Buchtipp: „Das Gedächtnis der Kellnerin“

Kuriose Geschichten aus der Wissenschaft. Haben Sie sich schon mal gefragt, wie Servicekräfte es schaffen, hunderte von Getränken den richtigen Gästen zu servieren? Und warum versagen gerade sie bei anderen Gedächtnisaufgaben?
das_gedaechtnis_der_kellnerin.jpgWissen Sie, wie Hexerei auf das Gehrin wirkt? Und warum es gut sein kann, Parasiten zu haben? Mit scharfem Blick und einem Gespür fürs Ungewöhnliche ergründet Jay Ingram merkwürdige Aspekte menschlichen Verhaltens. Er taucht in die Tiefen der Wissenschaftsgeschichte und beleuchtet die bezarre Wunderwelt der Natur.
::Leseprobe – Das Gedächtnis der Kellnerin
In diesem Buch ist eine kleine Auswahl meiner Lieblingsgeschichten aus der Welt der Naturwissenschaften versammelt. Einige bewahre ich schon seit Jahren in meinem Schatzkästlein auf und habe nur auf den richtigen Moment gewartet, um sie auszupacken. Andere sind neu. Es ist eine kunterbunte Mischung, trotzdem haben die Geschichten vieles gemeinsam.
Zum einen wurden die meisten der auf den folgenden Seiten beschriebenen Entdeckungen weitab vom Mainstream der Naturwissenschaften gemacht. Kaum einer der Wissenschaftler, die hier erwähnt werden, wird für seine Entdeckungen vom Nobelpreiskomitee nach Stockholm eingeladen werden. Was nicht heißt, dass es sich um unseriöse Wissenschaft handelt, ganz im Gegenteil. In diesem Buch geht es nicht um Ufologie oder Parapsychologie – diese so genannten Wissenschaften fallen eher unter psychische Krankheiten oder Glaubenskriege als unter ernstzunehmende Erkenntnisse. Die meisten der hier vorgestellten Entdeckungen stammen aus den randständigen Regionen des Forschungsbetriebes und sind ungewohntes Terrain, auf dem sich Fachleute ungewöhnlichen Fragen gegenüber sehen. In diesen Randbereichen isolieren Wissenschaftler keine Gene, sondern sie wollen verstehen, warum es bestimmte Gene überhaupt gibt. Sie versuchen, längst verstorbenen Menschen auf die Schliche zu kommen und deren Hirnwindungen zu analysieren. Manchmal sind sie den allereinfachsten Fragen auf der Spur, Fragen, die so offensichtlich sind, dass sie von der herkömmlichen Wissenschaft links liegen gelassen werden.
Anhand von Forschungsarbeiten, die sich mit diesen etwas abseitigeren Themen befassen, lässt sich häufig hervorragend die subjektive Seite der angeblich so objektiven Naturwissenschaften erkennen. Kreativität, Vorurteile, Intoleranz und Beckmesserei sind seit jeher Bestandteil des akademischen Betriebs, doch in den folgenden Kapiteln werden sie oft besonders deutlich.
Noch eines haben die hier versammelten Anekdoten gemeinsam: Es wird nie das letzte Wort über sie gesprochen werden. Wer unsere wunderbare und oftmals skurrile Welt verstehen will, kommt niemals an ein Ende: Jeder Blick eröffnet Überraschungen und lässt uns immer aufs Neue staunen. Das macht diese Geschichten so unterhaltsam.
::Autoren-Porträt von JAY INGRAM
Jay Ingram zählt zu den bekannten Alltagswissenschaftlern im englischsprachigen Raum. Der kanadische Wissenschaftsautor moderiert das erste täglich ausgestrahlte und preisgekrönte TV-Wissenschafts-magazin und ist Kolumnist des Toronto Star. Jay Ingram ist Ehrendoktor der McGill University und gewann mehrere Journalistenpreise.
::mehr Informationen – jokers.de – 279 Seiten, einige s/w-Abbildungen, 14 x 22 cm, geb., SU., Campus Verlag, früher 19.90 EUR, jetzt nur 4.99 EUR

Datum: Freitag, 29. Juli 2011 3:08
Themengebiet: Buch/DVD-Tipps, FGK, FGK-Blogroll, Peters Trackback: Trackback-URL
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