Kornkreisreise 2009 nach England (Teil I)

Nach zwei Jahren Pause hat DEGUFO-Mitglied und Chefredakteur des DEGUFORUM, Herr Peter Hattwig zusammen mit einer größeren Gruppe aus dem deutschsprachigen Raum erneut eine Reise ins Kornkreisgebiet von Wiltshire im Süden Englands unternommen. Genauso wie vor zwei Jahren wollen wir auch diesmal wieder seinen Bericht in mehreren Teilen auf unserer Seite veröffentlichen. Hier sein 1. Bericht:
In den folgenden Tagen möchte ich Ihnen einige Einrücke wiedergeben und Sie motivieren – wenn Sie noch nicht dort gewesen sind – auch mal eine Kornkreisreise zu unternehmen. Es sind nicht nur die Figuren im Weizen oder Raps, die faszinieren, sondern auch die Landschaft und die beschaulichen traditionsreichen Städte haben ihren Reiz und sind einen Besuch wert. Es empfiehlt sich jedoch, Regenkleidung mitzunehmen – leider!
Informationen, was sich in Sachen Kornkreise getan hat, erhalten wir im „Barge Inn“ in der kleinen Ortschaft Alton Barnes, jenem legendären Treffpunkt der Kornkreisfans der früheren Jahre. In der näheren Umgebung des Ortes sind allein acht Formationen entstanden, die man von den umgebenden Hügeln erblicken kann. In den folgenden Tagen haben wir den Pub als Treffpunkt gewählt.
Der „Basket“ ist einer der ersten Kornkreise, die ich ausgesucht habe. (Aufnahmen unter www.cropcircleconnector.com).

(Abb. 1)
Auf dem Luftbild (Bild 1) zeichnet er sich durch eine geflochtene Struktur aus, aber als ich ihn von der Straße aus sehe, erinnerte er mich mehr an einen runden gewebten Teppich mit groben Maschen als an einen Korb.

(Abb. 2)
Und als ich nun hineingehe, wandelt sich das Bild noch einmal, denn auf einmal werde ich an ein Schachbrett erinnert, das mithilfe eines Computerprogramms zu einem Kreis deformiert wurde.

(Abb. 3)
Aufgrund der Luftbilder, die ich zuerst im Internet gesehen habe, war ich zunächst sicher, dass der Kornkreis nicht von Menschen angelegt worden sein kann. Vor Ort entstehen Zweifel, denn Kornkreis-Spezialist Frank Peters erläutert, in welcher Reihenfolge man vorgehen müsste, um ihn anzulegen. Theoretisch hört sich das einfach an, in der Praxis hätte ich aber meine Zweifel, denn die Kreisform würde während des Flechtvorgangs höchste Anforderungen an die hypothetischen Kornkreismacher stellen. Die Linien verlaufen nicht parallel wie im Schachbrett, sondern sind – wie schon gesagt – zu einem Kreis deformiert.
Die Analyse der Halme hilft auch nicht weiter. Sie sind nicht gebogen und haben auch keine deformierten oder geplatzten Wachstumsknoten, wie ich das noch vor zwei Jahren gesehen habe. Interessanterweise sind sie nicht am Austritt aus dem Boden, sondern etwa 8 cm oberhalb des Erdbodens geknickt (Bild 4). Diese Tatsache sehe ich als Indiz an, dass der Kreis nicht von Menschen angelegt wurde.

(Abb. 4)
Ich zücke die Kamera und schieße ein erstes Bild, aber der Bildausschnitt ist nicht gut getroffen, deshalb versuche ich, sofort ein zweites Bild hinterher zu machen. Bevor ich dazu komme, fährt die Kamera das Objektiv ein und beendet ihren Dienst. Die Akkus sind leer, ratzekahl leer, obwohl sie die ganze Nacht an der Steckdose gehangen haben und frisch geladen in die Kamera gesteckt wurden. Ich erinnere mich an die Kamera-Ausfälle von vor zwei Jahren, als ich insgesamt vier Mal das Erlebnis hatte, dass die Akkus sich kurz nach Betreten eines Kornkreises entladen haben. Die Erfahrung hat mich gelehrt, Ersatzakkus mitzunehmen. Die weiteren Fotos gelingen, ohne dass es zu einer weiteren Entladung kommt.
Ich marschiere durch die zwei „Henkel“. Sie enden beide genau in einer Treckerspur. Hhmm, überlege ich, wäre ich Kornkreismacher, dann hätte ich diesen Trick auch angewendet, denn das Legen der letzten Halme am Ende eines Korridors ist immer etwas problematisch. Am Ende des Rundgangs ist mein Eindruck gespalten. Von Menschen gemacht, ja oder nein? Für beide Annahmen gibt es Argumente.
Teilnehmer unserer Gruppe, die vor mir angekommen waren, berichten von einem interessanten Erlebnis. Ein Hubschrauber sei zwischen den Hügeln aufgetaucht, habe kurz über den Köpfen der Besucher gestanden, habe gewendet und sei dann zu einer anderen keinen Kilometer entfernten Formationen geflogen, von da aus zur dritten und vierten, so als ob er etwas suchen würde. Ein zweiter Hubschrauber folgte unmittelbar danach und machte auch die Runde. So ging es weiter, insgesamt erschienen fünf Hubschrauber und flogen die Kornkreise der Umgebung ab. Der Vorgang wäre nicht weiter bemerkenswert, denn die Hubschrauber der britischen Armee gehören zu den täglichen Begleitern der Kornkreisforscher, wenn nicht gleichzeitig ein Gruppenmitglied, das geomantische Messungen im Kreis vornahm, gerufen hätte „Ich messe Ufo-Frequenzen.“
Selbstverständlich ist es reine Spekulation, wenn wir als Beobachter annehmen, dass die Hubschrauber ein im Radar sichtbares Objekt verfolgt haben könnten. Bei der Diskussion stellt sich die Frage: Die britische Regierung hat angeblich ihre Ufo-Akten frei gegeben. Sind es wirklich alle Akten? Sind darin auch die im Zusammenhang mit den Kornkreisen aufgetretenen Merkwürdigkeiten enthalten? Ich erinnere mich an ein von der holländischen Kornkreis-Forscherin Jannette Ossebaard berichtetes Erlebnis, als während der Nacht eine rote Kugel vor einem Hubschrauber aufgetaucht sei. Sollten die frei gegebenen Ufo-Akten also eine Auswahl bilden? Nach meinen Erfahrungen würde ich diese Frage bejahen!

Datum: Freitag, 31. Juli 2009 1:44
Themengebiet: FGK, FGK-Blogroll, Hattwig, Dr., Kornkreise 2009 Trackback: Trackback-URL
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Ein Kommentar

  1. 1

    Sehr geehrter Herr Kornkreisforscher,
    es tauchen in der ganzen Welt diese wunderschönen Kornkreise auf. Niemals können, wie so viele denken, diese von Menschenhand gemacht worden sein.
    Man sollte sich nur auf außerirdische- oder auch überirdische Tätigkeiten beschränken. Ufos haben einen negativen Ruf bis hin zum Bösen. Ich vermute eher, sie werden aus dem Überirdischen hergestllt.
    Denn eine Antwort in einer Schrift ergab: Wir bekämpfen List und Betrug. Das wäre ein Kampf auf dieser Erde gegen das Böse. Das Überirdische will darauf aufmerksam machen, wegen der Zerstörungswut der Menschen durch Krieg, Terrorismus, Mord und Totschlag. Ist es so, ist es nicht nur eine wichtige Warnung an diese Welt, sondern gleichzeitig ein Wunder, welches der Welt gezeigt wird und auf sich selbst aufmerksam machen will.
    Mit freundlichen Grüßen
    Anneliese Kurtz, Heidesheim

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