Vulkan Eyjafjallajökull hat Europa im Griff

Der isländische Vulkan “Eyjafjallajökull” spuckt heiße Lava und Asche in den Himmel über Island. Die Asche des Vulkans gelangt durch den Westwind, der für den Nordatlantik typisch ist, momentan nach Kontinentaleuropa.

Musik: „Depart And Eternity Theme“ by Eleni Karaindrou
In Nord- und Westeuropa sind durch die Staubwolke aus Island bereits viele Flughäfen geschlossen worden. In Großbritannien startet oder landet derzeit keine Maschine, ebensowenig in Irland und Island. In Nordeuropa sind Norwegen, Schweden und Finnland von weiteren Schließungen der Flughäfen betroffen. Ebenso wurde der Flugverkehr inzwischen auf den norddeutschen Flughäfen eingestellt. Die Folgen sind jedoch inzwischen global, es fliegen weder Flugzeuge von Oslo nach Paris, von Kopenhagen nach Kairo oder von Budapest nach Dublin. Ebenso werden z.B. Flüge von oder nach New York, Sydney oder Buenos Aires gecancelt oder umgeleitet. Ölplattformen in der Nordsee und der norwegische Archipel Spitzbergen sind momentan isoliert. In Europa sind rund ein Viertel aller Flüge ausgefallen und viele Passagiere sitzen auf den Flughäfen fest. Das Problem ist nicht die verminderte Sicht bei den Flügen, sondern Ablagerungen von Asche auf Tragflächen und ihr Eindringen in die Triebwerke.
Ob die Staub-, Asche- und Schwefelpartikel in der Atmosphäre Auswirkungen auf das Wetter haben werden, kann bisher noch nicht gesagt werden. In der Vergangenheit gab es immer wieder starke Vulkanausbrüche weltweit, die zu leichten Abkühlungen geführt hatten. Um jedoch auch weltweit Auswirkungen feststellen zu können, muss die Aschewolke erst einmal um den Globus herum sein. Eine direkte Veränderung des Wetters kann aber fast ausgeschlossen werden. Wahrscheinlicher wäre es, wenn der Sommer kühler ausfällt. Denn wenn das Sonnenlicht von den Staubartikeln in der Stratosphäre wieder in den Weltraum reflektiert wird, kann es über einen längeren Zeitraum nicht zur Erdoberfläche durchdringen. Kannte man solche Szenarien zuletzt nur aus dem Inselreich der Philippinen bei den Ausbrüchen der Vulkane Mayon und Pinatubo, sind jetzt erstmals Nord- und West-Europa betroffen.
Isländische Geologen gehen davon aus, dass die Eruptionen des Eyjafjallajökull Tage, aber auch Jahre andauern könnten. Momentan werden sie stärker. Der Nachschub für die Aschewolke dürfte vorerst also nicht abreißen. Am Donnerstag stieß der Eyjafjallajökull mit unverminderter Stärke eine Säule aus Rauch und Asche in den Himmel. Sie erreichte eine Höhe von ca. 11 km. Der Wind trieb die Asche wie am Vortag in östliche Richtung auf den europäischen Kontinent zu.
Der Vulkan unter dem Gletscher Eyjafjallajökull war erst am Mittwochmorgen ausgebrochen. Bereits im März war am Eyjafjallajökull erstmals seit 1823 ein Vulkan ausgebrochen.

Datum: Donnerstag, 15. April 2010 20:57
Themengebiet: FGK-Blogroll, Geologie, Klima, Peters, Umwelt Trackback: Trackback-URL
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Ein Kommentar

  1. 1

    AN alle…
    Hat dieser Vulkanausbruch etwas mir der Erdreinigung, die bis 2012 stattfinden soll, zu tun? Kennt jemand die Weissagugnen über die Öffnung von Portalen die die Engergie erhöhen soll?

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