Das Kornkreisphänomen – reloaded (1/10)

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::Bildquelle – Archiv des Autors Joachim Koch

Fragepiktogramm 1991 (von unten nach oben zu lesen): „Hallo! Wir sind hier auf dem dritten Planeten unseres Sonnensystems, der einen Mond besitzt. Ca. 4 Lichtjahre entfernt (Binärcode in der Mitte) gibt es das Doppelsternsystem Alpha Centauri. Kommt Ihr von dessen Hauptkomponente Alpha Centauri A, das vier stabile Planetenorbits haben kann? Wenn ja, markiert bitte einen der Orbits am Zeiger, den wir hier eingefügt haben.“

Wie soll man das Phänomen „Kornkreis“ beschreiben?
Im Synesis-Magazin Nr. 5/14 fragten Wilfried Augustin und Rudolf Kremer in ihrem Artikel „Ein Kornkreis ist ein Kornkreis ist ein Kornkreis“: „Was soll man zum Phänomen Kornkreis sagen? Botschaft, Kunstwerk, Betrug, Selbstdarstellung, Naturphänomen, außerirdische Tätigkeit?“
Sie hatten 2014 die kreisrunde Landkunst in einem Kornfeld in der Nähe der Erdfunkstelle Raisting und des Ammersees besucht. Nach ihrer Visite dort fühlten sie sich von der Größe und der Machart dieses Piktogramms ziemlich beeindruckt, verließen den Ort jedoch mit einem gewissen Gefühl von Ratlosigkeit bezüglich der Bedeutung und der Herstellungsursache. Nun, dachte ich mir, den beiden kann geholfen werden! Doch ich appelliere schon eingangs eindringlich an alle, sich einer gewissen Unvoreingenommenheit zu befleißigen, denn das Kornkreisphänomen ist inzwischen so vielschichtig, dass sich ein ungefähres Verständnis oder ein annäherndes Begreifen für dessen dramatische Entwicklung nur einstellen kann, wenn man den langen Zeitraum seit seinem Bekanntwerden vor mehr als 26 Jahren insgesamt überblicken kann. Ein Piktogramm am Ammersee macht noch kein Kornkreisphänomen, ganz im Gegenteil. Eine Aussage, was dieses Phänomen eigentlich mal war, könnte vielleicht so lauten: es war eine kosmisch-menschliche Interaktion, eine unheimliche Begegnung der dritten Art. Und warum gerade ich glaube, dazu ein kompetenter Ansprechpartner zu sein, sei im Folgenden kurz erklärt.
Als nämlich in den Jahren 1989/90 aus dem Morgendunst in den Kornfeldern der Grafschaft Wiltshire in Südengland komplexe Piktogramme auftauchten, deren Herkunft und Bedeutung sich zunächst niemand erklären konnte, begannen die nationalen und dann auch die internationalen Medien, sich dem Phänomen zu widmen, das sich aus vorerst unerfindlichen Gründen nur in Südengland so beeindruckend zu manifestieren schien. Dadurch wurden Hans-Jürgen Kyborg und ich, damals noch als Mitglieder von MUFON-CES tief in die UFO-Forschung verstrickt, auf die Kornkreise aufmerksam und begannen mit der Analyse dieses völlig neuen Phänomens.


::Inhaltsverzeichnis
Teil 01 – Wie soll man das Phänomen „Kornkreis“ beschreiben?
Teil 02 – Astronomische Merkmale
Teil 03 – „Echt“ oder „nicht echt“?
Teil 04 – Nur noch „unechte“ Kornkreise seit 1993
Teil 05 – Seriös durchgeführtes Rutengehen ist die einzige Methode
Teil 06 – Die Kornkreismacher, Landschaftskünstler – Hoaxer
Teil 07 – Zwischen Gläubigen und Inquisitoren
Teil 08 – Kornkreistourismus und der Kornkreis am Ammersee
Teil 09 – Warum es Kornkreise zuerst nur in England gab
Teil 10 – Das Vermächtnis der „echten“ Kornkreise


::Weiterführende Informationenkochkyborg.de
::Synesis ist die interdisziplinäre Zeitschrift des EFODON e.V.

Datum: Freitag, 5. Juni 2015 14:35
Themengebiet: crop circle, FGK, FGK-Blogroll, Koch, Kornkreis, Kornkreis-Kunst, Kornkreise - crop circles, LandArt, Wiltshire Trackback: Trackback-URL
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