1.7.2012 – Kornkreis Waden Hill (5/12)

Das Drama um Évariste Galois.
evariste_galois.jpgUm die Leistungen des Évariste Galoise verstehen zu können muss man folgendes wissen: Bis zu seinem Erscheinen konnte man in der Mathematik alle Gleichungen lösen die folgende Form haben.
ax2 + bx3+cx2+dx (Gleichung 2. Grades)
ax3 + bx2+cx2+dx (Gleichung 3. Grades)
ax4 + bx3+cx2+dx (Gleichung 4. Grades)
::Bildquelle – wikipedia.org
Für Gleichungen 5. Grades gab es über 250 Jahre lange keine vollständigen Lösungen. Die besten Mathematiker des 19. Jahrhunderts scheiterten an diesem Problem. Galoise unternahm einen bis dato völlig neuen Ansatz, löste das Problem auf überraschende Weise und begründete damit einen neuen Zwei der Mathematik, der im Rahmen der Betrachtungen um die Tetraktys eine zentrale Rolle spielt.
Seit Galoise spielt Symmetrie ist in der Mathematik DIE zentrale Rolle.
Évariste Galois hat mit 18 Jahren eine Arbeit eingereicht, mit der ein Problem gelöst wurde, das seit 250 Jahren ungelöst war. Einen vollständigen Katalog der Lösungen der Gleichung fünften Grades (ax5+bx4+cx3+dx2+ex) und solche n-ten Grades.
Doch zunächst wurde seine Arbeit von Cauchy, Fouruer und Poisson abgelehnt. Sie hatten kaum etwas davon verstanden, veröffentlichten aber kurz darauf eigene Arbeiten über elementare Gruppentheorie. Kein Zweifel besteht heute daran, dass die berühmten Mathematiker von dem jungen Mann abgeschrieben hatten. Die Gefahr ertappt zu werden war gering, denn Galois war bis zu diesem Zeitpunkt völlig unbekannt und er hatte keine Beziehungen. Die Arbeiten waren jedoch immer noch unzureichend um o.a. Problem lösen zu können. Galois reichte zwei Jahre später eine verbesserte Version ein und die ging angeblich verloren.
Im Alter von 20 Jahren starb Galois bei einem Duell. Ein Freund Galois legte seine Arbeit in Druck, verbreitete sie und sandte sie an die berühmtesten Mathematiker der damaligen Zeit. Auch von Gauß und Jacobi aus Deutschland kam keine Reaktion. Die Bedeutung der Galoistheorie erkannte der Mathematiker Joseph Liouville erst ca. 10 Jahre nach dem Hinscheiden seines Schöpfers.
Seither begann der Siegeszug der Gruppentheorie mit der man alleine durch Symmetriebetrachtungen o.a. Gleichungen lösen kann. Das war der Beginn einer völlig neuen Mathematik, in der der Begriff der Symmetrie eine zentrale Rolle spielte.

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Inhaltsverzeichnis
::Teil 01 – Einleitung: Kornkreis Waden Hill
::Teil 02 – Die Pythagoreische Tetraktys
::Teil 03 – Das heilige Symbol der Pythagoräer
::Teil 03 und Quell der immer strömenden Natur
::Teil 04 – Ein kurzer historischer Abriss zur Tetraktys
::Teil 05 – Das Drama um Évariste Galois

Datum: Freitag, 24. Januar 2014 9:11
Themengebiet: FGK, FGK-Blogroll, Geometrie, Kornkreise 2012, Limbrunner Trackback: Trackback-URL
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