Demnächst in Frieden (4/7)

Kramer1
Ein MindWalking-Blick auf die Zukunft
von Dipl.-Psych. Rolf Ulrich Kramer

Die Menschheit löst sich aus einem alten Film
Im Weltgedächtnis liegt die Betonung auf Elend und Verlust. Das liegt am psychischen Mechanismus der Verdrängung. Elend und Verlust bleiben länger haften als Freude und Erfolg, ob im individuellen Gedächtnis oder im kollektiven, selbst wenn Jahrmillionen vergangen sind.
Was verdrängt wurde, ist jedoch keineswegs verschwunden. Vielmehr kann es einen „von hinterrücks“ überfallen und sich in irrationalem, unangemessenem Verhalten zeigen. Unbewusst spielt man die Figuren eines alten Films nach. Dies wird als „Dramatisierung“ bezeichnet.
Ein Beispiel: „Gebranntes Kind scheut das Feuer“. Wieso eigentlich? Weil etwas unverarbeitet blieb. Nehmen wir an, dieses Kind habe im Alter von drei Monaten durch ein Stück glühender Grillkohle eine Verbrennung erlitten. Sein traumatisches Erlebnis wurde aus der bewussten Erinnerung verdrängt. Dessen ungeachtet wird dieses Kind noch im Erwachsenenalter beim Anblick von Feuer, Öfen, glühendem Eisen oder Feuerwerk in Panik geraten. Ebenso könnte es einer unerklärlichen Faszination verfallen, historische Feuerwehrhelme sammeln oder sich zur alten persischen Religion der Feueranbeter bekehren. All dies sind Dramatisierungen.
Leider kann es noch schlimmer kommen. Angenommen, ein sadistischer Erwachsener hätte den Säugling absichtlich mit einem Stück glühender Kohle gequält, und zwar nicht nur ein bisschen, sondern bis zur Grenze körperlicher Vernichtung. Er wäre der Sieger, der Säugling das Opfer. Was dazu führen mag, dass das Opfer unbewusst in die Rolle des Täters schlüpft, denn der Täter ist offensichtlich der Stärkere, der Sieger. So möchte das Opfer auch gerne sein. Dementsprechend würde der Säugling, nun als dramatisierender Erwachsener, zu sadistischen Mitteln greifen, um Macht auszuüben (ein aus Gefangenenlagern und Zwangsdiktaturen bekannter Mechanismus).
Eine zutiefst lebensbedrohliche traumatische Prägung kann auch in zukünftigen Leben noch dramatisiert werden. Doch gilt zum Glück auch hier: „Bild erkannt, Gefahr gebannt.“ Unangemessenes Verhalten, selbst wenn in vergangenen Inkarnationen erlernt, verschwindet mit Bewältigung des zugrunde liegenden Traumas. Das gilt für persönliche Traumata genau so wie für kollektive.

::Der AutorDipl.-Psych. Rolf Ulrich Kramer ist am Sonnabend, den 7. Oktober 2017 Referent der FGK-Veranstaltung in Zierenberg. Sein Thema lautet dann „Erinnerungen an Atlantis – Augenzeugen berichten“.


Literatur:
(1) Rupert Sheldrake, The Science Delusion
(2) Mit Dank an Armin Risi, der sich diesen Ausdruck als Titel für eines meiner Bücher ausdachte.
(3) Hans-Joachim Zillmer, Darwins Irrtum, 1998
(4) Hans-Joachim Zillmer, op. cit. / J. F. Blumrich, Kasskara und die sieben Welten (Die Geschichte der Menschheit in der Überlieferung der Hopi-Indianer), 1985. / Immanuel Velikovsky, Welten im Zusammenstoß, 1951. Velikovsky )


::Inhaltsverzeichnis

::Teil 1 – Eine Welt im Aufbruch
::Teil 2 – Uralte Gewohnheiten verlieren ihre Macht
::Teil 3 – Das Akasha-Feld, ein „Internet der Seelen“
::Teil 4 – Die Menschheit löst sich aus einem alten Film
::Teil 5 – Atlantis, ein globales Trauma
::Teil 6 – Archetypen und außerirdische Akteure
::Teil 7 – Wir stehen am Neuanfang – Und die Zukunft?

Datum: Mittwoch, 23. August 2017 8:00
Themengebiet: FGK, FGK-Blogroll, Infofelder, Kramer, MindWalking, Psychologie, Reinkarnation, Spirituelles Trackback: Trackback-URL
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