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Marc Treanor - Zeichnen im Sand

Marc Treanor (†) - Zeichnen im Sand

Zurzeit lebe ich in West Pembrokeshire/Wales und erkunde die wunderschönen Strände hier. Die atemberaubenden Landschaften und Meereslandschaften dieser Gegend sind eine Freude, und ich bin für all das sehr dankbar! Die Essenz dessen, was ich tue, ist einfach geblieben - etwas auf dem Sand zu schaffen und es jedem zu überlassen, dem es begegnet, bevor das Meer zurückkehrt. Die Arbeit begann mit geometrischen Mustern, die direkt von den Kornkreisen von Wiltshire inspiriert sind. In den letzten Jahren begann sie sich zu verändern, mit dem Wunsch, spezifische Designs für Einzelpersonen und Unternehmen zu schaffen. Dies hat mich dazu gedrängt, neue Wege zu erforschen, was mit dem Sand in Bezug auf die Feinheiten der Schattierung und sogar der Porträtmalerei möglich ist... Dennoch ist es immer noch die flüchtige Lebensdauer des Werkes, die bleibt, und die Ehrfurcht vor den Elementen, die diese Reise leitet.

5.7.2020 - Heute erhielten wir die traurige Nachricht,
dass Marc Treanor gestorben ist.


Devastating news from Wales.
„Marc Treanor ist von uns gegangen. Ein schwerer Verlust für uns alle. Er war ein sehr gütiger Mensch und ein unglaublicher Künstler. Er überschritt die Grenzen dessen, was Sand-Zeichnungen darstellen, und schuf einen Arbeitsstil, von dem ich bezweifle, dass ich ihn je hervorbringen könnte.“
Das schreibt Jon Foreman, einer seiner vielen Freunde aus der SandArt/LandArt-Szene.

Die Heilige Geometrie

Marc Treanor: „Das Wesentliche von allem, was Sie sehen, existiert nur aufgrund einer sehr tiefgreifenden Ordnung bestimmter sich wiederholender mathematischer Formeln, die die Grundlage aller Materie, von den Atomen bis zu den Galaxien, bilden. Die Heilige Geometrie ist die alte Wissenschaft, die die Energiemuster, die alle Dinge erschaffen und vereinen, erforscht und erklärt und die genaue Art und Weise offenbart, wie sich die Energie der Schöpfung selbst organisiert. In jedem Maßstab entspricht jedes natürliche Wachstums- oder Bewegungsmuster unweigerlich einer oder mehreren dieser geometrischen Formen. Die Stränge unserer DNA, die Hornhaut unseres Auges, Schneeflocken, Tannenzapfen, Blütenblätter, Diamantkristalle, die Verzweigung von Bäumen, der Weg des Blitzes, eine Nautilusmuschel, der Stern, um den wir uns drehen, die Galaxie, in der wir uns spiralförmig bewegen, und alle Lebensformen, wie wir sie kennen, entstehen aus zeitlosen geometrischen Codes. Die Heilige Geometrie könnte sehr wohl die Antworten liefern, nach denen Sie gesucht haben.

Die Muster, die ich an den Stränden entwerfe, sind alle von der heiligen Geometrie inspiriert. Die Idee der "Heiligkeit" entspringt der Erkenntnis, dass diese Muster überall erscheinen, vom ganz Kleinen, dem Quantenfeld oder Mikrokosmos, bis hin zum ganz Großen, dem kosmischen Bereich oder Makrokosmos.“
Skrinkle Haven, Pembrokeshire  - 26. November 2018
Skrinkle Haven, Pembrokeshire  - 26. November 2018

„Von der Umlaufbahn eines Elektrons um seinen Kern innerhalb eines Atoms bis zu der einer Galaxie um die zentrale galaktische Sonne sind immer wieder dieselben Muster zu sehen.

Die Spirale unserer eigenen DNA-Doppelhelix, die Positionierung der Samen in einem Sonnen-blumenkopf, das langsame und perfekte Wachstum einer Nautilus-Seemuschel, die kräftigen, spiralförmigen Winde eines tropischen Sturms und die sich drehenden Arme unserer Milchstraßengalaxie sind alle Teil derselben Bewegung.

Eine Bewegung, die auf Harmonie beruht und mit Hilfe einer progressiven Zahlenfolge, der so genannten Fibonacci-Folge, demonstrierbar ist.“
Druidstone Haven – 21. Mai 2019
Druidstone Haven – 21. Mai 2019

Monkstone Beach, Pembrokeshire – 10. Januar 2020 (Original Design - Lillian L. Rossland)
Monkstone Beach, Pembrokeshire – 10. Januar 2020 (Original Design - Lillian L. Rossland)
„Nur ein Beispiel für die unbestreitbare Verbundenheit aller Materie. Ein Beispiel dafür, wie geometrische Muster innerhalb und außerhalb der menschlichen Form zu finden sind.

Unsere Körper können als Schnittstelle zwischen dem Kosmischen und dem Quantum gesehen werden, als Tor zwischen den Welten des ganz Kleinen und des ganz Großen. Um das Sprichwort zu zitieren: „Wie oben, so unten“. Indem ich diese schönen Muster an den Stränden schaffe, trete ich bewusst in den Tanz der Materie ein.

Indem ich diese heiligen Blaupausen in die Kieselerde der Strände ritze, halte ich kurz die Bewegungs-muster fest, die die gesamte Existenz definieren.

Für diese Kreise weisen diese Mandalas auf die ewige Wahrheit der Vergänglichkeit hin. Jedes Ding erscheint und verschwindet in einem fortwährenden Tanz des Lebens.“

Pwllgwaelod, Pembrokeshire - 7. April 2020
Pwllgwaelod, Pembrokeshire - 7. April 2020
„Eine Bewegung zwischen Schöpfung und Zerstörung. Und ich, die menschliche Schnittstelle, der Dreh- und Angelpunkt, tanze zwischen den beiden Welten.

In der unaussprechlichen Gegenwart, umgeben von den unendlichen Schleifen der Vergangenheit und der Zukunft, schaffe ich eine Existenz, die nur so lange begriffen werden kann, bis die nächste Flut sie fortspült und den Sand leer wie eine tabula rasa zurücklässt, bereit, neu geschrieben zu werden.

.... und all das Geschwafel!“

Sand war Seans Materie mit der er sich seit vielen Jahren beschäftigte. Wie behutsam auf einem seiner letzten Werke die Hände die Erde umfassen, als hätte er es bereits geahnt, dass er auch im Tod immer mit dieser Erde verbunden bleibt. - Ruhe in Frieden, Sean …
Frank Peters, FGK

Pwllgwaelod, Pembrokeshire - 22. April 2020
Pwllgwaelod, Pembrokeshire - 22. April 2020

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