Beitrags-Archiv für die Kategory 'Schöppe'

Juli 2014 – Kornkreis in Zierenberg

Sonntag, 10. August 2014 10:05

kornkreis_zierenberg.jpgMitte Juli 2014 – Der Kornkreis im Zierenberger Ortsteil Friedrichstein, am „Hohen Dörnberg“ gelegen, ist bereits seit Mitte Juli 2014 bekannt. Nur seine genaue Position war bis zum 28.7. nicht zuzuordnen. Durch ein einzelnes Foto auf der Webseite des Gut Winterbüren (www.winterbueren.de) wurde erstmals bekannt, dass es in Nordhessen wahrscheinlich wieder einen Kornkreis gibt. Dieser wurde folgerichtig im Großraum Fuldatal/Rothwesten vermutet. Die Skizze (links) zeigt, dass 17 Kreise als Konstruktion erforderlich waren, um den Kornkreis zu erstellen.


::VideoquelleEriLicious

Aber wo sollte sich dieser befinden? Im Bereich des Gut Winterbüren (Rothwesten) gab es bei Nachfrage keine Kornkreise, aber nähere Informationen und Hinweise über die genaue Position. W.R. Trelbs hatte vom Gutsverwalter erfahren, dass sich der Kornkreis nicht im direkten Bereich des Gut Winterbüren befindet, sondern auf einem gepachteten Feld des Gutes unterhalb des Bergcafe Friedrichstein in Blickrichtung Zierenberg.

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::alle Detailfotos vom 28.7. – Copyright W.R. Trelbs, FGK

W.R. Trelbs hatte das Feld am Abend des 28. Juli anscheinend als einer der ersten betreten. Er hielt sich ca. 20 Minuten im Kornkreis auf, um sich die Details der Formation intensiv anzuschauen und zu fotografieren. Auf der Webseite des Gut Winterbüren ist die Frage zu lesen: Ist das ein Kornkreis? Diese Frage konnte jetzt mit einem eindeutigen „Ja“ beantwortet werden. Der Kornkreis war wie bereits vermutet älteren Datums, denn er hatte augenscheinlich schon einige Wetterkapriolen überstehen müssen. 4 Tage später, am 1.8. berichtete dann auch erstmals die heimische Presse über den Kornkreis unterhalb des Bergcafe Friedrichstein.
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::Foto – Copyright W. Schöppe, FGK

6 Kreise überschneiden sich und bilden dadurch in den jeweiligen Zentren Blumenmuster. Es handelt sich um einen Teilbereich aus der „Blume des Lebens“. In den Feldern Südniedersachsens waren Blumenmotive bis zum Jahr 2010 ein sehr beliebtes Motiv bei den „Fälschergruppen“, denn es wurden zwischen Göttingen und Kassel nicht wenige dieser Muster entdeckt.
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p8040062a.jpg::Fotos – Copyright W. Schöppe, FGK
Außerhalb der Formation, an einer der Traktorspuren, ist eine Rune aus den alten Schriftzeichen der Germanen angebracht. Die sog. Man-Rune (Ypsilon ähnlich – im Bild links zu sehen) ist die Mann- und Mensch-Rune, die Rune des Geistes und der Wiedergeburt, die Rune der Sinnstärkung und des Schutzes. Es ist nicht die erste Kornkreisformation in Nordhessen, die anscheinend mit dem Signet, vermutlich des Herstellers, entdeckt wurde. Die Zierenberger Aliens hatten bisher eindeutig menschliche Gesichtszüge.


::Aktuelle Bilder vom 4.8.
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Kamerateam des RTL Studio Kassel in der Kornkreisformation.
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Drohnenflug über dem Kornkreis vom Feldrand aus gesteuert.
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Blick aus dem Kornkreis auf Zierenberg.
::Fotos – Copyright W. Schöppe, FGK


::Medieninformationen – 1.8. HNA – 3.8. HNA – 4.8. RTL Hessen
::Weitere InformationenBergcafe Friedrichstein


Auf der FGK-Veranstaltung am 25./26. Oktober im „Kasseler Hof“ in Zierenberg wird ausführlich über die deutschen Kornkreise 2014 berichtet werden. Den Schwerpunkt bildet der Kornkreis in Raisting am Ammersee. Aber auch über das Blumenmuster am Friedrichstein wird es dann weitere Informationen geben.

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April 2012 – Bilder der FGK Veranstaltung

Dienstag, 24. April 2012 17:29

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::Informationen zu den Vorträgen einzelner Referenten sind in folgenden Büchern zu finden:
Ed Vos – ORBS und andere Lichtphänomene
Peter Hattwig – Orbs, Analyse eines Rätsels
Christine Goeb-Kümmel – Zauber der Welten
Frank Köstler – Alltägliche Wunder


::Weitere Bilder der FGK-Veranstaltung von Ed Vos und Nel de Boer auf der Webseite fgk2009.0catch

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Bis zu 30.000° – die Temperatur des Blitzes

Donnerstag, 5. Januar 2012 22:43

Mit heftigen Gewittern, Sturmfluten, Böen, peitschendem Regen und vielerorts auch mit Schnee tobt momentan ein Orkan nach dem anderen durch die deutschen Lande und verwüstet ganze Landstriche. Tote und Verletzte, umgestürzte Bäume, abgedeckte Dächer, umgekippte Wagen und vieles mehr … Bundeswehr, Feuerwehr, Polizei und THW befinden sich im Dauereinsatz.

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Ängstlich, ohnmächtig und fasziniert zugleich verfolgt der Mensch seit Beginn der Geschichtsschreibung den Blitzen und Gewittern. So bedrohlich sie schon manchmal auf uns wirken, wie müssen sich erst unsere Vorfahren in grauer Vorzeit davor gefürchtet haben, wenn ihre Götter grollten und zürnten. Noch heute wird der Blitz als „Waffe der Götter“ bezeichnet, denn er erschlägt Menschen und Tiere, spaltet Bäume und sprengt Felsen. Im 19. Jahrhundert waren es in Deutschland noch an die 300 Personen jährlich, da wesentlich mehr Menschen auf dem freien Feld gearbeitet haben und sich nicht in Faradaysche Käfige zurückziehen konnten. Heute werden im Jahr kaum mehr als 10 Menschen durch Blitzschlag getötet.
::Wie entstehen Blitze? – Warme Luft trifft auf kalte Luft und erzeugt dann oft ambossförmige Quellwolken. Die Verwirbelung der Aufwinde laden Wassertropfen und Eisteilchen in der Wolke elektrisch auf. Die Folge sind Entladungen in Form heftiger Blitze mit einer Temperatur von 1.000 bis 30.000 Grad Celsius und dabei 4x so heiß wie die Oberfläche der Sonne. Zwischen Wolken wurden Blitze mit einer Länge bis zu 140 km gemessen, diese waren dann aber nur wenige cm stark. Der Blitz ist so schnell, dass er in einer Sekunde fast einmal um die Erde rasen könnte. Die elektrische Spannung erreicht einige Milliarden Volt und die Stärke über 100.000 Ampere, so dass zum Beispiel Glas und Sand schmelzen.
20110818_baunatal_1.jpg::Wo schlägt der Blitz ein? – Der Blitz ist eine elektrische Entladung, d. h. er nimmt nicht unbedingt den geometrisch kürzesten Weg, sondern den Weg des geringsten elektrischen Widerstands. Bei großem Spannungsunterschied zwischen Wolke und Erde beginnt sich der Blitzkanal von oben an aufzubauen. Wenn er sich der Erde nähert, kommen ihm von unten her mehrere sog. Fangblitze entgegen – diese können sein, z. B. eine Kirchturmspitze, ein danebenstehender Baum, ein Fahnenmast und die Antenne eines Einfamilienhauses, die sich auch in der Nähe befindet. Der Fangblitz, der zuerst den Hauptblitz erreicht, schließt den Blitzkanal. Dort entsteht ein Kurzschluss und an der Stelle fließt dann auch der Großteil des Blitzstroms ab. Manchmal fächert sich der Blitz unten auch in mehrere Finger auf, durch die er parallel fließt. Man kann also nicht genau vorhersagen, wo der Blitz genau einschlägt – aber sehr wahrscheinlich in Punkte, die hoch liegen und die elektrisch leitend sind. Dazu gehört z.B. auch ein nassgeregneter Baum.
20110818_baunatal_2.jpg::Was sagen die Rutengänger dazu? – Es ist sicherlich interessant für Wetterforscher, Blitzschlagstellen systematisch auch einmal über einen längeren Zeitraum radiästhetisch zu untersuchen und zu dokumentieren. Um 1900 wurde dies bereits von den Landräten von Uslar und von Bülow-Bothkamp durchgeführt, die an den jeweiligen Blitz-Einschlagstellen immer Wasseradern feststellen konnten, und diese dann auch passend Blitz-Adern nannten. Auch Rutengänger aus dem FGK können dies bestätigen. Ich habe selbst schon einige Blitz-Einschlagstellen untersucht und konnte immer Wasseradernkreuzungen oder starke Verwerfungen feststellen. Man kann mit großer Gewißheit sagen, dass Blitze u.a. immer an Stellen einschlagen, an denen sich vorher schon ein großes Potential negativ-elektrisch geladener Energie, verursacht durch Erdstrahlung, als Kreuzung von Untergrundströmen, gebildet hat, die bis in die Gewitterwolkenhöhe hineinreicht und dass allein der Überschlag der positiven Wolkenelektrizität den Blitz dann auslöst.
20110818_baunatal_3.jpg::Wie schützt man sich?Es gibt den Spruch „Vor Eichen sollst du weichen, Buchen sollst du suchen“. Diese Weisheit ist leider falsch! Man sollte bei einem Gewitter alle Bäume meiden. Doch auch hohe Holzmasten, Gewässer und metallische Gegenstände, die in die Höhe ragen, sind gefährlich. Am sichersten ist man in einem Haus oder im Auto, da beide wie ein Faradayscher Käfig funktionieren und den Blitz außen ableiten. Um herauszufinden, wie nah das Gewitter ist, gilt die Regel: Die Sekunden zwischen Blitz und Donner zählen und durch drei teilen. Der Schall legt etwa 330 m pro Sekunde zurück.
Obwohl die instinktive Angst vor dem Blitz manchmal übertrieben wird, ist es eindeutig am besten, bei Gewitter ein Gebäude aufzusuchen. Wenn man draußen vom Gewitter überrascht wird, sollte man sich aller metallenen Gegenstände entledigen, den Kopf einziehen, in die Hockstellung gehen und die Füße zusammenstellen, besser als weiterzulaufen oder sich ausgestreckt hinzulegen. Hintergrund ist die sog. Schrittspannung. Wenn der Blitz in die Erde einschlägt, verteilt sich die Spannung in Form einer Halbkugel in den Boden – an der Oberfläche ist sie also kreisförmig, wie wenn man einen Stein ins Wasser wirft. Steht man nun mit weit ausgestreckten Beinen da, so erreicht die elektrische Schockwelle zuerst das eine, dann das andere Bein – die Spannungsdifferenz zwischen beiden fließt dann nicht nur durch die Erde, sondern eben auch das eine Bein hoch – durch den Körper (das Herz) – und das andere Bein wieder runter. Deshalb ist selbst ein Einschlag in der Nähe sehr gefährlich, auch wenn man nicht direkt getroffen wurde.
20110818_baunatal_5.jpg::Welchen Schaden kann der Blitz an Gebäuden verursachen? – Durch Blitzschlag entstehen jedes Jahr Schäden in Millionenhöhe. Dreimal höher liegen die Überspannungsschäden. Ein Blitzeinschlag verursacht Schäden an der Bausubstanz und an den Installationen des Hauses. Mechanische Schäden sind zerstörte Dachflächen, gespaltene Dachbalken, abgesprengte Putzflächen an Decken und Wänden, zerstörte Fenster und Türen. Dazu kommen durch die große Hitzeentwicklung Brände am Dachstuhl und Wasserschäden durch Löschwasser. Installationsschäden treten als herausgesprengte Unterputzleitungen, verschmorte Verteiler- und Steckdosen sowie zerstörte Zählerkästen auf. Speziell Heimcomputer, Haushalts- und Unterhaltungsgeräte, elektronisch gesteuerte Heizungsanlagen, Telefon- und Faxgeräte werden durch Blitz- und Überspannungsschäden zerstört.
::Die Häufigkeit von Blitzen – Weltweit gibt es andauernd ca. 3.000 Gewitter, was auf der gesamten Erde täglich 20-30 Millionen Blitze ergibt. Doch nur 10 % aller Blitze schlagen auch in den Boden ein.
Die Blitzhäufigkeit hängt sehr stark von der Jahreszeit ab. Im Juli und August kommt es in Deutschland zu einer hohen Zahl der Blitzeinschläge, im Januar gibt es weniger. Am häufigsten blitzt es im Schwarzwald. Als „Die Stadt der Blitze“ bezeichnet man allerdings die südafrikanische Stadt Durban.

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Alle Fotos entstanden in der Nacht vom 18. auf den 19. August 2011. Ein dreistündiges schweres Gewitter über dem hessischen Baunatal und dem Habichtswald wurde begleitet von einem starken Westwind und starkem Regen. „Die meisten Langzeitbelichtungen fotografierte ich wegen des starken Windes und des Regens aus dem Innenraum meines Autos. Weil der Scheibenwischermotor die Batterien langsam aufbrauchte, mußte ich ab und zu den Motor laufen lassen.“ (Wolfgang Schöppe)
Bilder zum Vergrößern bitte anklicken!

::Bilder – ©Wolfgang Schöppe

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Luftwirbel bilden Laubkreis in Kassel

Montag, 2. Januar 2012 7:50

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Ich wollte den Bericht erst gar nicht schreiben, aber ich denke, ein Naturphänomen zeigt uns hier Wirbeleffekte, die uns Kornkreisforscher interessieren könnten. Der Rasen zwischen unseren Kasseler Siedlungshäusern (erbaut 1930) hatte Anfang November bereits den letzten Schnitt vor dem Winter erhalten. Die ersten Herbststürme bliesen am 5.11.2011 direkt in unsere Siedlung hinein. An diesem Tag beobachtete ich gegen 8.00 Uhr, wie viele der trockenen, herabgefallenen braunen Blätter in der Luft herum gewirbelt wurden. Gegen 10.00 Uhr schaute ich nochmals aus unserem Fenster und sah, wie sich die Blätter fast gleichmäßig in der Runde um den Baum platziert hatten.
Durch die Anordnung der Häuser fand der Wind keine freie Bahn und begann sich vermutlich in der Hausecke zu drehen und Verwirbelungen zu bilden. In diesen Luftwirbel wurden auch Baum und Blätter mit einbezogen. Die Verwirbelung war vermutlich nur von sehr kurzer Dauer, aber so intensiv und stark, dass diese Momentaufnahme dafür sorgte, dass uns der schöne Laubkreis erhalten blieb. Anschliessend hatte der Wind seine Richtung geändert und blies nun schräg über die hohen Hausdächer hinweg. Auf ähnliche Art und Weise, nämlich durch Luftverwirbelungen, könnten auch einige der einfachen Getreidekreise entstanden sein.
::BilderCopyright by W.Schoeppe©FGK2011

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4.1.2011 – Partielle Sonnenfinsternis

Dienstag, 4. Januar 2011 23:11

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::Bild – Lilian Reichert – St. Augustin

Am Dienstag konnten viele Europäer eine partielle Finsternis betrachten. Pünktlich zum Höhepunkt der partiellen Sonnenfinsternis riss die Wolkendecke in verschiedenen Teilen Deutschlands und Österreichs auf und gab den Blick auf die teilweise abgedeckte Sonne frei.

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In den Gebieten, wo die Sonne zu sehen war, wie oben in Kassel, reichte die Sonnenfinsternis gegen halb zehn ihr Maximum. Der südliche Bereich der Sonne blieb frei und es war nur noch eine liegende Sichel zu erkennen. Eine Stunde später bedeckte der Mond nur noch einen kleinen Teil der oberen linke Seite der Sonne. Um 10:40 Uhr strahlte die Sonne wieder ungetrübt am wolkenlosen Himmel.
Auch in Linz/Oberösterreich konnte die Sonnenfinsternis betrachtet werden, wie die Bilder (unten) von Sieghard Schmidt zeigen.

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Eine Sonnenfinsternis entsteht, wenn sich der Mond zwischen Erde und Sonne schiebt. Der dunkle Neumond schob sich dabei vor die Sonne und verdeckte bis zu drei Viertel der Scheibe. Die nächste partielle Sonnenfinsternis ist von Deutschland aus erst wieder am 20. März 2015 zu sehen. Totale Sonnenfinsternisse sind in Deutschland selten, die letzte war 1999 – die nächste wird laut Elsner erst 2081 zu sehen sein.
::Bilder – Wolfgang Schöppe FGK/Kassel – Sieghard Schmidt/Linz

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Rückblick – Polarlichter über Nordhessen

Donnerstag, 24. Dezember 2009 9:10

Kassel, 7. April 2000 – Als der Himmel sich über der Mitte Deutschlands rot färbte. (ergänzender Artikel zum NASA-Bericht vom 17.12.2009.)
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Alle Bilder: WolfgangSchoeppe©FGK2000 – zum Vergrößern bitte anklicken!

Spektakuläre Polarlichter waren in der Nacht vom 6. auf den 7. April 2000 am Himmel über Südniedersachsen und Nordhessen zu sehen. Augenzeugen schwärmten über diesen beeindruckenden Anblick. Es gab allerdings auch sehr viele besorgte Anrufe bei der Polizei. Polarlichter sind in den mittleren Breiten sehr seltene Naturschauspiele. Das Spektakel entsteht, wenn elektrisch aufgeladene Teilchen der Sonne in die Erdatmosphäre gelangen. Diese Teilchen, meist Elektronen, treffen auf Sauerstoffatome und bringen diese auf ein höheres Energienniveau und damit zum Leuchten. Diese Reaktion ensteht in ca. 100 km Höhe. Das Licht ist dann vor allem als Bewegung von weißen oder fahl grünlichen Schleiern zu sehen. Die Elektronen können sich nur entlang der Magnetfeldlinien bewegen. Da diese Feldlinien am Nord- und Südpol der Erde gebündelt und senkrecht zur Erdoberflächer verlaufen, kann man Polarlichter vor allem in einer ringförmigen Zone um die Pole der Erde beobachten.
In den mittleren Breiten ist das Himmelsschauspiel nur dann zu sehen, wenn sich auf der Sonne außerordentlich starke und zahlreiche Eruptionen ereignen. Denn dann dringen so viele Teilchen in die Atmosphäre ein, dass sie auch auf tiefer laufende Magnetlinien stoßen. Zu einer Rotfärbung des Himmels (Bilder oben), kommt es nur, wenn die Sauerstoffatome und die Elektronen in etwa 500 km Höhe miteinander reagieren. Wie klar die Polarlichter dann zu sehen sind, kann lokal sehr unterschiedlich sein. Intensität, Farbe und Struktur verändern sich örtlich und zeitlich manchmal sehr rasch.
In dieser Nacht vom 6. auf den 7. April 2005 fotografierte und beoabachtete Wolfgang Schöppe (FGK) dieses Himmelsschauspiel bei Lutterberg/Hann. Münden. „Kurz nach 22 Uhr begann das Spektakel am nördlichen Himmel. Nie zuvor habe ich Polarlichter live erlebt. Tiefrot war der nächtliche Himmel, minutenlang hat alles geflackert.“ Wolfgang Schöppe´s Hobby sind die Naturphänomene. 3 bis 4-mal in der Woche ist er nachts mit Kameras, Stativ, Drahtauslöser und anderem Zubehör in der Gegend um Kassel unterwegs, um Himmelsbeoachtungen und Lichtphänomene zu fotografieren und dokumentieren. Die Bilder entstanden in der Zeit von 22.00 bis 22.50 Uhr. „Ich benutze meine beiden analogen Spiegelreflexkameras (Canon AT 1), die ich auf dem Stativ montiert hatte. Auf den Fotos, die ich teilweise bis zu 15 Sekunden belichtete, sind außer den unterschiedlichen Streifen, auch die Sterne zu sehen. Es war sternenklar und ich hatte eine gute Weitsicht. Die Temperaturen lagen bei +6°C. Es gab ein wenig Wind – der Mond war nicht zu sehen.“

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Meteorit über Gudensberg fotografiert

Dienstag, 15. Dezember 2009 23:13

Gudensberg/Kassel – In den meisten Fällen lassen sich Leuchtspuren niedergegangener Meteorite nur durch systematische fotografische Himmelsbeobachtungen mittels automatischer Kamerastationen festhalten
211109_gudensberg_a.jpg… wenn es nicht auch hier Ausnahmen geben würde …
Original (links) vom 21.11.2009, 18.34 Uhr
Belichtungszeit 16 Sek., ISO 200, Blende 2,8

Am 21.11.2009 hielt sich Wolfgang Schöppe, FGK, nördlich von Gudensberg auf, um Stereo-Blitzlicht- und Langzeitbilder zu fotografieren. Er selbst hatte den Vorgang am Himmel nicht beobachtet. Ihm fiel die fast senkrechte Flugbahn eines Himmelskörpers erst beim späteren Betrachten seiner Digitalkamerabilder am heimischen PC auf. Der Himmel war zu der Zeit frei von Wolken und sternenklar, allerdings war es leicht dunstig. Um ein Flugzeug konnte es sich nicht gehandelt haben, denn dafür war der Neigungswinkel zu groß.

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Bildausschnitt des Originals – zum Vergrößern bitte die Bilder anklicken!

Aus der Leuchtspur von Meteoriten lässt sich nicht nur ihre Umlaufbahn berechnen, sondern sie verraten auch ihre Herkunft. Die Farbe der Lichterscheinungen ist verschieden, meist wird weiß, aber auch grünlich, rötlich oder gelb angegeben. Sie ist ausserdem nicht an allen Stellen der Bahn die gleiche. Die Bahnen bekannter Meteorite aus den letzten 50 Jahren wie z.B. „Pribram“ (1959), „Lost City“ (1970) und „Innisfree“ (1977) zeigten eindeutig deren Herkunft im Asteroidengürtel. Der Bereich zwischen den Planeten Mars und Jupiter ist Heimat unzähliger Festkörper in unterschiedlichen Größenordnungen – vom Staubkorn bis hin zum kilometergroßen Planetoiden. Der größte bisher bekannte Planetoid ist Ceres mit einem Durchmesser von 1025 km.
lostcity.jpgBild links: Aufnahme der Leuchtspur des Meteoriten „Lost City“ durch eine automatische Station des Prairie-Network. Im Hintergrund sind die Spuren von Sternen zu sehen, die während der langen Belichtungszeit entstehen.
Nach heutigen Erkenntnissen sind Asteroide und ihre Vorgänger zusammengeballte Reste der planetaren Bausteine, aus denen bei der Bildung unseres Sonnensystems die großen Planeten entstanden. Wissenschaftler vermuten, dass Gravitationsstörungen, verursacht durch den Planeten Jupiter, die Bildung eines weiteren erdähnlichen Planeten verhinderten. Diese Gravitationsstörungen bewirken auch in Zukunft, dass Asteroide untereinander kollidieren werden, was zur Zertrümmerung einzelner führt. Dabei können Bruchstücke in unabhängige Bahnen gelenkt werden und anschließend als Meteorite auf einem planetaren Körper wie der Erde einschlagen. Eine endgültige Bestätigung des Himmelskörpers bei Gudensberg wird in Kürze von Kasseler Astronomen erwartet.

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