Das wahre Wesen des Schichtens

Referat von Markus Schlottig, Hannover, auf der FGK-Veranstaltung am 18. Mai 2008 in Zierenberg/Kassel.

m-schlottig-fgk-mai-08.jpgHallo zusammen!
Die meisten von Euch kennen mich. Ich bin der, der immer so seltsame „Gedichte“ schreibt, und der es sich nicht nehmen lässt, bei FGK-Events eines davon vorzutragen. Das will ich auch heute wieder tun, aber nicht ausschliesslich! Denn heute will ich Euch zeigen WARUM ich diese „Gedichte“ schreibe, meine Motivation dazu, und was diese „Gedichte“ beinhalten. Manchmal bin ich selbst sprachlos, wenn ich auf die Fülle dieser „Gedichte“ zurückblicke, und kann selbst nicht fassen, was bisher entstanden ist. 272 Gedichte sind es zur Zeit, etwa 20 davon haben bis zu 72 Vierzeiler, ein weiterer Teil ist recht kurz, aber der weitaus größte Teil hat das „Gardemaß“ von 27 Vierzeilern. Sie unterscheiden sich inhaltlich, denn keines ist wie das andere. Manche gehören einer SERIE an, die sich zu einem bestimmten Thema äußert. Diese „Gedichte nenne ich ZYKLEN. Wieder andere gebe ich nach Fertigstellung nicht gleich weiter, weil ich das Gefühl habe, das etwas „fehlt“. Dann bleiben sie manchmal monatelang liegen, bis sie ergänzt werden.
Wir ihr sicher auch, so habe auch ich mich gefragt: „WOZU SOLL DAS GUT SEIN???“ Zu Anfangs waren wir davon überzeugt, das die „Gedichte“ die Botschaften der Kornkreise wären. Doch das sollte sich als Trugschluß erweisen. Tatsache aber ist, das die Kornkreise den ANSTOSS dazu gaben! Denn sie spielen mit einer tief im Unterbewusstsein „verborgenen“ Kreativität, die sich – wie eine Bauanleitung – in das Gedächtnis brennt. Wir alle, die wir hier sitzen, waren fasziniert von den Kornkreisen. Um so trauriger und niedergeschlagener waren wir, als wir erfuhren, das der wohl größte Teil der Kornkreise von Menschen gemacht sein sollen. Sicher einige „stümperhafte“ Arbeiten haben wir gesehen, und haben diese als Fälschungen erkannt. Doch wir waren von einem echten PHÄNOMEN überzeugt.
elbenberg-2002.jpgIm Bild: „Kornkreis Elbenberg“, entdeckt am 26.6.2002. Einer von vielen Kornkreisen im Raum Kassel die angelegt wurden.
Doch nachdem immer mehr ans LICHT kam, und die „Fälscher“ immer dreister wurden, haben die meisten von uns einfach aufgegeben. Einige wenige aber wollten den Behauptungen einfach keinen glauben schenken und verlangten Beweise. Als das Netz aus Lügen, Betrügereien und Fälschungen immer dichter wurde, wandte man sich innerhalb der FGK einem anderen, bis dato einem „Randthema“ zu: den LIGHT-ORBS.
Ich erinnere mich gut daran, das die frühere FGK die Kornkreise stets „wissenschaftlich“ untersuchte. Da waren zwar einige Geomanten und ein paar Wünschelrouten-Gänger dabei, doch der Schwerpunkt lag bei der rein „wissenschaftlichen“ Untersuchung der Kornkreise. Beim Wuchs der Pflanzen, der Ausrichtung der Halme. VERMESSEN, WIEGEN, BERECHNEN, KATALOGISIEREN.
Was – nicht nur nach MEINER Meinung – dabei aber zu kurz kam, war die BEDEUTUNG der Motive! Sicher, man gab den Kornkreisen „Namen“, aber wohl eher, um sie besser katalogisieren zu können. So warteten wir vergeblich darauf, das sich jemand mit den INHALTEN auseinander setzte. Zudem fiel uns auf, dass viele Kornkreise in der Nähe von alten Plätzen und Heiligtümern der Ahnen zu finden waren.
Hinzu kommt – was nicht unerheblich ist – das Bewusstsein desjenigen, der die Kornkreise untersucht. Seine Wertvorstellungen, sein Glaube und sein eigenes Erleben – das alles fällt in die Interpretationen mit hinein. Ist ein Deuter also eher fernöstlichen „Wahrheiten“ zugetan, so wird er die KK „fernöstlich“ interpretieren. Ist jemand sehr christlich, kaballistisch, indianisch oder avantgardistisch im Sinne des NEW-AGE eingestellt oder aber der Lehre irgendeines Weltenlehrers zugetan, so wird er die KK stets in seinem BLICKWINKEL nicht nur empfinden und auslegen sondern darüber hinaus für sich BEANSPRUCHEN.
Dabei werden dann oft sogar eindeutig „Heidnische“ Symbole „umgedeutet“. Ort und Platz der Erscheinung werden nicht berücksichtigt. Dabei ist es ganz einfach:
Alle Kornkreise in England, Deutschland, Niederlande, Polen, Schweiz und Belgien befinden sich auf GERMANISCHEM Siedlungsraum! Das ist zunächst einmal ein FAKTUM. Avebury, Stonehenge und das „Weisse Pferd“ von Uffington, sind EINDEUTIG alte HEILIGTÜMER. Nicht der Christen, der Juden oder der Hindus, sondern der HEIDEN.
edda2.jpgNatürlich waren unsere AHNEN auch Christen – mindestens 1000 Jahre lang. Aber davor erstreckt sich eine kaum fassbar lange Zeit des „Heidentums“, und die sakralen anlagen dieser Zeit zeugen davon! Doch das wurde IGNORIERT.
ABER NUR IN DEUTSCHLAND. Denn wir haben ein inneres Problem mit den Germanen. Wir setzen unsere Ahnen, die Runen – ihre Schrift – und ihre Geschichte in einen Kontext mit 12 Jahren deutscher Geschichte. Als wenn unsere Geschichte nur DARAUS bestehen würde!
Selbst heute noch wiegen die indischen Veden, die jüdische Kabbala und die Hopi-Prophezeiungen in der „klassischen“ Esoterikszene stärker als die EDDA, oder die einheimischen Dichtungen.
Das liegt daran, das wir im Grunde NICHTS haben, weil Kirche und Inquisition äußerst gründlich dafür gesorgt haben, das uns nichts „teuflisches“ und „heidnisches“ erhalten blieb. So war es doch nur eine FRAGE DER ZEIT, „Wann“ sich jemand finden würde, der diese scheinbar „verlorenen“ geistigen Schätze aus dem Schutt der Zeit befreien würde.
Habt ihr Euch mal gefragt, warum die deutschen Kornkreise geballt in bestimmten Regionen auftauchten? „Na weil dort die Fälscher wohnen, ist doch klar.“ Ja, aber warum wurden gerade in diesen REGIONEN Menschen zu Fälschern?
Nun, wir nennen das INTERAKTION. Das Land „redet“ mit den Menschen, die es bewohnen! Also, was hat eine bestimmte Region in Baden Württemberg mit Nordhessen und ANGELN gemeinsam? Sie befinden sich in unmittelbarer Nähe zu „heidnischen“ ZENTREN!
Wir wollen das jetzt nicht weiter vertiefen. Tatsache aber bleibt, das die Häufigkeit der Kornkreise ab dem JAHR 1988 stetig zunahm. In diesem Jahr bildete sich eine der seltenen MARS – URANUS – NEPTUN – Konstellationen, die bei Astrologen stets mit der WANDLUNG einer Epoche zusammenfällt und die von den meisten Esoterikern, wie Andersen, Heller oder Armin Risi als solch ein Wendepunkt gedeutet wurde.
sofi1.jpgIn Deutschland allerdings begann die „Kornkreiswelle“ erst mit dem Jahr 1999. Und das aus gutem Grund. Denn in jenem Jahr fuhren die meisten „Esoteriker“ nach Süddeutschland um dem EREIGNIS des Jahrhunderts beizuwohnen: Der Totalen Sonnenfinsternis am 11.08.99. Der Kernschatten des Mondes begann irgendwo im Atlantik, wanderte über Südengland, Niederlande und Süddeutschland bis in die Südtürkei, wo er endete. Schon am Vorabend des Ereignisses hatten sich tausende von NEW-Age-Anhängern und DRUIDEN sowohl in Stonehenge, als auch in der Bretagne versammelt. In Deutschland war alles, was in der „Grenzwissenschaftsszene“ Rang und Namen hatte nach Süddeutschland gefahren. Wer nach Stuttgart oder München fuhr, hatte Pech, weil der Himmel dort wolkenverhangen war. Wer nach Karlsruhe gefahren war, hatte Glück! Wir aber fuhren nach Freiburg im Breisgau und andere nach Baden-Baden.
… und hier beginnt meine Geschichte: vortrag_markus.pdf

Datum: Dienstag, 20. Mai 2008 22:37
Themengebiet: FGK KONGRESSE, FGK-Blogroll, Geomantie, Schlottig, Spirituelles Trackback: Trackback-URL
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Ein Kommentar

  1. 1

    „Als das Netz aus Lügen, Betrügereien und Fälschungen immer dichter wurde, wandte man sich innerhalb der FGK einem anderen, bis dato einem „Randthema“ zu: den LIGHT-ORBS.“

    Das ist so nicht ganz richtig, denn das Phänomen der Lichter über den Feldern stand bei mir z.B. von Anfang an mit im Mittelpunkt und es ist neben der Symbolik, denn jedes Symbol hinterlässt geomantische Spuren in der Landschaft, das wahrscheinlich Interessanteste, was überhaupt an den Kornkreisen dran ist. Diejenigen, die allerdings von zwei verschiedenen Phänomenen sprechen, den Lichtern über den Feldern und den orbs, damit meinen sie das breite Spektrum der Lichtphänomene einschließlich der orbs, wissen bis heute nach wie vor nicht, um was es sich beim ersten Phänomen handelt und haben sich mit ihrer Staub- und Wassertröpfchen-Theorie gänzlich auf den Holzweg begeben.

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