Das Kornkreisphänomen – reloaded (4/10)

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::Bildquelle – Archiv des Autors Joachim Koch

Das „Stargate“, so nannten wir dieses Piktogramm, das zu unserem „Projekt Toliman“ 2004 gehörte. Es hatte eine ganz besondere energetische Signatur und lag im Tawsmead-Field, über dem sich 1992 mit uns und dem Flugzeug, in dem wir saßen, beängstigende Wechselwirkungen abspielten.

Nur noch „unechte“ Kornkreise seit 1993
Bedingt durch das zunehmend negative Image in der Öffentlichkeit und das erschreckende Ausmaß der Hoaxerei versuchten beide Lager, physische bzw. physikalische Beweise für ihre jeweiligen Thesen zu sammeln. Zusammenfassend kann man heute sagen: Es ist durch keine Boden- oder Getreideprobe jemals gelungen, auf einen nicht-menschlichen Entstehungsmechanismus eines Kornkreises schließen zu lassen. Vermutet und hartnäckig behauptet wurde viel, bewiesen werden konnte letztlich nichts. Ich erinnere mich an das gescheiterte Isotopenprojekt eines Michael Chorost oder an Busty Tailors Fotos von Getreidehalmen, die von ihnen her verbrannt erschienen. Häufig wurden gequollene oder geplatzte Vakuolen in den Knoten der Halme angeführt und deswegen Mikrowelleneinwirkungen vermutet. Aber auch Dr. Levengoods Untersuchungsergebnisse vermochten nicht, Eindeutigkeit für eines der beiden Lager herbeizuführen. Dazu muss man sich immer vor Augen halten, dass es sich um lebendige Pflanzen handelt, genetisch auf Hochleistung gezüchtete Diven, sensibel gegenüber jedweden Umwelteinflüssen und immer auf der Suche nach dem Sonnenlicht.
Man muss wissen, dass (nicht nur) die englischen Farmer ihre Felder intensivst mit Chemikalien behandeln. Das hinterlässt Spuren. Wer kein Getreideexperte ist, kann anbaubedingte Anomalien und Krankheiten innerhalb eines Kornkreises so leicht für das Wirken außerirdischer Technologien halten. Die wenigen angeblichen Augenzeugenberichte für die „spontane“ Entstehung einer Formation stehen im Raum und lassen sich nicht weiter belegen. Das berühmte Oliver Castle-Video ist längst als Fälschung entlarvt worden, und noch viele ähnliche Machwerke ebenso.
Sämtliche einstmals gültigen Kriterien für die „Echtheit“ eines Kreises wie z. B. „gebogen, nicht gebrochen“ sind durch die Landschaftskünstler nachgeahmt worden, die ihre Fähigkeiten immer weiter verbesserten. Alle physischen und physikalischen Möglichkeiten, sogenannten „Kornkreisforschern“ zu suggerieren, hier handele es sich um einen „echten“ Kreis, werden beherrscht. Ich weiß, wovon ich schreibe.
Wer sich z.B. in der Landschaft nicht auskennt, weiß nicht, dass ein Piktogramm auf einer Erdmagnetlinie, einer geologischen Besonderheit, einer Blind Spring oder auf oder nahe bei Kraftorten liegen kann. Auf diese Weise und z. B. durch die Drainagen und Bewässerungsanlagen, welche die Farmer in ihren Feldern haben, sollen sogar die Rutengänger genarrt werden. Man kann einen Kornkreis oder Teile davon mit Energien anfüllen, die von den Besuchern wahrgenommen werden und sich je nach dem dann wohl oder unwohl dort fühlen. Es ist ein weites Spektrum.


::Inhaltsverzeichnis
Teil 01 – Wie soll man das Phänomen „Kornkreis“ beschreiben?
Teil 02 – Astronomische Merkmale
Teil 03 – „Echt“ oder „nicht echt“?
Teil 04 – Nur noch „unechte“ Kornkreise seit 1993
Teil 05 – Seriös durchgeführtes Rutengehen ist die einzige Methode
Teil 06 – Die Kornkreismacher, Landschaftskünstler – Hoaxer
Teil 07 – Zwischen Gläubigen und Inquisitoren
Teil 08 – Kornkreistourismus und der Kornkreis am Ammersee
Teil 09 – Warum es Kornkreise zuerst nur in England gab
Teil 10 – Das Vermächtnis der „echten“ Kornkreise


::Weiterführende Informationenkochkyborg.de
::Synesis ist die interdisziplinäre Zeitschrift des EFODON e.V.

Datum: Donnerstag, 11. Juni 2015 8:00
Themengebiet: crop circle, FGK, FGK-Blogroll, Koch, Kornkreis, Kornkreis-Kunst, Kornkreise - crop circles, LandArt, Wiltshire Trackback: Trackback-URL
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