3.9.2013 – Kornkreis Bosschenhoofd (9/9)

Die Burg Castel del Monte und der Stauferkönig Friedrich II. (3)
Eine kurze Vita:
1194 bis 1250 – Kaiser Friedrich II.
1228 bis 1229 – Kreuzzug, der von Papst Gregor IX. gebannte Kaiser Friedrich II. erhält durch den Vertrag von Akkon Jerusalem, Bethlehem und Nazareth
1240 – Baubeginn von Castel del Monte
… diese heilige Stadt [Jerusalem] bekam Friedrich durch pures Verhandlungsgeschick zurück. Am 17. März 1229 zog er dort mit seinem kleinen Heer, das nicht einen Kampf ausfocht, ein. Geholfen haben mögen ihm dabei seine engen Beziehungen zu muslimischen Gelehrten, seine Kenntnisse der arabischen Sprache und nicht zuletzt sein beglaubigter Respekt vor der islamischen Religion.
::Quellechronico.de
„Man vermutet zwei Vorbilder für Castel del Monte. Als Friedrichs Lieblingsaufenthalt in Deutschland galt die Pfalzkapelle in Aachen. Sie besitzt ebenfalls Achteckform. Es gibt also eine starke Beziehung dieses weit abgelegenen apulischen Bauwerks zur deutschen Kunst. Man kann es aber auch ansehen als eine Abwandlung des arabischen Baumusters in Achteck-Formen und Acht-Teilungen 7], wie es etwa im Felsendom von Jerusalem sichtbar ist, dessen Architektur der Kaiser, der sich in der Jerusalemer Grabeskirche zum König von Jerusalem krönen ließ, 1229 durch eigene Anschauung kennengelernt hatte“ 8].
Nun zu entscheiden, welches der beiden Bauwerke Vorbild für das seltsame Castell del Monte war ist aufgrund der Kornkreisanalyse klar beantwortbar geworden.
Die deutsche Pfalzkapelle ist es nicht, denn hier konnte ich die Kreisformation des Kornkreises nicht wiederfinden. Die Achteckkonstruktion beruht auf dem gleichen Grundprinzip, wie der Felsendom. Festmachen kann man dies einzig anhand der Kreisformation des Kornkreises bei Bosschenhoofd.
achteck.jpg
Abbildung links, der Grundriss von Castell del Monte, rechts die Konstruktion und darüber gelegt, die drei Kreise des Kornkreises.
Ich habe die Maße des Kornkreises eingetragen, um deutlich zu machen, dass dies die Maßproportionen des Kornkreises sind. Der Innerste Kreis bildet den Umkreis um den Innenhof, der mittlere Kreis bildet den Inkreis der Außemauern, der große Kreis geht durch die Mitte der 8 Türme. Castell del Monte ist ca. 13,8 mal größer als der Kornkreis.
Interessant in diesem Zusammenhang. Castell del Monte ist selbst eine Art Kornkreis, wie folgender Spiegelartikel vom Oktober 1991 zeigt:
… In der geometrischen Formelsprache von Castel del Monte soll nämlich Friedrich II. allerlei Hinweise auf andere ihm wichtige Orte und Bauwerke versteckt haben: auf Chartres und die Kathedrale Notre-Dame, auf Jerusalem und den Felsendom. Vor allem aber wollen die Forscher im Grundriß versteckt auch ein Abbild der Cheops-Pyramide erkannt haben – samt Angaben über die Lage jener verborgenen Kammer des Pharaonen, die bisher noch niemand gefunden hat.
… ihre Berechnungen zeigen weiterhin, daß als Maßeinheit für die Burg die sakrale ägyptische Elle verwendet wurde. Und so kommt es, daß der Umkreis von Castel del Monte ziemlich genau der Seitenlänge der Cheops-Pyramide entspricht: 232,92 Meter.
::Quellespiegel.de
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7] Altorientalisch-antikes Symbol für die Vollendung des Kosmos, siehe Wilfried Koch: Baustilkunde. Das große Standardwerk zur europäischen Baukunst von der Antike bis zur Gegenwart. München 1994, S.301. ISBN 3-572-00689-9
8] http://de.wikipedia.org/wiki/Castel_del_Monte#Deutungen_zur_Funktion_und_Form_des_Kastells


Inhaltsverzeichnis
::Teil 01 – Einleitung
::Teil 02 – Die Geometrie
::Teil 03 – Der Felsendom zu Jerusalem (1)
::Teil 04 – Der Felsendom zu Jerusalem (2)
::Teil 05 – Das UFO über dem Felsendom (1)
::Teil 06 – Das UFO über dem Felsendom (2)
::Teil 07 – Die Burg Castel del Monte (1)
::Teil 08 – Die Burg Castel del Monte (2)
::Teil 09 – Die Burg Castel del Monte (3)

Datum: Montag, 13. Januar 2014 9:05
Themengebiet: FGK, FGK-Blogroll, Geometrie, Kornkreise 2013, Limbrunner Trackback: Trackback-URL
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