3.9.2013 – Kornkreis Bosschenhoofd (7/9)

Die Burg Castel del Monte und der Stauferkönig Friedrich II. (1)
Zurück zu unserem holländischen Kornkreis. Die Steinmoschee wird von einigen Historikern als Vorbild der Burg Castel del Monte vermutet.
castel_del_monte.jpg
::Bildquelle wikipedia.org
Wenn ich über diese Burg (Abbildung oben) spreche, dann ist es unvermeidlich, um über seinen ungewöhnlichen Bauherrn zu sprechen, den Stauferkönig Friedrich II, 1194 bis 1250.
Er wuchs in Unteritalien auf, das zur damaligen Zeit ein Schmelztiegel der Kulturen war und hielt sich auch während seiner Regierungszeit als deutscher Kaiser vorwiegend dort auf. Er beherrschte mehrere Sprachen, war hoch gebildet, an allen Wissenschaften interessiert und politisch höchst befähigt. Die Tatsache dass er sich arabische Gelehrte an seinem Hof hielt und besten Beziehungen in den arabischen Raum hatte, befähigte ihn schließlich in seinem ersten Kreuzzug, Jerusalem als Pfand für ein gewonnenes Schachturniers mit dem arabischen Kontrahenden Sultan al-Kamil von Kairo zu erringen. Wie auch immer, erreichte er allein mit Verhandlungsgeschick, dass seine Ritter freien Zugang zu den christlichen Heiligtümern bekamen und schloss den Friedensvertrag, der als „Frieden von Jaffa“ in die Geschichte einging. Er zog triumphierend in Jerusalem ein, ohne einen Tropfen Blut zu vergießen. 1229 setzte er sich selbst die Krone des Königreichs Jerusalem aufs Haupt.
Die steinerne Krone Apuliens, wie Castel del Monte auch genannt wird, hatte Friedrich zwischen 1240 und 1250 errichten lassen. Seine einzigartige achteckige Form, mit acht achteckigen Wehrtürmen „hat kein eindeutiges Vorbild und auch keinen Nachfolger gefunden“ 5]. Man kann es aber auch ansehen als eine Abwandlung des arabischen Baumusters in Achteck-Formen und Acht-Teilungen [Altorientalisch-antikes Symbol für die Vollendung des Kosmos] 6], wie es etwa im Felsendom von Jerusalem sichtbar ist, dessen Architektur der Kaiser, der sich in der Jerusalemer Grabeskirche zum König von Jerusalem krönen ließ, 1229 durch eigene Anschauung kennengelernt hatte.
::Quellewikipedia.orggoogle.maps
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5] http://de.wikipedia.org/wiki/Castel_del_Monte#Deutungen_zur_Funktion_und_Form_des_Kastells
6] Koch, Wilfried: Baustilkunde. Das große Standardwerk zur europäischen Baukunst von der Antike bis zur Gegenwart. München 1994, S.301. ISBN 3-572-00689-9


Inhaltsverzeichnis
::Teil 01 – Einleitung
::Teil 02 – Die Geometrie
::Teil 03 – Der Felsendom zu Jerusalem (1)
::Teil 04 – Der Felsendom zu Jerusalem (2)
::Teil 05 – Das UFO über dem Felsendom (1)
::Teil 06 – Das UFO über dem Felsendom (2)
::Teil 07 – Die Burg Castel del Monte (1)
::Teil 08 – Die Burg Castel del Monte (2)
::Teil 09 – Die Burg Castel del Monte (3)

Datum: Donnerstag, 9. Januar 2014 9:14
Themengebiet: FGK, FGK-Blogroll, Geometrie, Kornkreise 2013, Limbrunner Trackback: Trackback-URL
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