Kornkreisreise 2009 nach England (Teil III)

Dies ist der letzte und abschließende Teil des Berichts. Ich nehme mir erneut die Umgebung von Alton Barnes vor, da die Karten vor den Hügeln des Weißen Pferdes allein fünf Formationen anzeigen. Man braucht nur darauf zu achten, wo Autos am Straßenrand stehen, dann kann man fast sicher sein, dass ein Kornkreis in der Nähe ist. Ich marschiere in das Feld in Richtung Weißes Pferd, ohne zu wissen, welche Formation mich erwartet. Ganz weit hinten kann ich andeutungsweise erkennen, dass da etwas sein muss. Nach Schätzung steht mir ein Fußmarsch von eineinhalb Kilometer bevor.
Hinter mir bilden sich böse schwarze Wolken, egal, ich will dort hinein. Das Feld steigt leicht an, und irgendwann stehe ich so hoch, dass ich die Fläche überblicken kann. Obwohl ich nur flach über das Feld schauen kann, erkenne ich sofort die Formation, die ich unbedingt sehen wollte, denn sie hat es mir angetan: Es ist unverkennbar das Schriftpiktogramm, das in drei Nächten hintereinander angelegt wurde.
(Abb. 1)
Jedes Mal wurde es um einen Teil erweitert. Sollte diese Tatsache ein Indiz sein, dass das Piktogramm das Werk von Scherzbolden war? Der obere Teil erinnert mich an Teile einer Briefwaage, wobei dieser Vergleich mit Sicherheit – sollte er ein Fünkchen Wahrheit enthalten – unvollständig ist. Vielleicht ist es auch ganz falsch. Mit Sicherheit ist der Informationsgehalt größer. Und am unteren Ende hängen in mehreren Anhängseln die „Schriftzeichen“. Ehrfurchtvoll schlendere ich durch die Treckerspur, auf die Zeichen starrend. Was können sie bedeuten? Ich habe keinen Zweifel: Hier soll uns etwas gesagt werden.
(Abb. 2)
Mehrfach halte ich an und untersuche das Korn. Die Halme weisen in der gesamten Formation in den Wachstumsknoten Knicke von etwa 45° auf, während sie am unberührten Rand kerzengerade stehen (siehe Abb. 3 unten).
(Abb. 3)
Es gibt kein besseres Indiz, dass diese Formation nicht von Menschen gemacht wurde. Wenn Skeptiker dennoch behaupten, dass alle Kornkreise von Menschen gemacht werden, dann sollen sie – bitte schön – die Anomalien an den Halmen erklären. Die Knicke in den Wachstumsknoten sind jedenfalls nicht erklärbar.
In der Formation treffe ich auf Holländer. Wir diskutieren, wie man das Rätsel der „Schriftzeichen“ lösen könnte. Ich bin nicht der Einzige, den diese Frage beschäftigt. Der aufkommende Regen, der auf mich einprasselt, zwingt mich irgendwann, das Feld wieder zu verlassen, ohne dass ich Gelegenheit gehabt hätte von einem höheren Standpunkt aus ein Übersichtsfoto zu machen. Man muss schon sehr hoch gehen, denn das Schriftpiktogramm ist mit seinen 398 Metern die längste je erschienene Formation.
(Abb. 4)
Die kommenden Tage werde ich darüber grübeln, was die Zeichen bedeuten könnten und vor allem – wie sie zu dekodieren sind. Ich fürchte, mithilfe konventioneller Methoden wird das nicht gelingen.

Datum: Mittwoch, 5. August 2009 22:58
Themengebiet: FGK-Blogroll, Hattwig, Dr., Kornkreise - crop circles Trackback: Trackback-URL
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