Was nach dem Sterben geschieht (3/5)

was_nach_dem_sterben_geschieht.jpg

Der Autor des Artikels Dipl.-Psycholge Rolf-Ulrich Kramer war Referent der FGK-Herbstveranstaltung am 27. Oktober 2012 in Zierenberg zum Thema „MindWalking.


Downloading mentaler Inhalte aus der Akasha-Chronik
Die Weiterreise nach dem Tod lässt sich grob in drei Erlebnistypen unterteilen. Im ersten werden Orte und Personen besucht, die dem Verstorbenen etwas bedeuteten. Oft bleibt er bis zur Beobachtung der eigenen Beerdigung in der Nähe. Erst danach erfolgt ein Entschweben nach oben bis in eine Höhe von etwa 25 bis 30 Kilometern. Beim Durchqueren dieser Höhenzone trifft das körperlosen Geistwesen in der Regel auf Erlebnisbilder, die im morphogenetischen Erdenfeld abgespeichert sind – um diesen von Rupert Sheldrake eingeführten Begriff in erweiterter Form zu benutzen. Solche Erlebnisbilder existieren in Form selbsttragender, informationsgeladener, feinenergetischer Felder. Sie beinhalten die Erlebnisse irdischer Organismen über die Zeiten hinweg. Es handelt sich um Aufzeichnungen von allem, was je von Tieren, Menschen oder Pflanzen erlitten wurde, insbesondere um das Traumatische. Dieses Phänomen dürfte dem entsprechen, was als „Bardo“ (tib. Totenbuch), „Akasha-Chronik“ (Blavatsky), „Erdgürtelzone“ (Franz Bardon) oder „kollektives Gedächtnis“ (C. G. Jung) bezeichnet wird.
Das umherirrende und durch den jüngst vergangenen Tod noch verstörte Wesen interagiert auf nur halbbewusste Weise mit diesem kollektiven Erinnerungsspeicher. Wegen gedanklicher, emotionaler und inhaltlicher Ähnlichkeiten kommt es zur Resonanz zwischen persönlichen und kollektiven Erlebnisinhalten. Dies wiederum hat ein unbewusstes und ungewolltes „Downloading“ des kollektiven Materials zur Folge – wobei der abgeschiedene Geist Gefahr läuft, dieses Fremdmaterial für sein eigenes zu halten und vollends in Verwirrung zu geraten.
Der Verbleib im abgeschiedenen Zustand ist von ganz unterschiedlicher Dauer. In einem Fall mögen Jahre oder Jahrzehnte vergehen, in einem anderen auch Jahrhunderte, sogar Jahrtausende. „Oben“ vergeht zwar keine Zeit, doch irgendwann wird das körperlose Geistwesen aus dieser Erdgürtelzone wieder zur Erdoberfläche heruntergezogen, wo es erneut inkarniert, und unten angekommen, lässt sich feststellen, wie viel Zeit vergangen ist.
Beim zweiten Typ von Nachtoderlebnissen wird von einem Entschweben über die Erdgürtelzone hinaus in Astralwelten hinein berichtet. Selbstverständlich sind Wörter wie „darüber hinaus“, „jenseits“ und „oben“ kaum zutreffend, insofern es sich beim astralen Bereich nicht um eine geographisch bestimmbare Dimension handelt. Dort, in der Astralwelt, wo auch immer also, trifft man, wenn man Glück hat, auf wohlgesinnte Engelwesen, die einen für eine Weile aufnehmen, beruhigen und die geistigen Wunden heilen. Hat man aber Pech, so trifft man nicht auf Engel, sondern auf dämonische Wesen.
Irgendwann einmal geht es wieder zurück zur Erde. Der heilende Einfluss der Lichtkräfte geht beim Durchgang durch die Erdgürtelzone mit ihren massenhaft hereinprasselnden Bildern jedoch zum guten Teil wieder verloren – zumal das genesende Wesen während seines „Kuraufenthaltes“ auch nicht auf die Gefahren des erneuten Abstiegs vorbereitet worden ist. Wie es scheint, weiß man in der Komfortzone dort draußen nicht, was sich in der Kampfzone weiter unten abspielen wird.
Ein solcher Erinnerungsvorgang ist übrigens beileibe kein Vergnügungsspaziergang, sondern vielmehr ein regelrechtes Erkämpfen und Rückgewinnen von Bewusstsein. Nicht selten treten während einer Sitzung heftige Schmerzen und Emotionswallungen auf.

©Rolf-Ulrich Kramer, im November 2012


Was nach dem Sterben geschieht
::Inhaltsverzeichnis
::Teil 01 – Trauma und Erinnerung
::Teil 01 – Wahrnehmung von außerhalb des Körpers
::Teil 02 – Nachtod anders als Nahtod
::Teil 03 – Downloading mentaler Inhalte aus der Akasha-Chronik
::Teil 04 – Die Nirwana-Welt
::Teil 04 – Zurück zur Erde
::Teil 05 – Der Strudel des Vergessens
::Teil 05 – Ein neues Leben – Bloß keine Angst!


::Zur Person des Autors Rolf-Ulrich Kramer


::Literatur – Rolf-Ulrich Kramer
MindWalking – Unbelastet in die Zukunft, Münster 2008.


::Vorschau – Am 28. September 2013 ist Rolf-Ulrich Kramer erneut Referent der FGK-Herbstveranstaltung in Zierenberg, dann mit dem Thema „Im Internet der Seelen“ – Telepathische Interaktion und mediale Durchsagen.

Datum: Mittwoch, 2. Januar 2013 8:30
Themengebiet: FGK, FGK-Blogroll, Infofelder, Kramer, MindWalking, Psychologie, Reinkarnation Trackback: Trackback-URL
Feed zum Beitrag: RSS 2.0 Diesen Artikel kommentieren

Kommentar abgeben