Lichterscheinungen über den Kornfeldern

Hubschrauber jagt rotes Licht über dem East Field
18 Jahre sind in der Zwischenzeit vergangen, aber der Augenzeugenbericht von Uwe Engelmann im FGK-Report 3/97 hat an Aktualität bis zum heutigen Tage nichts verloren. Es ist einer der interessantesten Augenzeugenberichte zum Thema „Lichterscheinungen über den Kornfeldern“. Zu entdecken ist er im Archiv der ehemaligen Forschungsgesellschaft Kornkreise e.V.. Über eine mögliche Verbindung zwischen UFOs und Kornkreisen wird immer wieder berichtet. Seltsame Lichterscheinungen in Gebieten mit Kornkreisen scheinen keine Seltenheit zu sein. Ein eindrucksvolles Erlebnis schildert hier Uwe Engelmann.
In der Zeit vom 28. Juli bis zum 3. August 1997 war ich zum zweiten Mal in Wiltshire, um mir persönlich die aktuellen englischen Kornkreise anzusehen. Schon letztes Jahr ist es mir zur Gewohnheit geworden, abends auf dem Weg vom Barge Inn nach Marlborough auf den Wanderparkplatz am Knapp Hill zu fahren. Von dort hat man einen sehr guten Blick auf das East Field und die Gegend, die sich südlich vor Knapp Hill bis nach Pewsey erstreckt. Das ist sozusagen ein Logenplatz mit Blick auf das East Field, in dem fast jedes Jahr spektakuläre Formationen auftauchen. Dementsprechend trifft man dort auch viele Croppies, die Nachtwachen halten, um die Entstehung einer Formation zu beobachten.
Am Abend des 29. Juli fuhr ich wieder auf diesen besagten Parkplatz, um mir von dort aus die am 11. Juli gefundene Formation „Torus“ anzusehen. Der Torus lag auf einem gegenüberliegenden Feld südlich des East Field am Hang des Woodborough Hills. Ich kam ungefähr gegen 21 Uhr auf dem Parkplatz an und habe ziemlich am Ende des Feldweges, ca. 50m vor dem letzten Gatter, geparkt und bin dann zu Fuß den Weg bis zur Spitze des Wegs gelaufen, um von dort die Aussicht auf den Torus zu genießen. Ich habe dort ungefähr eine halbe Stunde im Gras gesessen. Dann bin ich zurück zum Auto gegangen. Inzwischen war ein blauer VW-Bus aus Köln dort eingetroffen. Ich bin mit den beiden Insassen, Dirk L. aus Köln und Frank L. aus Leverkusen, ins Gespräch gekommen, und wir haben uns über die üblichen Croppie-Geschichten unterhalten. Im Laufe des Gesprächs wurde es dunkel.
Während wir uns unterhielten und dabei Richtung East Field standen, hörte ich (ca. 22:15 Uhr) plötzlich ein immer lauter werdendes Geräusch, das von schräg hinten (Nordosten) kam. Ich drehte mich um und sah über der Weide, die zwischen dem Knapp Hill und der Straße, die von Lockeridge nach Alton Barnes führt, einen Hubschrauber auf uns zukommen. Er flog relativ niedrig. Ich schätze die Höhe auf ca. 10m. Neben dem Hubschrauber entdeckte ich ein rotes Licht, das regelmäßig (ca. 1 mal pro Sekunde) hell blinkte. Beide kamen schnell auf uns zu. Ich hatte den Eindruck, daß der Hubschrauber dieses Licht verfolgte. Ca. 50m von uns entfernt blieb das Licht plötzlich stehen. Der Hubschrauber flog weiter und stoppte in unserer unmittelbaren Nähe. Zunächst stand der Hubschrauber in ca. 10m Entfernung und ca. 2m Höhe über dem Weg (von uns aus gesehen Richtung Straße) und schwebte dann ca. 3m weiter auf das Feld links vom Weg. Das rote Licht stand dabei immer noch über der Weide, wo es gestoppt hatte. Der Hubschrauber bewegte sich ein wenig um seine Achse, als ob er die Umgebung absuchen würde. Dann sah ich, wie sich das rote Licht plötzlich wieder bewegte und nun in die Richtung der Hügelspitze des Knapp Hill (also fast in entgegengesetzter, südöstlicher Richtung) davon flog. Dabei folgte es der Geländeformation und behielt immer die gleiche Höhe über der Wiese, die ich auf ca. 3-5 m geschätzt habe. Die Spitze des Hügels wird von zwei Kuppen gebildet. Das Licht flog zwischen diesen beiden Kuppen nach oben und verschwand dann mit einem“Hopser“ nach unten in das dahinter liegende Tal.
Die Zeit vom Wegfliegen bis zum Verschwinden schätzte ich auf ca. 1-2 Sekunden (für ca. 200m). Während dieser Zeit stand der Hubschrauber links von mir über der Weide und machte einen ziemlichen Lärm und Wind. Dirk und Frank waren sehr mit dem Hubschrauber beschäftigt und hatten das rote Licht nicht bemerkt. Sie riefen die ganze Zeit:“Was geht denn hier ab? Was will der denn von uns…?“ Das rote Licht hatten die beiden nicht bemerkt. (Vielleicht konnten sie es nicht sehen, weil es aus ihrer Perspektive vom VW-Bus verdeckt war.) Die beiden bemerkten, daß der Hubschrauber nur sehr wenig Licht hatte. Es brannten nur ein paar kleine Lampen an den Instrumenten in der Kanzel. Die Lackierung des Hubschraubers war dunkel und matt. Er war nicht beschriftet. Ich habe schemenhaft zwei Gestalten in Uniform in der Kanzel gesehen. Ich dachte, der Hubschrauber würde jetzt landen und die Piloten würden uns nach dem roten Licht befragen. Aber nach einer Weile flog er langsam weiter in das Tal zum East Field und verschwand rechts um die Ecke hinter dem Walkers Hill Richtung White Horse.
Eine Weile haben wir weder das rote Licht noch den Hubschrauber gesehen. Dann tauchte über dem East Field wieder der Hubschrauber (von rechts kommend) auf und flog Richtung Osten. Plötzlich sah ich auch wieder dieses rote Licht. Aber diesmal konnte man es nur sehen, wenn es hell aufblinkte. In den dunklen Pausen sah man nichts davon. Nun war das blinkende Licht links (östlich) von dem großen Busch am Ende des Weges hinter dem Gatter zu sehen und der Hubschrauber rechts vom Busch. Der Hubschrauber flog auf das Licht zu, und das Licht bewegte sich weg vom Hubschrauber. Dann war das Licht für wenige Sekunden nicht zu sehen und tauchte plötzlich auf der anderen Seite des Hubschraubers wieder auf (ca. 100-200 m Entfernung?). Der Hubschrauber flog dann in die andere Richtung zum Licht, das wiederum wegflog. So gab es eine Art Katz und Maus-Spiel zwischen dem Hubschrauber und dem Licht. Im Laufe dieser „Jagd“ flogen die beiden immer weiter Richtung Süden. Am Horizont in südöstlicher Richtung über den Hügeln bei Pewsey ging die Jagd dann aus unserer Sicht ständig hin und her. Bis dahin hatten wir keinen Fotoapparat oder Videokamera bereit. Alles lag in den Autos. Nachdem das Schauspiel nun etwas langatmig wurde, holten wir unsere Photoausrüstungen, Ferngläser und ein Nachtsichtgerät aus den Autos und stiegen auf den Kapp Hill, um von dort zu fotografieren und zu filmen. Das war schätzungsweise gegen 22:50 Uhr. Fotografieren hatte wegen der Dunkelheit und großen Entfernung keinen Sinn. Dirk baute seine Videokamera auf ein Stativ und filmte die Szenen am Horizont. Er bemühte sich dabei, auch immer ein paar Lichter von Straßenlaternen (von Wilcot?) am unteren Bildrand als Orientierung zu behalten. Mit dem maximalen Zoom konnten der Hubschrauber und das blinkende Licht gefilmt werden. Das gleiche Spiel wiederholte sich ständig: Das rote Licht verschwand, tauchte irgendwo plötzlich wieder auf, und der Hubschrauber versuchte dorthin zu fliegen. Bevor er dort ankam, flog das Licht weg oder verschwand, um dann wieder woanders aufzutauchen.
Das rote Licht und den Hubschrauber konnte man gut voneinander unterscheiden. Die Positionslichter des Hubschraubers blinkten zwar auch ca. 1 mal pro Sekunde, ähnlich wie das rote Licht, aber wenn das Blinklicht vom Hubschrauber aus war, konnte man immer noch die grobe Kontur des Hubschraubers erkennen und ein wenig von der Kanzel sehen, die von innen schwach beleuchtet wurde. Das blinkende Licht war dagegen in den Blinkpausen nicht zu sehen.
Ab und zu hatten wir den Eindruck, daß der Hubschrauber landete und das rote Licht ganz verschwunden war. Aber dann erschien es doch wieder, und der Hubschrauber stieg auf, um hinterher zu fliegen.
Im Laufe der Zeit wurde es immer kälter, und gegen Mitternacht fing es an leicht zu regnen. Da das Schauspiel nichts Neues mehr bot, bin ich dann den Hügel hinab zum Auto zurückgegangen. Am Gatter der Weide tauchte ein Holländer namens Robert auf, der am Knapp Hill mit einigen anderen Leuten gezeltet hatte. Robert hatte im Zelt den Hubschrauber gehört, aber nichts gesehen. Ich habe ihm von meinen Beobachtungen erzählt. Im Laufe des Gesprächs kamen auch Dirk und Frank den Hügel herab. Sie meinten, daß es am Ende sogar zwei Hubschrauber gewesen seien, die am Horizont herumflogen.
Während wir uns unterhielten, tauchte plötzlich links von der Torus-Formation ein intensiv leuchtendes rotes Licht auf, das sich bewegte, aber nicht blinkte. Ich rannte schnell zum Auto, um meinen Photoapparat zu holen. Aber bis ich den Apparat bereit hatte, war das Licht leider verschwunden. Dieses Licht sah anders aus als das, was wir vorher beobachtet hatten. Es könnte eine Leuchtkugel aus einer Signalpistole gewesen sein, die jemand in unmittelbare Nähe des Torus abgeschossen hat.
Soweit mein Bericht über die Erlebnisse mit dem Licht. Wir wissen bis heute nicht, was wir gesehen haben. Für uns war es jedenfalls etwas, das wir nicht identifizieren konnten und das flog – also ein unbekanntes Flugobjekt.
::Autor und Erstveröffentlichung – Uwe Engelmann im FGK-Report 3/97
::FGK-Archiv (Forschungsgesellschaft Kornkreise e.V.) 1996-2004

Datum: Dienstag, 30. Juni 2015 8:00
Themengebiet: FGK, FGK-Blogroll, Geschichte, Hören + Sehen, Kornkreise - crop circles, Lichtphän./Orbs, Peters, UFOs+Ausserird., Wiltshire Trackback: Trackback-URL
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