Zulassung von Gen-Mais 1507 droht

Der Deutsche Bundestag hat die Chance verpasst, ein unmissverständliches Zeichen gegen Agro-Gentechnik zu setzen. Am 30. Januar lehnten die Abgeordneten mehrheitlich einen Antrag der Grünen ab, der die Bundesregierung mit einem klaren Mandat für ein Nein zum Gen-Mais 1507 nach Brüssel geschickt hätte.
genmais.jpgAm 11. Februar wird im Rat für Allgemeine Angelegenheiten der EU über die Anbauzulassung des Gen-Maises 1507 abgestimmt. Das von der Pflanze ständig produzierte Gift gefährdet Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten. Derzeit stehen keine gentechnisch veränderten Pflanzen auf deutschen Feldern. Doch schon im nächsten Frühjahr könnte der Mais auch hierzulande auf den Äckern wachsen – und auf unseren Tellern landen.
„Der Gen-Mais 1507 stößt auf eine überwältigende Ablehnung. Der Bundesregierung ist die Mehrheit der Bevölkerung aber offensichtlich egal. 88 Prozent der Deutschen haben sich gegen den Anbau dieses Gen-Maises ausgesprochen,“ sagt Dirk Zimmermann, Gentechnikexperte von Greenpeace.
An der Ausgangslage für die entscheidende Abstimmung im Februar hat sich durch den Bundestagsbeschluss allerdings nichts geändert. Weiterhin braucht es ein deutsches Nein um die Zulassung von 1507 zu verhindern, immer noch ist nicht sicher wie sich Deutschland verhalten wird. Sollte eine Enthaltung Deutschlands eine Mehrheit gegen den Gen-Mais verhindern, wäre die EU-Kommission gefragt. Diese hat aber schon mit der Vorlage des Maises zur Abstimmung deutlich gemacht, dass sie die Zulassung befürwortet. Schon 2014 wäre der Anbau von „1507“ dann EU-weit erlaubt.

Bitte schreiben Sie deshalb an die verantwortlichen Politiker und fordern Sie ein klares „Nein“ aus Deutschland in der Abstimmung!
::Protest-Mail

Datum: Montag, 10. Februar 2014 12:24
Themengebiet: FGK, FGK-Blogroll, Gesundheit, Nahrung+Wasser, Peters, Verschwörungen Trackback: Trackback-URL
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