Tschernobyl – 25 Jahre danach (I)

atomkraft-nein-danke.jpgAm Samstag, 26. April 1986, explodierte in dem Kernkraftwerk nahe der nordukrainischen Stadt Prypjat gegen 1.24 Uhr nachts einer von vier Reaktoren. In diesem Jahr jährt sich die Katastrophe von Tschernobyl zum 25. Mal, und es wurden immer noch keine Konsequenzen aus ihr gezogen. Große Mengen von Radioaktivität wurden damals bei der Explosion in die Luft geschleudert und verseuchten Böden vor allem in der Ukraine, in Russland und in Teilen Weißrusslands. Eine Fläche von rund 40.000 Quadratkilometern wurde auf Jahrzehnte verstrahlt. Die radioaktive Wolke zog von dort zunächst nach Skandinavien, breitete sich aber dann über ganz Europa aus: In Deutschland ging der „Fallout“ insbesondere über Regionen in Südbayern nieder.
Die jüngste Atom-Katastrophe in Fukushima, Japan ist lange noch nicht gebannt. Ständig erreichen uns neue schockierende Meldungen. Vieles erinnert an Tschernobyl. Noch heute wagen sich nur wenige Menschen in die „Zone“ rund um Tschernobyl. Ständig weisen Warnschilder auf die Strahlungsbedrohung hin. Die ständige Stille ist ein schweigendes Mahnmal angesichts der von der Atomkraft ausgehenden Gefahr.
Die Menschheit hat aus den Folgen von Tschernobyl anscheinend nichts gelernt. In vieler Hinsicht ähneln sich die Katastrophen in Tschernobyl und Fukushima.
Der Widerstand gegen die Kernenergie wächst weltweit, denn spätestens seit Fukushima weiß jeder, dass die Atomkraft nicht beherrschbar ist. Zudem gibt es nach wie vor keine sichere Endlagerung für die Brennstäbe. Wie gehen die Atomkonzerne und mit ihr die Bundesregierung mit den Menschen um? Gerade letztere trägt eine Verantwortung für ihre Bürger. Was haben die nächsten Generationen für eine Überlebenschance, wenn alles verseucht und verstrahlt ist?
atomkraft-nein-danke.jpgAm Ostermontag fanden in Deutschland wieder Großdemonstrationen an 12. Atomanlagen statt, die sich gegen die weitere Nutzung der Atomenergie wenden. Immer mehr Menschen gehen auf die Straße, denn ihnen ist nicht gleichgültig, welche Lebenschancen ihre Kinder einmal haben werden – darum
„Abschalten – sofort – ohne Wenn und Aber!“
Der gefährlichste Reaktor der Welt ::Teil II


::Inhaltsverzeichnis
::Tschernobyl – 25 Jahre danach (I)
::Tschernobyl – 25 Jahre danach (II)
::Tschernobyl – 25 Jahre danach (III)

Datum: Montag, 25. April 2011 15:12
Themengebiet: Energien, altern., FGK, FGK-Blogroll, Peters, Technologie, Umwelt Trackback: Trackback-URL
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