Mouches volantes im alten Europa (6)

Freitag, 17. Februar 2017 8:00

Die Leuchtstruktur als Grundlage megalithischer Bauwerke
Von Floco Tausin

6. Entoptische Erscheinungen?
In der Forschung wurde die These vorgebracht, dass manche der geometrischen Muster, die auf megalithischen Bauwerken in England, Schottland und in der Bretagne eingraviert sind, entoptische Erscheinungen darstellen könnten. So wären etwa die konzentrischen Kreise und Spiralen auf den Steinplatten des berühmten Gavrini-Ganggrabes oder die Cup-and-Ring-Gravuren auf Steinen im Südwesten Schottlands als Visionen während schamanischer Trance zu verstehen (Fowler/Cummings 2003; Lewis-Williams/Dowson 1993; Patton 1990; Bradley 1989). Ausserdem wurde eine Übereinstimmung der konzentrischen Kreismuster, die mit einer radialen Linie durchbrochen sind, und dem Grundriss von Ganggräbern und Henges festgestellt (vgl. Bradley 1997).
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::Bild 8 – Gravierte Steinplatten aus dem Gavrini-Ganggrab auf der Insel Gavrini in der französischen Bretagne, 4. Jahrtausend v. Chr. ::Quelle – https://www.pinterest.com/pin/482377810057797101/ (26.8.16)
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::Bild 9 – Mögliche Verbindung zwischen den gepunkteten und konzentrischen (Cup-and-Ring) Mustern mit Zugang als Motiv auf jungsteinzeitlichen und bronzezeitlichen Felsbildern (links) und den ähnlichen Strukturen von Ganggräbern und Henges (rechts). Quelle: Bradley 1997.

Dass aber die Bauwerke selbst indirekt oder direkt durch Visionen subjektiver visueller Lichterscheinungen inspiriert sein könnten, wurde bisher nicht geltend gemacht. Dabei ist die Grundlage der Megalithbauwerke oft eine Kern-Umkreis-Struktur, wie sie von den Leuchtstrukturkugeln bekannt ist: Oft wird ein zentraler Platz umgeben von einem kreisrunden Damm aus Erde oder Steinen, oder aber von Reihen stehender Steine. Teils ist das Zentrum mit Erde oder Steinen bedeckt, wie im Fall der Grabhügel und Cairns. Weitere Charakteristiken lassen sich nicht ausschliesslich durch das Sehen der Leuchtstruktur erklären, sondern eher als interpretative Weiterentwicklung: Üblicherweise sind megalithische Anlagen mit einem oder mehreren Zugängen versehen. Im Fall der Ganggräber ist es ein niederer, bedeckter Gang, bei den Henges sind es breiter angelegte Wege, die zwischen den Dämmen zum Kern führen. Diese Zugänge könnten durch die Vision des Zugehens auf eine einzige Kugel inspiriert sein (vgl. Tausin 2006b) oder in stilisierter und praktischer Hinsicht das Thema der verbindenden Röhren in der Leuchtstruktur aufgreifen. Eher am direkten Sehen orientiert sind die Monumente, die neben- oder hintereinander angeordnet oder durch Gräben, Steinreihen oder andere Linien miteinander verbunden sind. Zudem weisen die megalithischen Bauwerke oft eine komplexere Form auf als die Leuchtkugeln, etwa mehrere konzentrische Ringe. Doch gerade die komplexeren Anlagen sind oft das Resultat von Weiterentwicklungen über Generationen hinweg. Viele Monumente waren ursprünglich simpler und bestanden oft nur aus einem Zentrum und einem Umkreis. Das Stonehenge beispielsweise begann als Erdwall mit einer hölzernen Struktur im Inneren, erst dann wurden konzentrische Steinkreise und zwei weitere Erdwälle hinzugefügt sowie die zentralen Holzstrukturen durch die heute charakteristischen Steinstrukturen ersetzt (Bradley 1998). Und die Cairns der britischen Inseln begannen oft als simple runde Gebilde für die Bestattung eines oder zweier Menschen. Später wurde die Kammer erweitert und Vorplätze, permanenter Zugang, sowie weitere kreisrunde Gräben geschaffen (Noble 2006; Edmonds 1999). Als ursprüngliche Vorlage könnten also die simplen Kugeln und Fäden der Leuchtstruktur gedient haben, die direkt in ritueller Trance gesehen wurden.

::Der AutorFloco Tausin


::Inhaltsverzeichnis

::Teil 1 – Einleitung
::Teil 2 – Vorgeschichte
::Teil 3 – Die Bauwerke der Megalithkulturen
::Teil 4 – Steinkreise, Steinkisten, Ganggräber
::Teil 5 – Stonehenge
::Teil 6 – Entoptische Erscheinungen?
::Teil 7 – Vorstellungen der damaligen Erbauer
::Teil 8 – Aspekte der Leuchtstruktur


::Literatur

Die Bilder stammen aus Bilddatenbanken im Internet, aus wissenschaftlichen Publikationen oder aus meiner eigenen Sammlung (FT). Sie unterstehen entweder einer Creative Commons-Lizenz, fallen aufgrund der Verjährung nicht mehr unter das Copyright oder werden im Sinne des Zitatrechts aus wissenschaftlichen Publikationen verwendet. Bei den Bildern aus meiner Sammlung besitze ich das Copyright bzw. habe die freundliche Genehmigung des Künstlers eingeholt.

Fowler, Chris; Cummings, Vicki (2003): „Places of Transformation: Building Monuments from Water and Stone in the Neolithic of the Irish Sea“. Journal of the Royal Anthropological Institute 9, Nr. 1: 1-20

Lewis-Williams, J. D.; Dowson, T. A. (1993): „On Vision and Power in the Neolithic: Evidence from the Decorated Monuments“. Current Anthropology 34, Nr. 1: 55-65

Patton, Mark (1990): „On Entoptic Images in Context: „Art, Monuments, and Society in Neolithic Brittany“. Current Anthropology 31, Nr. 5: 554-558

Bradley, Richard (1989): „Death and Entrances: A Contextual Analysis of Megalithic Art“. Current Anthropology 30, Nr. 1: 68-75

Bradley, Richard (1997): Rock Art and the Prehistory of Atlantic Europe. Signing the Land. London: Routledge

Tausin, Floco (2006b): „Mouches volantes. Bewegliche Kuglen und Fäden aus der Sicht eines Sehers“. Q’Phase. Realität … Anders! 4

Bradley, Richard (1998): The Significance of Monuments. On the Shaping of Human Experience in Neolithic and Bronze Age Europe. London/New York: Routledge

Noble, Gordon (2006): Neolithic Scotland. Timber, Stone, Earth and Fire. Edinburgh: Edinburgh University Press Ltd.

Edmonds, Mark (1999): Ancestral Geographies of the Neolithic. Landscapes, Monuments and Memory. London/New York: Routledge

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Mouches volantes im alten Europa (5)

Mittwoch, 15. Februar 2017 8:00

Die Leuchtstruktur als Grundlage megalithischer Bauwerke
Von Floco Tausin

5. Stonehenge
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::Bild 5 – Grabhügel des früheren Bronzezeitalters (3./2. Jahrtausend v. Chr.) in der Nähe des Stonehenge, Wiltshire, Südengland. Charakteristisch ist die lineare Anordnung der Hügel, was möglicherweise auf die Bestattung von Familienmitgliedern hinweist. ::Quelle – Sherratt 1994b.
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::Bild 6 – Stonehenge in Wiltshire, England, wurde ab ca. 3000 v. Chr. an einem bereits früher zeremoniell genutzten Ort gebaut. Während über 1000 Jahren wurde Stonehenge in verschiedenen Phasen erweitert, neu konzipiert, teils auch überbaut und als Zentrum eingegliedert in eine sich stets erweiternde sakrale Geografie. Bild oben: Das heutige Stonehenge mit Erdwall und dem ehemaligen Zugang im Nordosten (oben) aus der Frühphase. Unten links: Luftaufnahme des Zentrums von Stonehenge. Unten rechts: Rekonstruktion von Stonehenge nach der letzten Bauphase. Von aussen nach innen: Die 75 Sarsen- und Decksteine, die Blausteine, die fünf Trilithe, ein Halbkreis aus Blausteinen, der Altarstein.
::Quelle – http://arthistoryworlds.org/3-the-standing-stones-in-england/ (11.8.16), und http://news.nationalgeographic.com/news/2010/07/photogalleries/100723-stonehenge-woodhenge-twin-timber-circle-science-pictures/ (11.8.16)

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::Bild 7 – In jüngster Zeit wurden per Bodensensorik weitere Kreisanlagen rund um Stonehenge gefunden, die teils mit dem zentralen Monument verbunden waren. Das Bild zeigt einige der noch nicht freigelegten Anlagen. ::Quelle – University of Birmingham, http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.ch/2014/09/archaologen-finden-17-bislang.html (29.7.16)

::Der AutorFloco Tausin


::Inhaltsverzeichnis

::Teil 1 – Einleitung
::Teil 2 – Vorgeschichte
::Teil 3 – Die Bauwerke der Megalithkulturen
::Teil 4 – Steinkreise, Steinkisten, Ganggräber
::Teil 5 – Stonehenge
::Teil 6 – Entoptische Erscheinungen?
::Teil 7 – Vorstellungen der damaligen Erbauer
::Teil 8 – Aspekte der Leuchtstruktur


::Literatur

Die Bilder stammen aus Bilddatenbanken im Internet, aus wissenschaftlichen Publikationen oder aus meiner eigenen Sammlung (FT). Sie unterstehen entweder einer Creative Commons-Lizenz, fallen aufgrund der Verjährung nicht mehr unter das Copyright oder werden im Sinne des Zitatrechts aus wissenschaftlichen Publikationen verwendet. Bei den Bildern aus meiner Sammlung besitze ich das Copyright bzw. habe die freundliche Genehmigung des Künstlers eingeholt.

Sherratt, Andrew (1994b): „The Emergence of Elites: Earlier Bronze Age Europe, 2500-1300 BC“. The Oxford Illustrated Prehistory of Europe, hrsg. v. Barry Cunliffe. Oxford/New York: Oxford University Press: 244-276

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Mouches volantes im alten Europa (4)

Montag, 13. Februar 2017 8:00

Die Leuchtstruktur als Grundlage megalithischer Bauwerke
Von Floco Tausin

4. Steinkreise, Steinkisten, Ganggräber
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::Bild 2 – Über 1000 megalithische Steinkreise oder Cromlech wurden in Nordwesteuropa gezählt. Sie wurden vermutlich für rituelle und zeremonielle Zwecke genutzt. Im Bild: Der Steinkreis oder Cromlech von Swinside, England, ca. 4. Jahrtausend v. Chr. Ein Eingang im Südosten wird durch zwei hohe Portalsteine markiert.
::Quelle – https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=525170 (26.8.16)

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::Bild 3 – Die Beerdigung der Toten in Steinkisten, mit Steinplatten gesäumte Gruben, war in Europa bis in die frühe Bronzezeit verbreitet. Nicht selten wurden die Steinkisten mit weiteren Steinen zu einer Kern-Umkreis-Struktur erweitert und später oft mit Erde oder Steinen bedeckt (Hügelgrab) (McIntosh 2006). Im Bild: Ein Feld umrundeter Steinkisten in Jõelähtme, Estland.
::Quelle – https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2913043 (26.8.16)

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::Bild 4 – Ganggräber bestehen aus bedeckten Grabkammern, zu denen ein Gang hinführt. Damit hatten die Hinterbliebenen auch nach der Bestattung Zugang zu den Toten, sei es für nachträgliche Rituale oder für weitere Bestattungen. Im Bild: Modell eines nord- und westeuropäischen Ganggrabes mit Gang, Kammer, Erdhügel und Umkreis aus stehenden Steinen, typischerweise 4. und 3. Jahrtausend v. Chr.
::Quelle – https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=17655965 (10.8.16)

::Der AutorFloco Tausin


::Inhaltsverzeichnis

::Teil 1 – Einleitung
::Teil 2 – Vorgeschichte
::Teil 3 – Die Bauwerke der Megalithkulturen
::Teil 4 – Steinkreise, Steinkisten, Ganggräber
::Teil 5 – Stonehenge
::Teil 6 – Entoptische Erscheinungen?
::Teil 7 – Vorstellungen der damaligen Erbauer
::Teil 8 – Aspekte der Leuchtstruktur


::Literatur

Die Bilder stammen aus Bilddatenbanken im Internet, aus wissenschaftlichen Publikationen oder aus meiner eigenen Sammlung (FT). Sie unterstehen entweder einer Creative Commons-Lizenz, fallen aufgrund der Verjährung nicht mehr unter das Copyright oder werden im Sinne des Zitatrechts aus wissenschaftlichen Publikationen verwendet. Bei den Bildern aus meiner Sammlung besitze ich das Copyright bzw. habe die freundliche Genehmigung des Künstlers eingeholt.

McIntosh, Janes (2006): Handbook to Life in Prehistoric Europe. New York: Facts on File, Inc.

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Mouches volantes im alten Europa (3)

Samstag, 11. Februar 2017 8:00

Die Leuchtstruktur als Grundlage megalithischer Bauwerke
Von Floco Tausin

3. Die Bauwerke der Megalithkulturen
Als Megalithkulturen werden diverse jungsteinzeitliche und bronzezeitliche Kulturen bezeichnet, die in West-, Mittel- und Nordeuropa zwischen 5000 und 800 v. Chr. Bauwerke aus grossen Steinen hinterlassen haben. Dazu gehören einzelne aufgestellte Menhire, im Kreis oder in Reihen angeordnete Steine (Cromlech), simple Grabkammern (Dolmen), Steinkisten, Steinhügel (Cairns) und Grabhügel (Tumulus), aber auch grössere Monumentalkomplexe wie die Henges in England oder die Tempel auf Malta. In und um diese Bauwerke wurden meistens menschliche Überresten und Artefakte wie Werkzeuge, Töpferware oder Schmuck gefunden. Kaum etwas ist bekannt über die genauen Funktionen und kosmologischen und religiösen Bedeutungen, die die Megalithbauwerke hatten. Die heutige Forschung versteht sie als Ausdruck der neuen bäuerlichen Gesellschaft, die den Raum und die Zeit im Hinblick auf Fruchtbarkeit und Dauerhaftigkeit ordnete und in diesem Zusammenhang beispielsweise zur Verehrung von Ahnen überging. Ausserdem ist eine Mehrfachnutzung dieser Monumente anzunehmen, die sich teils über mehrere Generationen und Jahrhunderte erstreckte: Dolmen, Grabhügel und Henges waren nicht nur Ruhestätten für Personen mit hohem gesellschaftlichen Status und Ansehen. Sie waren wohl auch Familiengräber, Plätze für diverse Rituale für die Ahnen, Götter oder Geister, Treffpunkte für Familien, Clans und andere Gruppen, Zentren für die Demonstration politischer Macht und Autorität. Wo die Monumente nach den Himmelsrichtungen oder, wie im Fall des Stonehenge, nach den Positionen der Sonnenwenden und Tagundnachtgleichen ausgerichtet waren, könnten sie auch zur Beobachtung astronomischer Ereignisse gedient haben (Midgley 2008; Noble 2006; Bradley 1997; Sherratt 1994; Patton 1993).

::Der AutorFloco Tausin


::Inhaltsverzeichnis

::Teil 1 – Einleitung
::Teil 2 – Vorgeschichte
::Teil 3 – Die Bauwerke der Megalithkulturen
::Teil 4 – Steinkreise, Steinkisten, Ganggräber
::Teil 5 – Stonehenge
::Teil 6 – Entoptische Erscheinungen?
::Teil 7 – Vorstellungen der damaligen Erbauer
::Teil 8 – Aspekte der Leuchtstruktur


::Literatur

Midgley, Magdalena S. (2008): The Megaliths of Northern Europe. New York: Routledge

Noble, Gordon (2006): Neolithic Scotland. Timber, Stone, Earth and Fire. Edinburgh: Edinburgh University Press Ltd.

Bradley, Richard (1997): Rock Art and the Prehistory of Atlantic Europe. Signing the Land. London: Routledge

Lewis-Williams, J. D; Dowson, T. A. (1988). „The Signs of All Times“. Current Anthropology 29, Nr. 2: 201-245

Sherratt, Andrew (1994a): „The Transformation of Early Agrarian Europe: The Later Neolithic and Copper Ages 4500-2500 BC“. The Oxford Illustrated Prehistory of Europe, hrsg. v. Barry Cunliffe. Oxford/New York: Oxford University Press: 167-201

Patton, Mark (1993): Statements in Stone. Monuments and Society in Neolithic Brittany. London: Routledge

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17.2.2017 – UFO-Studiengruppe Hannover

Freitag, 10. Februar 2017 8:00

ufo-studiengruppe_hannover.jpgVeranstaltung der
UFO-Studiengruppe Hannover
(38 Jahre – 1979-2017)

Treffpunkt ist das Stadtteilzentrum Lister Turm, Walderseestr. 100, 30177 Hannover. Die Treffen finden an jedem 3. Freitag im Monat von 19.00 – 22.00 Uhr statt, Einlaß: 18.45 Uhr. Gäste sind herzlich willkommen! Räume: siehe Hinweistafel im Eingangsbereich/STZ-Mitarbeiter. Vorträge im Kleinen Saal/Raum 27, 2. Etage (ohne Fahrstuhl), Restauration: Taverne Odysseus.


Freitag, 17. Februar 2017, 19.00 Uhr
„Die höhere oder verborgene Wirklichkeit des Menschseins und die Möglichkeiten, etwas davon zu erfahren.“

Referent: Dr. Ing. G. Harms – Unkostenbeitag: 5,- Euro


Bereits seit 1956 existiert die UFO-Studiengruppe Hannover, die seit 1979 von Ruth Bäger geleitet wird. Sie erteilt auch gerne weitere Auskünfte unter Telefon 0511-319657 (AB).

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Mouches volantes im alten Europa (2)

Donnerstag, 9. Februar 2017 9:00

Die Leuchtstruktur als Grundlage megalithischer Bauwerke
Von Floco Tausin

2. Vorgeschichte
Frühe Menschen der Gattung Homo besiedelten Europa bereits vor 1 Mio. Jahren. Doch Spuren eines vielfältigen kulturellen Lebens gibt es ab 40‘000 v.u.Z mit der Dominanz des Homo sapiens. Es wurden Wohnanlagen gebaut und kontinuierlich bewohnt, Rohmaterialien von weit herangeschafft und gehandelt. Felswände und Steine wurden bemalt oder graviert. Die Herstellung von Schmuck aus Stein, Knochen, Muschelschalen, Elfenbein und Geweih begann. Die frühen Menschen haben nicht nur den Schmuck, sondern auch Werkzeuge, Waffen und Steinfigurinen mit Mustern und Symbolen verziert (Gamble 1994, Mellars 1994). Mit der klimatischen Erwärmung um 10‘000 v. Chr. stieg der Meeresspiegel an, die Wälder breiteten sich aus. Mit den Steppen und Tundren verschwand zunehmend der Lebensraum für die Megafauna. Durch Platzmangel und durch die extensive Jagdtätigkeit des Menschen starben das Wollhaarmammut und andere grosse Säugetiere aus. Die Menschen entwickelten kleinräumigere Jagdstrategien und gingen allmählich zur Sesshaftigkeit über. Die Bevölkerung wuchs, die soziale Organisation der Gemeinschaften wurde komplexer und hierarchischer, die ausgebeuteten Ressourcen zahlreicher und diverser, die ersten Verteidigungsanlagen und Friedhöfe entstanden (Mithen 1994).
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::Bild 1 – Unterschiedlich anforderungsreiche Siedlungsgebiete im Europa der Altsteinzeit. ::Quelle – Gamble 1994.

Punkte, konzentrische oder gepunktete Kreise, Wellen, Zickzacklinien, Gittermuster und Spiralen gehörten neben naturalistischen Darstellungen zum Repertoire der frühen Kunst in ganz Europa (Von Petzinger 2011; vgl. Mithen 1994). Ihre Bedeutung ist in der Forschung umstritten. Vermutet werden magische, zeremonielle und rituelle Funktionen, die Darstellung binärer Strukturen wie männlich und weiblich, jagdbezogene, kalendarische, saisonale oder astronomische Notizen, die Markierung territorialer Grenzen, die Kommunikation der Macht oder des Erfolgs von Clans oder Individuen (Bradley 1997; Mellars 1994). Seit den 1970er Jahren gibt es zudem die Theorie, dass die geometrischen Motive der steinzeitlichen Kunst entoptische Phänomene darstellen. Diese subjektiven Lichterscheinungen seien von Schamanen in veränderten Bewusstseinszuständen gesehen und im Kontext des Zugangs zur Anderswelt gedeutet worden. Wo die Seher oder Schamanen ihre Visionen auf Stein festhielten, konnten sie wiederum die Menschen und die Kunst beeinflussen (Lewis-Williams/Dowson 1988; Dowson/Porr 2001). Die Punkte und Fäden der Leuchtstruktur bzw. die Leuchtstruktur Mouches volantes werden physiologisch zwar nicht als entoptische Phänomene verstanden wie etwa Phosphene oder Formkonstanten. In einem anderen Artikel habe ich jedoch vorgeschlagen, dass es sich bei den Punkten, Kreisfiguren und Fadenstrukturen der steinzeitlichen Felsbilder auch um die Kugeln und Fäden der Leuchtstruktur handelt, und dass diese ebenfalls im Sinne der entoptisch-schamanischen Interpretation begriffen werden können (Tausin 2006a).
Dieselben geometrischen Muster finden sich auch in den anschliessenden prähistorischen Epochen Europas, nämlich der Jung- und Kupfersteinzeit (ab dem 7. Jahrtausend v. Chr.), der Bronzezeit (ab dem 4. Jahrtausend v. Chr.) und der Eisenzeit (ab 10. Jh. v. Chr.). In diesen Jahrtausenden etablierten sich agrarische Gesellschaften in Europa. Das Rad und der Pflug wurden erfunden, Felder bestellt, Lebensmittel gespeichert, Getreide und Tiere domestiziert, Töpferware hergestellt, Metalle wie Kupfer, Bronze, Gold und Eisen verarbeitet (Whittle 1994, Sherratt 1994). Punkte, punktierte und konzentrische Kreise sowie Fäden und Linien erscheinen weiterhin auf Felsbildern (Bradley 1997), auf Artefakten, aber auch als bauwerkliche Strukturen von Siedlungs-, Grab- oder Ritualplätzen, wie etwa die konzentrischen Rondellen und Grubenwerke (vgl. Whittle 1994), aber auch viele der megalithischen Bauwerke.

::Der AutorFloco Tausin


::Inhaltsverzeichnis

::Teil 1 – Einleitung
::Teil 2 – Vorgeschichte
::Teil 3 – Die Bauwerke der Megalithkulturen
::Teil 4 – Steinkreise, Steinkisten, Ganggräber
::Teil 5 – Stonehenge
::Teil 6 – Entoptische Erscheinungen?
::Teil 7 – Vorstellungen der damaligen Erbauer
::Teil 8 – Aspekte der Leuchtstruktur


::Literatur

Die Bilder stammen aus Bilddatenbanken im Internet, aus wissenschaftlichen Publikationen oder aus meiner eigenen Sammlung (FT). Sie unterstehen entweder einer Creative Commons-Lizenz, fallen aufgrund der Verjährung nicht mehr unter das Copyright oder werden im Sinne des Zitatrechts aus wissenschaftlichen Publikationen verwendet. Bei den Bildern aus meiner Sammlung besitze ich das Copyright bzw. habe die freundliche Genehmigung des Künstlers eingeholt.

Gamble, Clive (1994): „The Peopling of Europe 700,000-40,000 Years before the Present“. The Oxford Illustrated Prehistory of Europe, hrsg. v. Barry Cunliffe. Oxford/New York: Oxford University Press: 5-41

Mellars, Paul (1994): „The Upper Palaeolithic Revolution“. The Oxford Illustrated Prehistory of Europe, hrsg. v. Barry Cunliffe. Oxford/New York: Oxford University Press: 42-78

Mithen, Steven J. (1994): „The Mesolithic Age“. The Oxford Illustrated Prehistory of Europe, hrsg. v. Barry Cunliffe. Oxford/New York: Oxford University Press: 79-135

Von Petzinger, Genevieve (2011): „Geometric Signs. A new understanding“. Bradshaw Foundation. http://www.bradshawfoundation.com/geometric_signs/geometric_signs.php (13.2.12)

Bradley, Richard (1997): Rock Art and the Prehistory of Atlantic Europe. Signing the Land. London: Routledge

Lewis-Williams, J. D; Dowson, T. A. (1988). „The Signs of All Times“. Current Anthropology 29, Nr. 2: 201-245

Dowson, Thomas A.; Porr, Maritn (2001): „Special objects – special creatures: Shamanistic imagery and the Aurignacian art of south-west Germany“. The Archaeology of Shamanism, hg. v. Neil S. Price. London/New York: Routledge: 165-177

Tausin, Floco (2006a): „Mouches volantes und Trance. Ein universelles Phänomen bei erweiterten Bewusstseinszuständen früher und heute“. Jenseits des Irdischen 3

Whittle, Alasdair (1994): „The First Farmers“. The Oxford Illustrated Prehistory of Europe, hrsg. v. Barry Cunliffe. Oxford/New York: Oxford University Press: 135-166

Sherratt, Andrew (1994a): „The Transformation of Early Agrarian Europe: The Later Neolithic and Copper Ages 4500-2500 BC“. The Oxford Illustrated Prehistory of Europe, hrsg. v. Barry Cunliffe. Oxford/New York: Oxford University Press: 167-201

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Mouches volantes im alten Europa (1)

Dienstag, 7. Februar 2017 22:45

Die Leuchtstruktur als Grundlage megalithischer Bauwerke
Von Floco Tausin

1. Einleitung

Mouches volantes – Glaskörpertrübung oder Bewusstseinslicht? Der Blick auf die Kunst früherer Kulturen lässt vermuten, dass Mouches volantes für eine Vielzahl von Menschen eine spirituelle Bedeutung hatten. In diesem Artikel werden Mouches-volantes-Motive im prähistorischen Europa vorgestellt. Er beschäftigt sich mit den megalithischen Kulturen.

Alle haben sie, fast alle sehen sie, und fast niemand schaut hin: die vereinzelten, transparenten und beweglichen Punkte und Fäden im Blickfeld, in der Augenheilkunde „Mouches volantes“ genannt und als Glaskörpertrübung erklärt. Dieser Artikel basiert auf der Erfahrung, dass diese Punkte und Fäden – die „Leuchtstruktur Mouches volantes“ (Tausin 2012) – keine Trübung, sondern eine leuchtende Struktur und Ausdruck unseres Bewusstseinszustandes sind. Diese Einsicht kam zu mir durch meinen Lehrer Nestor (Tausin 2010a, 2008, 2006b). In meiner weiteren Forschung fand ich zahlreiche Hinweise darauf, dass die Kugeln und Fäden der Leuchtstruktur – zusammen mit anderen entoptischen Erscheinungen – bereits von früheren Menschen vieler Kulturen wahrgenommen wurden. Die Vermutung ist, dass frühe Ekstatiker oder Schamanen sie während Praktiken der rituellen Bewusstseinsveränderung gesehen, mythisch oder spirituell gedeutet, künstlerisch ausgedrückt und damit an spätere Generationen vermittelt haben (z.B. Tausin 2013, 2011, 2010b, 2006a). Dieser Artikel unterstützt diese Sicht, indem er Punkt-und-Faden-Strukturen in einigen der frühen Kulturen Europas präsentiert. Er beschäftigt sich mit den megalithischen Kulturen.

::Der AutorFloco Tausin


::Inhaltsverzeichnis

::Teil 1 – Einleitung
::Teil 2 – Vorgeschichte
::Teil 3 – Die Bauwerke der Megalithkulturen
::Teil 4 – Steinkreise, Steinkisten, Ganggräber
::Teil 5 – Stonehenge
::Teil 6 – Entoptische Erscheinungen?
::Teil 7 – Vorstellungen der damaligen Erbauer
::Teil 8 – Aspekte der Leuchtstruktur


::Literatur

Tausin, Floco (2013): „Mouches-volantes-Strukturen in Nordamerika. Teil 1: Bewusstseinsaugen und Weltenportale (Eskimo, Nordwestküsten-Indianer“. Virtuelles Magazin 2000 67. http://archiv.vm2000.net/67/flocotausin/teil1-bewusstseinsaugenundweltenportale.html (2.9.16)

Tausin, Floco (2012): Mouches volantes (MV) und andere subjektive visuelle Phänomene. http://www.mouches-volantes.com/home/visuelle-subjektive-phaenomene.htm (30.9.14)

Tausin, Floco (2011): „Im Auge des Re. Mouches volantes Strukturen in der Symbolik des antiken Ägyptens“. Virtuelles Magazin 2000 58. (14.2.11)

Tausin, Floco. (2010a). Mouches Volantes. Die Leuchtstruktur des Bewusstseins. Bern: Leuchtstruktur Verlag

Tausin, Floco (2010b): „Lichter in der Anderswelt. Mouches volantes in der darstellenden Kunst moderner Schamanen“. Galaxiengesundheitsrat. http://wedismus.ning.com/group/Schamanismus/forum/topics/lichter-in-der-anderswelt (13.12.10)

Tausin, Floco (2008): „Mouches volantes – Glaskörpertrübung oder Nervensystem? Fliegende Mücken als wahrnehmbarer Aspekt des visuellen Nervensystems“. Ganzheitlich Sehen. http://www.mouches-volantes.com/news/newsdezember2008.htm (27.10.10)

Tausin, Floco (2006a): „Mouches volantes und Trance. Ein universelles Phänomen bei erweiterten Bewusstseinszuständen früher und heute“. Jenseits des Irdischen 3

Tausin, Floco (2006b): „Mouches volantes. Bewegliche Kuglen und Fäden aus der Sicht eines Sehers“. Q’Phase. Realität … Anders! 4

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Zur Person: Floco Tausin

Mittwoch, 1. Februar 2017 23:30

Floco Tausin – floco.tausin(et)mouches-volantes.com
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Der Name Floco Tausin ist ein Pseudonym. Der Autor promovierte an der geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bern und befasst sich in Theorie und Praxis mit der Erforschung subjektiver visueller Phänomene im Zusammenhang mit veränderten Bewusstseinszuständen und Bewusstseinsentwicklung. 2004 veröffentlichte er die mystische Geschichte „Mouches Volantes“ über die Lehre des im Schweizer Emmental lebenden Sehers Nestor und die spirituelle Bedeutung der Mouches volantes.

Angaben zum Buch: „Mouches Volantes – Die Leuchtstruktur des Bewusstseins“, Leuchtstruktur Verlag (Bern) 2010, Paperback, 376 Seiten, 24.90 € / 39.80 CHF, Genre: Belletristik/mystische Erzählung.
Bereits den alten Griechen bekannt, von heutigen Augenärzten als harmlose Glaskörpertrübung betrachtet und für viele Betroffene ärgerlich: Mouches volantes, Punkte und Fäden, die in unserem Blickfeld schwimmen und bei hellen Lichtverhältnissen sichtbar werden.
Die Erkenntnis eines im schweizerischen Emmental lebenden Sehers stellt die heutige Ansicht radikal in Frage: Mouches volantes sind erste Teile einer durch unser Bewusstsein gebildeten Leuchtstruktur. Das Eingehen in diese erlaubt dem Seher, über den Tod hinaus bewusst zu bleiben.
Mouches volantes: Glaskörpertrübung oder Bewusstseinsstruktur? Eine mystische Geschichte über die nahe (f)liegendste Sache der Welt.

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7.7.2016 – Die Plejaden im Kornkreis (4/4)

Dienstag, 31. Januar 2017 8:00

Mystischer Tod bei Rückert und Mahler, die Vertonung eines Gedichts von Friedrich Rückert, ein weiteres Monument dieses Intervallgebildes.
Another monument of this interval formation, musical version of a poem of Friedrich Rückert, (I am lost to the world from Gustav Mahler)
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Abbildung 7

Das Auf und Ab im zweiten und dritten Takt beginnt bei C und endet beim betonten A in einer vollen Note. Das Spiel umspannt also eine große Sexte C-A, (Frequenzverhältnis 3:5). Der fünfte Takt beginnt mit einer Wiederholung des Intervalls C‘-E, kleine Sexte, (Frequenzverhältnis 5:8).
Der Höhepunkt des Liedes mündet in den Refrain: „und ruh in einem stillen Gebiet“.
The climax of the song ends in the refrain: „and rest in a silent prayer“.

Die Beschreibung des Liedflusses an dieser zentralen Stelle
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Abbildung 8

„und ruh“, wird in einem Terzaufschwung g-b (kleine Terz, Frequenzverhältnis 5:6) gesungen.
„And rest“, is sung in a third boom g-b (minor third, frequency ratio 5:6).
Nun fällt die Melodie vom b, ab bis zum d, erneut ein kleines Sext Intervall (Frequenzverhältnis 5:8). Von dort schwingt sich die Melodie um eine Oktave nach oben zum d‘, ruht dort, um zum g, um eine Quinte abzufallen.
Now the melody from the b, down to the d, falls again a minor sext interval (frequency ratio 5:8). From there the melody swings up an octave upwards to the d‘, resting there to fall to the g, to a fifth.
Eingebettet ist das Ganze in den g-Molldreiklang (g-b-d‘), dieser nimmt jedoch den Umweg über b-d (kleine Sexte, 5:8), um sich dann mit d-d‘, mit einer Oktave, „himmlisch“ zu vollenden.
The whole is embedded in the G minor triad (g-b-d‘), but it takes the detour via b-d (5:8), then ends with d-d‘, with an octave „celestial“.

Das Emblem der zentralen Stelle in Mahlers Liedkomposition
Plejaden_9
Abbildung 9

Die Intervalle der zentralen Stelle in Mahlers Lied sind in der Grafik in blauer Farbe dargestellt. Sie können aus der rechten Kreisfigur gezogen werden. Anders gesagt, könnte man sie auf einem Monochord einstellen und dabei die Kreisfigur auf der rechten Seite in Abbildung 9 nutzen.
Das Quartintervall (4:5) benötigt die Längen 4 und 5
Das Intervall der kleinen Sexte (5:8) benötigt die Längen 5 und 8
Das Oktavintervall (1:2) benötigt die Längen 1 und 2, in Abbildung 9, die Längen 4 und 8
Das Intervall einer großen Terz (4:5) benötigt die Längen 4 und 5

Zusammenfassung
Dieses wundersame Lied, die Vertonung eines Gedichtes von Friedrich Rückert, kündet von einem inneren, mystischen Tod, der inneres Leben erweckt hat. Die Eckpfeiler dieser mystischen Welt wurden von Mahler im Wesentlichen den Intervallen der großen Sexte (Frequenzverhältnis 3:5), der kleinen Sexte (Frequenzverhältnis 5:8) und einer Oktave (Frequenzverhältnis 1:2), gesetzt, jener Teilung, die auch in den behandelten Kornkreisen gesetzt ist.
This miraculous song, the setting of a poem by Friedrich Rückert, proclaims an inner, mystical death that has awakened inner life. The cornerstones of this mystical world were set by Mahler in the intervals of the major sixth (frequency ratio 3:5), (frequency ratio 5:8) and an octave (frequency ratio 1:2) which is also divided in the treated crop circles.
Plejaden_10
Abbildung 10

Ich bin der Welt abhanden gekommen,
Mit der ich sonst viele Zeit verdorben,
Sie hat so lange nichts von mir vernommen,
Sie mag wohl glauben, ich sei gestorben!

Es ist mir auch gar nichts daran gelegen,
Ob sie mich für gestorben hält,
Ich kann auch gar nichts sagen dagegen,
Denn wirklich bin ich gestorben der Welt.

Ich bin gestorben dem Weltgetümmel,
Und ruh‘ in einem stillen Gebiet!
Ich leb‘ allein in meinem Himmel,
In meinem Lieben, in meinem Lied!

Friedrich Rückert

::Autor – R.U. Müller


Inhaltsverzeichnis
::Teil 1 – Die Plejaden im Kornkreis vom 7. Juli 2016, Holland
::Teil 2 – Die Geometrie des Kornkreises
::Teil 3 – Die Himmelsscheibe von Nebra
::Teil 4 – Die Vertonung eines Gedichtes von Friedrich Rückert

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7.7.2016 – Die Plejaden im Kornkreis (3/4)

Sonntag, 29. Januar 2017 8:00

Die Himmelsscheibe von Nebra. The Nebra Skydisk.

Die Himmelsscheibe von Nebra ist eine kreisförmige Bronzeplatte mit Applikationen aus Gold und stellt offenbar astronomische Phänomene und religiöse Symbole dar, ihr Alter wird auf 3.700 – 4.100 Jahre geschätzt. Dieses Artefakt der frühen Bronzezeit Mitteleuropas (Aunjetitzer Kultur) gilt als einer der wichtigsten archäologischen Funde aus dieser Epoche.
::Quelle – wikipedia.org
These are interpreted generally as a sun or full moon, a lunar crescent, and stars (including a cluster interpreted as the Pleiades). … The disk is attributed to a site near Nebra, Saxony-Anhalt, in Germany, and associatively dated to c. 1.600 BC. It has been associated with the Bronze Age Unetice culture.
::See – en.wikipedia.org

Wie die Geometrien der beiden Kornkreise
As the geometries of the two crop circles

– 29. Juni 2016, England – June 29, 2016, England
– 7. Juli 2016, Holland – July 7, 2016, Holland
beruht auch die Himmelsscheibe von Nebra auf der gleichen Konstruktion.
also, Nebra Sky disk is based on the same construction.
Plejaden_5Abbildung 5

Gefunden wurde sie am 4. Juli 1999 von Raubgräbern auf dem Mittelberg in der damaligen Gemeinde Ziegelroda nahe der Stadt Nebra in Sachsen-Anhalt.
::Quelle – wikipedia.org
Darüber hinaus stimmen die Jahrestage überein.
In addition, the anniversaries are the same:

– 4. Juli, 1999, Entdeckung der Himmelsscheibe von Nebra
– July 4, 1999, Discovery of Nebra Sky Disc
– 4. Juli, 2016, Entdeckung des Kornkreises in Holland
– July 4, 2016, Discovery of the crop circle in Holland
Plejaden_6
Abbildung 6

::Autor – R.U. Müller


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::Teil 1 – Die Plejaden im Kornkreis vom 7. Juli 2016, Holland
::Teil 2 – Die Geometrie des Kornkreises
::Teil 3 – Die Himmelsscheibe von Nebra
::Teil 4 – Die Vertonung eines Gedichtes von Friedrich Rückert

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7.7.2016 – Die Plejaden im Kornkreis (2/4)

Freitag, 27. Januar 2017 8:56

Die Geometrie des Kornkreises. The geometry of the crop circle.

Die einzelnen Konstruktionsschritte. The constructionsteps.
Plejaden_3
Abbildung 3

Rekonstruktion und die Teilung des Fünfecks in 3:5
Reconstruction and division of the pentagon in 3:5
Plejaden_4
Abbildung 4

Wie im Kornkreis vom 29. Juni 2016, bei Whitesheet Hill, Stourton, Wiltshire, England, beruht die Konstruktion auf der Idee, die Seitenmitten des Fünfeckshervorzuheben. Und das, um eine ganzzahlige Teilung eines Fünfecks darzustellen. Die einzige, die mir bekannt ist.
As in the crop circle of June 29, 2016, at Whitesheet Hill, Stourton, Wiltshire, England, the construction is based on the idea of emphasizing the side centers of the pentagon. And this is to represent an integer division of a pentagon. The only one that is known to me.

::Autor – R.U. Müller


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::Teil 1 – Die Plejaden im Kornkreis vom 7. Juli 2016, Holland
::Teil 2 – Die Geometrie des Kornkreises
::Teil 3 – Die Himmelsscheibe von Nebra
::Teil 4 – Die Vertonung eines Gedichtes von Friedrich Rückert

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7.7.2016 – Die Plejaden im Kornkreis (1/4)

Mittwoch, 25. Januar 2017 13:43

Die Plejaden im Kornkreis vom 7. Juli 2016, Holland.
The Pleiades in the crop circle of July 7, 2016, Holland.

Robbert van den Broeke sagt uns in seiner Kornkreisbeschreibung, die stehenden Garben stellten die Sternenkonstellation der Plejaden dar.
Robbert van den Broeke tells us in his crop circle description, the standing sheaves represented the stars constellation of the Pleiades.
“From Nancy Talbott – BLT Research Inc:
News for crop circle fans… the first Dutch formation in July has just occurred. Robbert v/d Broeke (www.bltresearch.com/robbert.php) skyped me last night to report the details, not the least of which is that–since it´s been raining daily for the whole month of June – the fields are soaked & even the tram-lines are filled with water, making it very difficult to reach the new formation. As is so often the case Robbert felt its “energy” and saw (in his ‘mind’s eye’) what it would look like (a ‘big ring, inside of which was a large flattened circle with standing crop tufts representing the Pleiades constellation’)”

::Quelle – grenzwissenschaft-aktuell.de

Ich habe das überprüft und legte dabei Norden in die Mitte des Kornkreises.

Der Kornkreis als Himmelskarte. The cropcircle as a celestial chart.
Plejaden_1
Abbildung 1

Um die Sternenkonstellation halbwegs mit dem Kornkreis in Deckung zu bringen, musste die Lage der Plejaden (mit dem Programm Stellarium V1.012.4), gegenüber der heutigen Lage um ca. 17.000 Jahre in der Vergangenheit legen. Ursache für diese Drehung ist die Präzision. Eine langsame Taumelbewegung der Erdachse. Aufgrund dieser Bewegung wandert der Himmelspol entlang eines Kreises und auch die Plejaden führen dabei eine Taumelbewegung aus. Der orangefarbene Kreis kennzeichnet die Bahn des Himmelspols. Der Kreis fungiert gewissermaßen als Uhr und zeigt, je nach Lage des Himmelspols die Zeit an.
In order to cover the constellation of stars with the crop circle, the situation of the Pleiades (with the program Stellarium V1.012.4), had to set time about 17,000 years in the past. The reason for this rotation is the precession. A slow wobbling motion of the earth’s axis. As a result of this movement, the celestial pole travels along a circle, and the Pleiades also cause a spining movement. The orange circle characterizes the orbit of the sky pole. The circle functions as a clock and displays the time according to the location of the sky pole.
Plejaden_2
Abbildung 2

::Autor – R.U. Müller


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::Teil 3 – Die Himmelsscheibe von Nebra
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