Wie ein apokalyptischer Thriller …

Seit einigen Jahren ist der Fotograf Mike Olbinski regelmäßig auf den Prärie-Gebieten der Central Plains unterwegs, wo früher hauptsächlich Bisonherden grasten, heute hingegen in großen Ausmaßen Weizen angebaut wird. Die Landschaft wird auch als „Wheat Belt“ = Weizengürtel oder auch als „breadbasket“ = Brotkorb bezeichnet, denn nicht weniger als die Hälfte des Weizens der USA wird in diesem Gebiet produziert.
Mike Olbinski haben es jedoch die Tornados angetan, die sich Jahr für Jahr ihre Schneisen durch die Felder bahnen und alles mit sich reißen, was sich ihnen in den Weg stellt. Seine Aufnahmen entstanden am 3. Juni 2013 in der Nähe von Booker, Texas (Landkarte). In dieser Region treffen nicht weniger als fünf amerikanische Bundesstaaten aufeinander: Kansas, Oklahoma, Texas, New Mexico und Colorado.
::Tornados – können über Wasser und über Land entstehen, wobei letzteres die USA deutlich häufiger betrifft. Die genauen Umstände, unter denen sie sich entwicklen, sind noch nicht abschließend erforscht, sicher ist jedoch, dass aufsteigende Feuchtigkeit einen großen Anteil hat, die Intensivierung der Kraft der entstandenen Winde hängt dann unter anderem von der Bodenreibung ab. Die weitaus meisten Tornados verlaufen folgenlos, starke Wirbel haben aber die Kraft, auch schwere Gegenstände wie Fahrzeuge vom Boden anzuziehen und zu verwerfen.
In den USA werden pro Jahr rund 1200 Tornados registriert, wobei die als „tornado alley“ bezeichnete Region zwischen den Bundesstaaten Texas, Oklahoma, Kansas und Nebraska am häufigsten betroffen ist. Hier sind die Voraussetzungen besonders günstig, da recht flaches Land vor dem Massiv der Rocky Mountains liegt, das eine Barriere für das Klima darstellt. Die häufigsten Vorkommnisse werden im Frühsommer beobachtet.


::Mike Olbinski – www.mikeolbinski.com
::Aktuelle Info – Mehrere Tote bei Tornados in Oklahoma

Datum: Samstag, 15. Juni 2013 8:47
Themengebiet: FGK-Blogroll, Naturphänomene, Peters Trackback: Trackback-URL
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