Rückblick – Polarlichter über Nordhessen

Kassel, 7. April 2000 – Als der Himmel sich über der Mitte Deutschlands rot färbte. (ergänzender Artikel zum NASA-Bericht vom 17.12.2009.)
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Alle Bilder: WolfgangSchoeppe©FGK2000 – zum Vergrößern bitte anklicken!

Spektakuläre Polarlichter waren in der Nacht vom 6. auf den 7. April 2000 am Himmel über Südniedersachsen und Nordhessen zu sehen. Augenzeugen schwärmten über diesen beeindruckenden Anblick. Es gab allerdings auch sehr viele besorgte Anrufe bei der Polizei. Polarlichter sind in den mittleren Breiten sehr seltene Naturschauspiele. Das Spektakel entsteht, wenn elektrisch aufgeladene Teilchen der Sonne in die Erdatmosphäre gelangen. Diese Teilchen, meist Elektronen, treffen auf Sauerstoffatome und bringen diese auf ein höheres Energienniveau und damit zum Leuchten. Diese Reaktion ensteht in ca. 100 km Höhe. Das Licht ist dann vor allem als Bewegung von weißen oder fahl grünlichen Schleiern zu sehen. Die Elektronen können sich nur entlang der Magnetfeldlinien bewegen. Da diese Feldlinien am Nord- und Südpol der Erde gebündelt und senkrecht zur Erdoberflächer verlaufen, kann man Polarlichter vor allem in einer ringförmigen Zone um die Pole der Erde beobachten.
In den mittleren Breiten ist das Himmelsschauspiel nur dann zu sehen, wenn sich auf der Sonne außerordentlich starke und zahlreiche Eruptionen ereignen. Denn dann dringen so viele Teilchen in die Atmosphäre ein, dass sie auch auf tiefer laufende Magnetlinien stoßen. Zu einer Rotfärbung des Himmels (Bilder oben), kommt es nur, wenn die Sauerstoffatome und die Elektronen in etwa 500 km Höhe miteinander reagieren. Wie klar die Polarlichter dann zu sehen sind, kann lokal sehr unterschiedlich sein. Intensität, Farbe und Struktur verändern sich örtlich und zeitlich manchmal sehr rasch.
In dieser Nacht vom 6. auf den 7. April 2005 fotografierte und beoabachtete Wolfgang Schöppe (FGK) dieses Himmelsschauspiel bei Lutterberg/Hann. Münden. „Kurz nach 22 Uhr begann das Spektakel am nördlichen Himmel. Nie zuvor habe ich Polarlichter live erlebt. Tiefrot war der nächtliche Himmel, minutenlang hat alles geflackert.“ Wolfgang Schöppe´s Hobby sind die Naturphänomene. 3 bis 4-mal in der Woche ist er nachts mit Kameras, Stativ, Drahtauslöser und anderem Zubehör in der Gegend um Kassel unterwegs, um Himmelsbeoachtungen und Lichtphänomene zu fotografieren und dokumentieren. Die Bilder entstanden in der Zeit von 22.00 bis 22.50 Uhr. „Ich benutze meine beiden analogen Spiegelreflexkameras (Canon AT 1), die ich auf dem Stativ montiert hatte. Auf den Fotos, die ich teilweise bis zu 15 Sekunden belichtete, sind außer den unterschiedlichen Streifen, auch die Sterne zu sehen. Es war sternenklar und ich hatte eine gute Weitsicht. Die Temperaturen lagen bei +6°C. Es gab ein wenig Wind – der Mond war nicht zu sehen.“

Datum: Donnerstag, 24. Dezember 2009 9:10
Themengebiet: Astronomie, FGK-Blogroll, Lichtphän./Orbs, Schöppe Trackback: Trackback-URL
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