Demnächst in Frieden (4/7)

Mittwoch, 23. August 2017 8:00

Kramer1
Ein MindWalking-Blick auf die Zukunft
von Dipl.-Psych. Rolf Ulrich Kramer

Die Menschheit löst sich aus einem alten Film
Im Weltgedächtnis liegt die Betonung auf Elend und Verlust. Das liegt am psychischen Mechanismus der Verdrängung. Elend und Verlust bleiben länger haften als Freude und Erfolg, ob im individuellen Gedächtnis oder im kollektiven, selbst wenn Jahrmillionen vergangen sind.
Was verdrängt wurde, ist jedoch keineswegs verschwunden. Vielmehr kann es einen „von hinterrücks“ überfallen und sich in irrationalem, unangemessenem Verhalten zeigen. Unbewusst spielt man die Figuren eines alten Films nach. Dies wird als „Dramatisierung“ bezeichnet.
Ein Beispiel: „Gebranntes Kind scheut das Feuer“. Wieso eigentlich? Weil etwas unverarbeitet blieb. Nehmen wir an, dieses Kind habe im Alter von drei Monaten durch ein Stück glühender Grillkohle eine Verbrennung erlitten. Sein traumatisches Erlebnis wurde aus der bewussten Erinnerung verdrängt. Dessen ungeachtet wird dieses Kind noch im Erwachsenenalter beim Anblick von Feuer, Öfen, glühendem Eisen oder Feuerwerk in Panik geraten. Ebenso könnte es einer unerklärlichen Faszination verfallen, historische Feuerwehrhelme sammeln oder sich zur alten persischen Religion der Feueranbeter bekehren. All dies sind Dramatisierungen.
Leider kann es noch schlimmer kommen. Angenommen, ein sadistischer Erwachsener hätte den Säugling absichtlich mit einem Stück glühender Kohle gequält, und zwar nicht nur ein bisschen, sondern bis zur Grenze körperlicher Vernichtung. Er wäre der Sieger, der Säugling das Opfer. Was dazu führen mag, dass das Opfer unbewusst in die Rolle des Täters schlüpft, denn der Täter ist offensichtlich der Stärkere, der Sieger. So möchte das Opfer auch gerne sein. Dementsprechend würde der Säugling, nun als dramatisierender Erwachsener, zu sadistischen Mitteln greifen, um Macht auszuüben (ein aus Gefangenenlagern und Zwangsdiktaturen bekannter Mechanismus).
Eine zutiefst lebensbedrohliche traumatische Prägung kann auch in zukünftigen Leben noch dramatisiert werden. Doch gilt zum Glück auch hier: „Bild erkannt, Gefahr gebannt.“ Unangemessenes Verhalten, selbst wenn in vergangenen Inkarnationen erlernt, verschwindet mit Bewältigung des zugrunde liegenden Traumas. Das gilt für persönliche Traumata genau so wie für kollektive.

::Der AutorDipl.-Psych. Rolf Ulrich Kramer ist am Sonnabend, den 7. Oktober 2017 Referent der FGK-Veranstaltung in Zierenberg. Sein Thema lautet dann „Erinnerungen an Atlantis – Augenzeugen berichten“.


Literatur:
(1) Rupert Sheldrake, The Science Delusion
(2) Mit Dank an Armin Risi, der sich diesen Ausdruck als Titel für eines meiner Bücher ausdachte.
(3) Hans-Joachim Zillmer, Darwins Irrtum, 1998
(4) Hans-Joachim Zillmer, op. cit. / J. F. Blumrich, Kasskara und die sieben Welten (Die Geschichte der Menschheit in der Überlieferung der Hopi-Indianer), 1985. / Immanuel Velikovsky, Welten im Zusammenstoß, 1951. Velikovsky )


::Inhaltsverzeichnis

::Teil 1 – Eine Welt im Aufbruch
::Teil 2 – Uralte Gewohnheiten verlieren ihre Macht
::Teil 3 – Das Akasha-Feld, ein „Internet der Seelen“
::Teil 4 – Die Menschheit löst sich aus einem alten Film
::Teil 5 – Atlantis, ein globales Trauma
::Teil 6 – Archetypen und außerirdische Akteure
::Teil 7 – Wir stehen am Neuanfang – Und die Zukunft?

Thema: FGK, FGK-Blogroll, Infofelder, Kramer, MindWalking, Psychologie, Reinkarnation, Spirituelles | Kommentare (0)

Demnächst in Frieden (3/7)

Montag, 21. August 2017 8:00

Kramer1
Ein MindWalking-Blick auf die Zukunft
von Dipl.-Psych. Rolf Ulrich Kramer

Das Akasha-Feld, ein „Internet der Seelen“
Das oben Gesagte führt zu dem Schluss: Wir leben in einem „Internet der Seelen“ (2). Tatsächlich ist unser digitales Internet ein exakter Nachbau des mentalen, insbesondere seit wir unsere Daten nicht mehr lokal, sondern in einer Cloud speichern. Alle Daten in dieser Datenwolke sowie alle Videos auf YouTube, egal wann sie hochgeladen wurden, sind für jeden überall und ständig verfügbar; sie können jederzeit herunter geladen werden. Nicht anders verhält es sich für uns als geistige Wesen im Hinblick auf den transpersonalen kollektiven Datenspeicher. Wir haben potentiell Zugang zu allem, was je erlebt oder gedacht wurde.
Bewusst oder unbewusst stehen wir in Verbindung mit einem „Weltgedächtnis“. Darin ist alles abgelegt, was sich seit Beginn unseres Universums ereignet hat. Dieses Weltgedächtnis, dem „Gedächtnis der Natur“ Sheldrakes, bezeichnete man im alten Indien als Akasha-Chronik. Um nichts Heiliges oder Erhabenes handelt es sich dabei, sondern lediglich um die nüchterne, in mentalenergetischer Form gefasste Dokumentation all dessen, was sich seit Anbeginn der Zeiten zugetragen hat.

::Der AutorDipl.-Psych. Rolf Ulrich Kramer ist am Sonnabend, den 7. Oktober 2017 Referent der FGK-Veranstaltung in Zierenberg. Sein Thema lautet dann „Erinnerungen an Atlantis – Augenzeugen berichten“.


Literatur:
(1) Rupert Sheldrake, The Science Delusion
(2) Mit Dank an Armin Risi, der sich diesen Ausdruck als Titel für eines meiner Bücher ausdachte.
(3) Hans-Joachim Zillmer, Darwins Irrtum, 1998
(4) Hans-Joachim Zillmer, op. cit. / J. F. Blumrich, Kasskara und die sieben Welten (Die Geschichte der Menschheit in der Überlieferung der Hopi-Indianer), 1985. / Immanuel Velikovsky, Welten im Zusammenstoß, 1951. Velikovsky )


::Inhaltsverzeichnis

::Teil 1 – Eine Welt im Aufbruch
::Teil 2 – Uralte Gewohnheiten verlieren ihre Macht
::Teil 3 – Das Akasha-Feld, ein „Internet der Seelen“
::Teil 4 – Die Menschheit löst sich aus einem alten Film
::Teil 5 – Atlantis, ein globales Trauma
::Teil 6 – Archetypen und außerirdische Akteure
::Teil 7 – Wir stehen am Neuanfang – Und die Zukunft?

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Demnächst in Frieden (2/7)

Samstag, 19. August 2017 8:00

Kramer1
Ein MindWalking-Blick auf die Zukunft
von Dipl.-Psych. Rolf Ulrich Kramer

Uralte Gewohnheiten verlieren ihre Macht
Wie erklärt sich diese Aufbruchsstimmung? Durch die weltweite Änderung transpersonaler (d. h. überpersönlicher) Gewohnheitsmuster. Jegliches Verhalten ist das Ergebnis von Gewohnheitsbildung. Das trifft gleichermaßen auf menschliches, tierisches, pflanzliches und sogar mineralisches Verhalten zu. Nach Auffassung des Biologen Rupert Sheldrake (1) besteht das Universum aus fest gefahrenen Gewohnheiten. Ein bestimmter Verhaltensimpuls entsteht, bewährt sich, wird ausgebaut und setzt sich über Tausende von Generationen als Gewohnheit fort. Sheldrake bezeichnet dies als das „Gedächtnis der Natur“. Es existiert in Form „morphischer Felder“. Diese jedoch sind nicht in Stein gemeißelt, sondern flexibel und veränderbar.
Das Modell Sheldrakes bestätigt sich in der mittlerweile vierzigjährigen Praxis von MindWalking. Wie sich hier erweist, gibt es kein separates Schicksal. Vielmehr existieren wir als Beziehungsgeflecht, als Interaktion zwischen mental-energetischen Informationsfeldern. Jedes Einzelschicksal ist auf geistiger Ebene verwoben mit den Schicksalen vieler, ganz unabhängig von Ort und Zeitpunkt des Geschehens. So etwa könnte ein 1970 Geborener unter den Kriegserlebnissen seines Urgroßvaters im Ersten Weltkrieg leiden. Er könnte – ohne die Quelle seines Leidens im Geringsten zu erahnen – in seinem persönlichen Leben die Emotionen und Schmerzen ausdramatisieren, die jener Urgroßvater 1917 im Schützengraben zu erdulden hatte.

Unsere Welt im Chaos: Kriege, Katastrophen, Endzeitstimmung. Aber aus der Sicht des Autors stehen wir vor einem „Zeitalter des Friedens“.

Ein Erinnerungsbild ist somit nicht unweigerlich eine rein persönliche Angelegenheit. Häufig beruht es auf der transpersonalen Verschränkung mit einer oder mehreren anderen Personen oder Wesen. Was zu der Vorstellung führen mag, man habe Tausende von Inkarnationen hinter sich, vielleicht gar als Regenwurm oder Grashalm. Jedoch dürfte das meiste davon unwissentlich aus dem kollektiven Erinnerungsspeicher in den persönlichen herunter geladen worden sein.
Ist ein Erinnerungsbild erst einmal voll erkannt, so verschwindet die davon verursachte Lebensproblematik. Belege für persönliche oder transgenerationale Erinnerungen (etwa von Urgroßvater zu Enkel, wie oben) lassen sich mit ein wenig Familienforschung häufig zu Tage fördern. Kaum zu verifizieren sind hingegen transpersonale Verschränkungen mit den Erlebnissen von Menschen aus längst vergangenen Jahrhunderten, mit den Bewohnern von anderen Kontinenten, anderen Planeten oder Raumstationen, ebenso wenig die telepathischen Kontakte mit nicht-verkörperten Geistwesen. Ungeachtet dessen sind derlei Erscheinungen in MindWalking-Sitzungen die Regel. Erinnerungsbilder aus ferner Vergangenheit schieben ihre Verhaltensimpulse in uns hinein, selbst wenn die Erlebenden andere als man selbst waren. Hinzu kommen telepathische online-Kontakte in der unmittelbaren Gegenwart. Genau wie einen Elektrosmog gibt es auch einen telepathischen Smog.
In allen Fällen gilt: „Bild erkannt, Gefahr gebannt“. Die Wahrheit macht frei. Was umgekehrt heißt: Was frei macht, muss wahr sein. Auf diesem Axiom beruhen die folgenden Überlegungen.

::Der AutorDipl.-Psych. Rolf Ulrich Kramer ist am Sonnabend, den 7. Oktober 2017 Referent der FGK-Veranstaltung in Zierenberg. Sein Thema lautet dann „Erinnerungen an Atlantis – Augenzeugen berichten“.


Literatur:
(1) Rupert Sheldrake, The Science Delusion
(2) Mit Dank an Armin Risi, der sich diesen Ausdruck als Titel für eines meiner Bücher ausdachte.
(3) Hans-Joachim Zillmer, Darwins Irrtum, 1998
(4) Hans-Joachim Zillmer, op. cit. / J. F. Blumrich, Kasskara und die sieben Welten (Die Geschichte der Menschheit in der Überlieferung der Hopi-Indianer), 1985. / Immanuel Velikovsky, Welten im Zusammenstoß, 1951. Velikovsky )


::Inhaltsverzeichnis

::Teil 1 – Eine Welt im Aufbruch
::Teil 2 – Uralte Gewohnheiten verlieren ihre Macht
::Teil 3 – Das Akasha-Feld, ein „Internet der Seelen“
::Teil 4 – Die Menschheit löst sich aus einem alten Film
::Teil 5 – Atlantis, ein globales Trauma
::Teil 6 – Archetypen und außerirdische Akteure
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Demnächst in Frieden (1/7)

Donnerstag, 17. August 2017 8:00

Kramer1
Ein MindWalking-Blick auf die Zukunft
von Dipl.-Psych. Rolf Ulrich Kramer

Eine Welt im Aufbruch
Viele Menschen fühlen sich angesichts des gegenwärtigen Weltgeschehens verängstigt. Droht uns der Weltuntergang? Nein. Zwar geht gegenwärtig eine Jahrtausende alte Epoche in Scherben, doch wird eine neue folgen: die des Friedens.
Die Vergangenheit war gekennzeichnet durch die männliche Kraft des Patriarchen, des Macho, des Kriegsgottes Mars. Sie manifestierte sich in Welteroberern wie Nebukadnezar, Xerxes, Caesar, Attila, Alexander der Große, Napoleon, Hitler, Stalin oder Mao, deren jeder sich als Größter Führer aller Zeiten wähnte. Diesen Archetyp wollen wir kurz als „Gröfaz“ bezeichnen.
Die Epoche des Gröfaz nähert sich gegenwärtig ihrem Ende. Der Adel wurde abgelöst von der Demokratie. Die katholische Kirche beherrscht schon längst nicht mehr die Psyche der Menschen; der Islam ist gegenwärtig dabei, diese Beherrschung zu verlieren. Der Kommunismus hat sich in Luft aufgelöst. Die letzte große Ideologie, der Kapitalismus, scheitert derzeit an seinen eigenen Widersprüchen. Die Atomkraft, ein weiteres Symbol totalitärer Macht , wird abgelöst von den Naturkräften Wind und Wasser.

Unsere Welt im Chaos: Kriege, Katastrophen, Endzeitstimmung. Aber aus der Sicht des Autors stehen wir vor einem „Zeitalter des Friedens“.

Die Welt, ehemals eingefroren im imperialistischen Zugriff der Kolonialmächte England, Frankreich, Spanien, Amerika und Russland, taut allmählich auf. Immer mehr Global Players melden ihr Recht auf Mitspielen an, so etwa Japan, China, Indien, Indonesien, Afrika. Aus Wunsch nach Individualität rebellieren viele Völker gegen die ihnen aufgezwungenen Staatsverbände: Schottland will weg von England; die Tschechen und Slowaken formten unterschiedliche Territorien; im Balkan ist man nach Wegfallen der künstliche Einheit namens Jugoslawien dabei, sich neu zu sortieren; in Spanien sperren sich Galizien, Katalonien und das Baskenland gegen die ihnen aufgezwungene Zentralregierung Madrids.
Wie zu erwarten, geht das nicht ohne Streit ab. Denn Freiheit haben wir nie gelernt. Immer gab es einen Gröfaz, der uns mit eiserner Faust seinen Willen aufzwang. Demgegenüber sind wir heute aufgefordert, es selbstständig miteinander auszutarieren. Dabei wird unvermeidlich alter Groll empor gespült und will bereinigt werden. Deswegen das Blutvergießen. Doch auch das wird vorüber gehen. Jede Gruppendynamik braucht ihre Zeit, bis sie zur Ruhe kommt.

::Der AutorDipl.-Psych. Rolf Ulrich Kramer ist am Sonnabend, den 7. Oktober 2017 Referent der FGK-Veranstaltung in Zierenberg. Sein Thema lautet dann „Erinnerungen an Atlantis – Augenzeugen berichten“.


Literatur:
(1) Rupert Sheldrake, The Science Delusion
(2) Mit Dank an Armin Risi, der sich diesen Ausdruck als Titel für eines meiner Bücher ausdachte.
(3) Hans-Joachim Zillmer, Darwins Irrtum, 1998
(4) Hans-Joachim Zillmer, op. cit. / J. F. Blumrich, Kasskara und die sieben Welten (Die Geschichte der Menschheit in der Überlieferung der Hopi-Indianer), 1985. / Immanuel Velikovsky, Welten im Zusammenstoß, 1951. Velikovsky )


::Inhaltsverzeichnis

::Teil 1 – Eine Welt im Aufbruch
::Teil 2 – Uralte Gewohnheiten verlieren ihre Macht
::Teil 3 – Das Akasha-Feld, ein „Internet der Seelen“
::Teil 4 – Die Menschheit löst sich aus einem alten Film
::Teil 5 – Atlantis, ein globales Trauma
::Teil 6 – Archetypen und außerirdische Akteure
::Teil 7 – Wir stehen am Neuanfang – Und die Zukunft?

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Mouches volantes im alten Europa (8)

Dienstag, 15. August 2017 8:00

Teil 3: Die Kelten von Floco Tausin

8) Druiden als Schamanen, Ekstatiker und Seher

So hätten einige der Druiden neben Philosophen, Lehrern und Barden auch Schamanen, Ekstatiker und Seher sein können. Sie glaubten an die unzerstörbare Seele und deren Existenz auch außerhalb des Körpers. Sie verehrten die Vögel, hielten sie für Begleiter mancher Gottheiten und deuteten ihren Flug (Rankin 1996; Berresford Ellis 1995). Mythen und Geschichten berichten von ihren Gestaltwandlungen und von den Visionen und Reisen durch Höhlen, über Seen oder über das Meer in die Anderswelt (Monaghan 2004; Ford 1974). Walisische Geschichten berichten von Awenyddion, einer druidischen Praxis, die Besessenheit, Trance und Wahrsagerei durch Träume beinhaltete (Harvey/Wallis 2007). Und auch die Abenteuer des verrückten und in den Wäldern hausenden Zauberers Merlin oder Myrddin könnte ein Überbleibsel schamanischer Praktiken sein (Benes 1961). Keltische Druiden haben schließlich auch bewusstseinsverändernde und entoptische Erscheinungen verstärkende Pflanzen gekannt und eingesetzt, so Cannabis sativa, das Schwarze Bilsenkraut als „Kraut des Sonnengottes Bel[enus]“ und vermutlich auch Pilze mit psychoaktiven Inhaltsstoffen oder „Elfenpilze“ (Rätsch 1998). All dies spricht dafür, dass in der keltisch-druidischen Kultur die Wahrnehmung, Deutung und Darstellung entoptischer Erscheinungen wie der Leuchtstruktur wahrscheinlich ist. Greifbar wird sie, wie vorgeschlagen wurde, im abstrakten Kunststil, in den Motiven von Schlangen, Schlangeneiern und Köpfen sowie in Kunst- und Ritualgegenständen wie dem Kessel oder Votiv-Rädern.

::Der AutorFloco Tausin


::Inhaltsverzeichnis

::Teil 1 – Einleitung
::Teil 2 – Die Kultur der Kelten
::Teil 3 – Gestirne, Götter, Schlangeneier
::Teil 4 – Kurvenlinien und Schlangen
::Teil 5 – Keltische Köpfe
::Teil 6 – Kessel, Räder und Sonnenwagen (1)
::Teil 7 – Kessel, Räder und Sonnenwagen (2)
::Teil 8 – Druiden als Schamanen, Ekstatiker und Seher


::Literatur

Rankin, David (1996): Celts and the Classical World. London/New York: Routledge
Berresford Ellis, Peter (1995): The Druids. Michigan: William B. Eerdmans Publishing Company
Monaghan, Patricia (2004): The Encyclopedia of Celtic Mythology and Folklore. New York: Facts On File, Inc.
Ford, P. K. (1974): The poetry of Llywarch Hen: introduction, text and translation. Berkeley: University of California Press
Harvey, Graham; Wallis, Robert J. (2007): Historical Dictionary of Shamanism (Historical dictionaries of Religions, Philosophies, and Movements, 77). Lanha u.a.: The Scarecrow Press, Inc.
Benes, Brigit (1961): „Spuren von Schamanismus in der Sage ‚Buile Suibhne‘“. Zeitschrift für celtische Philologie 28, Nr. 1: 309-334
Rätsch, Christian (1998): Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen. AT Verlag

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Mouches volantes im alten Europa (7)

Sonntag, 13. August 2017 8:00

Teil 3: Die Kelten von Floco Tausin

7) Kessel, Räder und Sonnenwagen (2)

Dass dieser Prozess nicht nur symbolisch, sondern auch durch gelebte Bewusstseinstransformation stattgefunden haben könnte, legt die Darstellung von Cernunnos auf dem Kessel von Gundestrup nahe. Sein Sitz erinnert an die yogische Sitzhaltung, die Hörner an das Motiv der schamanischen Gestaltwandlung (Aldhouse-Green 2004), das Bild insgesamt an den sitzenden „Asketen“ mit Hörner-Krone auf einem Siegel der Industal-Zivilisation, der von manchen wiederum mit dem indischen Gott Shiva identifiziert wird (Tausin 2012b). Dabei hält Cernunnos einen Halsring und eine Schlange – Symbole, die auch auf die Leuchtkugeln und Leuchtfäden verweisen. Es ist möglich, dass die keltischen Druiden diese yogisch-schamanische Energietransformation kannten. In irischen Texten wird der Druide auch „Mag Ruith“ genannt, der „Diener des Rades“. Doch was ist dieses Rad? Manche glauben, es sei wiederum eine Anspielung auf das Schlangenei oder auf die Schutzamulette und Zierscheiben. Andere sehen darin ein Himmelsphänomen, da der Druide in manchen Geschichten mit dem Roth Ramach, einem „fliegenden Rad“, durch die Lüfte fliegt. Somit sei der Druide ein Sonnenwesen, denn für die Kelten war das Rad nicht nur ein Symbol für den Himmels- und Donnergott Taranis oder anderer Gottheiten (vgl. Bild), sondern auch für die Sonne und den Sonnenwagen – eine alte Vorstellung vieler indoeuropäischer Völker (Green 2004; Rankin 1996; MacCulloch 1911). Alle diese Symbole könnten auf das Himmels-, Licht- und Andersweltphänomen der Leuchtkugeln hindeuten.

7- VotivraederVotiv-Räder (sog. Rouelles), die vermutlich auf den Kult von Taranis hinweisen. Für Kelten war Rad auch Symbol für Sonne, als Grabbeigaben könnten sie den Pfad in die Anderswelt beleuchtet haben (Berresford Ellis 2003). Sie wurden zu tausenden bei Heiligtümern im belgischen Gallien gefunden, ca. 50 v. bis 50 n. Chr. Quelle: wikimedia.org (13.8.16)

8 - SonnenwagenSonnenwagen von Trundholm, oft als Ausdruck eines prähistorischen Sonnenkultes interpretiert, sowie als Kalender. Sonnenwagen von Trundholm, Symbole auf der Bronze- und der Goldseite der Scheibe.
Sonnenwagen von Trundholm, Dänemark, 18.-14. Jh. v. Chr. Quelle: wikipedia.org (24.7.16), und stretchingtheboundaries.blogspot (24.7.16)

::Der AutorFloco Tausin


::Inhaltsverzeichnis

::Teil 1 – Einleitung
::Teil 2 – Die Kultur der Kelten
::Teil 3 – Gestirne, Götter, Schlangeneier
::Teil 4 – Kurvenlinien und Schlangen
::Teil 5 – Keltische Köpfe
::Teil 6 – Kessel, Räder und Sonnenwagen (1)
::Teil 7 – Kessel, Räder und Sonnenwagen (2)
::Teil 8 – Druiden als Schamanen, Ekstatiker und Seher


::Literatur

Die Bilder stammen aus Bilddatenbanken im Internet, aus wissenschaftlichen Publikationen oder aus meiner eigenen Sammlung (FT). Sie unterstehen entweder einer Creative Commons-Lizenz, fallen aufgrund der Verjährung nicht mehr unter das Copyright oder werden im Sinne des Zitatrechts aus wissenschaftlichen Publikationen verwendet. Bei den Bildern aus meiner Sammlung besitze ich das Copyright bzw. habe die freundliche Genehmigung des Künstlers eingeholt.

Aldhouse-Green, Miranda (2004): An Archaeology of Images. Iconology and Cosmology in Iron Age and Roman Europe. New York: Routledge
Tausin, Floco (2012b): „Mouches volantes-Strukturen in der Industal-Kultur“. Ganzheitlich Sehen 1. www.mouches-volantes (3.9.16)
Green, Miranda (2004): Symbol & Image in Celtic Religious Art (1. Aufl. 1989). London/New York: Routledge
Rankin, David (1996): Celts and the Classical World. London/New York: Routledge
MacCulloch, John Arnott (1911): The Religion of the Ancient Celts. Edinburgh: T. & T. Clark
Berresford Ellis, Peter (2003): A Brief History of the Celts. London: Robinson

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19.8.2017 – AGR-Veranstaltung

Samstag, 12. August 2017 8:00

AGR-LogoArbeitskreis für GEOBIOLOGIE Rheinland e.V. (AGR)
09.30 bis ca. 17.30 Uhr – 53937 Schleiden-Gemünd / Eifel – Kurhaus – Seminarraum: Kleiner Kursaal

Innerer Frieden – Ein weiterer Schlüssel zur Selbstbefreiung
Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr haben wir Yanco erneut eingeladen. Seine komplexen Themenschwerpunkte kreisen in ihrer interessanten Vielfalt und außergewöhnlich neuen Sichtweise letztlich alle um die Selbstbefreiung und um das Verstehen, dass man sich alles im Leben selbst erschaffen hat bzw. erschaffen kann. An diesem Seminartag geht es um das Thema „Innerer Frieden“.
Nichterfüllte Wünsche erzeugen in uns Unfrieden und Ungleichgewichte. Doch, was bin ich wirklich bereit, für die Erfüllung meiner Wünsche zu tun? Können wir uns durch inneren Frieden die Erfüllung unserer Wünsche näher bringen? Beschränken wir uns nicht allzu oft dadurch, dass wir uns nicht vorstellen können, dass Veränderung und die Erfüllung unserer Wünsche auf einfachen Wegen zu uns kommen können? Was kann ich tun, um mich dafür bereit zu machen, das Neue auch wirklich in Empfang nehmen zu können? Welche Bedeutung haben das Warten und der innere Frieden in diesem Zusammenhang?
In allem, was der Referent und seine nichtphysischen Freunde vermitteln, ist es ihr oberstes Anliegen, sich nicht irgendwelchen bereits existierenden Lehren zu unterwerfen, sondern echte Selbstbefreiung zu erreichen und durch die Fragestellung „Wer will ich sein?“ zu verstehen, welche Reichweite es hat, ein Schöpfer zu sein.
„Ihr seid alle Schöpfer, das könnt ihr gar nicht ändern. Es gibt keine Möglichkeit für euch, nicht Schöpfer zu sein. Alles, was ihr tut, was ihr denkt, was ihr fühlt, alles in euch erschafft, erschafft die Welt in der ihr existiert“ (Wesenheit Toya)
Mit einem Einführungsvortrag von Max Zander

::Referent – Yanco / Köln, (Komponist, Musiker, Channelmedium) channelt seit 2003 verschiedene Wesenheiten und gilt als Vorreiter darin, Menschen zu helfen, sich selbst zu befreien und zu verstehen, was es bedeutet, ein Schöpfer zu sein.

An unsere Gäste/Nichtmitglieder: Tagesbeitrag: 20,- € – Fragen, Anmeldungen, Informationen zum Seminartag bei Heinz Josef Rademacher unter 02161 / 581021.
Bitte reservieren Sie sich bereits die weiteren Termine: 23. September, 21. Oktober, 18. oder 25. November 2017 – Herbstsymposium 2017.

::AGR-Webseite – www.geobiologie-rheinland.de
::Der Weg nach Schleiden-Gemünd/Eifel – Landkarte


Wir wünschen dem Arbeitskreis viel Erfolg bei der Veranstaltung!
Forum für Grenzwissenschaften und Kornkreise (FGK),
stellvertretend Frank Peters und Ed Vos

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Mouches volantes im alten Europa (6)

Freitag, 11. August 2017 8:00

Teil 3: Die Kelten von Floco Tausin

6) Kessel, Räder und Sonnenwagen (1)

Überall in der keltischen Welt wurden Kessel hochgeschätzt und als Grabbeigaben und Kultgegenstände verwendet. Um den Kessel ranken sich zahlreiche keltische Mythen. Oft sind die Kessel andersweltlichen Ursprungs und haben magische Eigenschaften: Der Kessel, den der Gott Dagda aus seiner Andersweltstadt nach Irland mitbrachte, hatte keinen Boden und wurde niemals leer. Der legendäre König Artus und seine Ritter der Tafelrunde suchten in der Anderswelt nach dem magischen Kessel der Fülle – später wurde der Kessel durch den heiligen Gral ersetzt. Andere Kessel waren begehrt, weil sie Tote wieder zum Leben erweckten, grosse Reichtümer enthielten oder Allwissenheit verliehen. Es kann vermutet werden, dass der Kessel nicht nur in den späteren Mythen, sondern auch im frühen Keltentum als Symbol der Fülle, Weisheit und Wiedergeburt galt. Offensichtlich hatte er für die Kelten eine ähnliche rituelle Funktion wie die Feuerstellen und Altäre für die Minoer und Mykener in Griechenland (vgl. Tausin 2017): nämlich die Kontaktaufnahme und Kommunikation mit der Anderswelt. Sowohl durch die runden Feueraltäre wie auch durch den Kessel wird eine Gabe oder Zutat in eine Kern-Umkreis-Struktur hineingegeben, umgewandelt und an andersweltliche Wesen gesendet. Von diesen Wesen erhält der Opfernde oder Zauberer eine Antwort in der Form einer überirdischen Gegengabe. Der Kessel als andersweltliche und transformatorische Kern-Umkreis-Struktur lässt sich damit nicht nur als Abbild der Leuchtkugel begreifen, sondern auch als Metapher für den energetischen Prozesses der Umwandlung von Materie in Bewusstseinslicht (vgl. Tausin 2006b).

6 - Silberkessel
Der Silberkessel von Gundestrup, Dänemark, 3.-1. Jh. v. Chr. und drei ausgewählte innere Platten mit Szenen aus der keltischen Mythologie: Rechts oben: eine Gottheit mit Geweih, Halsring und widderköpfiger Schlange, umgeben von Tieren. Der Gehörnte wird meistens als Cernunnos identifiziert, der Herr der Tiere. Rechts Mitte: eine weibliche Gottheit, umgeben von Tieren sowie zwei Rädern oder Rosetten. Rechts unten: ein bärtiger Gott, umgeben von Tieren sowie einer weiteren Figur, die ein halbes Rad hält. Der Bärtige gilt als keltischer Donner- oder Himmelsgott Taranis. Quellen: www.pinterest.com (23.8.16); www.native-science.net (23.8.16)

::Der AutorFloco Tausin


::Inhaltsverzeichnis

::Teil 1 – Einleitung
::Teil 2 – Die Kultur der Kelten
::Teil 3 – Gestirne, Götter, Schlangeneier
::Teil 4 – Kurvenlinien und Schlangen
::Teil 5 – Keltische Köpfe
::Teil 6 – Kessel, Räder und Sonnenwagen (1)
::Teil 7 – Kessel, Räder und Sonnenwagen (2)
::Teil 8 – Druiden als Schamanen, Ekstatiker und Seher


::Literatur

Die Bilder stammen aus Bilddatenbanken im Internet, aus wissenschaftlichen Publikationen oder aus meiner eigenen Sammlung (FT). Sie unterstehen entweder einer Creative Commons-Lizenz, fallen aufgrund der Verjährung nicht mehr unter das Copyright oder werden im Sinne des Zitatrechts aus wissenschaftlichen Publikationen verwendet. Bei den Bildern aus meiner Sammlung besitze ich das Copyright bzw. habe die freundliche Genehmigung des Künstlers eingeholt.

Tausin, Floco (2017): „Mouches volantes im alten Europa. Teil 2: Die frühen griechischen Hochkulturen“. Ganzheitlich Sehen 1. www.mouches-volantes (2.9.16)
Tausin, Floco (2006b): „Mouches volantes. Bewegliche Kuglen und Fäden aus der Sicht eines Sehers“. Q’Phase. Realität … Anders! 4

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Mouches volantes im alten Europa (5)

Mittwoch, 9. August 2017 8:00

Teil 3: Die Kelten von Floco Tausin

5) Keltische Köpfe

Der menschliche Kopf hatte für die Kelten eine starke symbolische Bedeutung. Als Gefäß für die Seele und die Persönlichkeit des Menschen war er der wichtigste Teil des Körpers. Die Köpfe von Feinden und Freunden wurden nach dem Ableben vom Körper getrennt und bei Eingängen von Zitadellen und Heiligtümern zur Schau gestellt. Die Kelten opferten abgetrennte Köpfe auch den Göttern, indem sie sie bei Quellen und Brunnen niederlegten. Die Köpfe besonders mächtiger Feinde wurden einbalsamiert und aufbewahrt. In manchen Mythen waren die Köpfe verstorbener Helden Teil von dieser wie der nächsten Welt und konnten selbst nach ihrer Trennung vom Rumpf noch sprechen, singen und weissagen (Monaghan 2004).
Punktkopfmenschen
Wesen mit punktierten Kreisen als Kopf. Im Bild: Szene auf einer dekorierten Bronzeliege des Hallstatt-Fürstengrabes in Hochdorf, Deutschland, 6. Jh. v. Chr.; stilisierte Figuren auf diversen keltischen Gefässen aus Sopron, Ungarn. Hallstatt-Kultur, ca. 7. Jh. v. Chr. Quellen: Aldhouse-Green 2004; Harding 2007.

Die Darstellung von Köpfen im keltischen Kunsthandwerk reicht von stilisierten und gegenüber dem Körper stark vergrößerten und betonten Köpfen, bis hin zu vollkommen abstrakten Formen wie dem punktierten Kreis. Da die Abstraktion in der Kunst vermutlich bewusst genutzt wurde, um das Übernatürliche und Übermenschliche darzustellen (vgl. Green 2004), sind die hier gezeigten Figuren womöglich Göttinnen, Ahnen oder andere Andersweltwesen. Aus visionär-schamanischer Sicht könnten menschliche Figuren mit punktiertem Kreis als Kopf den wissenden Seher oder auch die Identität von Mensch und Leuchtkugel bedeuten. Einen Hinweis darauf gibt das ältere Motiv der konzentrischen Kreisform mit Zugang, welches in der europäischen Jungsteinzeit und Bronzezeit auf zahlreiche Felsen graviert wurde.
Punktkopfmenschen_Felsbild
Menschliche Figuren mit konzentrischem Kreis als Kopf: Steinzeitliche und bronzezeitliche Felsbilder in der Interpretation des Prähistorikers und Begründers der Erforschung von Felsbildern Henri Breuil (1877-1961). Quelle: Breuil 1934.

Nach der Deutung mancher Forscher handelt es sich hier um die Darstellung eines Menschen. Gleichzeitig ähnelt sie dem Grundriss vieler damaliger Megalithbauwerke, deren Kern-Umkreis-Zugangsstruktur das Eingehen eines Sehers in die letzte Kugel der Leuchtstruktur symbolisiert haben könnten (vgl. Tausin 2016). Womöglich wurde diese Figur, wie auch ihre Symbolik, durch die Jahrtausende überliefert und lebte nicht nur in den keltischen Figuren mit punktiertem Kreis als Kopf fort, sondern auch in der römischen und christlichen Darstellung von Menschen oder Göttern mit Nimbus bzw. Heiligenschein.

::Der AutorFloco Tausin


::Inhaltsverzeichnis

::Teil 1 – Einleitung
::Teil 2 – Die Kultur der Kelten
::Teil 3 – Gestirne, Götter, Schlangeneier
::Teil 4 – Kurvenlinien und Schlangen
::Teil 5 – Keltische Köpfe
::Teil 6 – Kessel, Räder und Sonnenwagen (1)
::Teil 7 – Kessel, Räder und Sonnenwagen (2)
::Teil 8 – Druiden als Schamanen, Ekstatiker und Seher


::Literatur

Die Bilder stammen aus Bilddatenbanken im Internet, aus wissenschaftlichen Publikationen oder aus meiner eigenen Sammlung (FT). Sie unterstehen entweder einer Creative Commons-Lizenz, fallen aufgrund der Verjährung nicht mehr unter das Copyright oder werden im Sinne des Zitatrechts aus wissenschaftlichen Publikationen verwendet. Bei den Bildern aus meiner Sammlung besitze ich das Copyright bzw. habe die freundliche Genehmigung des Künstlers eingeholt.

Monaghan, Patricia (2004): The Encyclopedia of Celtic Mythology and Folklore. New York: Facts On File, Inc.
Aldhouse-Green, Miranda (2004): An Archaeology of Images. Iconology and Cosmology in Iron Age and Roman Europe. New York: Routledge
Harding, Dennis W. (2007): The Archaeology of Celtic Art. Oxon/New York: Routledge
Green, Miranda (2004): Symbol & Image in Celtic Religious Art (1. Aufl. 1989). London/New York: Routledge
Breuil, Henri (1934): „Presidential address“. Proceedings of the Prehistoric Society of East Anglia 7: 289-322
Tausin, Floco (2016): „Mouches volantes im alten Europa. Teil 1: Die Leuchstruktur als Grundlage megalithischer Bauwerke“. Ganzheitlich Sehen 1. www.mouches-volantes (2.9.16)

Thema: Archäologie, FGK, FGK-Blogroll, Geschichte, Infofelder, Naturphänomene, Spirituelles, Tausin | Kommentare (0)

Mouches volantes im alten Europa (4)

Montag, 7. August 2017 8:00

Teil 3: Die Kelten von Floco Tausin

4) Kurvenlinien und Schlangen

Wie die punktierten Kreise, könnten auch die häufigen Spiral- und S-Muster in der keltischen Kunst eine visionär-entoptische Grundlage haben. Kurvenlinien und Spiralen gehören zu den verbreiteten Motiven der visionären schamanischen Kunst und wurden in diesem Zusammenhang beispielsweise für Gravuren der megalithischen Ganggräber in Irland geltend gemacht (Dronfield 1995). Möglicherweise haben sich die entsprechenden Motive der keltischen Kunst in Westeuropa aus solchen früheren Motiven entwickelt.
Schild und Schwert

Punktierte oder konzentrische Kreise sind oft in kurvilineare Ornamente eingefügt, basierend auf S-, Leier- und Spiralmotiven. So etwa auf Schilden und Schwertern, die keltischen Kriegern ins Grab gegeben oder als Votivgaben in Gewässern versenkt wurden, sowie auf Halsringen, Brustplatten oder Zierscheiben, die nicht nur Zierde waren, sondern auch Schutz vor Geistern bieten sollten.Von links: Keltische Gold- und Bronze-Scheibe aus Auvers-sur-Oise, Frankreich, ca. 4. Jh. v. Chr.; Mittelteil des Schildbuckels des Battersea-Schilds aus der Themse, England, 4.-1. Jh. v. Chr.; gravierte Schwertscheiden aus Irland, 2./1. Jh. v. Chr. Quellen: wikimedia.org (18.8.16); wikimedia.org (23.8.16); Harding 2007.

Aus dem schamanisch-visionären Kontext ist außerdem die enge Verbindung der entoptischen Linien und Spiralen mit der Schlange bekannt (vgl. Tausin 2015). Dies könnte auch bei den Kelten eine Rolle gespielt haben. Von all den Tieren, die durch die Spiral-, S- und Knoten-Muster in stilisierter Weise dargestellt wurden, ist die Schlange das einfachste und nahe liegendste. Als keltisches Symbol für die Unterwelt und den Tod, für Wasser, Wellenbewegung, Fruchtbarkeit, Heilung und Erneuerung; als Begleiterin von Fruchtbarkeits-, Heil- oder Muttergöttinnen wie etwa Sirona, die Göttin der Heilung; sowie als Hüterin des Lebensbaumes und der Brücke zwischen der Unterwelt, der Menschenwelt und der Himmelswelt ist die Schlange wiederum mit mehreren schamanischen Themen assoziiert (vgl. Green 1992). So ist denkbar, dass die S- und Spiral-Motive in der keltischen Kunst direkt oder über das Symbol der Schlange vom Sehen der Leuchtfäden oder „Schlangenlinien“ in der Leuchtstruktur zeugen.

::Der AutorFloco Tausin


::Inhaltsverzeichnis

::Teil 1 – Einleitung
::Teil 2 – Die Kultur der Kelten
::Teil 3 – Gestirne, Götter, Schlangeneier
::Teil 4 – Kurvenlinien und Schlangen
::Teil 5 – Keltische Köpfe
::Teil 6 – Kessel, Räder und Sonnenwagen (1)
::Teil 7 – Kessel, Räder und Sonnenwagen (2)
::Teil 8 – Druiden als Schamanen, Ekstatiker und Seher


::Literatur

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Dronfield, J. (1995): „Subjective Vision and the Source of Irish Megalithic Art“. Antiquity 69: 539-549
Harding, Dennis W. (2007): The Archaeology of Celtic Art. Oxon/New York: Routledge
Tausin, Floco (2015): „Leuchtende Essenz – Mouches volantes in der alten mesoamerikanischen Kunst“. Ganzheitlich Sehen 1. mouches-volantes.com (2.9.16)
Green, Miranda (1992): Animals in Celtic Life and Myth. London: Routledge

Thema: Archäologie, FGK, FGK-Blogroll, Geschichte, Infofelder, Naturphänomene, Para-Phänomene, Spirituelles, Tausin | Kommentare (0)

Mouches volantes im alten Europa (3)

Samstag, 5. August 2017 8:00

Teil 3: Die Kelten von Floco Tausin

3) Gestirne, Götter, Schlangeneier

Die keltische Kunst zeichnet sich durch einen abstrakten Stil aus, der geometrische Figuren mit Flechtwerk und Knotenmustern verknüpft und teils zu menschen- oder tierähnlichen Gestalten formt (vgl. Davis 2000). Hier sind punktierte oder konzentrische Kreise häufig vorkommende Formen – manchmal vereinzelt, oft aber durch Linien verbunden oder in weiteren Kreisen oder auf Kreuzen zu Gruppen gefasst. In aufwändigeren fortlaufenden Knoten- und Flechtenmustern lassen sie sich als innerster Teil von Spiralumdrehungen erkennen.
2 - Kelt. Kunst und Muenzen
Keltische Kunst und Münzen

Beispiele konzentrischer oder gepunkteter Kreise auf keltischen Kunstgegenständen und Münzen. Von links oben nach rechts unten: Verzierung auf einem Goldgürtel aus einem keltischen Grab in Hallstatt, Österreich, 4.-8. Jh. v. Chr.; Glas-Augen-Perle aus Wiggonholt, Sussex, England, 1. Jh. v. bis 1. Jh. n. Chr.; Augen-Perlen aus Oberfranken, Bayern, Deutschland, ca. 5. Jh. v. Chr.; Vorder- und Rückseite einer keltischen Münze aus dem Rheinland, Deutschland, 50-25 v. Chr. Quellen: lessingimages.com (26.7.16); Smith n/a; numisbids.com (18.8.16).
In der Deutung der keltischen Kunst werden punktierte oder konzentrische Kreise meistens als Sonne oder Sonnenscheibe verstanden. Diese astronomische Deutung wird oft auf punktierte Kreise in der Kunst prähistorischer Kulturen und antiker Zivilisationen angewandt. Doch für diese Zeitepochen lässt sich die Astronomie kaum von kosmologischen und mythologischen Aspekten trennen: Gestirne werden von den Menschen mit bestimmten Gottheiten oder kosmischen Kräften gleichgesetzt, die wiederum in vielfältiger Beziehung mit Naturerscheinungen oder Ereignissen stehen (vgl. z.B. Tausin 2015, 2014, 2011a, 2011b). Wie alle prähistorischen Völker waren die Kelten genaue Beobachter des Himmels und nutzten die Erkenntnisse für Unternehmungen und Vorhersagen. Die keltischen punktierten Kreise könnten also grundsätzlich auch andere Himmelskörper als die Sonne repräsentieren.Auch die Sonnen-, Mond- und Himmelsgötter wie Lugus (Lugh, Lleu), Belenus, Arianrhod, Grannus oder Brigit könnten in ihrer abstrakten Form durch eine Sonnen- oder Sternenscheibe ausgedrückt worden sein (Berresford Ellis 2003; Rankin 1996; Davies 1809).
Eine andere Möglichkeit ist, dass die keltischen punktierten Kreise so genannte Schlangeneier oder Schlangensteine darstellen. Als Schlangenei galten den Kelten Glaskugeln, Glasscheiben oder gelochte glasige Steine, die auf natürliche Weise entstanden sind. Keltische Mythen aus Irland und England zeigen, dass Glas für die Kelten ein besonderes Material gewesen sein musste: Als ein schwer erreichbarer und schwer zu erobernder Ort voller magischer Schätze gilt ein Turm oder eine Festung aus Glas. Doch der walisische Begriff caer wydyr – die „gläserne Umschliessung“ oder „Glasfestung“ – ist auch eine der Bezeichnungen für die Anderswelt (vgl. Davies 1809). Vielleicht wegen dieser Qualität wurden die Schlangeneier von den Druiden hoch geschätzt und für Wahrsagerei, Erfolg in weltlichen Angelegenheiten und Heilung benutzt. Es hiess, sie würden entstehen, wenn Schlangen sich umschlingen und eine Flüssigkeit absondern, die sich zur Kugel formt und verfestigt. Diese Kugel werde durch die Bewegungen der Schlangen in die Luft geschleudert. Derjenige, der ein Schlangenei suchte, musste es in der Luft mit einem Tuch einfangen.
Sowohl in der einen wie der anderen Deutung werden die keltischen punktierten Kreise nicht nur mit Licht oder lichtdurchlässigem Material, mit dem Himmel, mit Himmelskörpern oder der Bewegung durch die Luft, sondern auch mit mythischen und andersweltlichen Aspekten assoziiert. Sie könnten damit einen entoptisch-visionären und schamanischen Ursprung haben und auf das Sehen der doppelmembranigen Kugeln der Leuchtstruktur zurückgehen.

::Der AutorFloco Tausin


::Inhaltsverzeichnis

::Teil 1 – Einleitung
::Teil 2 – Die Kultur der Kelten
::Teil 3 – Gestirne, Götter, Schlangeneier
::Teil 4 – Kurvenlinien und Schlangen
::Teil 5 – Keltische Köpfe
::Teil 6 – Kessel, Räder und Sonnenwagen (1)
::Teil 7 – Kessel, Räder und Sonnenwagen (2)
::Teil 8 – Druiden als Schamanen, Ekstatiker und Seher


::Literatur

Die Bilder stammen aus Bilddatenbanken im Internet, aus wissenschaftlichen Publikationen oder aus meiner eigenen Sammlung (FT). Sie unterstehen entweder einer Creative Commons-Lizenz, fallen aufgrund der Verjährung nicht mehr unter das Copyright oder werden im Sinne des Zitatrechts aus wissenschaftlichen Publikationen verwendet. Bei den Bildern aus meiner Sammlung besitze ich das Copyright bzw. habe die freundliche Genehmigung des Künstlers eingeholt.

Davis, Courtney (2000): Celtic and Old Norse Designs. Mineola: Dover Publications
Tausin, Floco (2015): „Leuchtende Essenz – Mouches volantes in der alten mesoamerikanischen Kunst“. Ganzheitlich Sehen 1. mouches-volantes.com (2.9.16)
Tausin, Floco (2014): „Mouches-volantes-Strukturen in Nordamerika. Teil 2: Sonnenscheiben und Medizinräder (Kalifornien, Südwesten, Grosse Prärie, Südosten)“. Ganzheitlich Sehen 2. mouches-volantes.com (2.9.16)
Tausin, Floco (2011a): „Schamasch, Ischtar und Igigi. Mouches-volantes-Strukturen im antiken Mesopotamien“. Virtuelles Magazin 2000 60. archiv.vm2000.net (1.9.16)
Tausin, Floco (2011b): „Im Auge des Re. Mouches volantes Strukturen in der Symbolik des antiken Ägyptens“. Virtuelles Magazin 2000 58. vm2000.net (14.2.11)
Berresford Ellis, Peter (2003): A Brief History of the Celts. London: Robinson
Rankin, David (1996): Celts and the Classical World. London/New York: Routledge
Davies, Edward (1809): The Mythology and Rites of the British Druids. London: J. Booth

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18./19.8.17 – UFO-Studiengruppe Hannover

Freitag, 4. August 2017 8:00

ufo-studiengruppe_hannover.jpgVeranstaltung der
UFO-Studiengruppe Hannover
(38 Jahre – 1979-2017)

Treffpunkt ist das Stadtteilzentrum Lister Turm, Walderseestr. 100, 30177 Hannover. Die Treffen finden an jedem 3. Freitag im Monat von 19.00 – 22.00 Uhr statt, Einlaß: 18.45 Uhr. Gäste sind herzlich willkommen! Räume: siehe Hinweistafel im Eingangsbereich/STZ-Mitarbeiter. Vorträge im Kleinen Saal/Raum 27, 2. Etage (ohne Fahrstuhl), Restauration: Taverne Odysseus.


Freitag, 18. August 2017, 19.00 Uhr
„Unsere Welt von morgen. (Ausblicke auf das 21. Jahrhundert).“

Referent: Reiner Elmar Feistle (Kontaktler und Autor) – Unkostenbeitag: 5,- Euro


Bereits seit 1956 existiert die UFO-Studiengruppe Hannover, die seit 1979 von Ruth Bäger geleitet wird. Sie erteilt auch gerne weitere Auskünfte unter Telefon 0511-319657 (AB).


Sonnabend, 19. August 2017
„Erkennen des eigenen Unterbewußten – Bin ich ein Kontaktler?“

Referent: Reiner Elmar Feistle (Kontaktler und Autor)

Achtung! Dieses zusätzliche Tagesseminar findet in 30974 Wennigsen, Unterm Hollerbusch 25, bei Frau Maria Dunkel statt. Anmeldung und Auskünfte über Reiner Elmar Feistle, E-Mail: reiner.feistle(et)arcor.de

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