Reisetipps für Kornkreisfreunde / Teil 3/7

Wiedersehen nach 15 Jahren – Beitrag von Kurt Diedrich

Dienstag, 22.06.2010
p1010208a.jpgAn diesem Tage beschränkte sich unsere „Morgenwanderung“ auf einen Rundgang um East Kennett, bei dem wir keinem einzigen Menschen begegneten: Ein ausgesprochen ruhiges kleines Dorf mit einer schönen, alten Kirche.
::Bild Kirche in East Kennett
Den Nachmittag nutzten wir zu einer Erkundung der Läden im Zentrum von Marlborough. Wer ein vielfältiges, anspruchsvolles Lebensmittelangebot liebt und gerne in einem blitzsauberen, gepflegten Supermarkt einkauft, sollte dem Waitrose Lebensmittelmarkt in Marlborough unbedingt einen Besuch abstatten.
Da ich nur ungern auf meinen geliebten Nachmittagskaffee (mit Kuchen) verzichte, durfte auch ein Besuch im legendären Café „Pollys Tea Room“ nicht fehlen. Ich hatte dieses Lokal von meinen früheren Besuchen noch in angenehmer Erinnerung. Umso enttäuschter war ich über die mir recht hochnäsig und unaufmerksam erscheinenden Bedienungen und das sehr renovierungsbedürftig aussehende Innere, das lediglich von einigen wenigen (sehr) alten Damen bevölkert war. Mit Kaffee, Tee und Sahnetörtchen lässt sich heutzutage wohl auch in England kein großer Umsatz mehr machen. Schade! Dafür wurden wir jedoch am Abend durch einen Besuch beim Italiener (direkt neben dem Franzosen) entschädigt. Wer hat bloß behauptet, das Essen in England sei ungenießbar?

Mittwoch, 23.06.2010
Am Morgen dieses Tages stand die (obligatorische) Stonehenge Tour auf dem Plan. Es ist schon fast eine alte Tradition, dass ich diesem Monument bei jedem meiner England-Aufenthalte einen Besuch abstatte. Von West Kennett nach Stonehenge ist es wirklich nur ein Katzensprung von etwa 25 Kilometern. Was mir bei der Fahrt dorthin besonders auffiel, war das aggressive Fahrverhalten der Einheimischen, das ich früher in dieser eklatanten Weise nie beobachtete:
Obwohl die Straße über Alton Barnes nach Stonehenge extrem schmal war, über keinerlei Seitenstreifen verfügte und sich in unübersichtlichen, engen Kurven durch kleine Dörfer schlängelte, fühlte ich mich ständig durch die hinter mir her fahrenden Wagen genötigt und bedrängt. Offensichtlich bewegte ich mich mit meiner der Gefahr angepassten Geschwindigkeit nach Meinung der an meiner Stoßstange förmlich klebenden, verhinderten „Grand Prix Piloten“ wohl zu langsam. Da ich jedoch nicht gewillt war, mir den nötigen Respekt meiner Verfolger durch das mutwillige Überfahren von Hühnern oder gar Dorfbewohnern zu verschaffen, lenkte ich meinen Wagen (wenn sich überhaupt einmal ein Platz dazu bot) gelegentlich an den Straßenrand, um die vom Rennfieber befallenen Automobilisten nicht in ihrem Geschwindigkeitsrausch zu stören.
Zu Stonehenge selbst möchte ich an dieser Stelle nicht viel sagen. Wer das Monument nicht kennt, findet entsprechende Informationen in großer Vielfalt im Internet und der entsprechenden Literatur. Eine positive Neuerung im Vergleich zu meinem letzten Aufenthalt besteht in einem kleinen Gerät, das den Besucher während des Rundgangs über eine Art Kopfhörer mit der Geschichte von Stonehenge vertraut macht – und dies in allen wichtigen Sprachen dieser Welt. Der Besucherandrang an diesem Tag war sehr groß, wobei sicher auch das schöne Wetter seinen Teil dazu beisteuerte.

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Stonehenge mit Orb

Auf einem der zahlreichen Fotos, die ich mit meiner Digitalkamera von den beeindruckenden Steinen machte, fielen mir einige blasse, kugelartige Gebilde auf, die mich an typische Orb-Fotografien erinnerten. Eines dieser Objekte ist recht gut zu erkennen – die anderen dagegen nur bei ganz genauem Hinschauen zu erahnen.
Der Rückweg zum Hotel führte uns über Devizes, eine Strecke, die wesentlich besser zu befahren ist als der Hinweg, und die ich deshalb nur, auch wenn es ein paar Kilometer mehr sind, empfehlen kann.
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Stadtzentrum von Devizes

Devizes ist zwar nicht ganz so malerisch wie Marlborough, dafür ist die Stadt jedoch etwas größer und bietet mehr Möglichkeiten zum Einkauf. Es mag nur ein subjektiver Eindruck sein, aber es ist mir auch diesmal wieder aufgefallen, dass wir in Devizes in vielen Geschäften ganz besonders zuvorkommend und freundlich bedient wurden.

::Bildquelle Kurt Diedrich©


01 – Anreise, Unterkunft, Knapp Hill und „Barge Inn“
02 – Wanderung East Kennett – Silbury Hill – Avebury u.a.
03 – East Kennett, Marlborough, Stonehenge und Devizes
04 – Einparken, „Silent Circle“ und West Kennett Long Barrow
05 – Cherhill Down
06 – Der Kornkreis am Savernake Forest bei Marlborough
07 – „Royal Oak“, Abendstimmung am Knap Hill und Reisefazit

Datum: Donnerstag, 12. August 2010 1:15
Themengebiet: Diedrich, FGK, FGK-Blogroll, Kornkreise - crop circles, Kornkreise 2010 Trackback: Trackback-URL
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