Was ist Natur?

Der Kornkreis bei Nettle Hill, Ansty in der englischen Grafschaft Warwickshire, entdeckt am 16. August 2014
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Diese Kornkreise sind die Zeichen der Erdnähe unseres Mondes. Der klassischen Astrologie zufolge ist der Mond der Repräsentant des mütterlichen, oder der kosmischen Mutter, die durch ihn wirkt und west. Dieser erschien 24 Tage vor dem Supervollmod am 9. September 2014
raisting_1.jpg
raisting_2.jpgDie Frage ist nun: „Was ist die kosmische Mutter?“
Diese Frage liegt in der „Luft“. Als Astrologe würde ich sagen, sie ist Teil der aktuellen Zeitqualität, denn der Mond als Medium der Natur und des Mütterlichen steht uns derzeit so nahe, wie nur einmal in 19 Jahren. Der Mond ist in seiner Erdnähe. Diese Qualität wirkt besonders stark bei Vollmond. Die Presse hat diesem Phänomen, dass die Astronomen Apogäum (Erdnähe) nennen, „Supermond“ genannt, weil er etwas größer erscheint als sonst. In diesem Zeitraum erschien auch ein Kornkreis neben den Parabolantennen der Erdfunkstelle Raisting. Man beachte die Semantik: „Erd-Funk-Stelle“, denn die Erde ist das, was die Astrologie als das Element der Natur bezeichnet. Es enthält die drei anderen Elemente, Feuer, Luft und Wasser. Die Erde ist das Domizil der Natur per se. Auf die Frage „was ist Natur“ bin auch ich, ohne mir bis zum heutigen Tage dessen bewusst zu sein, umgegangen, denn: Der Kornkreis verweist in seiner Struktur und Erscheinung auf das, was wir Natur oder das Mütterliche nennen.
Das Mütterliche, die Antinomie der Mengen und das sich immer wandelnde Prinzip
Damit kommen wir auch schon einer Antwort auf die Frage, „Was ist Natur“, sehr nahe, ja sie scheint schon beantwortet zu sein. Ich sagte, dass das Erd-Element die drei anderen enthält und beinahe hätte ich gesagt, ich meine das Mütterliche, oder deren Abstraktion, die kosmische Mutter.
Antinomie der Mengen
Ich gehe zunächst zurück auf die Definition: Etwas enthält etwas, umfasst es. Mathematisch ist das eine Menge mit Elementen. Wenn wir nun die Welt als eine Menge auffassen, so stellt sich die Frage, ob diese Welt vollständig ist. Anders gefragt ist die Welt ganz? D.h. enthält sie alles? Wenn das der Fall sein soll dann muss die Welt auch sich selbst enthalten. Ich mache das anhand eines Beispiels klarer, welches ich kürzlich in einer Einführung zur Mengenlehre gelesen habe. „Ein Barbier wirbt auf einer Tafel mit dem Spruch ‚Ich rasiere alle, die sich nicht selbst rasieren‘“ Ist das also der Fall, so kommt es zu einem Problem, wenn der Barbier morgens aufsteht und anfängt sich selbst zu rasieren. Dann nämlich darf er das nicht, denn er rasiert sich ja dann selbst. Das darf er nun nicht mehr, denn er rasiert ja nur diejenigen, die sich nicht selbst rasieren. Also lässt er es zunächst sein. Aber ach! Nun rasiert er sich ja nicht selbst und da er schrieb, er rasiere nur die, die sich nicht selbst rasieren, muss er sich nun rasieren. Er darf es aber nicht selbst tun. Das ist ein logisches Patt. Ein Widerspruch. Diese Schwierigkeit nennt man in der Mathematik Russelsche Antinomie.
Das sich immer wandelnde Prinzip
In der Mengenlehre zog man daraufhin den Schluss, dass sich eine Menge sich nicht selbst enthalten kann. Sie ist also „mehr, als die Summe ihrer Teile“. Daher, so folgert ein Philosoph der TU München in einem Einführungsvortrag, könne Kosmos niemals ein geschlossenes statisches Ganzes sein. Er müsse also „ein immer Werdendes sein“. Das ist nun der erste Schluss, den wir mit aller logischen Schärfe ziehen müssen und wir tun dies in voller Übereinstimmung mit Jakob Böhme, der NATURA als die siebente Qualität sah, in welcher sich die anderen Sechs immerzu wandeln.
Das Mütterliche
Betrachten wir nun die Natur oder das, was wir dem Anschein nach als Natur wahrnehmen. Zunächst die lebendige Natur, die Pflanzen und Tiere.
Wenn wir das tun, so werden wir sehen, dass Tiere nur in Ausnahmefällen einzeln leben. Sie leben, jagen und nähren sich in Familien, Clans, Herden, Schwärmen oder im Falle der Insekten in ganzen Staaten. Wissenschaftlich gesehen billigt man dieser Erscheinung sogar eine Intelligenz zu und spricht von Schwarmintelligenz.
Bei den Pflanzen scheint dies anders zu sein, allerdings nur auf den ersten Blick. Die Biologen haben längst erkannt, dass es da wieder Zusammenhänge gibt. Pflanzen bilden mit Tieren sogenannte Symbiosen. Sie werden von ganz bestimmten Tieren bestäubt. Zudem wachsen auch Pflanzen in Gruppen, sofern sie gesund erscheinen. Die vereinzelte Pflanze krankt und kümmert. Das gleiche gilt für Tiere, wenn sie sich vereinzeln.
Sowohl das Tier, wie auch die Pflanze entwickelt einen Organismus, dessen Organe und Teile aufeinander abgestimmt sind. Jeder Teil erfüllt seine spezifische Aufgabe, im Hinblick auf den ganzen Organismus. Die Teile wirken im Sinne eines größeren Ganzen. Man spricht von „Funktion“ der Organe, meint aber deren Zusammenwirken.
Die unbelebte Natur, erscheint uns nun in der gleichen Weise. Kosmischer Staub und Gas formt sich zu Galaxien, Sternen und Planeten, diese organisieren sich zu organisch anmutenden Gebilden mit Substrukturen. Kristalle scheinen zu wachsen, obgleich sie das nicht tun und bilden Formen, von denen wir nicht wissen, wie sie zustande kommen. Wir wissen nicht, wie die sich sechs Dendriten in einem Schneekristall in symmetrischer Ausprägung formen können. Woher die sechs einzelnen Dendriten voneinander wissen, wachsen sie doch vollkommen symmetrisch. Wir wissen auch nicht, warum sich ein Birnbaum anders formt, wie ein Apfelbaum. Woher die einzelnen Äste wissen, wie sie dem Baum Form geben. Woher die Zellen wissen, welche Form eine Kirsche, ein Apfel oder eine Birne haben muss. Wir sprechen von Phänomen der Morphogenese und meinen Rupert Sheldrake und seine Theorie der Morphischen Felder. Seine Theorie wirkte wie das Schwert, dass den Gordischen Knoten durchschlug, den die analytische Wissenschaft geknotet hatte.
Was ist aber dieses größere Ganze? Was ist es, das Organismen als Summe von Organen und Zellen als ein Ganzes erscheinen und Leben lässt? Was ist es, das einen Insektenstaat anleitet und wer sagt dem Vogel wann und wie er sein Nest bauen muss? Nun, dieses größere Ganze, ist es, was wir NATUR nennen. Wir sprechen ihm das Beschützende, Nährende, Ordnende, Organisierende, kurz das Mütterliche zu. Eine übergeordnete Intelligenz, welche die Wissenschaft in ihrer analytischen Sicht immer leugnet, ja leugnen muss, solange sie analytische, die Teile betrachtend vorgeht. Jenes geistige Band, welches die Teile verbindet und sie dienend unter einen höheren Zweck stellt, nennen wir Natur.

Datum: Sonntag, 31. August 2014 7:38
Themengebiet: Astronomie, FGK, FGK-Blogroll, Infofelder, Kornkreise 2014, Müller, R. U., Philosophie, Spirituelles Trackback: Trackback-URL
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