Die Legende von den 7,23 cm (4/4)

… als kosmische Wellenlänge und Frequenz des Urlautes „OM“
om.jpgDer udgitha, d. h. die heilige Silbe „OM“, ist die Sonne.
1 a – Nun in Beziehung auf die kosmischen Elemente. Der dort glüht (d. h. die Sonne männlich im Indischen), als den soll man den udgithä verehren. Indem er (d. h. die Sonne) aufgeht, singt er den Kreaturen den udgitha: indem er aufgeht, schlägt er Finsternis und Gefahr fort.

Wir sehen also schon hier, dass die Sonne selbst angesprochen ist und nicht etwa der Leere Raum, oder die kosmische Hintergrundstrahlung um sie herum. Nehmen wir nur einmal den letzten Satz: Indem er (d. h. die Sonne) aufgeht, singt er den Kreaturen den udgitha: indem er aufgeht, schlägt er Finsternis und Gefahr fort.
Die Sonne singt, während sie aufgeht? Das erinnert doch stark an Goethes Prolog im Faust:
„Die Sonne tönt, nach alter Weise, in Brudersphären Wettgesang,
Und ihre vorgeschriebne Reise vollendet sie mit Donnergang.
Ihr Anblick gibt den Engeln Stärke, wenn keiner sie ergründen mag;
die unbegreiflich hohen Werke sind herrlich wie am ersten Tag.“

1 b – Einer, der Gefahr und Finsternis fortschlagen kann, wird der, der so weiß.
2 a – Auch ist dieser (d. h. der Mundhauch) und jener (d. h. die Sonne) ein und derselbe: dieser ist heiß, jener ist heiß; von diesem spricht man als Ton‘ (svara), von jenem spricht man als Ton‘ pratyäsvara).
2 b – Wahrlich, deshalb soll man den udgitha sowohl als diesen (als Mundhauch) wie als jenen (als Sonne) verehren. Die Kraft der Silbe om chu 1.1.8-9
8 – Wahrlich, dieses „OM“ ist die Silbe der Zustimrnung. Denn wenn man zu irgend etwas seine Zustimmung gibt, dann sagt man – „OM“. Und Zustimmung, das ist Zusammentreffen. Wahrlich, einer, der Wünsche eintreffen lassen kann, -wird der, der dies so wissend den udgitha als die Silbe „OM“ verehrt.
9 a – Durch dieses „OM“ rollt dieses dreifache Wissen ab:
9 b – mit „OM“ fordert er zur Rezitation auf; mit „OM“ beginnt er die Rezitation; mit „OM“ singt er den udgitha – um eben diese heilige Silbe zu ehren ob ihrer Größe, ob ihrer Kraft. Das All ist die heilige Silbe „OM“ ChU 2.23.3-4 3
Praläpati (der Herr der Zeugung‘, der Schöpfergott) erhitzte diese Welten. Da, als sie erhitzt waren, floß aus ihnen hervor das dreifache Wissen. Da erhitzte er es. Da, als es erhitzt war, flossen aus ihm hervor jene heiligen Silben: bhüs, bhuvar, svar.
4 Da erhitzte (bebrütete) er sie. Da, als sie erhitzt waren, floß aus ihnen hervor das „OM“.

„OM“ wird auch als dreifche Silbe A-U-M ausgesprochen.
Wie alle Blätter [eines geschriebenen Buches] von dem Pflock [der die übereinander-, geschichteten Palmblätter zusammenhält] durchbohrt sind, so ist die gesamte Sprache durchbohrt vom „OM“ [das sie also als Einheit zusammenhält]. Dieses All ist das „OM“.
Die Sprache als „durchdrungen“ von der Silbe „OM“, besser gesagt, von der Kraft der Silbe „OM“ ist das, was in der Antike Logos genannt wurde und ebenso im Johannesevangelium hervortritt. Logos und „OM“ haben ganz ähnliche Definitionen und würden im Sinne der Archetypenlehre C.G. Jungs als ein Archetypus gelten.
Im Anfang (ἀρχή) war das Wort (λόγος)
und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.
Im Anfang war es bei Gott.
Alles ist durch das Wort geworden
und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist.
Johannes 1,1-6

In moderner physikalischer Sprache mitgeteilt ist es nicht das statische Sein der Materie und der Welt was man Logos nennt, sondern ein ständiges Werden. Werner Heisenberg sagt in den gesammelten Vorträgen „Physik und Philosophie“ (1):
In der Philosophie des Heraklit von Ephesus steht der Begriff des Werdens an der der ersten Stelle. Heraklit betrachtet das Feuer, als das Bewegende, als den Grundstoff. Die Schwierigkeit, die Idee eines einheitlichen Grundprinzips mit dem unendlichen Wandel der Erscheinungen zu verknüpfen, wird von ihm gelöst, indem er den immerwährenden Streit zwischen den Gegensätzen als eine Art von Harmonie betrachtet.
Aber der Wandel selbst ist ja keine materielle Ursache, und daher ist er in der Philosophie des Heraklit durch das Feuer repräsentiert. Das Feuer als Grundelement kann zugleich Materie und bewegende Kraft sein. Wir können an dieser Stelle einfügen, dass die moderne Physik in einer gewissen Weise der Lehre des Heraklit außerordentlich nahekommt. Wenn man das Wort „Feuer“ durch das Wort „Energie“ ersetzt, so kann man Heraklits Aussagen fast Wort für Wort als Ausdruck unserer modernen Auffassung ansehen. Die Energie ist tatsächlich der Stoff, aus dem alle Elementarteilchen, alle Atome und daher überhaupt alle Dinge gemacht sind und gleichzeitig ist die Energie auch das Bewegende.

Heisenberg nimmt nun beinahe die gleichen Worte in den Mund, wie sie im Johannesprolog genannt werden. Alles ist durch das Wort geworden und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist.
Also ist Logos Energie und auch das Bewegende. Das Bewegende ist Schwingung und Schwingung ist Frequenz und Zahl. Die Ordnungsprinzipien der Zahlen sind durch Harmonie miteinander verknüpft. Diese Harmonie offenbart sich durch das Verhältnis der Zahlen, wie auch das Atom auf Zahlenverhältnissen (Quantenzahlen) gegründet ist, ist es auch unsere Musik durch die Intervalle und die Geometrie durch seine Elemente von Kreis, Gerade und Polygon.
Es mag sein, dass dies der tiefere Grund für das Erscheinen der Kornkreise ist. Wer auch immer sie erzeugt haben mag, er spricht mit der Sprache der einfachen ganzen Zahlen und der Geometrie. Beides sind die Ordnungsprinzipien der Welt und des Menschen, kurz des LOGOS.


(1) Heisenberg, Werner; Physik und Philosophie,
(1) 7. Auflage, S. Hinzel, Stuttgart, 2007, S.91-92.


::Inhaltsverzeichnis
Teil 01Die Legende von den 7,23 cm (1/4)
Teil 02Die Legende von den 7,23 cm (2/4)
Teil 03Die Legende von den 7,23 cm (3/4)
Teil 04Die Legende von den 7,23 cm (4/4)

Datum: Samstag, 3. Mai 2014 0:15
Themengebiet: Astronomie, Energien, altern., FGK, FGK-Blogroll, Geomantie, Geometrie, Infofelder, Müller, R. U., Radiästhesie, Technologie Trackback: Trackback-URL
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