Projekt „Genie und Geometrie“

Die Fernsehsendung „Genie und Geometrie – Stonehenge und die Vermessung der Welt“ von Ronald P. Vaughan wurde erstmals am 25. November bei 3sat gezeigt und wird dort am 1. Dezember wiederholt.
In Europa sind rund 50.000 Steinmonumente aus der Vorgeschichte registriert. Orte wie Stonehenge, Carnac, Gizeh und Chartres stehen für geniale Bauwerke mit geheimnisvoller Symbolik und vielfältigen Verbindungen zur Erde und dem Kosmos.

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Bild: Carnac/Bretagne – 21.08.2007 – F.Peters©FGK
Können neue Spuren aus der Frühgeschichte mit Landkarten, Kombinatorik und mit dem Computer entdeckt werden? Ronald P. Vaughan, Initiator des Projektes „Genie und Geometrie“, ist der Überzeugung, dass in allen Anordnungen von sakralen Bauplätzen eine Systematik, Mathematik und nachvollziehbare Geometrie liegt. „Der Ort an sich war stets wichtig, aber die harmonische Anordnung und die Verbindungslinien dürften zur Verstärkung von vermeintlichen, nicht messbaren Kräften gedient haben“. Auf der Suche nach bemerkenswerten Spuren aus der Frühzeit reist Vaughan mit der Kamera quer durch Mitteleuropa. Die Suche führt durch einen Zeitraum von annähernd siebentausend Jahren, von den Kreisgrabenanlagen welche rund 5.000 vor Christus errichtet wurden, über Stonehenge über den Dombau bis zur barocken Stadtplanung von Karlsruhe die eindeutig auf den Dom zu Speyer hinweist. Seitdem Menschen Bauwerke errichten, arbeiten sie mit großem Aufwand, mit hervorragendem technischen Wissen und auch im Einklang mit der Sonne, dem Mond und mit den sichtbaren Gestirnen. Das Wissen rund um das Planen mit dem Lauf der Gestirne ist größtenteils in Vergessenheit geraten, ebenso das Wissen über den Sinn und Zweck von mindestens 50.000 Bauwerken der sogenannten Megalithkultur, die innerhalb von rund 3.500 Jahren von Nord-Schottland bis Nord-Afrika errichtet wurden. Sowohl die Erbauer der Kreisgrabenanlagen als auch die Gestalter der Himmelsscheibe von Nebra, kannten die Erde und den Kosmos offenbar unglaublich gut.
Der Film versucht keine spekulativen Antworten zu konstruieren, und stellt die Spuren unserer genial, geometrisch orientierten Vorfahren in den Mittelpunkt. In der Dokumentation kommen u.a. der englische Forscher und Bestsellerautor Paul Devereux, der Wiener Archäologieprofessor und Kreisgraben-Pionier Wolfgang Neubauer und der Landvermesser und Entdecker der mittelalterlichen Kirchenausrichtungen Erwin Reidinger zu Wort.
Die Sendung wurde erstmals am 25. November 2010 ausgestrahlt – wiederholt wird sie am Mittwoch, 1. Dezember 2010 um 14.15 Uhr in Stereo, 16:9, auf 3sat
::3sat – Programm
::Weitere Informationen – Genie und Geometrie

Datum: Dienstag, 30. November 2010 19:52
Themengebiet: Archäologie, Astronomie, FGK, FGK-Blogroll, Geologie, Geomantie, Hören + Sehen, Peters Trackback: Trackback-URL
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