Buch: „Tunguska. Das Rätsel ist gelöst?“

Es war ein schöner, klarer Junimorgen im Jahre 1908. Aus sprichwörtlich heiterem Himmel brach die Katastrophe herein: Ein riesiges Gebiet im mittelsibirischen Bergland wurde von einer gewaltigen Explosion erschüttert. Da diese Region damals fast unbesiedelt war, haben nur wenige Menschen dieses Ereignis miterlebt.
Die Explosionswellen wurden aber von Seismographen auf der ganzen Welt registriert. In einer Entfernung von rund 700 Kilometern brachten die erdbebenähnlichen Erschütterungen fast die Transsibirische Eisenbahn zum Entgleisen. Augenzeugen sahen ein längliches Objekt vom Himmel herab fallen, das in bläulich-weißem Licht leuchtete. Einer zwanzig Kilometer hohen Lichtsäule folgte eine schwarze pilzförmige Wolke.
tunguska.jpgWodurch die Explosion ausgelöst wurde, gehört zu den Jahrhunderträtseln. Zunächst brachte der 1. Weltkrieg die Tunguska-Forschungen ins Stocken, erst 1921 geriet das Ereignis durch die Expeditionen des Forschers Ernst Leonid Kulik wieder ins öffentliche Interesse. Nach Ende des 2. Weltkriegs wurden die Erkundungen von anderen Forschern wieder aufgenommen. Die Katastrophe – dann auch mit der Explosion der Atombombe von Hiroshima verglichen – beschäftigt mittlerweile Wissenschaftler und Hobbyforscher aus aller Welt. Ihre Deutungen des Phänomens umfassen über 100 verschiedene Theorien. Handelt es sich um den Einschlag eines Meteoriten, Kometen oder Asteroiden? War Antimaterie im Spiel oder ein Schwarzes Loch. Gab es eine Explosion von hypothetischen Elementarteilchen, eine Tachyonen-Explosion? Waren die geheimnisvollen Experimente des Nikola Tesla der Grund? Oder waren doch außerirdische Phänomene im Spiel, wie der Hobbyforscher aus Krasnojarsk, Juri Lawbin, zu erklären versucht.
Im deutschsprachigen Raum wurden zur Tunguska-Thematik bisher nur wenige Bücher veröffentlicht, dabei fasziniert das Phänomen nach wie vor und es gibt sogar Computerspiele, die sich damit befassen.
In diesem neuen Buch werden alle wichtigen Thesen und Forschungen beleuchtet. Dabei legt die Autorin das Hauptgewicht auf die Ergebnisse letzten zwanzig Jahre, denn nach der Öffnung der Grenzen durch die damalige Sowjetunion, konnten internationale Tunguskaforscher das ferne Sibirien besuchen.
Die unvoreingenommene Betrachtung aller Forschungsergebnisse und die Auswertung der verschiedenen Theorien lassen nur einen Schluss zu, die Katastrophe war eine Verkettung mehrerer Elemente und Ereignisse in Folge. Bei der Untersuchung wird vor allem die Theorie Juri Lawbins ausführlich behandelt, der die Explosion eines außerirdischen Raumschiffs vermutet. Hat er das Jahrhunderträtsel gelöst?


::mehrAngelika Jubelt„Tunguska. Das Rätsel ist gelöst?“
ISBN 3-935910-83-5, 125 Seiten, 21 s/w-Fotos, 10 Farbfotos
Paperback, € 11,50. Verlag Ancient Mail, Groß-Gerau

Datum: Samstag, 28. Mai 2011 0:50
Themengebiet: Buch/DVD-Tipps, FGK, FGK-Blogroll, Para-Phänomene, Peters, UFOs+Ausserird. Trackback: Trackback-URL
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Ein Kommentar

  1. 1

    Hat die Autorin auch das Gebild selbst besucht? Geht aus dem Autorenprofil nicht hervor.

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