Beiträge vom Dezember, 2009

„Blue Moon“ und partielle Mondfinsternis

Donnerstag, 31. Dezember 2009 6:19

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Der Silvesterabend 2009 wird manchen Astronomen vom Feiern abhalten, denn seit dem Jahreswechsel 1990/1991 wird wieder einmal der sog. „Blue Moon“ am Himmel stehen. Es ist heute die verbreitete Bezeichung für einen zweiten Vollmond innerhalb eines Monats. Doch eigentlich ist das Datum für den „Blue Moon“ falsch gewählt. Mehr dazu im folgenden Text. Den ersten Vollmond des Monats gab es bereits am 2. Dezember. Zu Silvester 2009 soll der Vollmond über Mitteleuropa um 20.13 Uhr erreicht sein.

Am Abend wird desweiteren eine partielle Mondfinsternis vorausgesagt. Allerdings soll diese nicht besonders auffallen, da zum Höhepunkt gegen 20.23 Uhr lediglich acht Prozent der Mondscheibe im Kernschatten der Erde stehen sollen. Die partielle Mondfinsternis soll mit Eintritt in den Kernschatten ab 19.52 Uhr erkennbar sein. Der Austritt soll um 20.54 Uhr erfolgen. Wenn die Wolken ihn nicht verdecken, ist der Vollmond danach wieder in voller Größe zu bewundern.
Einen der Ursprünge des „Blue Moon“ findet man im 15. Jahrhundert im englischen Sprachraum, denn dort steht der Begriff für ein sporadisch auftretendes, sehr seltenes Ereignis und mit dem Spruch „once in a blue moon“ ist etwas sehr selten Vorkommendes gemeint. Nach Angaben von Astronomen ist aber bis zum heutigen Tag nicht völlig geklärt, wie die heute allgemein gebräuchliche englische Bezeichnung „Blue Moon“ sich im Lauf der Jahrhunderte für einen zweiten Vollmond in einem Kalendermonat durchsetzte. Im Deutschen existiert der Begriff „Blauer Mond“ gar nicht und mit der Farbe „Blau“ hat es auch nichts zu tun.
Die Bezeichnung „Blue Moon“ tauchte viel später in den USA erstmals im „Maine Farmers’ Almanac“ von 1819 für den 3. von 4 Vollmonden in einer Jahreszeit auf. Man berief sich dort auf die englischen Wurzeln des Begriffs. Anstatt des normalen Kalenderjahres von Januar bis Dezember, nutzte der „Maine Farmers’ Almanac“ allerdings das tropische Jahr, das von einer Wintersonnenwende „Jul“ zur nächsten reicht. Meistens gibt es in diesem Zeitraum 12 Vollmonde, 3 jeweils im Winter, Frühling, Sommer und Herbst. Gelegentlich fallen jedoch 13 Vollmonde in ein tropisches Jahr, eine Jahreszeit besitzt dann 4 statt 3 Vollmonde.
Warum wird aber der 3. der vier und nicht der 4. Vollmond „Blue Moon“ genannt? Weil nur dann die Namen der anderen Vollmonde auf die richtigen Zeitpunkte bezogen auf Sonnenwenden und Tagundnachtgleichen fallen. Denn Vollmonde hatten im „Maine Farmers’ Almanac“ feste Namen, wie z.B. „Mond vor Jul” und „Mond nach Jul“. Danach kann es also den „richtigen Blue Moon“ nur im Februar, Mai, August und November, einen Monat vor der nächsten Sonnenwende oder vor der Tagundnachtgleiche geben. Was für ein Dilemma!
Somit haben wir nach den Regeln des „Maine Farmers’ Almanac“ am 31.12.2009 zwar keinen „Blue Moon“, aber einen zweiten Vollmond im gleichen Monat mit einer partiellen Mondfinsternis, was sicher auch ein seltenes Ereignis ist, da wir bis zum nächsten falschen „Blue Moon“ immerhin noch 19 Jahre, bis zum 31. Dezember 2028, warten müssen.

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„Das Buch vom Schnee“ – Charlie English

Mittwoch, 30. Dezember 2009 21:58

Was hat Schnee, das uns verzaubert? Buchautor Charlie English hat versucht, das kalte Geheimnis des Schnees zu lüften.
das-buch-vom-schnee.jpgDie Verwandlung unserer Welt beginnt, wenn die ersten Schneeflocken herunterwirbeln, Hausdächer vereisen, Felder langsam mit Schnee bedeckt werden, Geräusche dumpfer klingen und Schritt für Schritt die Erde weiß gemalt wird. Menschen laufen ungeschickt wie Pinguine und Kinder watscheln dick eingepackt mit weit aufgerissenen Augen umher. Was bringt uns dazu, mit Schnee zu spielen, auf ihm zu rodeln, Geschichten über ihn zu erzählen, Häuser aus ihm zu bauen und manchmal sogar unser Leben in ihm zu riskieren?
Aus dem Inhalt: Vom Schnee und vom Glück – Von der sechseckigen Schneeflocke – Das Spiel mit der Schwerkraft – Die Kunst des Winters – Paradies im Schnee – Der Frühling steht vor der Tür u.a. mit Glossar von Ablation (Masseverlust bei Schnee und Eis z.B. durch Tauen oder Verdunsten) bis Wechte (Schneeüberhang auf der windabgewandten Seite eines Grates).
mount-shasta.jpgHABEN SIE GEWUSST … dass die höchste bei einem einzigen Schneefall je gemessene Schneemenge am Mount Shasta in Kalifornien, niederging. Dort fielen innerhalb von 7 Tagen, vom 13. bis 19. Januar 1959, insgesamt 480 cm Schnee.
Bild: Mount Shasta/Kalifornien
Im Buch geht der schneebesessene Autor Charlie English auf die Suche nach Antworten. Es ist eine Mischung aus Lobesrede, Geschichtsschreibung und Reisebericht. Er vereint direkte Naturerfahrungen und Forschung. Charlie English folgt den Fußstapfen der Romantiker in den Alpen. Er lernt bei den Eskimos auf Baffin Island, wie man einen Iglu baut und untersucht Schneefelder in den Cairngorm Mountains. Er begegnet Klimaforschern und Skiweltmeistern und testet seinen Mut an einem der gefährlichsten Schneegipfel der Erde.
schneekristall.jpgHABEN SIE GEWUSST … dass die größte Schneeflocke aller Zeiten bei Fort Keogh in Montana, USA, gefunden wurde. Sie hatte einen Durchmesser von unglaublichen 38 cm.
… dass eine Schneeflocke einen schrillen hohen Ton mit einer Frequenz von 50 bis 200 Kilohertz erzeugt, wenn sie auf Wasser fällt. Erzeugt wird er durch die eingeschlossenen Luftblasen. Der Ton ist für Menschen allerdings nicht hörbar.
„Das Buch ist eine bezaubernde Geschichte über einen Mann und seine Suche nach Schnee, ein Bericht über den Zustand unseres Klimas, ein aufrüttelndes Gedicht, das vergessene Winter unserer Kindheit wachruft: Ich war gefesselt von der ersten Schneeflocke bis zum letzten Schneeschmelz“ (Joanna Kavenna). Ein Buch für alle, die ein Gespür für Schnee haben oder entwickeln wollen. In England ist das Buch bereits ein Bestseller.
Charlie English, Jahrgang 1967 und im nicht gerade schneesicheren London zu Hause, ist ein Winterfetischist. Die Lust am Schnee hat er geerbt, meint er. Schon sein Vater war ein besessener Wintersportler.
„Das Buch vom Schnee“ – aus dem Englischen von Heike Steffen, 328 Seiten, fester Einband. Rogner & Bernhard, Preis 19,90 € ::mehr

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UFOs, Mond und Sterne bei „HISTORY“

Dienstag, 29. Dezember 2009 6:40

Update: Der Dienstagabend bei „HISTORY“ ist vom 5. Januar bis zum 30. März für UFOs, Mond und Sterne reserviert. Der Pay-TV-Kanal „History“ ist auch digital per Receiver zu empfangen. Der Themenabend beginnt ab 20.00 Uhr mit der neuen Reihe „UFO Hunters“ in deutscher Erstausstrahlung. Um 21.00 Uhr folgt die schon bekannte Dokuserie „UFO Files“. Ab 22.00 Uhr sind dann die „Geheimnisse des Universums“ zu sehen.
ufo_files.jpg„UFO Files“ – Die 45-teilige amerikanische Fernseh-Dokumentations-Serie findet den Weg zurück in die deutschen Wohnstuben. Zu sehen waren einige der Folgen bereits ab Spätsommer/Herbst 2009. Die Nachfrage scheint groß zu sein. Geplant sind erst einmal 13 Folgen. „UFO Files“ – Weitere Informationen im Pay-TV-Kanal ::History
youtube bietet die Möglichkeit, dass man sich in vielen Ausschnitten über die verschiedenen Folgen von „UFO Files“ informieren kann ::mehr – In naher Zukunft wird es auch DVDs der Serie in deutscher Sprache geben. Die amerikanische Version ist bereits seit einiger Zeit im Handel.
„UFO Files“ – Weitere Informationen über die amerik. Serie bei ::wikipedia

Die Dokumentation „Stimmen aus dem All“ aus den „UFO Files“ bei youtube zeigt geheime Mitschnitte aus den Cockpits und Kontrollzentren verschiedener Raumfahrtbehörden und Flughäfen, die von Konfrontationen zwischen Astronauten oder Piloten und unbekannten Flugobjekten handeln. Bereits 1947 sorgte der „Fall Arnold“ für Aufsehen, aber diese Folge dokumentiert auch aktuellere Aufzeichnungen von UFOs über New England und Texas sowie Ton- und Bildaufzeichnungen der NASA aus dem Jahr 2005. In Interviews kommen Astronauten, Piloten, UFO-Beobachter und Experten wie Joseph Nagy von der University of California oder der UFO-Forscher Don Berliner zu Wort.
UFO-Experten und UFO-Jäger untersuchen den Himmel, die Erde und auch Menschen. Sie blicken zu den Sternen, auf die Erde und in den menschlichen Körper. Sie sind UFO-Experten und UFO-Jäger. Vom Fall Roswell und dem Start des „Project Blue Book“ bis hin zu UFO-Sichtungen des 21. Jahrhunderts, sie suchen immer nach Antworten auf die unerklärlichsten Phänomene. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese im Weltall stattfinden oder ob es um außerirdische Implantate in menschlichen Körpern geht. Ihre Hingabe, ihre Einstellungen und ihre Methoden werden oft belächelt und sie werden von den wenigsten Ernst genommen. Aber eines muss man ihnen zu Gute halten: Diese UFO-Spezialisten finden Hinweise und Erklärungen für seltsame Phänomene, was das Denken der Menschheit oft einen großen Schritt vorwärts bringt.

Die Sendedaten der Themenabende für den Januar im Überblick:
Di., 5.1., 20 Uhr: „UFO Hunters: Erstkontakt“ dt. Erstausstrahlung
Di., 5.1., 21 Uhr: „UFO Files: Krieg der Welten?“
Di., 5.1., 22 Uhr: „Geheimnisse des Universums: Galaktische Giganten“


Di., 12.1., 20 Uhr: „UFO Hunters: USOs“ dt. Erstausstrahlung
Di., 12.1., 21 Uhr: „UFO Files: Brasiliens Roswell?“
Di., 12.1., 22 Uhr: „Geheimnisse des Universums: Sturm im All“


Di., 19.1., 20 Uhr: „UFO Hunters: Entführungen“ dt. Erstausstrahlung
Di., 19.1., 21 Uhr: „UFO Files: Das britische Roswell“
Di., 19.1., 22 Uhr: „Geheimnisse des Universums: Die Apokalypse“


Di., 26.1., 20 Uhr: „UFO Hunters: Bruchlandung“ dt. Erstausstrahlung
Di., 26.1., 21 Uhr: „UFO Files: Chinas Roswell“
Di., 26.1., 22 Uhr: „Geheimnisse des Universums: Unerforschte Monde“

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„Thoth – Die Pforten von Atlantis“

Montag, 28. Dezember 2009 0:11

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Der Text ist ein Auszug und eine Zusammenfassung des Buches „Toth – Die Pforten von Atlantis“. Es handelt sich um das zweite Buch von Kerstin Simoné. Es ist der Versuch die wesentlichsten Informationen so zu komprimieren, damit sie für alle Interessierten in Zeitraffer zugänglich sind. Allerdings geht hierbei natürlich auch vieles verloren bzw. ist naturgemäß durch das persönliche Interesse des Autors gefiltert und kann somit auf keinen Fall ein vollständiger Ersatz dafür sein, das Buch komplett zu lesen. Wünschenswert wäre es vielmehr, dass Sie der Text zum Lesen des Originals verführt, denn das hätte Kerstin Simoné meiner Meinung nach verdient. Persönliche Anmerkungen sind in Klammern und kursiver Schrift gekennzeichnet.
die-porten-von-atlantis.jpg„Thoth – Das Tor zum goldenen Zeitalter“
Die Autorin stellt mit diesem Buch die nicht weniger interessante Fortsetzung der von Thoth gegebenen Lehren vor, in denen so brisante Fragen wie: Die Wahrheit über Atlantis und seine energetische Wiederauferstehung, die Entstehung der Pyramiden von Gizeh und ihr Sinn, die kosmischen Gesetze und ihre praktische Anwendung im Hier und Jetzt, 2012 – das Jahr des Übergangs behandelt werden. Die Wesenheit Thoth bereitet uns darauf vor, neue Wege zuzulassen und die vollkommene Freiheit der Seele und des Geistes zu erfahren. Wer bereit ist, sich aus den menschlichen Szenarien des Wertigkeitsdenkens und Hierarchieformen zu befreien, erfährt ein vollkommen neues Bewusstsein. Mit vielen praktischen Anleitungen und Anregungen für die täglichen Schöpfungen unseres Lebens.
Meine Zusammenfassung ::pdf
Das Buch ist im Smaragd-Verlag erhältlich ::smaragd

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„Orbs und andere Lichtphänomene“

Sonntag, 27. Dezember 2009 22:31

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Im März 2010 . . .
wird das erste Orb Buch von Ed Vos (FGK) auch in einer deutscher Fassung erhältlich sein. In der aktuellen Werbebroschüre des Verlages „Neue Erde“ in Saarbrücken wird bereits jetzt auf die Neuerscheinung:
„Orbs und andere Lichtphänomene“ hingewiesen.
(Zum Vergrößern und Lesen –
bitte jeweils die Bilder anklicken!)

Im November 2009, war das Buch von Ed Vos „Orbs en andere lichtfenomenen – Multidimensionale bewustzijnsvormen“ in Holland erschienen. Ed Vos wird es persönlich auf der FGK-Veranstaltung in Zierenberg am 15. und 16. Mai 2010 vorstellen. Weiterführende Informationen auf den Webseiten von Ed Vos
::Ed Vos
und ::dutchlightorbs


Die holländische Ausgabe des Buches: „Orbs en andere lichtfenomenen – Multidimensionale bewustzijnsvormen“ ist im ::Ankh-Hermes Verlag und bei ::bol.com erschienen. ISBN: 97890 202 03660, Preis: € 19,50

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Donnerstag, 24. Dezember 2009 9:16

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Rückblick – Polarlichter über Nordhessen

Donnerstag, 24. Dezember 2009 9:10

Kassel, 7. April 2000 – Als der Himmel sich über der Mitte Deutschlands rot färbte. (ergänzender Artikel zum NASA-Bericht vom 17.12.2009.)
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Alle Bilder: WolfgangSchoeppe©FGK2000 – zum Vergrößern bitte anklicken!

Spektakuläre Polarlichter waren in der Nacht vom 6. auf den 7. April 2000 am Himmel über Südniedersachsen und Nordhessen zu sehen. Augenzeugen schwärmten über diesen beeindruckenden Anblick. Es gab allerdings auch sehr viele besorgte Anrufe bei der Polizei. Polarlichter sind in den mittleren Breiten sehr seltene Naturschauspiele. Das Spektakel entsteht, wenn elektrisch aufgeladene Teilchen der Sonne in die Erdatmosphäre gelangen. Diese Teilchen, meist Elektronen, treffen auf Sauerstoffatome und bringen diese auf ein höheres Energienniveau und damit zum Leuchten. Diese Reaktion ensteht in ca. 100 km Höhe. Das Licht ist dann vor allem als Bewegung von weißen oder fahl grünlichen Schleiern zu sehen. Die Elektronen können sich nur entlang der Magnetfeldlinien bewegen. Da diese Feldlinien am Nord- und Südpol der Erde gebündelt und senkrecht zur Erdoberflächer verlaufen, kann man Polarlichter vor allem in einer ringförmigen Zone um die Pole der Erde beobachten.
In den mittleren Breiten ist das Himmelsschauspiel nur dann zu sehen, wenn sich auf der Sonne außerordentlich starke und zahlreiche Eruptionen ereignen. Denn dann dringen so viele Teilchen in die Atmosphäre ein, dass sie auch auf tiefer laufende Magnetlinien stoßen. Zu einer Rotfärbung des Himmels (Bilder oben), kommt es nur, wenn die Sauerstoffatome und die Elektronen in etwa 500 km Höhe miteinander reagieren. Wie klar die Polarlichter dann zu sehen sind, kann lokal sehr unterschiedlich sein. Intensität, Farbe und Struktur verändern sich örtlich und zeitlich manchmal sehr rasch.
In dieser Nacht vom 6. auf den 7. April 2005 fotografierte und beoabachtete Wolfgang Schöppe (FGK) dieses Himmelsschauspiel bei Lutterberg/Hann. Münden. „Kurz nach 22 Uhr begann das Spektakel am nördlichen Himmel. Nie zuvor habe ich Polarlichter live erlebt. Tiefrot war der nächtliche Himmel, minutenlang hat alles geflackert.“ Wolfgang Schöppe´s Hobby sind die Naturphänomene. 3 bis 4-mal in der Woche ist er nachts mit Kameras, Stativ, Drahtauslöser und anderem Zubehör in der Gegend um Kassel unterwegs, um Himmelsbeoachtungen und Lichtphänomene zu fotografieren und dokumentieren. Die Bilder entstanden in der Zeit von 22.00 bis 22.50 Uhr. „Ich benutze meine beiden analogen Spiegelreflexkameras (Canon AT 1), die ich auf dem Stativ montiert hatte. Auf den Fotos, die ich teilweise bis zu 15 Sekunden belichtete, sind außer den unterschiedlichen Streifen, auch die Sterne zu sehen. Es war sternenklar und ich hatte eine gute Weitsicht. Die Temperaturen lagen bei +6°C. Es gab ein wenig Wind – der Mond war nicht zu sehen.“

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„Jul“ / „Jol“ – Die Wintersonnenwende

Mittwoch, 23. Dezember 2009 8:31

Die Tage werden kürzer, bis das Licht wiederkehrt.
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Bild: Peters©FGK2009

Am 21. (Schaltjahr 22.) Dezember steht die Sonne am Mittag am südlichen Wendekreis im Zenit und geht am nördlichen Polarkreis tagsüber nicht mehr auf. Dieser Tag ist in der nördlichen Erdhälfte der kürzeste des Jahres, die Wintersonnenwende. Sie fällt in der Mitteleuropäischen Zeitzone im Jahr 2009 auf den 21.12., Uhrzeit: 18.47.
Bei allen alten heidnischen Völkern, wie z.B. den Germanen, Kelten oder auch im neuen Heidentum gab/gibt es den Zeitraum vom 20. bis 23. Dezember für die Wintersonnenwende. In diesen dunkelsten und längsten Nächten vollzieht sich eine (Sonn-)Wendung. In diesen Nächten gebiert die Göttin tief in der finsteren Erde in der stillsten aller Stunden das wiedergeborene Sonnenkind. Das Licht triumphiert über die Dunkelheit der Wintermonate. Die Sonne hat den niedrigsten Stand am Himmel. Man feierte den Tod des alten Jahres und die Geburt des neuen Jahres. Nach diesen kürzesten Tagen nimmt die Kraft der Sonne wieder zu und die Tage werden wieder länger. Diesen Mythos findet man in allen Kulturen der Welt wieder.
Die Germanen feierten „Jul“ = „Jol“. Die „geweihten Nächte“ verheißen das Wissen um die große Umkehr, um den Wiederaufstieg des Lichtes und um die Geburt des neuen Lebens. An Jul ist die Dunkelheit gebannt, was tot schien und verloren, wird wieder erwachen. Das Julfest ist ein harmonisches Netzwerk ineinandergreifender Sonnen-, Toten- und Fruchtbarkeitsriten und symbolischer Handlungen zur Neuaktivierung menschlicher und natürlicher Kraft. Der Name Jul hat einen ganz alten Bezug zu Odin. Noch heute hat Odin den Beinamen „Jolnir“. Seine wilden Ritte in der Winterzeit und zu den Rauhnächten mit dem wilden Heer heißen „Jolareidi“. Das erinnert vom Wort her wiederum sehr stark an das alpenländische Jodeln.
In den Alpenländern werden zur Winterzeit viele Bräuche überliefert mit dem Wilden Heer des Odin (Wotan), wie z.B. die Perchtenläufe in der Rauhnachtzeit. Jul läßt sich ethymologisch als „Zauber-“ oder „Beschwörungsfest“ deuten. Und Odin war dann der Jul-Zauberer oder Jul-Schamame – der „Julerich“. Das Symbol der Sonne war für sie das Rad (jol) und deshalb wurden zum Julfest Räder angezündet und die Abhänge heruntergerollt. Das Julfest ist der erste Abend vor den 12 Rauhnächten und ist den Seelen der Verstorbenen geweiht. Die Germanen glaubten, daß sie in dieser Zeit – bis zum 6. Januar – zurückkehrten. Die Göttin des Lichtes wird in dieser Zeit wiedergeboren und zu Ehren der Sonnengöttin Lucina werden Kerzen angezündet, die als Symbol des Lichtes und neuen Lebens gesehen werden.

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Nordlichter erzeugen Lichtexplosionen

Samstag, 19. Dezember 2009 10:10

San Francisco – Die NASA berichtete am 17. Dezember 2009 über kollidierende Nordlichter (Aurora borealis).
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Das Phänomen wird seit ein paar Jahren beobachtet, wurde aber jetzt erstmals beim Herbsttreffen der „American Geophysical Union“ in San Francisco vorgestellt. Wenn Lichtvorhänge mehrerer Nordlichter zusammenstoßen produzieren sie faszinierende Lichtspiele bisher unbekannten Ausmaßes. Das Netzwerk „Themis“, ein Gemeinschaftsprojekt der NASA und der Canadian Space Agency hat zwanzig Bodenkameras und ein Raumfahrzeug rund um die Arktis eingesetzt, um diese Lichterscheinungen aufzunehmen.
NASA-Webseite mit Videos und Bildern zum Phänomen ::mehr
Ausbrüche dieser Größenordnung waren auf der Erde bislang nicht beobachtet worden. Das berichtete die NASA in ihrer ersten Presseerklärung. „Wir hätten es zuvor nicht geglaubt, wenn die Filme jetzt nicht vorliegen würden,“ berichtete Larry Lyon, Space Scientist an der University of California in Los Angeles. Die Entdeckung gibt den Wissenschaftlern einen ersten Einblick in das „Plasma-Endstück“ der Erde, dass der Sonne abgewand ist. THEMIS Projektwissenschaftler Dave Sibeck Goddard vom Space Flight Center erläuterte der Presse den direkten Zusammenhang zwischen den Kollisionen der Nordlichter und den Sonneneruptionen. Die Nordlichter stellen sich für uns als eine Art Spiegelbild dar, was im Moment auf der Sonne passiert. Radarstationen in Alaska und auf Grönland bestätigten vermehrt Plasmaeruptionen und -partikel, die zu diesen aussergewöhnlichen Himmelsbildern führen.
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Bildquelle: C.Hansen©2009

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Unbekannte Flugobjekte

Mittwoch, 16. Dezember 2009 21:42

Wenn große Vogelschwärme ihre Bahnen am Himmel ziehen, scheint es oft zu sein, als hätte eines der Tiere das Oberkommando. Doch in Wahrheit organisieren sich diese Schwärme selbst.

Tausende von Staren bieten an einem Februarabend 2008 bei Gretna, Südschottland, ein unglaubliches Erlebnis für den Zuschauer. Der norwegische Saxophonist Jan Garbarek und das Hilliard Ensemble begleiten das Himmelsballet im Video mit Musik vom Album „Officium“.
Ornithologen untersuchen das Phänomen „Vogelschwärme“ schon seit langem weltweit. Meistens sind die stärksten Mitglieder eines Schwarms erwachsene, männliche Vögel. „Jeder Vogel versucht während der Manöver den stärksten Partner zu finden und neben ihm bis zum Rastplatz zu fliegen, um ihm dann am Morgen zu den guten Futterstellen zu folgen“, erklärte Dan Parkinson, Ornithologe an der Royal Society for the Protection of Birds. „Wir nehmen zwar an zwar, dass Stare alle gleich aussehen, aber sie sehen sehr gut und merken, wer von ihnen fitter ist.“ Taylor hat auch ein paar einfache Regeln aufgestellt, die ihre Flugmanöver erklären sollen. Vögel wie z.B. die Stare vereinigen sich gerne zu großen Schwärmen, kommen sich dabei aber nie zu nahe. Sie müssen beim Flug die gleiche Geschwindigkeit und Richtung wie ihre Nachbarn annehmen. Und sie müssen das tun, was alle anderen auch tun. Diese einfachen Regeln produzieren einen Durchschnitts-Effekt, der alle möglichen sehr komplexen Formen, wie etwa die Wellen, die durch den Schwarm ziehen, erklären können.
Ähnliche Bilder wie im ersten Film (oben) sind auch im nachfolgenden CNN-Video mitzuerleben. Diese Aufnahmen entstanden in der Nähe von Sacramento/Kalifornien. Hitchcocks Thriller „Die Vögel“ hier anzuführen, passt eher nicht zu diesem grandiosen Naturschauspiel.

Meistens sind die stärksten Mitglieder des Verbundes männliche, erwachsene Stare. Sie fliegen im Inneren des Schwarms, weil es für sie dort am sichersten ist. Die Flügelschläge jedes einzelnen Vogels sind synchronisiert. Selbst bei einer zackigen Richtungsänderung fällt kein Vogel aus der Reihe, berichtet Parkinson. Graham Taylor, Ornithologe des „Jesus College“ der Universität Oxford, untersucht das Verhalten der Vögel, indem er ihnen eine kleine Kamera aufsetzt. Die ersten Aufnahmen zeigten, dass die Stare mit ihren Kopfbewegungen sowie ihren ständigen kleinen Schwanzbewegungen ihre Position in der Luft kontrollieren können. Sie verfügen zusätzlich über eine 360-Grad-Sicht.
„Die visuelle Orientierung spielt bei Vögeln eine große Rolle, wenn es darum geht Distanzen zu beurteilen“, so Taylor. „Unsere Aufnahmen zeigen auch, dass Vögel ihre Position mit Hilfe des Luftdrucks kontrollieren. Durch Sensoren an der Spitze der Feder spürt der Vogel die Ausrichtung jeder einzelnen Feder. Damit gleicht er seine Position aus.“
Nur wenige Tiere steuern diesen Schwarm und sorgen dabei für den schlagartigen Richtungswechsel vieler hunderter Vögel. Ähnliche Verhaltensmuster kennen wir von Fisch- und Bienenschwärmen. Bei allen genannten findet man sog. Alpha-Tierchen, die als einzige eine Ahnung davon haben, wohin die Reise einmal gehen wird. Diese Alpha-Tierchen weisen besonders gut ausgestattete Fähigkeiten auf, um z.B. Futterquellen durch Gerüche oder auch Geräusche orten zu können. Theoretisch reicht also eine sehr kleine Gruppe von Entscheidern aus, um einen riesigen Schwarm in eine bestimmte Richtung zu lenken.

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Meteorit über Gudensberg fotografiert

Dienstag, 15. Dezember 2009 23:13

Gudensberg/Kassel – In den meisten Fällen lassen sich Leuchtspuren niedergegangener Meteorite nur durch systematische fotografische Himmelsbeobachtungen mittels automatischer Kamerastationen festhalten
211109_gudensberg_a.jpg… wenn es nicht auch hier Ausnahmen geben würde …
Original (links) vom 21.11.2009, 18.34 Uhr
Belichtungszeit 16 Sek., ISO 200, Blende 2,8

Am 21.11.2009 hielt sich Wolfgang Schöppe, FGK, nördlich von Gudensberg auf, um Stereo-Blitzlicht- und Langzeitbilder zu fotografieren. Er selbst hatte den Vorgang am Himmel nicht beobachtet. Ihm fiel die fast senkrechte Flugbahn eines Himmelskörpers erst beim späteren Betrachten seiner Digitalkamerabilder am heimischen PC auf. Der Himmel war zu der Zeit frei von Wolken und sternenklar, allerdings war es leicht dunstig. Um ein Flugzeug konnte es sich nicht gehandelt haben, denn dafür war der Neigungswinkel zu groß.

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Bildausschnitt des Originals – zum Vergrößern bitte die Bilder anklicken!

Aus der Leuchtspur von Meteoriten lässt sich nicht nur ihre Umlaufbahn berechnen, sondern sie verraten auch ihre Herkunft. Die Farbe der Lichterscheinungen ist verschieden, meist wird weiß, aber auch grünlich, rötlich oder gelb angegeben. Sie ist ausserdem nicht an allen Stellen der Bahn die gleiche. Die Bahnen bekannter Meteorite aus den letzten 50 Jahren wie z.B. „Pribram“ (1959), „Lost City“ (1970) und „Innisfree“ (1977) zeigten eindeutig deren Herkunft im Asteroidengürtel. Der Bereich zwischen den Planeten Mars und Jupiter ist Heimat unzähliger Festkörper in unterschiedlichen Größenordnungen – vom Staubkorn bis hin zum kilometergroßen Planetoiden. Der größte bisher bekannte Planetoid ist Ceres mit einem Durchmesser von 1025 km.
lostcity.jpgBild links: Aufnahme der Leuchtspur des Meteoriten „Lost City“ durch eine automatische Station des Prairie-Network. Im Hintergrund sind die Spuren von Sternen zu sehen, die während der langen Belichtungszeit entstehen.
Nach heutigen Erkenntnissen sind Asteroide und ihre Vorgänger zusammengeballte Reste der planetaren Bausteine, aus denen bei der Bildung unseres Sonnensystems die großen Planeten entstanden. Wissenschaftler vermuten, dass Gravitationsstörungen, verursacht durch den Planeten Jupiter, die Bildung eines weiteren erdähnlichen Planeten verhinderten. Diese Gravitationsstörungen bewirken auch in Zukunft, dass Asteroide untereinander kollidieren werden, was zur Zertrümmerung einzelner führt. Dabei können Bruchstücke in unabhängige Bahnen gelenkt werden und anschließend als Meteorite auf einem planetaren Körper wie der Erde einschlagen. Eine endgültige Bestätigung des Himmelskörpers bei Gudensberg wird in Kürze von Kasseler Astronomen erwartet.

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Meteorschauer – die Geminiden kommen!

Montag, 14. Dezember 2009 23:14

In den nächsten Tagen kommen Himmelsbeobachter wahrscheinlich so richtig auf ihre Kosten. In der Nacht zum Montag und in den folgenden Tagen werden am Himmel bis zu 120 Sternschnuppen pro Stunde erwartet. Verantwortlich für das Spektakel, das jedes Jahr kurz vor dem Wintereinbruch stattfindet, ist der Meteorstrom der Geminiden.
sternschnuppen.jpgAls Verursacher der Sternschnuppen gilt der als erloschener Asteroid klassifizierte Himmelskörper Phaeton. Seine Bahn um die Sonne ähnelt stark der eines Kometen, abgesehen von der kurzen Umlaufszeit von lediglich 1,4 Jahren. Es wird vermutet, dass Phaeton seine flüchtigen Bestandteile, Gas und Staub, bereits vollständig verloren hat. Die Erde durchquert in der Zeit der Geminiden diese Wolke mit Staubresten. Dabei entstehen Sternschnuppen durch die Staubreste des Kometen. Sie dringen mit einer riesigen Geschwindigkeit von etwa 35 Kilometern in der Sekunde in die Erdatmosphäre ein.
Das charakteristische Leuchten der Sternschnuppen entsteht durch die rasenden Staubteilchen die sie umgebende Luft ionisieren, woraufhin diese dann zu leuchten beginnen. Wir sehen also nicht das Staubteilchen, sondern nur die erhitzte Luft. Anders als bei den im Sommer vorbeiziehenden Perseiden, die erst nach Mitternacht zu sehen sind, kann man bei den Geminiden die ganze Nacht über Sternschnuppen am Himmel beobachten. Hobby-Beobachtern wird empfohlen, sich eine möglichst dunkle Umgebung zu suchen. Wer zum Fotoapparat greifen möchte, braucht auf jeden Fall ein glückliches Händchen. Wenn die Sternschnuppe aufleuchtet, ist es meist schon zu spät.
Unter den jährlichen Meteorschauern nehmen die Geminiden, deren Radiant im Sternbild Zwillinge nahe bei den hellen Sternen Castor und Pollux liegt, in mehrfacher Hinsicht eine Ausnahmestellung ein. Der Anstieg zum Maximum erfolgt recht langsam über mehrere Tage hinweg, der Abfall dann aber umso schneller. Der Radiant steht Mitte Dezember der Sonne am Himmel gegenüber. Er ist während der gesamten Nacht über dem Horizont zu finden. Die Höchststellung wird allerdings erst kurz nach Mitternacht erreicht. Deshalb lassen sich die Geminiden im Gegensatz zu anderen Meteoren sehr gut in den Abendstunden beobachten. Der Meteorschauer der Geminiden ist besonders eindrucksvoll, weil er viele helle, typischerweise gelb-weiss leuchtende Meteore hervorbringt. Die hellsten Meteore erscheinen erst nach dem Maximum, während zuvor die schwächeren Objekte dominieren.

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