25.7.2016 – Kornkreis in Mammendorf (3)

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25.7.2016 – Kornkreis Mammendorf – Bild: ©Carmen Voxbrunner

Ein Kommentar zum Mammendorfer Kornkreis von Joachim Koch
Liest man die Kommentare zum neuerlichen Kornkreis bei Mammendorf, frage ich mich, ob nicht alle recht bei Trost sind und ob sie in den letzten Jahren, in denen so viele Hintergründe zu den menschlichen (!) Kornkreisherstellern bekannt geworden sind, geschlafen haben.
Es kann natürlich auch sein, dass für manche einfach nicht sein kann, was nicht sein darf. Und so pflegen sie den Mythos weiter und analysieren und dichten hinein, was gar nicht drin ist, geheimnisvolle Formeln oder wenn gar nichts mehr hilft, „heilige Geometrie“.
Ich beschäftige mich seit langer Zeit mit den Kornkreisen und recherchiere jetzt nach den Herstellern der bayrischen Kornkreise der letzten Jahre, so wie auch jetzt zum Kornkreis von Mammendorf.
Die Frustration unter den englischen Farmern bezüglich der Kornkreise ist sehr groß, weshalb sie sich z.B. im Tal von Pewsey, Wiltshire, zusammengetan haben und jeden Kornkreis sofort nach dem Erscheinen ausmähen. Sie haben dort nun kaum noch welche, weil die Hersteller frustriert woanders hingezogen sind.
Ich möchte auch vorschlagen, die Kornkreise in Bayern nicht als „Phänomen“ zu bezeichnen. Es sind schlicht Machwerke einer kleinen (verdachtsmäßig vielleicht sogar bekannten?) Gruppe von Menschen zum materiellen Schaden der Landwirte. Sie glauben, inspirierend für die Bevölkerung zu sein, indem sie eine „übernatürliche Provenienz“ der Kreise vortäuschen. Wären sie wirklich Landschaftskünstler, würden sie mit dem Landwirt eine Entschädigungssumme vereinbaren und ihre Arbeit öffentlich erklären.
Der Kornkreis bei Mammendorf erstreckt sich über 5 Treckerspuren, was sehr groß ist, das zerstörte Getreide wird mindestens einige hundert Euro, wenn nicht mehr, wert sein. Das Design ist ausgeklügelt, weshalb hier erfahrene Leute am Werk waren, von denen es in Deutschland nur wenige gibt. Sie befinden sich auch in Bayern und werden sicher bald enttarnt werden.
Die nahe Badeanstalt kommt als „Basis“ für die nächtliche Aktivität infrage. Sicher wird das Feld auch von dieser Lokalität im Vorfeld und während der Erstellungsphase beobachtet worden sein. Man sollte also immer auf einzeln in der Nacht parkende Autos achten. Die Teams brauchen immer einen versteckten oder unauffälligen Parkplatz in der Nähe, um auch hinterher schnell verschwinden zu können.
Diese komplexen Kreise werden üblicherweise mit kleinen Lasern als Markierungspunkte, mit markierten Seilen und Trittbrettern hergestellt. Es wird im Team mit genau festgelegtem Ablauf nach einem lange vorher erarbeiteten Muster vorgegangen. So ist es möglich, innerhalb der wenigen dunklen Nachtstunden riesige und komplexe Muster herzustellen, von denen die gutgläubigen Besucher hinterher annehmen, sie seien von „Außerirdischen“ oder „übernatürlichen Kräften“ hergestellt worden. Derweil sitzen die menschlichen Hersteller bereits zu Hause und verfolgen mit heißen Bäckchen die mediale Berichterstattung.
Wären die Kornkreis-Hersteller wahre Landschaftskünstler, wie sie es auf ihren Webseiten verkünden, würden sie die Kreise nicht heimlich, sondern mit Erlaubnis der Landwirte, nach finanziellem Ausgleich für den angerichteten Schaden und mit öffentlicher Darstellung der Bedeutung ihres Kornkreismusters herstellen.
So aber sind sie auf dem Niveau von Sprayern, die den Kick im Illegalen suchen.
Die betroffenen Landwirte/Landwirtinnen sollten entweder den Kornkreis unverzüglich ausmähen oder das Feld absperren und den Zutritt untersagen, auf keinen Fall aber Eintritt nehmen.
Das Schlimmste, was den Kornkreisherstellern passieren kann, ist die Abwesenheit von Aufmerksamkeit.

Mit freundlichem Gruße, Joachim Koch – Achims neue Seite


::Ausführliche und umfassende Details zu allen Kornkreisen findet man wie in jedem Jahr auf der Webseite des Crop Circle Connector
::Kornkreisdatenbank – 1991-2016 – cropcirclesdatabase
::Weitere Informationen auf der FGK facebook Seite


::Inhaltsverzeichnis zum Artikel „Kornkreis in Mammendorf“
Teil 1 – Die ersten Tage im und am Kornkreis + Pressestimmen
Teil 2 – R.U. Müller – Bewusst-Sein
Teil 3 – Joachim Koch – Achims neue Seite
Teil 4 – Frank Peters – fgk.org

Datum: Donnerstag, 28. Juli 2016 14:07
Themengebiet: crop circle, FGK, FGK-Blogroll, Koch, Kornkreis, Kornkreis-Kunst, Kornkreise 2016, LandArt Trackback: Trackback-URL
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8 Kommentare

  1. 1

    Hr.koch woher wissen sie das? Falls Sie Informationen haben und diese nicht an die Behörden weitergeben machen sie sich strafbar….vg ein Polizist.

  2. 2

    Hallo „ein Polizist“,
    ich bin gut über meine Rechte und Pflichten informiert, danke.

    Aber nennen Sie doch bitte Ihren vollständigen (richtigen) Namen. Wenn Sie sich nicht hier trauen,können Sie mir auch privat schreiben unter: website@kochkyborg.de

  3. 3

    Verehrter Schreiber dieses Schmähartikels,
    möge Ihre Verblendung auch ein Ende finden, das ist mein großer Wunsch für Sie. Wohne zufällig nicht weit weg von diesem wunderbaren Kornkreis und besuche ihn täglich. Der Bauer wird mit den Spenden vermutlich 5x mehr einnehmen als der durch den Verkauf des Getreides hat. Und hätten Sie sich die Mühe gemacht, genau den Kornkreis zu untersuchen, dann würden Sie erkennen MÜSSEN, dass es in einer Nacht NIEMALS möglich ist, ein so komplexes Muster mit primitiven Brettern, Lasern oder sonstiger menschlicher Primitivtechnik zu gestalten. Ganz abgesehen davon, wären Herumirrende mit Stirnlampen auf dem Kopf sofort auffällig gewesen, denn dort „kennt man sich“, und wenn einer bekannt ist, dann der Josef Huber und sein Feld an der Straße, und irgendein Vorbeifahrender hätte ihm sofort eine Meldung gemacht. Außerdem arbeitet er oft bis spät in die Nacht wie auch ganz früh auf seinen Feldern, so dass das Zeitfenster schon mal superkurz gewesen wäre, um so ein wahrlich staunenswertes Muster zu zaubern. Im Übrigen ist der Mensch trotz seiner Hochnäsigkeit immer noch nicht die alleinig existente Intelligenz im Universum, auch wenn er es sich gerne einbildet. In diesem Sinne mögen Sie vielleicht einmal mit staunenden statt mit urteilenden Augen dieses Wunderwerk untersuchen, vielleicht würde auch Ihr Horizont geweitet werden.

  4. 4

    Hallo „ein Polizist,
    ich kenne meine Rechte und Pflichten, danke.

    Bitte nennen Sie doch Ihren (richtigen) Namen und wenn Sie das hier nicht möchten, schreiben Sie mir unter: website@kochkyborg.de. 😉
    Joachim Koch

  5. 5

    Hallo „Johago“,
    vielen Dank für Ihren Kommentar zu meinem. Es ist schön, dass Sie soviel positive Energie in diesen Kornkreis hineinlegen. Vielleicht lesen Sie sich meinen Kommentar doch nocheinmal durch, um zu verstehen, was ich meine. Sie werden dann merken, dass ich nichts gegen „Landart“ habe, aber es kann nur mit Genehmigung des Landwirtes, unter Bezahlung des abgeknickten Korns und mit öffentlicher Erklärung abgehen, was mit dem Kornkreis gemeint ist.
    Ich toleriere Ihre Meinung, finde den Stil etwas uncool und möchte Ihnen zwei Fragen stellen, die Sie sicher leicht beantworten können:
    1.) Wie ist Ihr richtiger Name?
    2.) Was meinen Sie mit „untersuchen“?
    Peace,
    Joachim Koch

  6. 6

    Kornkreise hat es schon vor 100 Jahren gegeben, aber Laser …

  7. 7

    Servus,
    Ich frage mich, was sie meinen, wenn sie schreiben: sie hätten sich ausführlich mit dem Phänomen „Kornkreise“ in der Region beschäftigt und recherchiert. Warum erwähnen sie dann nicht das Kornkreisprojekt von 2003, in dem wir genau das gemacht haben: es öffentlich, mit dem Bauern abgesprochen, Entschädigung gezahlt. So tief kann ihre Recherchen nicht gegangen sein, erlaube ich zu vermuten.
    Freundliche Grüße
    Peter Frank

    Wir hatten es unter dem Motto „Gaia inspiriert“ gemacht.

  8. 8

    Hallo Peter,
    vielen Dank für Ihre Meldung hier, das ist sehr hilfreich.
    Ich versuche, mit Ihnen in Kontakt zu kommen, dann können wir das alles in Ruhe besprechen, gern auch persönlich.
    Auch freundlichen Gruß,
    Joachim Koch

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