Die Legende von den 7,23 cm (2/4)

… als kosmische Wellenlänge und Frequenz des Urlautes „Om“
om.jpgMan muss dazu wissen, dass Bell Labs als Sendefrequenz für ihre Anlage eine Frequenz wählte, die nur wenig länger als sieben Zentimeter war. Man versuchte statische Elektrizität zu finden, suchte in den Geräten und probierte alles Mögliche.
::Quelle – Drunvalo Melchizedek, Die Blume des Lebens, S.46
Wie schon gesagt, war die statische Elektrizität schon im Altertum bekannt. „Zuerst dachten sie, sie käme aus dem Erdinneren. Schließlich blickten die zum Himmel auf und fanden sie.
::Quelle – Drunvalo Melchizedek, Die Blume des Lebens, S.46
Drunvalo, meint nun wohl mit „sie“, die kosmische Hintergrundstrahlung bei „wenig länger als sieben Zentimeter“, genau bei 7,23 cm, wie er schreibt. Das ist der Wert, wie er erstmals gemessen wurde. Die kosmische Hintergrundstrahlung wurde seit ihrer Entdeckung noch genauer vermessen. Ihr Maximum liegt zwischen 5 und 6 cm Wellenlänge, wie aus dem Diagramm entnommen werden kann.
diagramm.jpgDas Diagramm macht auch klar, dass es sich um einen ganzen Strauß an Wellenlängen handelt, nämlich 2 bis 22 cm Wellenlänge, mit einem Maximum bei ca. 5 cm. Es wäre also unsinnig, nur eine einzige Wellenlänge zu benennen. Hingegen kann man eine Temperatur angeben, die überall im interstellaren und intergalaktischen Raum, also zwischen den Sternen und zwischen den Galaxien im Weltall herrscht. Es ist jene Restwärme, die vom Urknall heute noch übrig blieb und Ursache für die Mikrowellenstrahlung ist. Es sind rund 3° Kelvin, also -270°C.
„Restwärme“, das ist nun wirklich so zu verstehen: Wenn Sie eine Tasse Tee aufbrühen und eine Stunde stehen lassen, kühlt sich das Wasser zuerst schnell, dann immer langsamer ab. Nach einer Stunde ist nur noch eine geringe Restwärme vorhanden. Der Kosmos war zu einer bestimmten Zeit anfangs sehr heiß und kühlte sich im Laufe von Milliarden Jahren ab, so dass nur noch eine Restwärme übrig ist. Diese Wärme erzeugt Mikrowellen und die kann heute gemessen werden.
Dennoch hält sich die Legende um die 7,23 cm Wellenlänge als Kosmische Hintergrundstrahlung in esoterischen Kreisen hartnäckig. Wir wissen nun, wer das in die Welt gesetzt hat: Drunvalo Melchesideck.
Er schreibt weiter:
Und dann sagten sie: „Oh nein, sie kommt von überall!“
::Quelle – Drunvalo Melchizedek, Die Blume des Lebens, S.46
Ich denke, auch das ist eine, wenn auch recht leutselige Erfindung des Autors. Tatsächlich konnten sich die beiden Wissenschaftler nicht erklären woher diese Strahlung kam, die sie mit dem von ihnen erfundenen ersten Radioteleskop empfangen konnten. Sie vermuteten einen Fehler in ihren Instrumenten. Zerlegten die ganze Anlage, bauten sie wieder zusammen. Ohne erkennbaren Erfolg. Die erst Bekanntgabe der Urknalltheorie brachte sie auf die wahre Ursache.
Um die Statik loszuwerden, taten sie etwas, worunter wir als Nation und als Planet noch heute leiden: Sie erhöhten die Energie so, dass sie 50.000 mal mehr betrug als sie normalerweise benötigt hätten, um so ein sehr kraftvolles Feld zu erzeugen, damit die Wellenlänge von 7,23 Zentimetern, die von überallher kam, nicht stören konnte.
::Quelle – Drunvalo Melchizedek, Die Blume des Lebens, S.46
Leider kann ich auch dazu nicht viel sagen, außer dass die Grammatik derart entstellt ist, dass der Sinn dieser Passage nur schwer erkennbar ist. Fest steht jedenfalls, wenn die Energie erhöht wird, bleibt die Frequenz erhalten und die beiden Wissenschaftler haben keine Sendeanlage, sondern eine extrem empfindliche Empfangsanlage, also ein Radioteleskop gebaut. Penzias und Wilson, um die es hier geht, haben nämlich die Radioastronomie begründet und die kosmische Hintergrundstrahlung entdeckt. Dafür erhielten sie 1978 den Nobelpreis für Physik.


::Inhaltsverzeichnis
Teil 01Die Legende von den 7,23 cm (1/4)

Datum: Mittwoch, 23. April 2014 21:55
Themengebiet: Astronomie, Energien, altern., FGK, FGK-Blogroll, Geomantie, Geometrie, Infofelder, Müller, R. U., Radiästhesie, Technologie Trackback: Trackback-URL
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