888169868570647/ (17.8.16)

::Der AutorFloco Tausin


::Inhaltsverzeichnis

::Teil 1 – Einleitung
::Teil 2 – Hochkulturen in Griechenland ab 3000 v. Chr.
::Teil 3 – Hochkulturen in Griechenland ab 1400 v. Chr.
::Teil 4 – Tholoi, Kernoi und der Herd des Megaron
::Teil 5 – Doppelaxt und Oktopus
::Teil 6 – Zusammenfassung


::Literatur

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Gimbutas, Marija (1999): The living goddesses. Berkeley: University of California Press
Bradley, Richard (1997): Rock Art and the Prehistory of Atlantic Europe. Signing the Land. London: Routledge
Popham, Mervyn (1994): „The Collapse of Aegean Civilization at the End of the Late Bronze Age“. The Oxford Illustrated Prehistory of Europe, hrsg. v. Barry Cunliffe. Oxford/New York: Oxford University Press: 277-303
Furumark, Arne (1941): The Chronology of Mycenaean Pottery. Stockholm: Kungl. Vitterhets Historie och Antiqvitets Akademien
Edey, Maitland A. (1975): Lost World of the Aegean. Time-Life Books B.V.
Richer, Jean (1994): Sacred Geography of the Ancient Greeks. Astrological Symbolism in Art, Architecture, and Landscape. Albany: State University of New York Press
Ferrebee, Wayne (2011): „The Octopus Motif in Ancient Greek Ceramics“. Ferrebeekeeper, 15.4.2011. https://ferrebeekeeper.wordpress.com/2011/04/15/the-octopusmotif-in-ancient-greek-ceramics/ (1.9.16)
Stansbury-O’Donnell, Mark D. (2015): A History of Greek Art. Chichester: Wiley
Tausin, Floco (2011): „Schamasch, Ischtar und Igigi. Mouchesvolantes-Strukturen im antiken Mesopotamien“. Virtuelles Magazin 2000 60. http://archiv.vm2000.net/60/FlocoTausin/Schamasch-Ischtar-und-Igigi.html (1.9.16)

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Mouches volantes im alten Europa

Samstag, 20. Mai 2017 8:08

Teil 2: Die frühen griechischen Hochkulturen
Von Floco Tausin

4. Tholoi, Kernoi und der Herd des Megaron

Im Folgenden sollen fünf für diese Kulturen typische Strukturen oder Motive vorgestellt werden, die durch die Leuchtstruktur inspiriert sein könnten: die Tholoi, die Kernoi, der Herd des Megaron, die Doppelaxt und der Oktopus.

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Minoer wie auch Mykener begruben ihre Toten in runden Grabtürmen (Tholos), die ab dem 3. Jahrtausend v. Chr. gebaut wurden (vgl. McEnroe 2010). Auf Kreta ist keiner der Tholoi gänzlich erhalten. Das Bild zeigt die Grundmauern des Tholos in Kamilari. Quelle: http://www.minoancrete.com/kamilari.htm (14.8.16)

Tholos Treasury of Atreus_a
Traditionellerweise wurden die Mitglieder von Mykener Adelsfamilien in Grabkreisen bestattet, d.h. runden Friedhöfen mit einer kleinen Anzahl von Schachtgräbern. Möglicherweise durch die minoischen Tholoi inspiriert, wurden ab Mitte des 2. Jahrtausends v. Chr. auch auf der Peloponnes königliche Monumentalgräber gebaut (vgl. McEnroe 2010). Im Bild ist das „Schatzhaus des Atreus“ in Mykene, ca. 13. Jh. v. Chr. Ein mit Zyklopensteinen flankierter Weg (Dromos) führt zum Rundbau. Quelle: Adams 2011 und https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=43766 (15.8.16)

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Kalksteinrad in der Nähe des zentralen Hofes des Palastes von Malia auf Kreta. Die Funktion solcher Steinplatten, die häufig in öffentlichen Bereichen und nahe von Eingängen gefunden wurden, ist unbekannt. Man interpretiert sie als Spieltische oder Kultgegenstände. Sie gleichen den Spendengefässen aus ungefähr derselben Zeit, die auf den Kykladen vermutlich für Opfergaben gefunden wurden, und die auch in klassischer Zeit als „Kernos“ bekannt sind. Denkbar ist auch eine Kombination aus Spiel, Ritual und Wahrsagepraxis (vgl. McEnroe 2010). Quelle: http://www.minoancrete.com/malia02.htm (14.8.16)

Megaron Pylos_a
Das Megaron (gr. „grosser Raum“) war das Zentrum der ökonomischen, religiösen, administrativen und politischen Macht. Bei den Mykenern war es ein rechteckiger Raum mit zentraler kreisrunder Feuerstelle, umgeben von vier Säulen. Der runde Feuerstelle hatte vermutlich symbolisch-kultische Bedeutung und war der Ort von Feueropfern. Im Bild: Das Megaron mit rundem Herd im Palast von Nestor in Pylos auf der Peloponnes in der Imagination eines Künstlers (links) und nach der Ausgrabung (rechts). Quelle: Stansbury-O’Donnell 2015.

Diese architektonischen Werke haben nicht nur eine Kern-Umkreis-Struktur, sondern betonen auch die für die Leuchtstruktur und für Ekstasetechniken typischen Themen des Übergangs oder Kontakts mit einer anderen, transzendenten Realität. Die minoischen und mykenischen Grabtürme oder Tholoi lassen sich als Weiterentwicklung der jungsteinzeitlichen und megalithischen Grabkammern und Grabhügel verstehen (Sherratt 1994; Wardle 1994). Wie jene zeichnen sie sich durch einen Zugang zu einem runden, eingegrenzten Zentrum aus. Durch die Bestattung in Tholoi wurden die Toten symbolisch in die Unter- oder Anderswelt bzw. in die letzte Leuchtkugel oder Quelle geleitet. Auch die Lebenden fanden hier im Rahmen diverser Rituale ihre Verbindung zur Anderswelt und zu ihrer eigenen Leuchtkugel.
Auch Altäre und andere Opferstellen sind Orte, wo die Menschen in einen Austausch mit der leuchtenden Realität treten konnten, welche die Alltagswelt durchwebt. Die Menschen megalithischer Kulturen versenkten Gegenstände in Teiche, Moore, Seen und Flüsse, wohl um Beistand von Göttern und Geistern zu erhalten. Die Minoer legten für denselben Zweck Opfergaben in die Fächer der konzentrischen Kernoi, die Mykener verbrannten sie in den runden Feuerstellen im Megaron (vgl. Cosmopoulos 2003; Polignac 1995). Die Gaben wurden durch Feuer oder Verwesung in feinstoffliche Form transformiert und konnten so direkt auf den Kosmos einwirken. Die Opferpraxis widerspiegelt generell die seherisch-schamanische Praxis der Transformation von grobstofflicher zu feinstofflicher Energie, die als Ekstase in das Bild als ein Ganzes gegeben wird. Wo diese Schnittstellen zwischen den Welten die Kern-Umkreis-Struktur von Leuchtkugeln zeigen, kann ein ursprüngliches schamanisches Wissen um die Bedeutung der Leuchtstruktur vermutet werden.

::Der AutorFloco Tausin


::Inhaltsverzeichnis

::Teil 1 – Einleitung
::Teil 2 – Hochkulturen in Griechenland ab 3000 v. Chr.
::Teil 3 – Hochkulturen in Griechenland ab 1400 v. Chr.
::Teil 4 – Tholoi, Kernoi und der Herd des Megaron
::Teil 5 – Doppelaxt und Oktopus
::Teil 6 – Zusammenfassung


::Literatur

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McEnroe, John C. (2010): Architecture of Minoan Crete. Construtcting Identity in the Aegean Bronze Age. Austin: University of Texas Press
Adams, Laurie Schneider (2011): A History of Western Art (5. Aufl.). New York: McGraw-Hill
Stansbury-O’Donnell, Mark D. (2015): A History of Greek Art. Chichester: Wiley
Sherratt, Andrew (1994): „The Emergence of Elites: Earlier Bronze Age Europe, 2500-1300 BC“. The Oxford Illustrated Prehistory of Europe, hrsg. v. Barry Cunliffe. Oxford/New York: Oxford University Press: 244-276
Wardle. K. A. (1994): „The Palace Civilizations of Minoan Crete and Mycenaean Greece“. The Oxford Illustrated Prehistory of Europe, hrsg. v. Barry Cunliffe. Oxford/New York: Oxford University Press: 202-243
Cosmopoulos, Michael B. (2003): „Mycenaean religion at Eleusis: the architecture and stratigraphy of Megaron B“. Greek Mysteries. The Archaeology and Ritual of Ancient Greek Secret Cults, hrsg. v. Michael B. Cosmopoulos. London/New York: Routledge: 1-24
Polignac, François de (1995): Cults, Territory, and the Origins of the Greek City-State. Chicago/London: The University of Chicago Press

Thema: Archäologie, FGK, FGK-Blogroll, Geometrie, Geschichte, Mouches volantes, Tausin | Kommentare (0)