Reisetipps für Kornkreisfreunde / Teil 5/7

Wiedersehen nach 15 Jahren – Beitrag von Kurt Diedrich

Donnerstag, 24.06.2010
Wie oft ist er mir bei meinen früheren England-Aufenthalten schon aufgefallen: Lansdowne Monument, ein Obelisk, der bei der Fahrt von Devizes in Richtung Marlborough links hinter den Hügeln von Cherhill Down hervorlugt. Gelegenheit, ihm einen Besuch abzustatten, hatte ich bisher nie. Höchste Zeit also, dies nachzuholen. Angeblich sollen ja bereits schon einmal merkwürdige Licht- bzw. Laserstrahlen beobachtet worden sein, die sich vom Himmel direkt auf seine Spitze richteten – ein Gerücht, dessen Wahrheitsgehalt sich nach über 15 Jahren natürlich nur noch schwer überprüfen lässt.
bild_299a.jpg„Soll ich wirklich da rauf?“

Der Obelisk ist leicht zu erreichen, wenn man den Weg von Beckhampton nach Calne nimmt. Kurz hinter der in Teil 4 bereits beschriebenen Abfahrt nach Yatesbury befindet sich am linken Straßenrand eine kleine Parkbucht, in der etwa drei bis vier Fahrzeuge Platz finden. Mehr Parkraum steht den Besuchern leider nicht zur Verfügung. Meine Erwartung, mit dem Wagen direkt bis zum Obelisken fahren zu können, wurde leider enttäuscht: Das stattliche Monument befindet sich nämlich auf dem Gipfel eines Berges, dessen Höhe man ihm von weiten absolut nicht zugetraut hätte.
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Imposante Hügel

bild_327a.jpgBröckelndes Lansdowne Monument

Gipfel und Obelisk sind nur über einen etwa 500 m langen Fußweg zu erreichen, der es in sich hatte und der mir fast wie ein Gebirgspfad in den Alpen erschien. Doch die Anstrengung lohnt sich: Der herrliche Rundum-Ausblick vom Fuße des genau 38 m hohen Obelisks auf die Landschaft der Umgebung ist eine angemessene Entschädigung für die Strapazen des Aufstiegs. An klaren Tagen soll man von hier oben die Berge von Süd-Wales und den Cleeve Hill in den westlichen Cotswolds erkennen können.
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Ausblick lohnt Aufstieg

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Das „Cherhill White Horse“

Es scheint Leute zu geben, denen dieser Berg zum sportlichen Training zu dienen scheint: Während wir seine Spitze nur mühsam erklommen, gelang es einem mit Wanderstiefeln, Rucksack und Hut „bewaffneten“ Unbekannten in Begleitung eines (bedauernswerten) Hundes, diesen Berg in derselben Zeitspanne gleich dreimal (auf dem kürzesten und steilsten Wege) zu besteigen und danach mit atemberaubendem Tempo hinter den benachbarten Hügeln zu verschwinden. Handelte es sich bei diesem mit fast übermenschlicher Energie ausgestatteten Wesen am Ende gar um einen getarnten Außerirdischen oder um das Ergebnis genetischer Experimente in geheimen Labors? Zu diesem Thema kursieren ja die merkwürdigsten Gerüchte im Internet ;-).

::Bildquelle Kurt Diedrich©


01 – Anreise, Unterkunft, Knapp Hill und „Barge Inn“
02 – Wanderung East Kennett – Silbury Hill – Avebury u.a.
03 – East Kennett, Marlborough, Stonehenge und Devizes
04 – Einparken, „Silent Circle“ und West Kennett Long Barrow
05 – Cherhill Down
06 – Der Kornkreis am Savernake Forest bei Marlborough
07 – „Royal Oak“, Abendstimmung am Knap Hill und Reisefazit

Datum: Sonntag, 22. August 2010 20:01
Themengebiet: Diedrich, FGK, FGK-Blogroll, Kornkreise - crop circles, Kornkreise 2010 Trackback: Trackback-URL
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