Die meisten kommen vom Himmel (1/3)

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Der Autor Dipl.-Psychologe Rolf-Ulrich Kramer ist am 22.10.2016 Referent der FGK Veranstaltung in Zierenberg

Der Glaube an Reinkarnation ist heute weit verbreitet. Jedoch erweist eine statistische Untersuchung von transpersonalen Sitzungen, dass die Herkunft aus nicht-irdischen Bereichen („höheren Welten“) mit größerer Häufigkeit als Ursache für Lebensprobleme genannt wird als Geschehnisse aus vergangenen Leben. Viele Klienten betrachten ihre gegenwärtige Inkarnation auf der Erde als ihre erste überhaupt. Damit wird die Vorstellung von endlos langen, erdgebundenen Reinkarnationsketten in Frage gestellt.

UNTERSUCHUNG, METHODE UND AUSWERTUNG

Die Fragestellung
Ausgehend von der Frage: „Auf welche Begründung für seine unerwünschte Befindlichkeit stößt ein Klient in seiner ersten Sitzungsreihe?“ wurden 140 MindWalking-Erstsitzungen aus den letzten 5 Jahren untersucht. Die untersuchte Stichprobe besteht aus Mitteleuropäern im Alter von 35 bis 60 Jahren. Gemeinsamer Nenner sind nicht Beruf, Bildung, Geschlecht oder Religion, sondern der Wunsch, ein glücklicheres und sinnvolles Leben zu führen und dafür in ein privates Coaching zu investieren.

Zur Methode
MindWalking dient der Persönlichkeitsentwicklung und beruht auf Verhaltenspsychologie, Gesprächstherapie, Tiefenpsychologie, Aikido und Zen-Buddhismus. Eine Sitzungsreihe besteht aus einer Folge von straff ergebnisorientierten Sitzungen, üblicherweise 12 Stunden in zwei bis drei Tagen. Deren Ausgangspunkt ist eine vom Klienten genannte unerwünschte Lebenshaltung, deren Abschluss das Auffinden und Neutralisieren des Urerlebnisses, während dessen diese Lebenshaltung entstand. MindWalking-Sitzungen haben die Form eines problemzentrierten Coachings, mit Hilfe dessen geistige Spannungsfelder bewusst gemacht werden. Volles Wachbewusstsein bleibt dabei erhalten; es erfolgt keinerlei Hilfestellung wie etwa durch Hypnose, Tiefatmung oder Drogen. In keinem Fall wird der Klient auf die Möglichkeit ungewöhnlicher Inhalte wie die oben genannten hingewiesen oder gar darauf eingestimmt. Die Enthüllungen treffen den Klienten jeweils unvorbereitet und überwältigend, weshalb sie authentisch zu nennen sind. Deren Erarbeiten geht in der Regel mit heftigen emotionalen und somatischen Wallungen einher. Es wird nicht „sinniert“, sondern Erinnerungsbilder werden aufs Dramatischste wiedererlebt.

Die Auswertung
Bei der Auswertung bildeten sich vier Erlebnisgruppen heraus. Die größte Gruppe von 71 Personen (50,2 %) führte ihre Problematik auf Geschehnisse zurück, die sich noch vor ihrem Leben auf dieser Erde ereigneten. Die meisten aus dieser Gruppe betrachteten ihre gegenwärtige Inkarnation als die erste überhaupt. Einige wenige gaben auch zwei oder drei frühere Inkarnationen an, jedoch nicht mehr, davor lag war die Herabkunft aus einer anderen Welt. 38 Personen aus dieser Gruppe gaben an, aus einer astralen Geist- oder Engelwelt zu kommen (26,9 %), 28 Personen sogar direkt „vom Himmel“ (19,8 %). Fünf Personen (3,5 %) erinnerten sich an eine Herkunft von Raumschiffen oder anderen Planeten.
Erst in der zweitgrößten Gruppe von 55 Personen (39 %) wurden traumatische Erlebnisse aus einem vergangenen Erdenleben als Grund für die thematisierte Lebensproblematik genannt. 31 dieser Klienten (22 %) stießen auf ein eigenes vergangenes Leben, 24 hingegen kamen zu dem Schluss, es handele sich um ein aus dem kollektiven Erinnerungsspeicher „heruntergeladenes“ fremdes (17 %).
In nur 10 Fällen (7,1 %) wurde die Beeinträchtigung des Verhaltens durch ein Erlebnis im gegenwärtigen Leben verursacht.
Lediglich bei 4 Personen (2,8 %) genügte zur Problemlösung ganz unmittelbar ein Lebenscoaching, weil keine unerwünschte Lebensgrundhaltung zu neutralisieren war.
Aus dem Kollektiv, d. h. unabhängig von diesen vier Gruppen, wurden folgende Besonderheiten erwähnt: 12 der Klienten (8,5 %) fühlten sich im Verlauf ihrer Herabkunft aus höheren Sphären durch aggressive Raumschiffkontakte gefährdet; 10 erinnerten sich an eine urzeitliche Erdvernichtungskatastrophe (7,1 %); 4 glaubten an ihre persönliche Beteiligung an der Erschaffung des physikalischen Kosmos durch spirituelle Kräfte (2,8 %).

©Rolf-Ulrich Kramer, 13. November 2012


::Inhaltsverzeichnis zum Artikel „Die meisten kommen vom Himmel“
Teil 1 – Untersuchung, Methode, Auswertung
Teil 2 – Diskussion des Befunds (1)
Teil 3 – Diskussion des Befunds (2) und Schlussfolgerung


::Zur Person des Autors Rolf-Ulrich Kramer


::Literatur – Rolf-Ulrich Kramer
MindWalking – Unbelastet in die Zukunft, Münster 2008.
Vom Autor erschien 2012 im FGK-Blog „Was nach dem Sterben geschieht“

Datum: Samstag, 1. Oktober 2016 8:00
Themengebiet: Ausserirdische, FGK, FGK-Blogroll, Infofelder, Kramer, MindWalking, Psychologie, Spirituelles Trackback: Trackback-URL
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