Was nach dem Sterben geschieht (1/5)

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Der Autor des Artikels Dipl.-Psycholge Rolf-Ulrich Kramer war Referent der FGK-Herbstveranstaltung am 27. Oktober 2012 in Zierenberg zum Thema „MindWalking.


Erkenntnisse aus anderen Ebenen
Niemand weiß wirklich, was nach dem Sterben geschieht, aber es gibt aufschlussreiche Quellen für die Erkenntnissuche. Eine davon ist „Mindwalking“, eine vom Autor aus Gesprächstherapie, Verhaltens- und Tiefenpsychologie gebildete Methode zur Persönlichkeitsentwicklung. Dabei findet jeder Klient seine eigene Antwort auf die Frage, was mit der Seele im Jenseits geschieht.
Von vergangenen Leben und Reinkarnation sprechen wir heutzutage mit aller Selbstverständlichkeit. Wieso aber vermögen wir uns an unsere Vorleben nicht zu erinnern? Könnte sich auf dem Weg vom letzten Tod zur jetzigen Geburt etwas Traumatisches ereignet haben? Denn bekanntlich entstehen Vergessen und Unbewusstheit durch traumatische Erlebnisse und deren Verdrängung.

Trauma und Erinnerung
Auf solche heftigen, gewaltsamen Geschehnisse stößt ein Sitzungspartner im Verlauf seiner MindWalking-Sitzungen tatsächlich. Manche von ihnen hatten den Tod zur Folge, und damit das Ende eines bestimmten vergangenen Lebens. Und so unschön dieses Ende gewesen sein mag, kann es sogar noch danach, in der Zwischenlebenszeit, zu unangenehmen Überraschungen kommen!
Obwohl MindWalking keineswegs darauf abzielt, beim Sitzungspartner Erinnerungen an vergangene Leben zu erwecken oder ihn gar mit astralen Lichtwelten, Engeln oder Dämonen in Verbindung zu bringen, ereignet sich dies dennoch. Es geschieht sozusagen ganz von selbst, während man strikt problemorientiert an einer gegebenen Thematik arbeitet, noch dazu ganz ohne Hypnose oder Suggestion. Grundsätzlich besteht der Sitzungsverlauf aus nichts weiter, als dass der Sitzungspartner beschreibt, was er im Zusammenhang mit seiner Themenstellung auf seinem „geistigen Bildschirm“ sieht: nämlich die bildhaften Eindrücke aus der Vergangenheit. Der Sitzungsleiter wiederum beschränkt sich auf Fragen nach Zeit, Ort und Ablauf. Nur hierdurch, und durch nichts anders, wird ein intensives Nacherleben des traumatischen Urerlebnisses eingeleitet, oft unter heftigen emotionalen und somatischen Begleiterscheinungen.

Wahrnehmung von außerhalb des Körpers
Betrachten wir nun den Verlauf eines Sterbevorgangs: Das geistige Wesen trennt sich vom Körper und sieht seinen Leib tot unter sich liegen. Die Szene wird aus der Vogelperspektive betrachtet. Die „Kamera“ hängt sozusagen außerhalb.
An so etwas können sich die meisten Menschen problemlos erinnern. Einigen wenigen kommt auch der Rest ihrer Reise wieder in den Sinn: durch die Zwischenwelt bis hin zur nächsten Geburt. Aus solchen Erinnerungen setzt sich der vorliegende Artikel zusammen.
Die Wahrnehmung aus einer Außenposition mag ungewöhnlich erscheinen, doch tatsächlich erleben viele Menschen nicht erst nach dem Tod, sondern schon während ihres Lebens gelegentlich eine Wahrnehmung von außen. Der Vorgang ist ganz normal. Es handelt sich einfach um einen der beiden möglichen Wahrnehmungsmodi, die dem Menschen in seiner geistigen Wesensform gegeben sind. Der eine Modus ist die Innenposition, aus man „durch die Augen“ schaut, der andere jener aus der Außenposition.
Auch in der Außenposition, ob während des Lebens oder nach dem Sterben, gehen Denken, emotionale Empfindung und absichtsvolles Handeln ungebrochen weiter. Beispiele hierfür (während des Lebens) finden sich im Mannschaftssport wie dem Fußball, bei Extrembelastungen wie im Motorradrennen und bei Kampftechniken wie etwa Karate und Aikido. Immer geht es hier um blitzschnelle Koordination, und die Akteure leisten sie zumeist von außerhalb des Körpers. Doch sind sie sich dessen nicht immer bewusst. Weil ihre fünf Sinne nämlich nach wie vor funktionieren, orientieren sich die Akteure auch während einer Außenposition bequemerweise an ihnen statt an den eher subtilen Signalen der Außenkamera.
Aus diesem Grund sind sich nur die wenigsten Menschen ihrer Außenposition bewusst, selbst wenn eine solche gerade gegeben ist. Ausnahmen dazu gibt es. Hochalpinisten etwa berichten gelegentlich von einer beängstigend deutlichen Außenwahrnehmung ihres Körpers. Dieses ungewohnte Erlebnis lässt sie häufig an ihrem Verstand zweifeln. Doch dazu besteht kein Grund, im Gegenteil, denn durch entsprechendes Training lässt sich diese Wahrnehmungsform regelrecht erlernen. Man ist also nicht „verrückt“, bloß wenn man sich mal von außen sieht.

©Rolf-Ulrich Kramer, im November 2012


Was nach dem Sterben geschieht
::Inhaltsverzeichnis
::Teil 01 – Trauma und Erinnerung
::Teil 01 – Wahrnehmung von außerhalb des Körpers
::Teil 02 – Nachtod anders als Nahtod
::Teil 03 – Downloading mentaler Inhalte aus der Akasha-Chronik
::Teil 04 – Die Nirwana-Welt
::Teil 04 – Zurück zur Erde
::Teil 05 – Der Strudel des Vergessens
::Teil 05 – Ein neues Leben – Bloß keine Angst!


::Zur Person des Autors Rolf-Ulrich Kramer


::Literatur – Rolf-Ulrich Kramer
MindWalking – Unbelastet in die Zukunft, Münster 2008.


::Vorschau – Am 28. September 2013 ist Rolf-Ulrich Kramer erneut Referent der FGK-Herbstveranstaltung in Zierenberg, dann mit dem Thema „Im Internet der Seelen“ – Telepathische Interaktion und mediale Durchsagen.

Datum: Donnerstag, 27. Dezember 2012 8:30
Themengebiet: FGK, FGK-Blogroll, Infofelder, Kramer, MindWalking, Psychologie, Reinkarnation Trackback: Trackback-URL
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