Beitrags-Archiv für die Kategory 'Koch'

„Earth Peace Project“ (EPP)

Sonntag, 15. Oktober 2017 9:28

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Herzliche Einladung zur Teilnahme am „Earth Peace Project“ (EPP)

Sie alle fühlen es: die Menschheit ist in Aufruhr, der Planet leidet und es scheint auf allen Ebenen immer schlimmer zu werden: Völkermord und Vertreibung, Krieg, Hunger und Elend, Millionen Menschen sind auf der Flucht und vom Tode bedroht.
Die Ressourcen des Planeten werden zum Schaden vieler und zum Nutzen weniger rücksichtsloser denn je ausgebeutet, Urwälder werden gebrandschatzt, riesige Landflächen verdorren, Gifte werden ungefiltert in die Umwelt eingebracht, die Flüsse, Meere und Ozeane verdrecken und verändern ihre natürlichen Gleichgewichte.

Es wird von klugen Menschen viel geredet und wenig getan. Es wird von weltumspannenden Konzernen wenig geredet und durch ihre alles durchdringende Macht das Maximum für ihren Profit erreicht. Der militärisch-industrielle Komplex agiert ungehemmt, die Apokalypse eines Atomkrieges wird wieder befeuert.
Die Bildung der Menschen hat einen katastrophalen Tiefststand erreicht, deren geistige Manipulation durch die zunehmende Digitalisierung dagegen ein erschreckendes Ausmaß. Die immer intensiveren und immer erfolgreicheren Bestrebungen zur Erschaffung einer künstlichen Intelligenz stellen die Zukunft der Menschheit existenziell infrage.

Dies sind keine herbeigeredeten Szenarien, es ist die grausame Wirklichkeit. Die einzige Möglichkeit, dem zu begegnen und eine Besserung herbei zu führen, ist die spirituelle Vereinigung positiv gesinnter Menschen. Dies ist das zentrale Anliegen des EPP: wir müssen etwas tun, wir müssen uns der Verantwortung, die uns für den Planeten Erde übertragen wurde, würdig erweisen. Wir sind gefordert, dies jetzt zu tun.

Wir haben in der Vergangenheit durch großangelegte und auch weltweit organisierte Meditations-Events gezeigt und durch das Global Consciousness Project (GCP) der Princeton-Universität nachgewiesen, dass wir das globale Bewusstsein nachhaltig beeinflussen können. Das Wissen um die Wechselwirkung spiritueller Energien mit Orten und Bauwerken ist uralt und in der menschlichen Geschichte ein tragender Pfeiler der Machtausübung. Dieses Wissen wird auch von uns benutzt und verhilft uns zu von anderer Seite gefürchteter Einflussnahme.

Jeder von uns kann diese Kräfte aktivieren und benutzen, jeder und jede von uns ist stark. Gemeinsam sind wir stärker. Gemeinsam und fokussiert sind wir am stärksten.

Seien Sie deshalb am 21.12.2017 in der Zeit von 17-18 Uhr MEZ mit uns in einer mächtigen, weltumspannenden Meditation vereint mit dem Ziel, dem geschundenen Planeten Heilung zu bringen und das globale menschliche Bewusstsein positiv zu beeinflussen.

Die Wintersonnenwende markiert den Zeitpunkt der Rückkehr des Lichtes. Lassen Sie uns diesen Tag benutzen, um meditativ weißes Licht an die Orte und zu den Menschen in der Dunkelheit zu bringen. Begeben Sie sich gegen 17 Uhr an ihren Lieblingsort, ob draußen oder zu Hause, stellen Sie eine weiße Kerze auf ein Bild dieser Erde, entzünden diese und kommen zur Ruhe. Aktivieren Sie die Vision einer Schutzhülle aus weißem Licht um unseren Planeten und gehen Sie dann zu dem Ort, der sie anzieht und der Ihre Heilung und positive Energie braucht. Bleiben Sie mindestens 35 Minuten in der Meditation, je länger, je intensiver und je ungestörter Sie dabei sind, desto besser wird der Erfolg sein.

Visualisieren Sie dabei die ganze Zeit, wie viele andere Menschen zur gleichen Zeit das Gleiche tun, fühlen Sie deren Energie und verbinden Sie sich mit ihnen zu einer wunderbaren planetaren Gemeinschaft, zu einer kosmischen Symphonie, deren Echo weit im Universum zu vernehmen sein wird. Und wenn Sie dann aus der Meditation zurückkommen, werden Sie Freude und Wärme verspüren, denn Sie waren erfolgreich und haben Veränderung bewirkt.

Erinnern Sie sich an unser altes Lied: „Die Gedanken sind frei!“ Sorgen Sie mit Ihrer Teilnahme am Friedensprojekt für die Erde, dem „Earth Peace Project“, dafür, dass das so bleibt.

Vielen Dank!
Besuchen Sie die Internet– und Facebook-Seite des FGK für weitere Informationen zum EPP

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25.7.2016 – Kornkreis in Mammendorf (3)

Donnerstag, 28. Juli 2016 14:07

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25.7.2016 – Kornkreis Mammendorf – Bild: ©Carmen Voxbrunner

Ein Kommentar zum Mammendorfer Kornkreis von Joachim Koch
Liest man die Kommentare zum neuerlichen Kornkreis bei Mammendorf, frage ich mich, ob nicht alle recht bei Trost sind und ob sie in den letzten Jahren, in denen so viele Hintergründe zu den menschlichen (!) Kornkreisherstellern bekannt geworden sind, geschlafen haben.
Es kann natürlich auch sein, dass für manche einfach nicht sein kann, was nicht sein darf. Und so pflegen sie den Mythos weiter und analysieren und dichten hinein, was gar nicht drin ist, geheimnisvolle Formeln oder wenn gar nichts mehr hilft, „heilige Geometrie“.
Ich beschäftige mich seit langer Zeit mit den Kornkreisen und recherchiere jetzt nach den Herstellern der bayrischen Kornkreise der letzten Jahre, so wie auch jetzt zum Kornkreis von Mammendorf.
Die Frustration unter den englischen Farmern bezüglich der Kornkreise ist sehr groß, weshalb sie sich z.B. im Tal von Pewsey, Wiltshire, zusammengetan haben und jeden Kornkreis sofort nach dem Erscheinen ausmähen. Sie haben dort nun kaum noch welche, weil die Hersteller frustriert woanders hingezogen sind.
Ich möchte auch vorschlagen, die Kornkreise in Bayern nicht als „Phänomen“ zu bezeichnen. Es sind schlicht Machwerke einer kleinen (verdachtsmäßig vielleicht sogar bekannten?) Gruppe von Menschen zum materiellen Schaden der Landwirte. Sie glauben, inspirierend für die Bevölkerung zu sein, indem sie eine „übernatürliche Provenienz“ der Kreise vortäuschen. Wären sie wirklich Landschaftskünstler, würden sie mit dem Landwirt eine Entschädigungssumme vereinbaren und ihre Arbeit öffentlich erklären.
Der Kornkreis bei Mammendorf erstreckt sich über 5 Treckerspuren, was sehr groß ist, das zerstörte Getreide wird mindestens einige hundert Euro, wenn nicht mehr, wert sein. Das Design ist ausgeklügelt, weshalb hier erfahrene Leute am Werk waren, von denen es in Deutschland nur wenige gibt. Sie befinden sich auch in Bayern und werden sicher bald enttarnt werden.
Die nahe Badeanstalt kommt als „Basis“ für die nächtliche Aktivität infrage. Sicher wird das Feld auch von dieser Lokalität im Vorfeld und während der Erstellungsphase beobachtet worden sein. Man sollte also immer auf einzeln in der Nacht parkende Autos achten. Die Teams brauchen immer einen versteckten oder unauffälligen Parkplatz in der Nähe, um auch hinterher schnell verschwinden zu können.
Diese komplexen Kreise werden üblicherweise mit kleinen Lasern als Markierungspunkte, mit markierten Seilen und Trittbrettern hergestellt. Es wird im Team mit genau festgelegtem Ablauf nach einem lange vorher erarbeiteten Muster vorgegangen. So ist es möglich, innerhalb der wenigen dunklen Nachtstunden riesige und komplexe Muster herzustellen, von denen die gutgläubigen Besucher hinterher annehmen, sie seien von „Außerirdischen“ oder „übernatürlichen Kräften“ hergestellt worden. Derweil sitzen die menschlichen Hersteller bereits zu Hause und verfolgen mit heißen Bäckchen die mediale Berichterstattung.
Wären die Kornkreis-Hersteller wahre Landschaftskünstler, wie sie es auf ihren Webseiten verkünden, würden sie die Kreise nicht heimlich, sondern mit Erlaubnis der Landwirte, nach finanziellem Ausgleich für den angerichteten Schaden und mit öffentlicher Darstellung der Bedeutung ihres Kornkreismusters herstellen.
So aber sind sie auf dem Niveau von Sprayern, die den Kick im Illegalen suchen.
Die betroffenen Landwirte/Landwirtinnen sollten entweder den Kornkreis unverzüglich ausmähen oder das Feld absperren und den Zutritt untersagen, auf keinen Fall aber Eintritt nehmen.
Das Schlimmste, was den Kornkreisherstellern passieren kann, ist die Abwesenheit von Aufmerksamkeit.

Mit freundlichem Gruße, Joachim Koch – Achims neue Seite


::Ausführliche und umfassende Details zu allen Kornkreisen findet man wie in jedem Jahr auf der Webseite des Crop Circle Connector
::Kornkreisdatenbank – 1991-2016 – cropcirclesdatabase
::Weitere Informationen auf der FGK facebook Seite


::Inhaltsverzeichnis zum Artikel „Kornkreis in Mammendorf“
Teil 1 – Die ersten Tage im und am Kornkreis + Pressestimmen
Teil 2 – R.U. Müller – Bewusst-Sein
Teil 3 – Joachim Koch – Achims neue Seite
Teil 4 – Frank Peters – fgk.org

Thema: crop circle, FGK, FGK-Blogroll, Koch, Kornkreis, Kornkreis-Kunst, Kornkreise 2016, LandArt | Kommentare (8)

Die Oliver’s Castle Video-Affäre (12)

Sonntag, 29. Mai 2016 9:00

Das Ende eines Mythos von Joachim Koch

Anmerkungen

Diesem Artikel liegt die Studie von Peter Soerensen von 1996/1999 zugrunde: “The Case of theVanishingCameraman – Hammeringthefinalnailintothecoffin of the Oliver’s Castle video“
Auf Jeff Rense’s Webseite findet sich ein Artikel zum Thema. Rense veröffentlicht u.a. auch vieles zum Ufo-Thema und gilt als wenig differenziert in seiner Auswahl:
www.rense.com
Der Artikel enthält viele Unkorrektheiten, so auch die, dass Colin Andrews das Video mit Wabe’s Bekenntnis zurückhielte. Dieses Video ging im Gegenteil von Hand zu Hand und ist von vielen gesehen worden. Es besteht aus zwei Teilen und war von Wabe als Promotion gedacht, sein Video besser verkaufen zu können. Im ersten Teil wird der Eindruck erweckt, das Video sei echt, im zweiten Teil gibt er zu, dass es ein Schwindel war. In dieser Version sieht man ihn, wie er die Animation an seinem Computer erstellt. Die in dem Artikel erwähnten Kornkreis-Persönlichkeiten zählen teilweise oder gänzlich zum Pro-Lager, sicherlich auch wegen der ihnen unterstellten finanziellen Interessen am Phänomen.
Hier ist der lange verschollene, wichtige Teil 5 der National Geographic-Dokumentation zu den Kornkreisen. Ab 03:57min sieht man John Wabe, jetzt mit anderer Frisur, anderer Haarfarbe und Bart. Wabe soll lt. eigener Angabe mit NG einen Vertrag gehabt haben:
National Geographic-Dokumentation
Es gibt noch unzählige andere OC-Video-Beiträge im Internet, für diesen Artikel sollen diese beiden Links genügen.
In einer Email-Konversation mit Colin Andrews bestätigte dieser nocheinmal, dass auch nach seinen Recherchen das Video ein Hoax ist. Colin hatte u.a. einen ehemaligen CID – Polizeibeamten der Hampshire Police beauftragt, Untersuchungen zum Video und Wheyleigh/Wabe anzustellen. Das Video mit Wabe’s Bekenntnis hatte er von Michihito Ogawa von Nippon TV erhalten, die bis heute immer noch die Rechte daran haben. Weil Herr Ogawa danach aber nicht mehr erreichbar war, fehlt auch bis heute die Erlaubnis, das Video zu veröffentlichen. So wurde mein Wunsch, das Video für diese Dokumentation zu erhalten, abschlägig beschieden. Nippon TV hatte seinerzeit einen Deal mit VOX TV in den USA, das in zwei Sendungen dort ausgestrahlt wurde. Einmal wurde es als echt dargestellt, in der zweiten als der Hoax des Jahrhunderts. Dabei wurde sicher sehr viel Geld verdient.

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Marrows dieser Art hingen Jahr um Jahr am Wegweiser an der T-Kreuzung West-Overton/Lockeridge/Alton Barnes und waren sicherlich auch ein Hoax, aber einer, an dem sich alle erfreuen konnten.


::Inhaltsverzeichnis zur Oliver’s Castle Video-Affäre
Teil 01 – Einige einleitende Worte
Teil 02 – Die Hintergrundgeschichte (I)
Teil 03 – Die Hintergrundgeschichte (II)
Teil 04 – John Wheyleigh
Teil 05 – Erste Zweifel durch die Slow-Motion-Maschine
Teil 06 – Die Smoking Gun
Teil 07 – Der letzte Sargnagel (I)
Teil 08 – Der letzte Sargnagel (II)
Teil 09 – Der letzte Strohhalm
Teil 10 – Das mysteriöse Verschwinden von Wheyleigh (I)
Teil 11 – Das mysteriöse Verschwinden von Wheyleigh (II)
Teil 12 – Anmerkungen

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Die Oliver’s Castle Video-Affäre (11)

Freitag, 27. Mai 2016 9:00

Das Ende eines Mythos von Joachim Koch

Das mysteriöse Verschwinden von Wheyleigh (II)

In den nächsten Tagen machte Lee Winterson eine Präsentation über den fehlgeschlagenen Nippon-TV-Überfall. Lee hatte mitgeholfen, der japanischen Fernsehgesellschaft das Studio von Wabe in Bristol ausfindig zu machen und saß an dem betreffenden Tag zusammen mit Peter in deren Van, als Wabe aus dem Studio flüchtete. Lee rannte dem Pkw hinterher und schrie: „Warum hast Du das gemacht? Komm zurück und rede mit uns!“
Während der Präsentation – das Barge Inn war total überfüllt – gab Lee bekannt, dass Wabe ein Interview mit Nippon-TV abgelehnt hatte, weil er mit einer großen amerikanischen Fernsehgesellschaft unter Vertrag stand. Er würde eine Sendung mit NBC machen, wie er die Welt hinter das Licht geführt habe (das sagten damals auch Doug & Dave). Natürlich brach ein Sturm der Argumente der Pro und Contras los, nachdem die Präsentation mit Peters Fotos von „Wheyleigh“ und Wabe endete.
Nahezu jeder glaubte in diesem Moment, dass die NBC-Sendung schließlich alles aufklären würde, denn einige hatten Wheyleigh/Wabe ja gesehen, als er seine Kamera im Barge an dem Abend herumzeigte. Aber sogleich kam auch die Verschwörungstheorie auf, dass Wheyleigh und sein Video absolut real seien und er bezahlt worden sei und seinen Namen durch Druck böser Mächte nur habe ändern und in dem Studio habe arbeiten müssen.
Zur Frustration aller Beteiligten ist das Video von Wabe „How I Fooled The World“ nie erschienen. Auch von John Wabe hat man nie wieder etwas gehört oder gesehen.
Im Jahre 1999 berichtete Colin Andrews, dass Wabe mit Nippon TV eine Sendung produziert hat, in der er zugab, das Video angefertigt zu haben. Colin hatte das Video gesehen und bestätigte, dass Peter völlig korrekt in seiner Recherche und seinen Schlüssen gewesen ist, wie dieses OC-Video angefertigt worden war.
Nach den Enthüllungen von Doug & Dave, die sich wie ein Lauffeuer um den Erdball verbreiteten, sie hätten „hunderte von Kornkreisen“ mit einem einfachen Brett und einem Zieldraht am Mützenschirm in der Vergangenheit hergestellt, war das Oliver’s-Castle-Video der zweite große Anschlag auf das Kornkreisphänomen, dessen Auswirkungen bis heute zu spüren sind. Nach wie vor weigert sich das Pro-Lager, das Video als Fälschung anzuerkennen, weil nicht sein kann, was nicht sein darf und deren künstlich erschaffene, kommerzdurchsetzte Kornkreiswelt zusammenbrechen würde. Dies erinnert ein wenig an die berühmte Fälschung des Piltdown Man, bei der die Darwinisten bis zum Schluss daran fest halten wollten, dass es kein Hoax war. Letztlich mussten sie klein beigeben. So wird es nun auch den Befürwortern des OC-Videos ergehen.


::Inhaltsverzeichnis zur Oliver’s Castle Video-Affäre
Teil 01 – Einige einleitende Worte
Teil 02 – Die Hintergrundgeschichte (I)
Teil 03 – Die Hintergrundgeschichte (II)
Teil 04 – John Wheyleigh
Teil 05 – Erste Zweifel durch die Slow-Motion-Maschine
Teil 06 – Die Smoking Gun
Teil 07 – Der letzte Sargnagel (I)
Teil 08 – Der letzte Sargnagel (II)
Teil 09 – Der letzte Strohhalm
Teil 10 – Das mysteriöse Verschwinden von Wheyleigh (I)
Teil 11 – Das mysteriöse Verschwinden von Wheyleigh (II)
Teil 12 – Anmerkungen

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Die Oliver’s Castle Video-Affäre (10)

Mittwoch, 25. Mai 2016 9:00

Das Ende eines Mythos von Joachim Koch

Das mysteriöse Verschwinden von Wheyleigh (I)

John Wheyleigh hatte es immer abgelehnt, Peter oder irgendjemandem sonst seine Telefonnummer oder seine Adresse zu geben. Wie schon erwähnt, gab er Peter die Nummer „eines Freundes“ und hat Peter viermal nach entsprechendem Anruf zurückgerufen. Nachdem dann Peter Ende August in einem weiteren Telefonat auf die Nummer „des Freundes“ andeutete, dass es digitale Artefakte auf dem Video gäbe, brach der Kontakt ab und die Nummer war dann einen Monat später nicht mehr erreichbar.
Im folgenden Sommer wollte Nippon TV eine Dokumentation über das OC-Video aufnehmen. Sie recherchierten, dass „Wheyleigh“ ein Pseudonym eines Mannes namens John Wabe war, dem Mitbesitzer eines Special Effects-Studios(!) in Bristol. Die Nippon-Leute erreichten einen Termin mit Wabe unter dem Vorwand eines beabsichtigten, gemeinsamen Projekts. Dabei wollten sie ihm ohne Vorwarnung das Video zeigen und seine Reaktion mit der Kamera dokumentieren.

Car 1996 „Wheyleighs“ Auto 1996

Während die Nippon-TV-Leute in das Studio gingen, wartete Peter draußen, um zu gegebener Zeit hineingerufen zu werden, um Wabe als „Wheyleigh“ zu identifizieren. Doch Wabe roch den Braten und entwischte aus einer Seitentür aus dem Studio, als die Nippon-Leute noch mit seinem Partner sprachen. Er hatte seine Haarfarbe geändert und sich einen kleinen Bart wachsen lassen, wurde aber von Peter eindeutig erkannt.

1997 speeding away Wabe’s Auto 1997,
als er in Bristol flüchtete

Peter rannte auf Wabe zu, schaltete seine Kamera ein, aber bevor er Wabe erreichte, war dieser schon in sein Auto gesprungen und fuhr los. Dabei winkte er Peter zu, als ob er sagen wollte: „Ihr kriegt mich nicht“ und raste davon. Indem er wegfuhr, gelang es Peter, eine Aufnahme seines Autos zu schießen. Es war das gleiche, das jener „Wheyleigh“ ein Jahr zuvor gefahren hatte.
Obwohl diese Bilder allein schon Beweis genug sind, um die Sache endlich zur Ruhe kommen zu lassen, wurde Peter mit absurden Behauptungen belegt. Er würde lügen oder die CIA habe Wheyleigh bezahlt und sein Auto an Wabe weitergegeben.


::Inhaltsverzeichnis zur Oliver’s Castle Video-Affäre
Teil 01 – Einige einleitende Worte
Teil 02 – Die Hintergrundgeschichte (I)
Teil 03 – Die Hintergrundgeschichte (II)
Teil 04 – John Wheyleigh
Teil 05 – Erste Zweifel durch die Slow-Motion-Maschine
Teil 06 – Die Smoking Gun
Teil 07 – Der letzte Sargnagel (I)
Teil 08 – Der letzte Sargnagel (II)
Teil 09 – Der letzte Strohhalm
Teil 10 – Das mysteriöse Verschwinden von Wheyleigh (I)
Teil 11 – Das mysteriöse Verschwinden von Wheyleigh (II)
Teil 12 – Anmerkungen

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Die Oliver’s Castle Video-Affäre (9)

Montag, 23. Mai 2016 9:00

Das Ende eines Mythos von Joachim Koch

Der letzte Strohhalm

Nachdem die eindeutigen Beweise für die Manipulationen des Videos bekannt wurden, gab es immer noch einige wenige Gläubige, die nicht von der übernatürlichen Entstehung des Piktogramms lassen wollten. Letztlich blieb ihnen nichts anderes mehr übrig, als ohne Nachweis zu behaupten, dass die fehlende Bewegung der BOLs in den Einzelframes von der überirdischen Intelligenz absichtlich so herbeigeführt worden seien.
Nun, ja, meine Güte, sicher hätte eine fortgeschrittene Technologie entdecken, können, das Wheyleighs Kamera dabei war, den Vorgang aufzunehmen und hätte bewegungslose BOLs über dem Feld positionieren können, während Wheyleighs Videokamera lief und sie für jeden Frame seiner Kamera neu positionieren können – wie weit soll man, nur um Recht zu haben, dieses Spiel noch treiben? Um uns etwa die überlegene Macht zu demonstrieren und uns dieses sinnverwirrende Puzzle zu geben? Ein Totschlagsargument der Gläubigen ist dann immer: können wir uns vorstellen, welche Motivationen diese Intelligenz hat? Soll etwa unser blindes Vertrauen getestet werden?
Nein, das ist nachdrücklich anzuzweifeln. Alle Experimente, die Hans-Jürgen Kyborg und ich in dieser Richtung z.B. unternommen haben, zeigen eindeutig in eine Richtung einfach zu verstehendender Kommunikation auf verschiedenen Ebenen eben ohne diese trickreichen, verschlungenen Pfade. Es sind die direkten Wege kosmischer Kommunikation.
Wenn die CircleMakers – das „A-Team“ – wirklich etwas mitteilen wollten, hätten sie, bei ihrem bekannten Sinn für Humor, z.B. die Kamera aus „Wheyleighs“ Händen nehmen und sie den Kugeln hinterherfliegen lassen können.
Nein, es ist sicher, dass dieses Video von schadenfrohen oder böswilligen Menschen mit dem Ziel angefertigt wurde, genau diese Verwirrung und Bitterkeit zwischen den Menschen zu erreichen. Sie haben sich sicher seither einen Ast über uns gelacht. Und jene, die sich immer noch zu Anwälten für die „Echtheit“ des OC-Videos“ machen, unterstützen diese negative Energie.


::Inhaltsverzeichnis zur Oliver’s Castle Video-Affäre
Teil 01 – Einige einleitende Worte
Teil 02 – Die Hintergrundgeschichte (I)
Teil 03 – Die Hintergrundgeschichte (II)
Teil 04 – John Wheyleigh
Teil 05 – Erste Zweifel durch die Slow-Motion-Maschine
Teil 06 – Die Smoking Gun
Teil 07 – Der letzte Sargnagel (I)
Teil 08 – Der letzte Sargnagel (II)
Teil 09 – Der letzte Strohhalm
Teil 10 – Das mysteriöse Verschwinden von Wheyleigh (I)
Teil 11 – Das mysteriöse Verschwinden von Wheyleigh (II)
Teil 12 – Anmerkungen

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Die Oliver’s Castle Video-Affäre (8)

Samstag, 21. Mai 2016 7:00

Das Ende eines Mythos von Joachim Koch

Der letzte Sargnagel (II)

Auch das scheinbare durchfliegen der Hecke mit dem Lichtschein ist einfach zu erreichen. So ergibt sich eine sehr konservativ geschätzte Timeline für die Erstellung des OC-Videos:
(unabhängig ob Wheyleigh das Piktogramm selbst hergestellt hat oder Helfer hatte)
05:00 Uhr früh – Bilder des Kornkreises angefertigt
08:00 Uhr – Ankunft im Studio in Bath
08:00 Uhr – (lt. Colin Andrews war das Studio in Bath)
09:00 Uhr – Video von der Kamera in den Computer geladen
10:00 Uhr – Experimente mit den Farben und der Erscheinung der Lichter
10:30 Uhr – Flugbahnen der Lichter fertiggestellt
11:30 Uhr – Ausschneiden der Patches und Verwischungen für die
11:30 Uhr – Erscheinung des Kornkreises abgeschlossen
11:30 Uhr – (Zeit für die Sandwiches zum Lunch)
15:00 Uhr – Arbeiten an den Lichtern, die durch die Hecke fliegen
17:00 Uhr – Abfilmen der fertigen Animation und Hinzufügen
17:00 Uhr – der Wackeleien (dadurch „entfernen“
17:00 Uhr – der digitalen Fingerabdrücke)
18:00 Uhr – Arbeiten getan – eine Stunde Zeit für ein Dinner
Ab hier hätte er leicht gegen 21:00 Uhr im Barge Inn sein können, aber „Wheyleigh“ erschien dort erst gegen 23:00 Uhr. Gab es Schwierigkeiten mit dem Video? Waren weitere Feinjustierungen nötig?

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(Bild: Peter Soerensen)

Busty Tailor, der bekannte und ehrenwerte Pilot und Fotograf, der die Kornkreise mit seinen atemberaubenden Fotos aus dem Seitenfenster seines Flugzeuges in den ersten Büchern von Colin Andrews und Pat Delgado weltweit bekannt machte, meinte, dass der Schattenwinkel in den betreffenden Szenen für einen Aufnahmezeitpunkt eher am Nachmittag spräche. Wäre dem so, dann wäre die Bearbeitungszeit deutlich kürzer, was bedeuten würde, dass „Wheyleigh“ sein „Studio“ in der Nähe in einem B&B hätte aufschlagen haben müssen.


::Inhaltsverzeichnis zur Oliver’s Castle Video-Affäre
Teil 01 – Einige einleitende Worte
Teil 02 – Die Hintergrundgeschichte (I)
Teil 03 – Die Hintergrundgeschichte (II)
Teil 04 – John Wheyleigh
Teil 05 – Erste Zweifel durch die Slow-Motion-Maschine
Teil 06 – Die Smoking Gun
Teil 07 – Der letzte Sargnagel (I)
Teil 08 – Der letzte Sargnagel (II)
Teil 09 – Der letzte Strohhalm
Teil 10 – Das mysteriöse Verschwinden von Wheyleigh (I)
Teil 11 – Das mysteriöse Verschwinden von Wheyleigh (II)
Teil 12 – Anmerkungen

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Die Oliver’s Castle Video-Affäre (7)

Donnerstag, 19. Mai 2016 9:11

Das Ende eines Mythos von Joachim Koch

Der letzte Sargnagel (I)

Ein letztes Argument wurde immer noch gegen eine Fälschung vorgebracht, nämlich das es fast unmöglich war und sehr zeitraubend sein würde, die Wackelei einer handgehaltenen Kamera mit animierten Effekten zu kombinieren. Aber ist es denn, wonach es aussieht – handgehalten? Für dieses scheinbare Problem gibt es eine einfache Lösung: es ist ein Stativ verwendet worden, mit dem der Kornkreis am OC aufgenommen wurde, so dass die animierten Lichter und das Erscheinen des Kornkreises mühelos drübergelegt werden konnten. Dann wurde diese „mehrschichtige“ Szene von einem Studiomonitor guter Qualität mit einer 8mm Videokamera abgefilmt und dabei die Wackelei vorgetäuscht! Dieser einfache Trick verlangt nicht im Entferntesten nach den Fähigkeiten eines George Lucas, wie einiger der Pro-Echt-Kreuzritter behaupteten.
Es erklärt dann auch, warum der Kameramann nicht den Lichtern gefolgt ist, was wohl eher in der Natur des Menschen gelegen hätte. Die Kamera hätte nach rechts und links schwenken müssen, was sie nicht tut.
Die eindrucksvollste technische Analyse des OC-Videos wurde seinerzeit von Jim Dilettoso durchgeführt, der in den Jahren vorher schon hunderte von Ufo-Bändern untersucht hatte. Er wusste zu dem Zeitpunkt noch nichts von Huckvales Entdeckung der Video-Felder ohne Bewegung der Lichtbälle und konnte keinerlei Bearbeitungsspuren an den nicht-bildlichen elektromagnetischen Teilen der Bänder finden, den quasi digitalen Fingerabdruck in den vertikalen Intervallen, finden und erklärte somit das Videoband selbst als nicht computermanipuliert.
Als Peter Soerensen ihn dann 1998 erneut traf und ihm von dem Trick mit der Wiederaufnahme erzählte, um den Eindruck einer handgehaltenen Kamera hervorzurufen und somit auch kein digitaler Fingerabdruck auf dem Videoband sein konnte, erkannte er diesen Trick als wirklich einfach durchzuführen an und relativierte so seine frühere Expertise.
Insgesamt ist das Video völlig in dem Zeitrahmen zu erstellen, den sich Wheyleigh selbst gegeben hatte, indem er morgens im Barge anrief und eine Vorführung für den Abend ankündigte. Die Erstellung der Flugbahnen dürfte nicht länger als eine Stunde gedauert haben, mit der Copy- und Paste-Technik wurde dann das Piktogramm zunächst zugedeckt und der vorher ausgeschnittene Patch dann wieder aufgezogen. Wer hat sich nicht schon gewundert, dass die Lichtkugeln nicht den Einzelteile des Piktogramms durch ihren Flugweg folgten und dass sie einfach nur im Kreis drüberflogen? Nun, es hätte sicher viel mehr Zeit in Anspruch genommen, dieses kompliziertere Muster zu animieren.


::Inhaltsverzeichnis zur Oliver’s Castle Video-Affäre
Teil 01 – Einige einleitende Worte
Teil 02 – Die Hintergrundgeschichte (I)
Teil 03 – Die Hintergrundgeschichte (II)
Teil 04 – John Wheyleigh
Teil 05 – Erste Zweifel durch die Slow-Motion-Maschine
Teil 06 – Die Smoking Gun
Teil 07 – Der letzte Sargnagel (I)
Teil 08 – Der letzte Sargnagel (II)
Teil 09 – Der letzte Strohhalm
Teil 10 – Das mysteriöse Verschwinden von Wheyleigh (I)
Teil 11 – Das mysteriöse Verschwinden von Wheyleigh (II)
Teil 12 – Anmerkungen

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Die Oliver’s Castle Video-Affäre (6)

Dienstag, 17. Mai 2016 9:04

Das Ende eines Mythos von Joachim Koch

Die Smoking Gun

Ein paar Tage später erreichte Peter der Anruf von John Huckvale, dem Besitzer des Videostudios, in dem sie alle vorher gewesen waren. Er hatte etwas entdeckt, das wohl die Smoking Gun für den Nachweis eines Hoaxes bedeutete. Seine Entdeckung machte es sehr, sehr, ja beinahe vollständig unmöglich für das Video, einen echten Vorgang zu zeigen. Alle anderen Argumente verblassen angesichts dieses Beweises.
Wir alle wissen, dass ein Spielfilm aus einem langen Streifen mit aneinandergereihten Bildern, den Frames, besteht. Video-Frames hingegen werden als elektromagnetische Signale aufgenommen und deswegen kann man sie auch nicht sehen, wenn man ein Videoband gegen das Licht hält.

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Um zu verstehen, weshalb das Oliver’s-Castle-Video (OC-Video) ein Schwindel ist, muss man den entscheidenden technischen Trick verstehen, mit dem generell Video auf Band aufgenommen wird. Jeder Video-Frame besteht aus zwei „Feldern“, dem Feld mit den geraden Zeilennummern und dem Feld mit den ungeraden Zeilennummern. Die Zeilen mit den ungeraden Zeilennummern (erstes Feld) werden zuerst gescannt, danach werden die geraden Zeilennummern gescannt (zweites Feld). Diese Felder werden also nacheinander aufgenommen und wiedergegeben, eins nach dem anderen. Im britischen „PAL“-System, das 25 Frames pro Sekunde wiedergeben kann, geschieht dies mit 1/50stel Sekunde Verzögerung zwischen diesen beiden Feldern eines Frames. So zeigt also jedes Feld eines Frames die gleiche Szene mit einem geringen Zeitunterschied, eben dieser 1/50stel Sekunde. Genau genommen stellen diese beiden Felder zwei eigene Frames innerhalb des Gesamtframes dar, die jedoch nicht einzeln angeschaut werden können, wenn man seinen Videorecorder anhält.
Tut man dies, wird man immer nur ein gesamtes Bild – den Frame, an dem der Recorder anhielt – sehen. Weil aber nun zwei Einzelbilder in diesem Frame stecken, die zeitlich etwas unterschiedlich aufgenommen sind, wird ein sich schnell bewegendes Objekt minimal im Bild flimmern oder leicht unscharf oder verschmiert erscheinen. Schauen Sie sich einen Fußball im Fluge an und stoppen dann den Recorder, dann werden Sie diesen Effekt sehen.
Die Lichtbälle im Original OC-Video zeigen keinerlei derartige Verschmierung oder ein Flimmern, obwohl sie ja scheinbar mit über hundert Stundenkilometern über das Feld rasen! Das hätte bei einer Aufnahme mit einer normalen Videokamera niemals sein können. Dies ist nun keine persönliche Meinung, sondern einfach ein Fakt. Videoframes haben zwei Felder. Reale Lichter hatten sich zwischen diesen beiden Feldern gering bewegen müssen. Sie tun es aber hier nicht!
Aber eine Computeranimation kann genau diesen Effekt hervorrufen. Computer können Szenen rendern, aber das braucht Zeit, mehr noch, wenn Bewegungsunschärfen beseitigt werden sollen. Und Zeit war für Wheyleigh ein wichtiger Faktor, denn er wollte ja das Video schon am gleichen Abend im Barge zeigen.
Die Lichter sind durch einen Computer animiert und später zu den Bildern mit dem Piktogramm hinzugefügt worden. Das ist so ähnlich wie in „Forrest Gump“ , in dem Tom Hanks in die Szenen mit JFK eingefügt wurde. Das OC-Video ist eine Fälschung, einfach und simpel ein Hoax.
Die Fraktion der Echt-Gläubigen führte Animationsexperten an, die gesagt hätten, es würde Tage oder Wochen dauern, diese 8 Sekundenszene zu fälschen. Ja, es gab sogar Äußerungen aus diesen Kreisen, dass das Video erst auf Film (!) hätte kopiert werden müssen, um ihn dann komplettiert mit einer Hintergrundprojektion neu aufzunehmen und zurück auf Video zu überspielen. Allein die Zeit, den Film zu entwickeln, hätte die Dauer eines Tages weit überschritten. Also mussten die Hoax-Befürworter falsch liegen. Offensichtlich hatten, selbst zu damaliger Zeit im Jahre 1996, diese „Experten“ keine Ahnung von den inzwischen stattgehabten Weiterentwicklungen in der Computeranimation.


::Inhaltsverzeichnis zur Oliver’s Castle Video-Affäre
Teil 01 – Einige einleitende Worte
Teil 02 – Die Hintergrundgeschichte (I)
Teil 03 – Die Hintergrundgeschichte (II)
Teil 04 – John Wheyleigh
Teil 05 – Erste Zweifel durch die Slow-Motion-Maschine
Teil 06 – Die Smoking Gun
Teil 07 – Der letzte Sargnagel (I)
Teil 08 – Der letzte Sargnagel (II)
Teil 09 – Der letzte Strohhalm
Teil 10 – Das mysteriöse Verschwinden von Wheyleigh (I)
Teil 11 – Das mysteriöse Verschwinden von Wheyleigh (II)
Teil 12 – Anmerkungen

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Die Oliver’s Castle Video-Affäre (5)

Sonntag, 15. Mai 2016 8:28

Das Ende eines Mythos von Joachim Koch

Erste Zweifel durch die Slow-Motion-Maschine

Nach der Ankunft im Studio begann Peter, zu filmen, weil er das alles für eine spätere Dokumentation festhalten wollte, wurde jedoch sofort von John ermahnt, ihn ja nicht mit ins Bild zu nehmen, weil er unbedingt anonym bleiben wollte. Danach bemerkte Peter, mit welcher Selbstverständlichkeit John die 8mm-Kassette aus der Kamera nahm, ohne Zögern hinüber zu den Halterungen der verschiedenen professionellen Videomaschinen ging und die Kassette in die einzige passende 8mm-Maschine einlegte und sofort den Startknopf drückte – als ob ihm diese industrielle Ausrüstung sehr vertraut war und er sie nicht zum ersten Mal bediente.
Während der folgenden Stunde wurde das Video auf dem Slo-Mo-System intensiv betrachtet, vorwärts und rückwärts gespielt, schnell und ganz langsam und mit wechselnden Vergrößerungen.

Diagramm Flugbahnen Oliver's Castle
Die Flugbahnen der BOLs über dem Piktogramm

Der entscheidende Video-Schuss beginnt mit zwei BOLs, die knapp einen Meter groß erscheinen und sich in der Mitte des Bildes befinden („A“ im Diagramm) und von dort mit geschätzten über 100 km/h über das Feld huschen.
Lee entdeckte einen dritten BOL, der nur im ersten Frame (=Bild in der Abfolge des Videos) auftaucht und dann im zweiten Frame nicht mehr zu sehen ist und auch nicht mehr auftaucht. Nach weiteren zwei Sekunden im Ablauf der Szene beginnt sich der Kornkreis in der Mitte des Bildschirmes zu zeigen. Zur gleichen Zeit fliegt ein ganz schwaches Licht (B) hinter einen Baum, erscheint wieder, überquert die Hecke hinten und fliegt zur mittleren Hecke. (Dieses Licht ist nur auf guten Kopien sichtbar. Man wird es kaum wahrnehmen, bis es Punkt C erreicht. Bis dahin hat es dann einen kleineren Partner bekommen.
Inzwischen ist die Szene bei 5 Sekunden Dauer angekommen und das erste Lichterpaar ist vom Kornkreis weggeflogen. Ein Licht, das augenscheinlich tiefer fliegt, durchquert die mittlere Hecke und gleitet davon. Während es mit den Fernsehern zu Hause schwer zu erkennen ist, zeigte es sich im Studio unter digitaler Vergrößerung, dass das Licht durch – nicht über – das Gebüsch fliegt. Dies ist von Bedeutung, denn es würde zeigen, wie niedrig die Objekte flögen. So befinden sie sich nur wenige Fuß über dem Weizen, scheinen aber kein Licht darauf, obwohl sie einige Größenklassen heller sind als die Umgebung.
Nachdem das zweite Lichterpaar (B) über und rund um den Kornkreis geflogen sind, verlassen sie an zwei Stellen (D und G) die Frames. Die Kamera unternimmt keinen (!) Versuch, ihnen zu folgen, als sie am Rand verschwinden. Jeder, der bisher das Band sah, bemerkte das als eigenartig, weil doch die meisten den Lichtern folgen würden. An dieser Stelle wurde von den Verteidigern des Videos angeführt, dass Wheyleigh von der Kornkreisintelligenz wohl beeinflusst wurde, nur auf den Kornkreis zu halten. Auf diese ganz spezielle Art der Kameraführung wird noch eingegangen.
Peter, der damals schon seit über 20 Jahren Erfahrungen in der Computeranimation hatte und miterlebte, wie sich die Technik von den einfachsten Anfängen bis hin zu den fotorealistischen Dinos von Jurassic Park entwickelt hatte, wurde von einer Sache irritiert, die er dort jedoch noch für sich behielt. Auch unter der größten Vergrößerung fiel auf, dass die Lichter in der Richtung ihrer Bewegung nicht leicht verwischt waren, wie es bei Verschlussgeschwindigkeiten bei dem Licht der frühen Dämmerung speziell mit Video hätte sein müssen.
Peter behielt dies für sich, denn wenn das Video echt wäre, hätte er John mit seinen Zweifeln verärgert und außerdem waren das sehr technische Details, für deren Beurteilung echte Video-Ingenieure besser qualifiziert wären, als John. Wenn es aber doch eine Fälschung war, dann wollte er John gegenüber noch nicht verraten, dass er eine Ratte roch.
Zurück in Alton Barnes wurde das Video an den nächsten zwei Abenden vor vielen faszinierten Menschen immer wieder abgespielt, vor und zurück, bis der Rewind-Knopf heiß war.

Polly Carson-als sie das Video zum erstenmal sah Die Farmersfrau Polly Carson beim Anschauen des Videos

An diesen Abenden begann die Pro- und Contra-Debatte, die lange anhielt. Die nicht-verschmierten Lichter waren damals das härteste Contra- Argument, während das leichte Wackeln der scheinbar handgehaltenen Kamera das stärkste Pro-Argument lieferte, denn alle glaubten zunächst, dass es extrem schwierig sei, Computerbilder mit den Wacklern in Übereinstimmung zu bringen. Doch es kam anders.


::Inhaltsverzeichnis zur Oliver’s Castle Video-Affäre
Teil 01 – Einige einleitende Worte
Teil 02 – Die Hintergrundgeschichte (I)
Teil 03 – Die Hintergrundgeschichte (II)
Teil 04 – John Wheyleigh
Teil 05 – Erste Zweifel durch die Slow-Motion-Maschine
Teil 06 – Die Smoking Gun
Teil 07 – Der letzte Sargnagel (I)
Teil 08 – Der letzte Sargnagel (II)
Teil 09 – Der letzte Strohhalm
Teil 10 – Das mysteriöse Verschwinden von Wheyleigh (I)
Teil 11 – Das mysteriöse Verschwinden von Wheyleigh (II)
Teil 12 – Anmerkungen

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Die Oliver’s Castle Video-Affäre (4)

Freitag, 13. Mai 2016 9:06

Das Ende eines Mythos von Joachim Koch

John Wheyleigh

John WheyleighZufallsfoto von Peter Soerensen im Barge Inn. Links Ulrich Cox von hinten, in der Mitte John „Wheyleigh“/Wabe halb von hinten und rechts Lee Winterston. Copyright Peter Soerensen

Peter und Ulrich waren mitten im vermeintlich geheimen Treffen mit Wheyleigh und John hatte Peter gerade erklärt, dass er der einzige Vermittler, Verbindungsmann und Eingeweihte bezüglich des Videos sein sollte. Er erwähnte nicht, dass er genau das gleiche Angebot gegenüber Colin Andrews ebenfalls bereits gemacht hatte. Plötzlich tauchte Lee Winterston auf, der irgendwie Wind von dem angeblich geheimen Treffen bekommen hatte.

car_1996Wheyleigh/Wabes Auto auf der Fahrt nach Swindon 1996
Copyright Peter Soerensen

Er war auch begierig, an das Video zu kommen und nachdem er mitbekam, dass John das Original-Video dabei und immer noch in der Kamera hatte, machte er den Vorschlag, in ein Fernsehstudio nach Swindon zu fahren, um das Filmmaterial mit der dortigen professionellen Ausrüstung zu untersuchen. Auf der historischen Fahrt zur ersten professionellen Analyse des möglicherweise epochalen Videos fotografierte Peter die Wagen, nicht ahnend, dass das Foto von John’s Auto später einmal der Beweis sein dafür sein würde, dass Wheyleigh nicht der war, der er zu sein vorgab.


::Inhaltsverzeichnis zur Oliver’s Castle Video-Affäre
Teil 01 – Einige einleitende Worte
Teil 02 – Die Hintergrundgeschichte (I)
Teil 03 – Die Hintergrundgeschichte (II)
Teil 04 – John Wheyleigh
Teil 05 – Erste Zweifel durch die Slow-Motion-Maschine
Teil 06 – Die Smoking Gun
Teil 07 – Der letzte Sargnagel (I)
Teil 08 – Der letzte Sargnagel (II)
Teil 09 – Der letzte Strohhalm
Teil 10 – Das mysteriöse Verschwinden von Wheyleigh (I)
Teil 11 – Das mysteriöse Verschwinden von Wheyleigh (II)
Teil 12 – Anmerkungen

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Die Oliver’s Castle Video-Affäre (3)

Montag, 9. Mai 2016 9:00

Das Ende eines Mythos von Joachim Koch

Die Hintergrundgeschichte (II)
Peters Puls sprang über die 100-Marke, als Wheyleigh ihm auch noch mitteilte, dass er eine Kopie an Colin Andrews und an Peter zur Analyse geben wollte. Wheyleigh berichtete mit leiser Stimme, dass er gegen Morgen nach der regnerischen Nacht unter seiner Plastikplane das in der Kornkreisszene bekannte „elektronische Zirpen“ vernahm. Er kroch hervor und sah, dass in dem Feld unterhalb des steilen Abhangs Lichter kreisten. Er griff nach seiner Kamera, die aber wegen der Feuchtigkeit nicht funktionieren wollte. Inzwischen seien die Lichter verschwunden. Dann begann die Kamera doch zu laufen und auch die Lichter kehrten plötzlich zurück. Er konnte erkennen, dass unter den Lichtern ein Kornkreis erschien. Noch atemlos von dem eben erlebten, wurde er einer Gruppe Armeesoldaten auf ihrem Morgenlauf gewahr, aus der er heraus angesprochen wurde: „Hast Du bekommen, weswegen Du herkommen bist?“. Da glaubte John, die Armee wüsste über das eben Geschehene Bescheid und verließ beunruhigt und hastig den Platz.
John erschien die ganze Zeit über, in der er Peter sein Erlebnis berichtete, sehr nervös, manchmal zitterten ihm die Hände. Er habe Angst vor verfolgenden Reportern und vor der CIA oder dem MI5, die in seine Wohnung einbrechen könnten. Peter erhielt eine geheime Nummer von Johns Freund und versprach, Peters Anrufe zu beantworten, was er bis zu einem bestimmten Zeitpunkt auch tat. Ob er sein Originalvideo, wie jeder es ihm riet, auch wirklich versteckt hat, kann nicht mit Sicherheit gesagt werden, denn nach dem Treffen mit Peter im Barge gab es Berichte von anderen, die da Video in der Folgezeit auch noch gesehen haben und John habe es als das Originalvideo ausgegeben, abgespielt mit derselben Kamera, von der er sagte, dass sie manchmal die Filme falsch spulte und zerstörte!
Peters hatte von John einen ziemlichen überzeugenden Eindruck und tendierte John zu glauben und hoffte, das Video wäre nun der Beweis, auf den damals alle hofften. Der deutsche Kornkreisforscher Ulrich Cox, ein Freund von Peter, war die ganze Zeit anwesend und berichtete jedoch, dass er Wheyleigh, der allen in der Szene völlig unbekannt war, am Abend, bevor der Kornkreis bei Oliver’s Castle erschien, im Pub gesehen hat. Dort habe Wheyleigh getönt, dass er trotz des schlechten Wetters in der Hoffnung, etwas sehen zu wollen, am Oliver’s Castle campen werde.
Waggon+Horses

Das Waggon & Horses in Beckhampton

Schließlich musste Peter noch weitere drei Wochen auf die Übergabe einer Kopie auf einer VHS-Kassette warten. Die Übergabe fand im Waggon & Horses in Beckhampton statt, einem wunderbaren, alten Pub in Beckhampton. Er war früher der Haupttreffpunkt der Szene, bevor sie sich rüber zum Barge Inn mit seinem verschworenen Campingplatz verlagerte.


::Inhaltsverzeichnis zur Oliver’s Castle Video-Affäre
Teil 01 – Einige einleitende Worte
Teil 02 – Die Hintergrundgeschichte (I)
Teil 03 – Die Hintergrundgeschichte (II)
Teil 04 – John Wheyleigh
Teil 05 – Erste Zweifel durch die Slow-Motion-Maschine
Teil 06 – Die Smoking Gun
Teil 07 – Der letzte Sargnagel (I)
Teil 08 – Der letzte Sargnagel (II)
Teil 09 – Der letzte Strohhalm
Teil 10 – Das mysteriöse Verschwinden von Wheyleigh (I)
Teil 11 – Das mysteriöse Verschwinden von Wheyleigh (II)
Teil 12 – Anmerkungen

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