Gentechnik schädigt das Ökosystem

Sind gentechnisch veränderte Pflanzen erst einmal freigesetzt, verbreiten sie sich unkontrolliert und lassen sich nicht mehr zurückholen. Durch den Transport von Saatgut und Erntemaschinen, durch Wind und Bienen gelangen die Pollen oft kilometerweit. „Koexistenz ist nicht möglich“, sagt der kanadische Landwirt Percy Schmeiser und spricht dabei aus eigener Erfahrung. Seine Felder wurden durch Gentech-Raps von Monsanto verunreinigt, woraufhin der Konzern ihn wegen Patentverletzung verklagte. Durch die Freisetzung von Gentech-Pflanzen wird die gentechnikfreie Landwirtschaft gefährdet. Verbraucherinnen und Verbraucher können auf lange Sicht nicht mehr frei wählen.
Vor allem die Imkerei ist durch Gentechnik gefährdet. Bienen kennen keine Sicherheitsabstände und sammeln auch Pollen von Gentechnik-Pflanzen. Imker haben daher besondere Probleme, ihre Produkte gentechnikfrei zu halten. Denn der Gentech-Mais MON 810 ist in Deutschland zum Anbau zugelassen. Nach aktueller Rechtssprechung ist Honig, der Pollen des MON 810 enthält, nicht verkehrsfähig. Die Folgekosten muss jedoch der Imker tragen und nicht der Bauer, der den Gentechnik-Mais anbaut: Das sind zum Beispiel Kosten für den eventuellen Standortwechsel, für die Honiganalyse sowie für die mögliche Entsorgung. Die gesamte Ernte eines bayerischen Imkers wurde so im September 2008 zunichte gemacht.
Gentechnik-Konzerne rufen nach neuen besseren Pflanzen-Sorten. Dabei müssen wir nur nutzen und schützen, was uns über Jahrhunderte das Überleben gesichert hat: Die Vielfalt unserer Landwirschaft. Doch sie ist bedroht. 75% der Kultursorten unserer Lebensmittel sind im letzten Jahrhundert verschwunden.
Die britischen Studien „Farm-Scale-Evaluations“ belegen in einer umfangreichen Untersuchung, dass die Biodiversität (die Vielfalt an verschiedenen Pflanzen und Tieren) durch den Anbau von Gentechnik-Pflanzen, die gegen das Ackergift Roundup resistent gemacht wurden, stark zurückgeht. Der Anbau von diesen sogenannten herbizidresistenenten Pflanzen – das ist weltweit vor allem Roundup-Ready-Soja – führt dazu, dass mehr und giftigere Pestizide verwendet werden. Denn durch das Aufbringen von nur einem Herbizid (Roundup) bilden sich Resistenzen gegen das Ackergift, die mit weiteren, meist giftigeren Pestiziden bekämpft werden müssen.
Neben den herbizidresistenten Gentechnik-Pflanzen gibt es die sogenannten Bt-Pflanzen. Sie wurden so gentechnisch verändert, dass sie ihr eigenes Bt-Gift produzieren, das gegen Schädlinge wirken soll. In Deutschland ist das der Bt-Mais MON 810, der von dem Konzern Monsanto hergestellt wird. Das Bt-Gift vernichtet aber nicht nur Schädlinge. Es wirkt auch schädlich gegen nützliche Insekten. Zudem besteht die Gefahr, dass sich das Gift im Boden anreichert und dort das empfindliche Ökosystem schädigt.

::Text- und Bildquelle – keine-gentechnik.de
::Infomaterial bestellen – keine-gentechnik.de
::Weitere Infos – metapedia.org


1507.jpg::AktuellAgrar-Industrie jubelt: „Gen-Mais in Europa nicht mehr aufzuhalten.“ Der Gen-Mais 1507 der Lebensmittel-Konzerne DuPont und Dow Chemical steht vor der Zulassung in der EU. Die Agrarminister konnte am Dienstag keine qualifizierte Mehrheit aufbringen. Die EU-Kommission wird der Industrie die Erlaubnis zum Anbau in Europa erteilen ::mehr


::AktuellJörg Bergstedt „Seilschaften deutscher Gentechnik“
Am 26. April 2014 ist Jörg Bergstedt aktuell zum Thema Gentechnik ab 19.15 Uhr Referent der FGK Frühjahrs-Veranstaltung in Zierenberg.

Datum: Samstag, 15. Februar 2014 9:41
Themengebiet: FGK, FGK-Blogroll, Flora + Fauna, Gesundheit, Nahrung+Wasser, Peters, Umwelt Trackback: Trackback-URL
Feed zum Beitrag: RSS 2.0 Diesen Artikel kommentieren

Kommentar abgeben