16.8.2014 – Der Kornkreis am Nettle Hill

in der englischen Grafschaft Warwickshire, unweit Ansty, einer kleinen Ortschaft am nordöstlichen Stadtrand von Coventry (Teil III/VI)

Es war der 25. Juni 2010, als man bei Ufton/Southam in der englischen Grafschaft Warwickshire, den in Abbildung 9 gezeigten Kornkreis fand. Ein Tag danach, am 26. Juni 2010 war Vollmond. Rechnet man von diesem Vollmond 216 Wochen weiter, so erhält man das Erscheinungsdatum des vorliegenden Kornkreises, den 16. August 2014.
Vollmond am 26.6.2010 + 216 Wochen = 16.8.2014
(Der Kornkreis bei Nettle Hill, Ansty und Ufton/Southam, Warwickshire liegen 216 Wochen und einen Tag auseinander)

::Siehe dazu die Vollmondtermine – vollmond.info
Wir haben gesehen, dass die beiden Kornkreise zeitlich zusammenhängen, beide zeigen ein Auge in ihrer Mitte und beide beruhen auf einem 24-Eck.
Den Hinweis auf die Bedeutung des Auges finden wir in einem zentralen Werk der Kabbala, dem Buch des Glanzes, Sohar. Dort lesen wir:
::Zitat – Die Kabbalah betrachtet als Untersuchungsobjekt die einzige Schöpfung, das einzige, was außer dem Schöpfer existiert, – das menschliche „Ich“.
::Quelle – kabbalah.info
Weiter unten in diesem Text ist eine Tabelle zu sehen, Abbildung 10:
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Abbildung 10

Sie weist der Sephira Chochma unter allen Teilen des Gesichts das Auge zu. Chochma bedeutet Weisheit und ist eine der zehn Sehphira am Kabbalistischen Lebensbaum. Bei den Rosenkreuzern wurde aus Weisheit, Sophia, die Mutter aller Wesen. Sophia (griech.), Sapentia, (lat. Weisheit)
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Abbildung 11

::Bildquelle – books.google.de
Ich habe im Kornkreis bei Raisting, Bayern, auf den ersten Schöpfungstag und die weiblichen Gottheiten hingewiesen.
::Siehe dort – FGK.org – Raistinger Kornkreis – Geometrie/Symbolik
Beide Kornkreise beruhen auf einem 24-Eck.
::Erläuterung zu Abbildung 11 – Robert Fludd folgt in dieser Interpretation der Genesis im ersten Buch des Sohar, in der sehr anschaulich beschrieben wird, wie sich in der Verborgenheit des göttlichen Un-Grunds, des En-Soph, zuerst ein Nebel bildet, aus dem dann eine Quelle durchbricht. In dieser erleuchtet der Ur-Punkt, „Reschit“ genannt, der Anfang, „Das erste Wort der Schöpfung von Allem“. In diesem Ur-Punkt sahen die Kabbalisten die Weisheit Gottes (griechisch „Sophia“), Die göttliche Mutter. Ihr entspricht die zweite Sephira Chochma. Der Same aller Dinge liegt in ihr. „Er bildete in ihr alle Formen, grub in sie alle Prägungen ein.“
Robert Fludd, Philosophia Sacra, Frankfurt, 1626

Fludd verwendet in seiner Darstellung eine 24-er Kreisteilung (Abbildung 11), was bestätigt, dass die 24-er Teilung in den Kornkreisen ein allgemeiner Hinweis auf die weibliche Kraft darstellt. In deren Mitte die Titel:
„Hochma“ (die zweite Sephira der Kabbala) und „Sapentia“ (Lat. Weisheit)
Weisheit (griech. Sophia) personifizierte man in der frühchristlichen Bewegung der Gnosis als göttliche Mutter, aus der alle Schöpfungen der Welt hervor gehen. Heute würden wir eher den Begriff Natur verwenden.
Seit Beginn der Aufklärung im späten 18. Jahrhundert wird die Entwicklung der Naturwissenschaft vom Verlangen angetrieben, hinter die Kulissen der Natur zu blicken.
Warum die Rosenkreuzer die Zahl 24 mit Weisheit in Verbindung brachten kann in der Kürze der Zeit nicht erklärt werden.
Lateinische Bezeichnungen in Abbildung 11
1 Ventus (lat. Luft), 2 Nubes (lat. Wolke), 3 Tonitru (lat. Donner), 4 Nix (lat. Schnee), 5 Pruina (lat. Frost).
Diese Aufzählung von Wetterphänomenen endet mit der Nennung der drei Naturreiche. Es schließen sich weitere vier Wetterphänomene an.
1 Vegetabile (Pflanzenreich), 2 Minerale (Mineralreich), 3 Animale (Tierreich)
4 Glacies (lat. Eis), 5 Grando (lat. Hagel), 6 Pluuia (lat. Regen), 7 Fulgur (lat. Blitz)
5 Wetterphänomene, 3 Naturreiche, 4 Wetterphänomene.
Oben sind die sieben Planetenkräfte und fünf weitere kosmische Phänome.

Fortsetzung folgt …


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Datum: Donnerstag, 16. Oktober 2014 11:59
Themengebiet: crop circle, FGK, FGK-Blogroll, Kornkreis, Kornkreise 2014, Müller, R. U. Trackback: Trackback-URL
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